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  1. Moderation Avatar von Flau
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    verwirrt Ist das "hintenrum"?

    Um es gleich vorweg zu sagen, ich habe nach langer Ueberlegung und eigentlich wider meine Ueberzeugung beschlossen, diesen Strang zu eroeffnen, weil gerade hier im Freundschaftsforum gerne mal die Emotionen hochschlagen. Aber nun wuerde ich doch gern die Schwarmintelligenz befragen, ob es noch eine andere Sicht auf meine Situation gibt, fuer die ich selbst gerade blind bin. Auch moechte ich alle, die sich die Muehe machen hier zu lesen und zu schreiben, schonmal vorwarnen, dass ich nicht mit hoher Schlagzahl werde antworten koennen, der Grund ergibt sich gleich aus meinem Problem. Herzlichen Dank im Voraus schonmal fuer allen Input!

    Ich habe einen Cousin, mit dem ich sein Leben lang eng befreundet bin. Aus geographischen Gruenden sehen wir uns selten, telefonieren und schreiben aber haeufig und nehmen generell am Leben des Anderen Anteil. Er war bisher ein liebevoller Patenonkel meines aelteren Sohnes. Mit seiner Partnerin bin ich nach vielen Jahren auch "eigenstaendig" befreundet, auch wir sprechen/schreiben miteinander und wenn sie in der Naehe ist (was geschaeftlich oefter mal vorkommt), unternehmen wir auch was miteinander. Deswegen steht das Ganze auch im Freundschaftsforum und nicht in der "Reinen Familiensache".

    Nun habe ich vor relativ kurzer Zeit erfahren, dass unsere Freunde, wie ich sie jetzt mal nenne, einen unerfuellten zweiten Kinderwunsch haben, ich hatte immer den Eindruck, ihr eines Kind sei bewusst als Einzelkind gewollt und geplant. Ich selbst habe kuerzlich ein zweites (lange erwartetes und fast-schon-nicht-mehr-erhofftes) Kind bekommen, kann also den - mir erst seit kurzem bekannten - Schmerz gut nachvollziehen (auch wenn es fuer ungewollt Kinderlose natuerlich ein Luxusproblem ist). Nun brach es waehrend der Schwangerschaft in einem Gespraech aus meinem Cousin heraus, wie lange sie gewartet und was sie alles versucht haetten, ehe sie diesen zweiten Kinderwunsch begraben haetten. Das hat mich ziemlich erschrocken und ich habe mich daraufhin mit dem Thema Schwangerschaft und Kinder auch sehr zurueckgehalten. Er hat auch nie irgendwie nachgefragt und zur Geburt kam ausser einem kurzen Glueckwunsch auch nichts weiter (keine Nachfragen, auch nicht wie es seinem Patenkind mit dem Geschwisterchen geht oder so). Das ist fuer mich in Ordnung, wenn auch schade, aber ich sehe daran, dass der Schmerz eben sehr tief sitzt.
    Seine Partnerin hat sich anscheinend etwas besser mit der Lage arrangiert (so ungewoehnlich diese Verteilung erscheinen mag). Sie sagte mir im Gespraech, ja, es sei schon schade, aber sie haetten ja ein Kind (- ein ganz lieber, "wohlgeratener" Bub-), und sie konzentriere sich jetzt auf andere Dinge und freue sich an Kindern im Verwandten- und Freundeskreis.

    Und da liegt jetzt mein Problem: Schon beim ersten Kind hatten wir gesagt, dass wir sie (also meine "Schwiegercousine") bei einem eventuellen zweiten Kind gerne als Patin haetten, dann waeren sie beide Paten, und sie fand die Idee damals wohl auch ganz nett. Aber nun ist dieses Kinderthema fuer meinen Cousin offenbar so schwer und schmerzbesetzt. dass ich mich nicht traue sie zu fragen. Wirklich, der Kontakt zwischen meinem Sohn und seinem Patenonkel leidet schon darunter, weil es ihn offensichtlich schmerzt, uns so als Familie zu sehen. Ich will das auch nicht mit "soll er sich nicht so anstellen", abbuersten. Ich merke zu meiner Schande auch, dass der Gedanke naeher zu liegen scheint, weil es hier ein Mann mit dem unerfuellten Kinderwunsch ist, aber Schmerz ist halt Schmerz, finde ich. Und wir sind wirklich sehr eng, und ich will ihm nicht weiter wehtun.

