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  1. Avatar von Nimph
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    „Mädels“-Runden und übrige Socken

    Hallo, ihr Lieben,

    ich möchte nicht falsch verstanden werden: Ich liebe es, mit Frauen zusammen zu sein und, wenn wir "unter uns" tolle Zeit verbringen. Aber, ich habe nichts dagegen, wenn auch manchmal Männer an meinem gesellschaftlichen Leben teilhaben.
    Seit ich Single bin scheint es für mich nur noch "Mädels"-Gruppen und "Mädels"- Runden zu geben. So als wären plötzlich alle Männer aus meinem Umfeld in Geheimbünde abgezogen worden oder verschwunden. Zumindest, was mein privat-gesellschaftliches Leben angeht, ich habe tatsächlich vier Runden, die ausschließlich aus Frauen bestehen. Mit ihnen trinke ich Cocktails, gehe ins Kino oder wir treffen uns einfach so.
    Natürlich werde ich auch mal "dazu" eingeladen, dann bin ich aber irgendwie die übrige Socke, bei der das Gegenstück abhandengekommen ist. Ich finde mich in Runden mit mehreren Paaren als fünfte, siebte oder neunte Person wieder. Was sich nicht wirklich gut anfühlt.
    Wo sind denn die anderen "Einzel"-Personen???

    Vor drei Tagen wurde ich für eine neue "Mädels"-Runde angefragt, eine Art Bücherclub in dem man sich alle zwei Monate trifft und einen netten Abend macht und ein bestimmtes Buch bespricht - selbstredend ohne Männer. Als ich meine Bedenken geäußert habe, ob ich jetzt noch einer fünften "Mädels"-Runde beitreten will, wurde mir ganz offen gesagt, dass sich meine Freunde, wenn der Mann dabei ist, eher unter Paaren treffen, das hätte man mir nicht erläutern müssen, das habe ich auch so schon gemerkt. Jetzt könnte leise der Verdacht aufkommen, dass ich so schön bin und attraktiv, dass andere Frauen in meiner Gegenwart Angst um ihre Männer haben - ich kann euch versichern, das ist nicht der Fall!
    Liegt es vielleicht an unserem Alter, Mitte 40, dass wir uns lieber gleichgeschlechtlich treffen? Irgendwie kommt es mir vor wie ein Rückschritt ins vorletzte Jahrhundert, wo die Herren sich im Rauchsalon trafen und die Frauen zum gediegenen Tee an einem anderen Ort.
    Immer mehr meiner Freundinnen feiern ihre Geburtstage heute in einer "Mädels"-Runde, ich habe das auch schon so gemacht, werde das aber nie wieder tun.
    Und alleine der Begriff, "Mädels"-Runde... Damals, als ich ein "Mädel" war, habe ich ihn nie verwendet, warum fangen wir jetzt mit zunehmendem Alter damit an, aber das ist wohl ein anderes Thema...

    Wem geht es genauso wie mir, wie geht ihr damit um, wer hat ein Gegenmittel gefunden?

    Beste Grüße
    Nimph
    Liebe macht nicht blind. Der Liebende sieht nur weit mehr als da ist.
    (Oliver Hassencamp)

    Und sprich nur, wenn du was zu sagen hast!


  2. Registriert seit
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    AW: „Mädels“-Runden und übrige Socken

    Hi Nimph,

    mir geht's genauso. Wobei ich nix gegen Mädelsrunden habe, aber tatsächlich wird man von verpartnerten Frauen eher selten zu "Päärchenrunden" eingeladen bzw. wenn, fühle ich mich häufig nicht wohl bzw. empfinde Zurückhaltung mir gegenüber. Ich habe auch meine Freundinnen schon angesprochen, warum sie bzw. ihre Partner keine männlichen Singles zu geselligen Ereignissen einladen. Antwort: Sie haben keine allein stehenden Männer in ihrem Bekanntenkreis – oder wenn, handele es sich um „Nerds“, mit denen sie keinen näheren privaten Kontakt pflegen wollen.

