Ich denke nicht, daß du was gewinnen kannst, wenn du darus eine Loylitätsprüfung für deine Freundinnen machst: Lassen sie A sausen wenn du klarstellst, daß du das von ihnen aus Loyalität erwartest? Das klappt in der Mittelstufe (vielleicht) und dann nicht mehr.
Die meisten Leute werden sich von so etwas unter Druck gesetzt und als Person nicht respektiert fühlen. Sie werden angenagt sein, weil du versuchst, das mit ihnen zu machen, und sich denken, daß du mehr Streß bist, als du wert bist.
Das heißt nicht, daß du ihr Gejammer über A ertragen mußt. Du kannst sagen, "Ja, ich weiß" und "Du weißt ja, daß ich aus dem Weg gehe, weil mich (genau das, worüber gerade gejammert wird) von ihr nervt. Das heißt aber auch, daß ich nicht mehr darüber reden will, daß sie nervt. Ich brauch das nicht mehr. Können wir über was anderes reden?"
Damit vermeidest du, daß A sich über Dritte weiterhin in deinem Leben und deinem Hirn plaziert, verhinderst, daß die Freundin nach deiner Zustimmung anfängt, A zu rechtfertigen (und auf einmal bist du die Böse) und schont deine Nerven. Wenn die Freundin damit nicht klar kommmt, blöd, aber du mußt auch nicht damit klar kommen, dich second-hand nerven zu lassen.
Warum tun sie su?
Die Leute tun, was ihnen angenehm und richtig erscheint, nicht was ihnen abstrakt moralisch korrekt erscheint.
Auch bei scheinbar moralisch motivierten Entscheidungen, sagt die Wissenschaft, kommt erst das Bauchgefühl (das ist mir zu blöd, ich halt das nicht mehr aus, ich mag mich in dieser Freundschaft nicht, ...) und dann die Moral.![]()
Meine Vermutung ist irgendwas oder eine Mischung von den folgenden:
- daß die Freundinnen von A genervt sind, aber nicht so genervt, daß es ihnen wert ist, A den Laufpaß zu geben,
- daß A in irgendeiner Sache so cool ist, daß man sie nicht ersetzen kann
- daß A anstrengend und unerfreulich zu werden droht, wenn man sich von ihr trennt.
- daß es bequem ist, so, wie es läuft
- daß sie nicht wissen, wie man nein sagt oder das Alpenveilchen der vergangenen Freundschaft überreicht.
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Ergebnis 21 bis 30 von 42
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18.02.2020, 23:46
AW: Loyalität in Freundschaften... Frage
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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19.02.2020, 10:25
AW: Loyalität in Freundschaften... Frage
Für mich hört sich das so an als hätte C nie zugesagt, den Kontakt zu A gänzlich fallenzulassen. Dass es mehr als 3x im Jahr nicht werden soll. Wird es vielleicht ja auch nicht. Wieso hast du dann erwartet, dass es dir alle gleich tun? Muss er wirklich zum Geburtstag absagen, weil du eure Freundschaft beendet hast? Oder spielt C ein falsches Spiel? So richtig wissen wir es nicht.
Bist du wirklich davon überzeugt, dass du nach 13 J. keinen Kontakt mehr willst? Oder hast du es gemacht, weil C dich manipuliert hat und dein Partner, der auch nicht gut auf A zu sprechen war? Horche mal in dich hinein.
Wenn du dabei bleibst, dass es richtig war, dann mache deinen Frieden damit und treffe C auch nur noch 3x im Jahr. Damit kann man dann wohl leben, oder?
Bisschen pupertär hört es sich aber schon an. Wenn ich die Freundschaft beende, müssen es alle tun. Ich vermute, du hast etwas Angst, bald in die Situation zu kommen, in die du A verfrachten wolltest: ohne diese Freunde da zu stehen. Halte ich für möglich, dass es soweit kommen wird und C die Fäden dafür in der Hand hält.
A kann einem schon leid tun, dass sie so isoliert werden soll. Dss könnte dann auch schon wieder positiv für C ausgelegt werden. Dass er sie trotz ihrer Fehler akzeptieren möchte. Sie nicht komplett isolieren mag. Ja, wäre natürlich blöd, wenn schlussendlich dir das passieren wird. War das mit Silvester denn soooo unverzeihlich? Für C scheinbar nicht. Schwer zu sagen, wer sich hier unakzeptabel verhält, da wir ja auch nicht wissen, was A verbockt hat. Vielleicht wurde man das Thema dann auch schon wieder ganz anders betrachten.Geändert von Palmanova (19.02.2020 um 10:31 Uhr)
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19.02.2020, 12:28
AW: Loyalität in Freundschaften... Frage
Danke für deine Einschätzung. Leider erkenne ich mich darin nicht wieder, liegt aber sicherlich auch daran, dass Dir viele Informationen fehlen...
Ich will niemandem die Freunde wegschnappen, ich denke einfach, wenn mehrere Leute vorhaben die Freundschaft zu kündigen und über Person A herziehen, ist es nicht sehr konsequent auf As Geburtstag zu gehen.
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19.02.2020, 12:29
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19.02.2020, 12:34Inaktiver User
AW: Loyalität in Freundschaften... Frage
So sehe ich das auch.
Die frage ist, wie du jetzt damit umgehen möchtest?
