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  1. Registriert seit
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    Lieber glücklich ohne Freund/innen als unglücklich mit?

    Dieser Gedankengang kommt mir immer wieder, wenn ich im Freundschaftsforum lese. Es scheint oft zu knirschen und manch eine scheint mit ihren Freundschaften nicht glücklich, es scheint eher Energie (neg) zu kosten.
    Wenn ich sage, dass ich keine Freundinnen habe, hört sich das so traurig an. Ich spreche jetzt von 3-4-5 Freundinnen, die ich mehr oder weniger lange kenne und regelmäßig sehe. Das habe ich nicht. Ich bin aber nicht einsam oder traurig. Ich gehe zum Sport, habe da jemandem zum Plaudern. Ich arbeite und habe nette Kolleginnen, mit denen ich auch mal was privat mache. Zwei Schulfreundinnen sehe ich sehr selten.
    Das war’s. Ich möchte hiermit denen Mut machen, die sich hier oft jemanden wünschen. Man kann versuchen, mit wenig Freunden (aber sozialen Kontakten) glücklich zu werden.

  2. Avatar von Spatz22
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    AW: Lieber glücklich ohne Freund/innen als unglücklich mit?

    Was machst du privat mit deinen Kolleginnen und wie oft? Gehst du mit ihnen ins Kino oder Theater, Essen?
    Hast du Familie vor Ort, bist du verheiratet oder verpartnert?
    ...von Zeit zu Zeit denke ich über's Dickwerden nach...... wieviel Badewasser könnte ich jährlich sparen....!

    "Aus der Kindheit kommt so einiges, aber man könnte die auch mal beenden und JETZT für sich einstehen."
    (von Rotweinliebhaberin)


  3. Registriert seit
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    AW: Lieber glücklich ohne Freund/innen als unglücklich mit?

    Freunde sind nicht wie Verwandte, die man sich nicht aussuchen kann.
    Wer weiß, was er will, wird mit seinen Freunden nicht unglücklich sein.
    Wer mit Freunden unglücklich ist, macht etwas falsch.

  4. Avatar von Klecksfisch
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    AW: Lieber glücklich ohne Freund/innen als unglücklich mit?

    Hallo Fraulilablau, ich kenne das. Ich habe auch keine Freunde und bin rundherum glücklich und zufrieden. Habe ein paar Aktivitäten, bei denen ich Menschen treffe und das reicht mir.
    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch
    (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)



  5. Registriert seit
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    12.545

    AW: Lieber glücklich ohne Freund/innen als unglücklich mit?

    Zitat Zitat von Fraulilablau Beitrag anzeigen
    .
    Wenn ich sage, dass ich keine Freundinnen habe, hört sich das so traurig an. Ich spreche jetzt von 3-4-5 Freundinnen, die ich mehr oder weniger lange kenne und regelmäßig sehe. Das habe ich nicht. Ich bin aber nicht einsam oder traurig. Ich gehe zum Sport, habe da jemandem zum Plaudern. Ich arbeite und habe nette Kolleginnen, mit denen ich auch mal was privat mache. Zwei Schulfreundinnen sehe ich sehr selten.
    Das war’s. Ich möchte hiermit denen Mut machen, die sich hier oft jemanden wünschen. Man kann versuchen, mit wenig Freunden (aber sozialen Kontakten) glücklich zu werden.
    hast du denn einen partner, eine familie?

    oder verbringst du den rest deiner zeit komplett allein?

  6. Avatar von Blila1
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    AW: Lieber glücklich ohne Freund/innen als unglücklich mit?