    Vor einigen Jahren hatte ich einen schwulen Nachbarn, mit dem ich mich anfreundete. In dieser Zeit habe ich sehr viel mit ihm, seinen Partnern und seinem großen, bunt gemischten, Bekanntenkreis unternommen. Und hatte nie das Gefühl, eine "übrige Socke" zu sein. Leider ist mein damaliger Nachbar vor drei Jahren in eine 200 km entfernte Stadt gezogen.
    Nichts ist so gefährlich wie das Allzumodernsein. Man gerät in Gefahr, plötzlich aus der Mode zu kommen. Oscar Wilde


  3. Avatar von Rotbuche
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    AW: „Mädels“-Runden und übrige Socken

    Hallo Nimph,

    so ein bisschen kenne ich das. In meinem Freundeskreis sind auch hauptsächlich Frauen. (Der Begriff "Mädels" kommt mir normalerweise weder über die Lippen noch in die Tastatur.) Manchmal ist das auch ganz schön. Woanders treffe ich aber durchaus auch auf Männer. Es kommt auch ein bisschen auf die Aktivität an. Männer sind nicht gern Teil einer "Clique", die sich zum Cocktailtrinken oder ähnlichem trifft. Das sind eben Sachen für, na ja, "Mädels".

    Wenn du aber Anschluss suchst z.B. an gesellschaftliche oder politische Initiativen, wenn es um gemeinsames Musizieren, Exkursionen in die Natur, Fahrradtouren, Schachspielen oder ähnliches geht: Da triffst du sowohl Frauen als auch Männer. Es gibt so viele Gruppen, denen man sich anschließen kann. Guck dir einfach mal die Vereine, Parteien, Kirchengemeinden und Initiativen deiner Heimatstadt an. Aber meide "Mädelsthemen".

    Viel Glück!
    Regelmäßige Lektüre von Frauenzeitschriften kann zur Verblödung führen.


  4. Registriert seit
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    AW: „Mädels“-Runden und übrige Socken

    Das kommt mir aus meiner Singlezeit auch bekannt vor, dass man zu "Pärchenveranstaltungen" explizit nicht mit eingeladen wird. Als ob die dort versammelten männlichen Exemplare so unerträglich attraktiv seien, dass man sich sonst nicht zurückhalten könne, sich ihnen sofort an den Hals zu werfen.

    Selber kümmere ich mich bei Einladungen nicht so um den Beziehungstatus der Gäste - nein stimmt nicht, ich achte auf eine ausgewogene Mischung, denn reine Frauen- oder Pärchenabende sind mir ein Graus, von Ausnahmen abgesehen.

    Vielleicht ist es am besten, sich bei Deinem Fall von der Cliquenkultur ein Stück weit zu verabschieden und Dich einfach auch mal alleine mit männlichen Freunden zu treffen.

  5. Avatar von starsandstripes
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    AW: „Mädels“-Runden und übrige Socken

    Danke, danke, danke! Genau dieses Szenario zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Ich glaube, ich hatte einmal im Leben einen gemischten Freundeskreis - das war so von der 5. bis 8. Klasse. Dann hab ich leider die Schule gewechselt.

    Alle meine männlichen Freunde sind schwul (außer einer, der nicht in DE lebt), meine Freundinnen sind alle vergeben, die Freunde deren Partner ebenso. Es ist zum Mäuse melken. Es wäre so schön, mal wieder Männer dabei zu haben, vergeben oder nicht.

    Eine Freundin hat im Januar ihren 30. Geburtstag gefeiert und endlich mal eine gemischte Runde gemacht - da habe ich direkt auch einen netten Mann kennengelernt. Schade, dass es das bei mir nicht öfter gibt.


