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  1. Registriert seit
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    AW: Freundschaft beendet - war es "richtig" so?

    .. was ich jetzt hier im Forum mitbekommen habe, ist, dass es nicht einfach nur Schwarz und Weiß gibt, sondern dass man sein eigenes Vorgehen auf die beteiligten Personen und die Situation abstimmen sollte. Natürlich immer im Rahmen der Menschlichkeit.

    Jetzt mal ein etwas überzogenes Beispiel:
    Ich denke, dass man mit einem Stalker, der bis dato ein Nein nicht akzeptiert hat, anders reden oder verfahren muss wie mit einem netten Nachbarn, der es sofort erkennt und akzeptiert, dass man gerade keine Zeit für einen Kaffeeplausch hat.


  2. Registriert seit
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    AW: Freundschaft beendet - war es "richtig" so?

    Zitat Zitat von guteFee82 Beitrag anzeigen
    .. was ich jetzt hier im Forum mitbekommen habe, ist, dass es nicht einfach nur Schwarz und Weiß gibt, sondern dass man sein eigenes Vorgehen auf die beteiligten Personen und die Situation abstimmen sollte. Natürlich immer im Rahmen der Menschlichkeit.
    genau so denke ich das auch


  3. Registriert seit
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    AW: Freundschaft beendet - war es "richtig" so?

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Weil es nicht nur um Fee geht sondern um ein Verhalten, was sie doch sicherlich bei anderen genauso lebt!
    Weil es eine Chance ist zu verstehen, dass man mit der Art keine Beziehung auf Dauer leben kann.
    Weil diese Frau sich ändern könnte und nachdem der Kontakt doch bleiben soll- nur nicht so intensiv- vielleicht ja doch ein Weg zu einer ganz neuen Beziehung möglich wäre.
    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    nochmal: es geht nicht um Verhaltensänderung sondern um Klarheit, warum sie sich zurückzieht.
    Das ist ein riesengroßer Unterschied!
    @Kenzia, geht es dir jetzt darum, dass die Freundin die Chance bekommt, sich zu ändern oder nur um Klarheit???
    Ich denke, da widersprichst du dir jetzt..

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Ich spreche davon, dass man statt stumm unterzutauchen- sagen könnte, warum man das nun macht.
    Nicht mehr und nicht weniger.
    @Kenzia:
    Wo zwischen "Wir haben uns in versch. Richtungen entwickelt / wir passen nicht mehr so gut zusammen" und "Verdammt, ich fühle mich soooo genervt, weil du so selbstgerecht, überfordernd, egoistisch, alles an dich reißend, rücksichtslos bist, ich ertrage dich nicht mehr, du stehst mir bis obenhin, .." spiegelt für dich das "Warum" wider?
    Wo liegt die Wahrheit und Klarheit? Es ist ja beides wahr und es ging dir ja zuletzt nicht um eine Verhaltensänderung oder Erziehung des anderen, sondern um Klarheit.

    Und wie viel Klarheit verträgt dieser Mensch dann im Sinne von nicht verletzend werden? Oder andere Frage: ab wann ist es für dich ehrlich genug? Ist es für dich noch zu unehrlich oder zu unklar für die Freundin, wenn ich zB sage, Tut mir leid, ich komme damit nicht klar, dass du mich rumkommandierst, über mich bestimmst, mich kontrollierst, meine Sätze zu Ende sprichst, ....? -- denn das wurde IN der bestehenden Freundschaft bereits angesprochen und wurde nicht erhört.

  4. Moderation
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    AW: Freundschaft beendet - war es "richtig" so?

    Du hast doch alles Vernünftige getan. Ob da auch so angekommen ist, ist natürlich eine ganz andere Frage, die sich nicht beantworten läßt, aber deine Methodik war angemessen und du fühlst dich besser. Was will man sonst noch?