    Natürlich? habe ich Freunde. Gute, vertraute, mit denen ich über so ziemlich alles reden kann, die wohl auch Anteil nehmen würden, wenn das Schicksal zuschlägt. Aber eigentich sind wir alle auf unseren eigenen Milchstraßen unterwegs, ich fühle mich damit auch ganz wohl; mehr wäre mir sogar zu viel.
    Damit zähle ich mich zur Kategorie der TE. Es gibt sie nicht, die Eine, Einzige, die einbisdreioderfünf als verschworene Gemeinschaft, den absoluten Seelenzwilling. Ich halte sowas für einen echten Glücksfall, etwas, das schwieriger zu finden ist als eine große Liebe, bei der ja Eros nicht unerheblich beteiligt ist.
    Wann enttäuscht eine Freundschaft? Wenn sich das Alter-Ego nicht so verhält wie wir es erwarten? War es dann die Freundschaft, die wir uns herbeifantasiert haben? Die Ent-Täuschung nur eine Frage der Zeit? Auch möglich, weil sich Lebenssituationen ändern, wir uns entwickeln und eben nicht synchron. Schmerzhaftes Ende.
    Das ist aber kein Grund, die guten Zeiten gleich von vorneherein zu vermeiden. Aber tatsächlich kann man auch ohne allerbeste ziemlich zufrieden leben

  7. Avatar von Annilein
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    AW: Lieber glücklich ohne Freund/innen als unglücklich mit?

    Ich bekenne mich auch dazu, keine feste Freundin zu haben. Hatte ich noch nie im Leben, auch nicht als Kind.
    Ich habe einige Freundinnen und Freunde, mit denen ich mich mehr oder weniger oft treffe, das reicht mir. Es gibt für alles jemanden zum Reden und ab und zu für Unternehmungen.
    Mir reicht das vollkommen - für häufige Treffen, Telefonate, Feiern habe ich gar keine Lust.
    Ich höre es von anderen auch anders, regelmäßige Mädelstreffs oder Vereinskameraden mehrmals wöchentlich sehen.

    Gibt mir nichts, es langweilt mich und ich bin ohne sehr zufrieden.
    Heute ist die gute alte Zeit von morgen (Karl Valentin)

  8. Avatar von Spadina
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    AW: Lieber glücklich ohne Freund/innen als unglücklich mit?

    Ich bin auch ein glücklicher Einzelgänger, habe an der Hand aber ein paar liebe Freundinnen. Ich bezeichne sie so, weil das schon über Jahrzehnte so geht, dass man Kontakt hat. Eher telefonisch, das auch mal mehr oder weniger sporadisch, aber dauernd aufeinander hocken, dauernd was unternehmen - nö.

    Es ist eher so ein geistiger Austausch, der auch mal aus Blödeleien bestehen kann. Je nachdem, wie die Ausgangslage ist.

    Die war die letzten Monate eher unentspannt bei mir, da ich meinen Vater bis zum Tod begleitet habe. Aber jede war unaufdringlich immer für mich da. Da habe ich sehr geschätzt.


    Im Frühjahr war ich mit einer wiedergefundenen Freundin von vor 40 Jahren zusammen im Urlaub. Es schien von flüchtigen Kontakten heraus erst einmal zu passen. Aber schon am 1. Tag im Urlaub krachte es dermaßen, der ganze Urlaub war eine Qual. Ich fand das Hotel wunderbar, ihr waren nicht genügend karierte Maiglöckchen vorhanden, jedes Essen war ihr nicht gut genug, obwohl sie natürlich das Gericht selbst ausgesucht hat.

    Solche Menschen sind eine Qual und das paßte eben doch nicht. Und ich habe das nach Rückkehr in die Heimat auch sofort beendet. So etwas muß ich mir nicht antun und vielleicht noch künstlich aufrecht erhalten,
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

  9. Avatar von silberklar
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    AW: Lieber glücklich ohne Freund/innen als unglücklich mit?

    Zitat Zitat von Fraulilablau Beitrag anzeigen
    Es scheint oft zu knirschen und manch eine scheint mit ihren Freundschaften nicht glücklich, es scheint eher Energie (neg) zu kosten.
    Ja, kann Energie kosten, keine Frage. Aber das ist nicht nur negativ. Wenn ich alles, was Energie kostet vermeiden würde, würde ich nie Sport machen - kostet sehr viel Energie -, würde ich nie oder nur selten Arbeiten - kostet viel Energie und oft - hätte ich kein Kind - brauchen wir nicht zu reden drüber wieviel Energie das kostet und gekostet hat -, hätte ich keine Haustiere, vielleicht nicht mal ein Haus und noch vieles andere.