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    AW: „Mädels“-Runden und übrige Socken

    Hm. Ich lerne (vorwiegend beruflich) stets mehr Männer als Frauen kennen und finde leichter Kontakt zu Männern (alle vergeben, ich auch).
    Einen reinen Mädels-Geburtstag habe ich auch schon besucht und nicht schlecht gestaunt, wie man so viele Frauen zusammenbekommt.

    Wenn ich ausgehe, dann in gemischten Gruppen aber nur sehr selten als Paar (einer bleibt bei den Kindern. Das gilt auch für die Kollegen).
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

  7. Avatar von Sugarnova
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    AW: „Mädels“-Runden und übrige Socken

    Was ist dir denn lieber? Die übrige Socke, oder "Mädels (diese Beziechnung hasse ich auch) pur"?

    Schlimmer finde ich die Frauen, die es nur noch im "Doppelpack" gibt.
    Geändert von Sugarnova (13.02.2020 um 23:39 Uhr)

  8. Moderation
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    AW: „Mädels“-Runden und übrige Socken

    Ich habe Interessen, die sich recht gleichmäßig zwischen Männern und Frauen aufteilen, und kenne überwiegend entspannte Leute.

    Wollen deine Freundinnen auf ihren Feiern im Prinzip keine Männer dabeihaben? Hat das Gründe, die du nachvollziehen kannst?
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  9. Registriert seit
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    AW: „Mädels“-Runden und übrige Socken

    Ich bin öfter mit einzelnen Männern unterwegs und das hat etwas mit Berufs- oder Sportthemen zu tun oder es handelt sich um Nachbarn, die ebenfalls alleine leben. Mit diesen Männern läuft nichts und wir gehen auch nicht später am Abend weg. Ich kann mit Männern recht gut, da meine längste Sandkastenfreundschaft mit einem Jungen bestand. Auch habe ich als Kind & Jugendliche mit Jungs in einer Sportmanschaft gespielt. Ich bin froh darüber, doch funktioniert es meiner Erfahrung nach nicht immer.

    Von dem Ort, an dem ich viele Jahre lang eine Mädels-Clique hatte, bin ich schon lange weggezogen. Damals war mir aufgefallen, dass ich mit den Mädels einzeln deutlich mehr anfangen konnte als in der Gruppe. Wir kannten uns vom Studium, doch deren private Themen waren nícht meine. Wenn die Partner mal dazukamen, beteiligten sie sich eher nicht am Gespräch.

  10. Avatar von fritzi72
    Registriert seit
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    AW: „Mädels“-Runden und übrige Socken

    Zitat Zitat von starsandstripes Beitrag anzeigen
    Danke, danke, danke! Genau dieses Szenario zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Ich glaube, ich hatte einmal im Leben einen gemischten Freundeskreis - das war so von der 5. bis 8. Klasse. Dann hab ich leider die Schule gewechselt.
    .
    Interessant, ich dachte immer, das sei so ein „Altersding“ - ich hatte erst ab der Oberstufe gemischte Freundeskreise, dann im Studium, in der praktischen Ausbildung und zum Berufseinstieg.

    Mit den Kindern und der Familiengründungsphase im Umfeld hat es sich dann verändert, wobei ich es nicht kenne, dass das bewusst und explizit so gehandhabt wird, es ergibt sich eher so.
    Oft ist der Frauenteil einer Gruppe an öfteren Treffen interessiert, während es den dazugehörigen Männern reicht, ab und zu, gerne bei etwas aktiverem, als einfach „nur“ essen gehen und quatschen, dabei zu sein.

    In Runden, zu denen Singels gehören, sind die selbstverständlich dabei, ich hoffe, dass sie sich nicht seltsam unter Paaren fühlen, aber die Paare sind auch nicht immer im Doppelpack dabei, was es auflockert.

    Ganz gemischte Runden sind bei mir die, die aus einem beruflichen Kontext entstehen und in denen die Partner von vornherein aussen vor sind.

    Trotz allem denke ich, „hach war das schön“, wenn ich an die völlig gemischten Zeiten zurückdenke und verstehe, was Ihr meint.
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"

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