Hallo zusammen,
angeregt durch ein Thema hier habe ich mich entschlossen, mit dem, was mich seit längerer Zeit beschäftigt, nun doch hier anzuklopfen und um Eure Meinung zu fragen.
Vor einigen Jahren bin ich umgezogen und hatte das Glück, sofort auf eine etwas ältere, sehr wohlwollende Nachbarin zu treffen. Mit dieser Frau habe ich mich auf Anhieb hervorragend verstanden. Von der Persönlichkeit waren oder sind wir beide so gestrickt, dass wir uns nur ab und zu trafen oder telefonierten, dafür aber stets tolle Gespräche und viel gegenseitiges Verständnis hatten. Diese Freundschaft blieb stets beidseitig, ein gegenseitiges Aufdrängen oder eine Einseitigkeit gab es nie.
Sie wohnt nicht mehr hier und hat mittlerweile mehrere Umzüge hinter sich. Erreichen könnten wir uns noch, entweder persönlich mit ein wenig mehr Fahrzeit, oder auch telefonisch. Doch hängt es an einem anderen Punkt. Sie hat zwei Töchter, beide deutlich jünger als ich, mit eigenen Familien und Kleinkindern. Ich kenne beide und mag sie gut leiden. Doch sind ihre Themen nicht wirklich meine.
Wie komme ich auf die Töchter? Die mittlerweile ehemalige Nachbarin hat mich etwas intensiver mit einer der Töchter bekannt gemacht, da sie dachte, ich könne ihr gut tun. Vermutlich finden das die ersten hier schon wieder übergriffig oder anmaßend, doch es war für mich in Ordnung. Das Problem besteht nun darin, dass es zwischen meiner lieben, ehemaligen Nachbarin und mir nun keine Treffen mehr gibt, ohne dass die eine Tochter mit Kind und Problemen mit zugegen ist. Zwar mag ich sie gerne, auch das Kind, doch ist die Gesprächsqualität zu dritt eine andere, als wenn ich mich mit der Dame alleine unterhalte. Auch habe ich für die Tochter eher eine "Kummerkastenfunktion", als dass wir uns auf Augenhöhe unterhalten. Als ich bei einem Besuch bei ihr vor einigen Monaten auch mal über mich sprach, deutete sie sofort an, zeitnah ins Bett zu wollen (by the way, es war kurz nach 18 Uhr). Doch auch das ist in Ordnung, da ich ja eigentlich die Mutter und zwar an einem ganz anderen Ort mal wieder treffen möchte.
Bisher habe ich mich nicht recht getraut, mal wieder ein Treffen zu zweit vorzuschlagen, zu dem ich mich auch gute Zwei Stunden ins Auto begeben würde. Meine Freundin, so möchte ich sie durchaus nennen, wird von ihren Töchtern stark in Anspruch genommen. Telefonisch erwische ich sie ausschließlich auf dem Handy und meist ist sie dann wieder mit ihren Töchtern und Enkeln unterwegs.
Hat jemand eine Idee, wie ich da vorgehen könnte? Findet Ihr es angemessen, wenn ich den Wunsch äußere, sie mal alleine sehen zu wollen? Meine ansonsten gute Intuition hat mich gerade ein wenig verlassen.
Lieben Dank!
P. S.: Mir gegenüber hatte die Nachbarin-Freundin mehrere Male erwähnt, dass sie sich sehr gerne mit mir unterhält und sich durch ihre familiäre Situation immer wieder überfordert fühlt.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 31
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05.02.2020, 12:11
Mutter nicht mehr ohne Tochter
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05.02.2020, 12:29
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05.02.2020, 13:01
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05.02.2020, 13:09
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05.02.2020, 13:09
AW: Mutter nicht mehr ohne Tochter
Das wäre vermutlich wirklich die beste Lösung.
Schwierig. Ich müsste sie dazu bringen, sich für gute Zwei Stunden ins Auto oder in den Zug zu setzen. Und da die Tochter auf der Strecke zu mir wohnt, würde sie sie entweder "einsammeln" wollen oder sie sonst ins Spiel bringen.
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05.02.2020, 13:11
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05.02.2020, 13:13Inaktiver User
AW: Mutter nicht mehr ohne Tochter
Also, es bleibt eigentlich nichts anderes, als Klartext zu reden. Das birgt natürlich die Gefahr, dass die Freundin dich dann gar nicht mehr treffen will. Muss man halt überlegen, ob man damit leben kann.
Ich habe etwas Vergleichbares durch, und es ist genau so gekommen. Manchmal bedaure ich das, aber die Alternative wäre gewesen, dass ich meiner Freundin gesagt hätte, wie wenig ich die Person leiden kann, die sie meistens mitschleppen will - und das hätte zum selben Ergebnis geführt, da es sie mit Sicherheit sehr verletzt hätte.
Wie man es macht, ist es eigentlich blöd.
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05.02.2020, 13:17
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05.02.2020, 13:24
AW: Mutter nicht mehr ohne Tochter
Ich denke, dass ich unterschwellig diese Sorge habe. Es wäre ja nicht irgendeine Ablehnung, sondern die einer Person, die ich mag.
Und die "Mitgeschleppten" sind meistens irgendwie bedürftig.
Meine Freundin wohnt in der Nähe der anderen Tochter, und die, die ich auch näher kenne, will demnächst ebenfalls in die Umgebung ziehen. Und obwohl ihre Mutter gesundheitlich angeschlagen ist, nehmen sie sie immer wieder in Beschlag. Die Mutter hatte mir gegenüber mehrfach erwähnt, wie sehr sie alles anstrengt.
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05.02.2020, 13:24


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