    Jemandem jahrelang vorlügen, daß man ihn mag und gerne Zeit mit ihm verbringt? Das kann echt nicht die Lösung sein. Und drastischer zu werden als den Kontakt runterzufahren und wenn das nicht reicht, ihn mit einer Formel abzubrechen ist fast immer a) unnötig grob (macht keinen glücklich) b) wertlos (man wird nicht dafür bezahlt, Leute zu belehren), und c) eine Einladung zu weiterführenden Diskussionen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  5. Avatar von ja-aber
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    AW: Freundschaft beendet - war es "richtig" so?

    Zitat Zitat von guteFee82 Beitrag anzeigen
    Die Gespräche waren meiner Meinung nach sehr einseitig. Ich muss aber gestehen, dass ich sehr gerne mal der Kummerkasten für andere bin. Ich hätte auch nein sagen können.
    Kontaktaufnahme kam mehr von ihr, ich hab es aber auch des öfteren getan.
    Du bist sehr gern der Kummerkasten.
    Du hast nicht Nein gesagt.

    Zitat Zitat von guteFee82 Beitrag anzeigen
    Ich empfand sie als sehr bestimmend und fordernd. Sie hatte sich selbst oft dabei ertappt und sagte sowas wie "sorry, ich weiß, ich darf nicht so über andere bestimmen" etc. Aber sie tat es doch.
    Was hast DU denn dazu gesagt?

    Zitat Zitat von guteFee82 Beitrag anzeigen
    Sie redete immer mehr über andere Leute abschätzig, über Dinge, die uns nichts angehen (zb das Fremdgehen einer Bekannten u. Ä). Ich finde, es ist generell schon ok, mal über andere zu reden aber ich hatte bei ihr das Gefühl, dass sie es liebt, über andere schlecht zu reden.
    Immer nachdem ich bei ihr war, fühlte ich mich zu Hause schlecht und ausgelaugt.
    Hast Du das direkt kommentiert?
    Hast Du mitgelästert?
    Hast Du gesagt, dass Du das nicht willst?

    Zitat Zitat von guteFee82 Beitrag anzeigen
    Sie hat mich total geschätzt und sagte oft, dass sie froh sei, mich als Freundin zu haben. Ich hab es damals nicht verneint u irgendwas gab es mir auch, ihr Kummerkasten zu sein.
    Du hast Dich also irgendwie "besser" gefühlt? Im Hierarchiesinn?

    Zitat Zitat von guteFee82 Beitrag anzeigen
    Ich hab dann immer weniger auf ihre Vorschläge für Treffen reagiert. Rief nicht mehr so verlässlich wie sonst zurück, sondern antwortete mehr schriftlich. Ich wollte ihr einfach signalisieren, dass von meiner Seite aus nicht mehr so das Interesse da ist.
    Das hast Du nicht signalisiert. Sondern: ich bin im Stress, ich hab nicht so viel Zeit. Mir geht es nicht so gut.

    Zitat Zitat von guteFee82 Beitrag anzeigen
    Ich schrieb ihr, dass ich das Gefühl habe, dass wir uns in verschiedene Richtungen entwickelt haben. Darauf erwiderte sie, das man sich immer in verschiedenste Richtungen entwickeln würde und man dann ja gleich alles in Frage stellen könnte und so gar keine Beziehung für immer wäre.
    Ich hab nicht das Gefühl, dass das "Beenden" bei ihr angekommen ist. Sie hat - finde ich - ganz gelassen reagiert und nimmt die Sache vermutlich nicht so schwer wie Du.

    ==========================

    Ich war mal in der Situation Deiner Freundin. Eine Freundin bot sich als mein Kummerkasten an. Es war eine ganze Weile sehr einseitig. Selbst über ihre Sorgen reden wollte sie nicht. Nachfragen liefen immer eher so "nee, nicht so wichtig, erzähl Du doch mal, wie war es denn, als...?"