    Nun koennte man ja sagen, seine Frau ist ein eigener Mensch, auch meine Freundin, und ich sollte sie einfach fragen. Sie kann ja auch einschaetzen, wie schlimm das nun wirklich fuer ihren Mann waere, sollte sie Patin werden, und haette die Moeglichkeit, aus Ruecksicht auf ihre Beziehung abzulehnen. Aber ich wuesste Bescheid. Und vielleicht ergaebe es sogar einen Weg, dass mein Cousin sich mit der Situation aussoehnen und an seinem Patchen wieder Freude finden kann. Oder es ist halt doch zu schwer.
    Ich propagiere ja eigentlich immer den offenen Weg und miteinander zu reden.

    Aber ich kann mir nicht helfen: Irgendwie haette ich das Gefuehl, ich wuerde hinter dem Ruecken meines Cousins agieren, wenn ich seine Partnerin anspreche und ihren Rat fuer meine Unsicherheit einhole. Und bringe ich sie damit eventuell auch in einen Loyalitaetskonflikt?

    Es ist mir klar, dass es hier User beider Empfindungsrichtungen geben wird, aber vielleicht hat jemand einen Grund oder eine Perspektive, die mir noch fehlt. Oder vielleicht ist/war ja hier sogar schonmal jemand in der Lage meines Cousins?
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  2. Avatar von PhoeNixa
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    AW: Ist das "hintenrum"?

    Ich propagiere ja eigentlich immer den offenen Weg und miteinander zu reden.
    Das tue ich auch, und daher mag ich dir in dieser verzwickten Situation und mit all deinen nachvollziehbaren Zweifeln nur sagen: Geh den offenen Weg,,

    Wenn du diese Patenschaft möchtest, dann findest du sicher auch die richtigen Worte, um darum zu bitten, und auch dafür, dass du verstehst, wenn sie abschlägt.
    Du sagst, ihr seid Freunde. Vertraue auf diese Freundschaft.
    Du darfst deine Freundin ansprechen, (denn sie ist deine Ansprechpartnerin), damit bist du niemandem gegenüber illoyal.
    Und sie wird entscheiden, ich vermute, nach Aus- und Absprache mit ihrem Mann.
    Seelische Schmerzen werden nicht geringer, wenn die Umwelt es vermeidet, sie anzuschauen und anzusprechen.
    Auch Umwege erweitern unseren Horizont


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    AW: Ist das "hintenrum"?

    Ich würde sie auf jeden Fall fragen, ob sie das Patenamt annehmen möchte und ihr damit sagen, dass ich sie gern als Patin für mein Kind sähe.

    Das ist doch auch ein Kompliment, selbst, wenn das Amt nicht angenommen wird.

    Du kannst ja auch sagen, dass Du darum weißt, dass es evtl im Leben Eurer Freunde nicht der richtige Moment ist.

    Lass den Ball bei ihr und greife keiner Entscheidung vor (etwa durch Vermeiden).

    Sie wäre vielleicht auch traurig, wenn Du sie nun nicht fragst (obwohl es schon mal vorgesprochen war).
    Das Leben ist schön.

  4. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Ist das "hintenrum"?

    Schreib ihnen doch gemeinsam, dass du es so gut findest, dass er der Pate deines älteren Kindes ist und, dass du fragst, ob sie die Patin des zweiten sein möchtest.

    Damit hättest du beide mit ihm Boot. Und sie können entscheiden, ob sie dies wollen oder nicht.
    Genieße deine Zeit.
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  5. Avatar von Spatz22
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    AW: Ist das "hintenrum"?

    Ja, da würd ich kenzia zitieren, warum du nicht mit beiden redest. ;-)
    Also einen Brief adressiert an beide schreiben, dich nicht so ausufernd äußern wie im EP, knapp, klar fragen, diplomatisch, das kriegst schon hin.
    Wüsste nicht warum das ein ausufernder Themenstrang werden sollte.
    ...von Zeit zu Zeit denke ich über's Dickwerden nach...... wieviel Badewasser könnte ich jährlich sparen....!

    "Aus der Kindheit kommt so einiges, aber man könnte die auch mal beenden und JETZT für sich einstehen."
    (von Rotweinliebhaberin)

  6. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Ist das "hintenrum"?

    Herzlichen Dank schonmal, hat sich die Eroeffnung doch gelohnt!