Ich würde mich mit C treffen und das genauso sagen.
Hi C,
mich beschäftigt da etwas was unsere Freundschaft belastet. Du kannst natürlich mit A befreundet sein, du bist ein freier Mensch. Ich verstehe nur nicht, warum du über A so lästerst und dann gleichzeitig den Kontakt zu ihr suchst.
ich weiß nicht was ich davon halten soll. Kannst du mir das bitte erklären?
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19.02.2020, 13:02
AW: Loyalität in Freundschaften... Frage
Genau so ein Gespräch hat es gegeben. Er hat gesagt, er meldet sich aus "Freundlichkeit" bei Ihr und dass er immer erst einen Tag später mit nur einem Satz antwortet und dass das eh nicht halten wird und dass ich mir keine Sorgen machen soll, da das nicht auch nur ansatzweise an unsere Freundschaft rankommt.
Das war aber bevor er sagte, sie will ihn im März sehen und sie feiert im April Geburtstag etc.
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19.02.2020, 13:05Inaktiver User
AW: Loyalität in Freundschaften... Frage
Das finde ich hier aber sehr schwierig.
Was meint er damit das es nicht an eure Freundschaft ran Kommt? Das ist doch kein Wettbewerb
Deine ganze Aussage und auch seine ist die völlig falsche Schiene.
Es geht darum das er bei dir lästert und es in deinen Augen einfach falsch/hinterlistig ist.
Davon ist in dem Gespräch kein Wort zu lesen
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19.02.2020, 13:14
AW: Loyalität in Freundschaften... Frage
Ich befürchte wir reden hier von unterschiedlichen Dingen.
1. Du hast recht, man sollte über Freunde nicht lästern. Sehe ich ähnlich. Befolge ich auch die meiste Zeit. Dass wir ALLE an einem Punkt über A gelästert haben ist eine Tatsache und werde ich nicht leugnen. A hat sich in vielem Hinsichten unfassbar mies und despektierlich uns gegenüber verhalten ( ich habe das meiste abbekommen, einfach weil wir uns am nächsten waren). Daraus habe ich meine Konsequenzen gezogen und bin gegangen.
2. Jetzt wo die Situation der Trennung vorliegt, stellt sich mir einfach die Frage, ob ich ein Recht habe darauf zu beharren, dass C immer gesagt hat, er will die Freundschaft auch nicht mehr ("A nervt so" "Ich lasse mir doch nicht von A vorschreiben was ich zu tun und lassen habe").
a) Kann man von jemandem enttäuscht sein, dass er nicht mitzieht, obwohl C es immer so darstellte als würde er...?
b) Hat man das Recht wütend und traurig zu werden, wenn man merkt, dass C sich jetzt "extra" Mühe gibt (letztes Jahr auf den Geburtstag von A wollte er nicht "die nervt", dieses Jahr überlegt er es sich ganz plötzlich)?
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19.02.2020, 13:58Inaktiver User
AW: Loyalität in Freundschaften... Frage
Ja, war auch eine gute Entscheidung
Nein, ein Recht hast du nicht.
natürlich darfst du enttäuscht sein.
Du solltest nun ehrlich zu dir selbst sein. Enttäuscht kann man nur werden weil man eine Erwartung hatte die nicht erfüllt wurde.
Nächste Frage. Wusste dein Freund C von deinen Erwartungen? Anscheinend nicht. Und nun solltest du diese Erwartung mal prüfen. Entspricht sie deiner Einstellung? Wenn ja ist die freundschaft zu C auf den Prüfstand zu stellen, ob man überhaupt befreundet sein kann, wenn diese Einstellung nicht übereinstimmt
Bist du wütend/traurig weil es sich um A handelt. Würdest du auch so empfinden wenn es um Person X geht?
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19.02.2020, 14:53
AW: Loyalität in Freundschaften... Frage
Bis jetzt auch nicht eine Sekunde bereut und das hat schon was zu bedeuten, wenn man 13 Jahre beste Freunde war.
Ich bin davon ausgegangen, dass das klar ist... Aber nein, C wusste davon wahrscheinlich nichts. Es war für mich irgendwie vorausgesetzt... weil ich nicht verstehe, wieso man sich schlecht behandeln lässt und dennoch bleibt. Vor allem, wenn einer aus der Gruppe den ersten Schritt macht.
Es wäre mir egal um wen es geht, wenn die Situation so wäre wie die gegebene... Ich wünsche A nicht mehr oder nicht weniger gutes oder schlechtes wie ich es einer Person X wünschen würde.
Natürlich habe ich A gesagt, dass ich die Freundschaft nicht mehr so weiterführen kann und es beende, weil ich (und die anderen!) uns einfach so oft ärgern und unter Druck gesetzt fühlen und ihren Erwartungen nie gerecht werden.
Und ehrlicherweise habe ich auch damit gerechnet, dass die anderen beiden nachziehen.
B sagte, dass ihr Timing nicht mein Timing ist aber ganz bewusst sagt, dass sie mal schaut wie es sich entwickelt, sich aber auch bald von A lösen werden muss wenn nicht grundlegende Dinge verändert werden.
Aber von C kommem nur Ausflüchte - er fühlt sich null verantwortlich und ich komm mir so "hintergangen" vor...




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