    Da sie mich des öfteren abgewimmelt hatte am Telefon, idR. war sie auf dem Sprung ins Bad (ja, klar..), habe ich aufgehört sie anzurufen. Sie meldete sich regelmäßig, wollte immer wissen, was ich so treibe. Gab mir immer wieder ganz viele Ratschläge, was ich denn in meiner Situation tun könnte. Ich geriet nicht selten in eine Rechtfertigung, eben genau das "Ja, aber", was Du auch beschreibst. Weil ich ihre weisen Ratschläge nicht befolgen wollte. Es ging unter anderem um Abnehmen, sie behauptete, ich würde meine Krankheit als Ausrede hernehmen... naja. Ende vom Lied war auch hier:

    "Wir entwickeln uns in unterschiedliche Richtungen". Und ich weiß, jetzt, drei Jahre später, dass SIE mehr unter dem Verlust unserer Freundschaft gelitten hat als ICH. Denn ich kam auch aus der Kummerkasten-Nummer raus, letztlich. Und auch das war ziemlich befreiend.

    =================

    Das mit Deiner Freundin ist sicher anders gelagert, aber mir fehlt in dem ganzen Thread noch Dein Anteil an der Sache.


  6. Registriert seit
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    AW: Freundschaft beendet - war es "richtig" so?

    Zitat Zitat von guteFee82 Beitrag anzeigen
    @Kenzia, geht es dir jetzt darum, dass die Freundin die Chance bekommt, sich zu ändern oder nur um Klarheit???
    Ich denke, da widersprichst du dir jetzt..
    Wenn man sich verabschiedet und geht- dann wäre es nur Klarheit, die geschaffen wird. Für diese beiden Menschen gibt es ja kein "weiter".
    Bei euch gibt es das und so könnte es sein, dass diese Freundin sich ändert und ihr theoritisch eine neue Chance füreinander hättet.

    Es widerspricht sich nicht- es kann aufeinander aufbauen, wenn die Klarheit zu einer Veränderung und neuer Chance führt.


  7. Registriert seit
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    AW: Freundschaft beendet - war es "richtig" so?

    Zitat Zitat von guteFee82 Beitrag anzeigen
    Und wie viel Klarheit verträgt dieser Mensch dann im Sinne von nicht verletzend werden?
    Grundsätzlich bestimmt das der Zuhörer- und damit können wir das nie genau sagen.
    Gleichwohl haben wir einen gewaltigen Einfluss durch das, was und wie wir etwas sagen.


  8. Registriert seit
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    AW: Freundschaft beendet - war es "richtig" so?

    Zitat Zitat von guteFee82 Beitrag anzeigen
    Wo zwischen "Wir haben uns in versch. Richtungen entwickelt / wir passen nicht mehr so gut zusammen" und "Verdammt, ich fühle mich soooo genervt, weil du so selbstgerecht, überfordernd, egoistisch, alles an dich reißend, rücksichtslos bist, ich ertrage dich nicht mehr, du stehst mir bis obenhin, .." spiegelt für dich das "Warum" wider? .
    Ich verstehe deine Frage nicht. Kannst es nochmal formulieren?

    Zitat Zitat von guteFee82 Beitrag anzeigen
    Wo liegt die Wahrheit und Klarheit? Es ist ja beides wahr und es ging dir ja zuletzt nicht um eine Verhaltensänderung oder Erziehung des anderen, sondern um Klarheit.
    Es ist sicher wahr, dass du dich sehr geärgert hast- aber für mich zB immer noch unklar, warum genau.
    Du bist freiwillig bei diesen Gesprächen gewesen und hast es so lange ausgehalten, bis du jetzt total sauer bist.
    Und du bist nun auf sie sauer!
    Dabei glaube ich nicht, dass diese Freundin bei dir solche Gefühle auslösen wollte.