    Ich habe ja Energie, ich kann Energie wieder aufnehmen wenn ich zuwenig davon spüre, also kann ich auch Energie verbrauchen. Dabei lerne ich nicht wenig über mich selbst, was mir wieder was bringt. Also schon ein sinnvoller Kreislauf.
    Im Alleinsein oder im nur auf mich bezogen sein erkenne ich mich weniger als in der Reibung mit nahen Menschen.
    Kann auch unangenehm sein.

    Freundschaften sind Beziehungen wie andere nahe Beziehungen auch (Liebesbeziehung, Familienbeziehungen). Erst aus der Nähe entstehen Konflikte. Wenn ich immer schön weit auseinander und an der Oberfläche bleibe gibt es kaum die Notwendigkeit etwas miteinander auszutragen. Ich habe für mich schon das Gefühl mich als Mensch dadurch wesentlich weiter entwickelt zu haben und es immer noch zu tun.

    Hätte ich immer alleine gelebt, kein Kind beim Großwerden begleitet und keine Freundschaften enger werden lassen, ich kann mir nicht vorstellen was für ein Mensch ich jetzt wäre.
    Und dabei bin ich eine, die gerne und benötigterweise allein sein mag um zu Kraft zu kommen.
    Durchsage:

    "Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."

  10. Avatar von twix25
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    AW: Lieber glücklich ohne Freund/innen als unglücklich mit?

    Sehr interessantes Thema für mich - geworden

    Ich habe seit jeher keine Probleme neue Menschen kennenzulernen und auch in mein Leben zu lassen.
    Manche begleiteten mich nur kurz, manche länger, manche bis heute

    Früher war ich diejenige, die ausgewählt hat, später war ich auch offen für diejenigen, die mich offen auserkoren haben

    Wie es auch immer zustande kam, es war unterm Strich nie konfliktfrei, das aber im für mich positiven Sinne, da dadurch Wachstum und mehr Nähe möglich war

    Ich habe diese Bindungen nie leichtfertig aufgegeben, bin aber auch gegangen ohne Angst vor diesbezüglicher Einsamkeit zu haben

    Soweit so schön.

    Was macht/e diese Bindungen aus ?

    Vor Allem eine große Offenheit, sich menschlich zu zeigen, viele ehrliche Gespräche, Humor auch in schlechten Lebenslagen, ehrliches Interesse am Anderen

    Was fehlt/e?

    Ich hatte nie Freunde, die mir tatkräftig zur Hand gingen (umgekehrt bekamen sie dies von mir)
    Sei es, mir im Haushalt zu helfen, wenn ich krank war, ne Suppe zu kochen, wenn ein Baby geboren wurde oder die Mutter starb, mal ganztägig beim Streichen zu helfen, das Auto mit in die Werkstatt zu bringen

    Das so zu lesen, klingt vielleicht danach, Freundschaft zu benutzen.

    Ich hab keine Familie, war allein mit den Kindern, hatte z.T und lange schwere Jahre.
    In meinem Umfeld war und ist es durchaus üblich, sich wie o.g zu unterstützen, sich gegen-seitig zu helfen

    Da ich mir meine Freunde ja nicht nach potenziellen Unterstützern ausgesucht habe, hatte ich diesbezüglich schlicht Pech!?

    Ich habe bis heute keine Erklärung dafür, ich habe tolle Menschen um mich rum - dennoch habe ich den anderen Teil immer vermisst und fühlte mich im Alltag oft sehr allein/gelassen

    Stand heute : Ich brauche zunehmend wenig Austausch, kann sehr gut allein sein und leben
    Kontaktpflege wie selbst in stressigen Jahrzehnten möglich, ist mir zunehmend zu anstdrengend
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"

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