    Ich stimme dir zu- es ist durchaus schwer, erst einmal für sich klar zu werden, wer hat was gemacht und was genau hat mich genervt?
    Es sieht oft so einfach aus, wenn man dann genauer hinschaut, kann es oft komplizierter werden


    Zitat Zitat von guteFee82 Beitrag anzeigen
    Oder andere Frage: ab wann ist es für dich ehrlich genug? Ist es für dich noch zu unehrlich oder zu unklar für die Freundin, wenn ich zB sage, Tut mir leid, ich komme damit nicht klar, dass du mich rumkommandierst, über mich bestimmst, mich kontrollierst, meine Sätze zu Ende sprichst, ....? -- denn das wurde IN der bestehenden Freundschaft bereits angesprochen und wurde nicht erhört.
    Zuerst muss ich mal nachfragen:
    Wir reden hier von Gesprächen zwischen zwei Freundinnen, die sich einfach unterhalten über die Sorgen der einen?
    Und dann kommen diese Aussagen: rumkommandierst, über mich bestimmst, mich kontrollierst, meine Sätze zu Ende sprichst....!?

    Was sind denn das für Gespräche gewesen? Und vor allem- wieso hast du das freiwillig immerzu mitgemacht?
    Wenn ich mir vorstelle, ich würde nur reden und der andere käme mit diesen Aussagen- ich würde mich wohl fragen, ich welchem Film ich bin

    Und ich will deine Empfindungen keinesfalls herab-reden- wenn du das so empfunden hast, dann ist es so für dich.
    Aber sowas als Begründungen aufzuführen, klingt für mich schon schräg.......ich mein- wir reden hier nur von Gesprächen, sie ist kein Chef- sondern eine Freundin.

    ps- mich würde interessieren- wenn du das eine oder andere vorher angesprochen hast- wie genau hast du das gemacht?

  9. Avatar von Daiva
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    AW: Freundschaft beendet - war es "richtig" so?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Du hast doch alles Vernünftige getan. Ob da auch so angekommen ist, ist natürlich eine ganz andere Frage, die sich nicht beantworten läßt, aber deine Methodik war angemessen und du fühlst dich besser. Was will man sonst noch?
    Zustimmung, denn "sich besser fühlen", nachdem man dem Unwohlgefühl ein Ende bereitet hat, bedeutet doch nichts anderes, als dass es die für sich richtige Entscheidung ist/war.
    Jemandem jahrelang vorlügen, daß man ihn mag und gerne Zeit mit ihm verbringt? Das kann echt nicht die Lösung sein. Und drastischer zu werden als den Kontakt runterzufahren und wenn das nicht reicht, ihn mit einer Formel abzubrechen ist fast immer a) unnötig grob (macht keinen glücklich) b) wertlos (man wird nicht dafür bezahlt, Leute zu belehren), und c) eine Einladung zu weiterführenden Diskussionen.
    Dito - ergänzend sei zu erwähnen, dass Klarheit für beide Seiten erstrebenswert ist, da sie befreit und die Suche nach passenderen Freundschaften erleichtert. Wozu sich weiterhin darum bemühen, den "Schein" aufrechtzuerhalten mit dem Wissen, dass dies wiederum Zeit erfordert, die nach der Trauer um die verlorene Freundschaft, sinnvoller in neu entstehende Freundschaften investiert wäre.
    Es könnten so viele Menschen aus ihren Fehlern lernen, wenn sie nicht damit beschäftigt wären, sie bei anderen zu suchen.


  10. Registriert seit
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    AW: Freundschaft beendet - war es "richtig" so?

    Ich war vor kurzem in einer ähnlichen Situation wie Deine Freundin. Merkwürdiges Rückzugsverhalten, Ansprechen meinerseits, Ausweichen und dann eine harte Abfuhr mit dem Hinweis auf meine offenbar völlige Merkbefreitheit.
    Ich weiß nach Monaten immer noch nicht, was meine Bekannte gestört hat und es hat mich wirklich sehr traurig gemacht.
    Es ist doch Blödsinn anzunehmen, jeder wüsste genau über seine Außenwirkung Bescheid.

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