    @Charlotte und Spatz: Ja, das sagt sich so leicht. Haette ich in so einem Strang wahrscheinlich auch geschrieben. Aber ehrlich, Ihr habt das Gesicht meines Cousins beim letzten Besuch nicht gesehen. Ein paarmal sah ich ihn mit den Traenen kaempfen, als er meinen Sohn beim Spiel beobachtete, ganz schlimm. Und der Kontakt ist sooo zurueckgefahren, ganz oberflaechlich geworden, ich habe wirklich das Gefuehl, er ertraegt unsere Naehe gerade kaum. Und garantiert macht ihm das an sich auch zu schaffen und er fuehlt sich deswegen schuldig - deswegen bin ich auch ganz gelaehmt, das ganze anzusprechen, er wuerde es garantiert als Vorwurf auffassen. Er nimmt sich sowieso alles ganz doll zu Herzen, seine Frau ist da deutlich taffer und kann auch mal was als "nicht mein Problem", ablegen. Das ist vielleicht nicht so die typische Geschlechterverteilung, aber man lasse sich davon bitte nicht irrefuehren. (Seid Ihr ganz sicher - und ich frage das wirklich aus Interesse - dass Ihr mir bei der Konstellation: "Frau mit unerfuelltem 2. Kinderwunsch - sich damit arrangierender Mann" genauso raten wuerdet?) So vernuenftig der Vorschlag, beide zusammen anzusprechen, ist, da straeubt es sich mir wirklich. Vielleicht koennt Ihr mich noch umstimmen, aber ich sehe wirklich keinen Weg, wie ich ihm dabei nicht fies wehtue.

    Ich hatte schon starke Hemmungen, die Geburtsnachricht an ihn zu schicken, was rein rational betrachtet albern ist, es laesst sich ja nicht komplett ausblenden, ist schliesslich auch das Geschwister seines Patenkindes. Da kam auch ein einzeiliger Glueckwunsch, der auch ernst gemeint war, aber halt absolut sonst nichts. (Von seiner Frau auch nicht.) Ich muss nochmal betonen, dass ich deswegen nicht beleidigt bin, aber es erklaert vielleicht ein Stueck weit meine gegenwaertige Laehmung.

    @kaffeewasser und PhoeNixa, danke hierfuer, das sind Aspekte, die ich so tatsaechlich nicht auf dem Schirm hatte, und die auch irgendwie zu meinem Problem mit dem "Beide zusammen ansprechen" passen.
    Zitat Zitat von PhoeNixa Beitrag anzeigen
    Seelische Schmerzen werden nicht geringer, wenn die Umwelt es vermeidet, sie anzuschauen und anzusprechen.
    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Sie wäre vielleicht auch traurig, wenn Du sie nun nicht fragst (obwohl es schon mal vorgesprochen war).
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    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
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    Geändert von Flau (16.11.2019 um 23:15 Uhr)

  7. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Ist das "hintenrum"?

    Okay, mal so als Gedankenspiel, schriebe ich die beiden an:

    Liebe Berta, lieber Bert

    Wie Ihr wisst, steht uns bald wieder eine Taufe ins Haus, und Ihr erinnert Euch bestimmt, dass wir damals zu Flauschis Taufe sagten: "Falls es noch eins gibt, haetten wir gerne Berta als Patin". Nun, das hatten wir ernst gemeint. Wir sind so froh, Dich, lieber Bert, als Paten im Leben unseres Flauschi zu wissen und danken Dir noch einmal ganz herzlich dafuer, dass Du dieses Amt erfuellst! Auch deswegen wuerden wir uns freuen, wenn Berta diese Aufgabe fuer Peanut uebernaehme. Ich weiss aber auch, dass dieses Thema fuer Euch im Moment nicht einfach ist, und um nichts in der Welt will ich Euch wehtun! Ich hoffe, das wisst Ihr. Darum: Liebe Berta, und natuerlich auch lieber Bert - koenntest Du und koenntet Ihr es Euch vorstellen? Wir wuerden uns freuen, haetten aber auch vollstes Verstaendnis, wenn es nun einfach nicht passt. Sagt uns einfach Bescheid, wie auch immer Ihr entscheidet."


    Hmmm. So klingt es gar nicht so schlimm.
    Oder bringe ich "Bert" damit doch in eine Zwangslage? Er wird sich vom Verstand her sagen, dass Berta nicht seiner Gefuehlen wegen das Patenamt ablehnen sollte, aber wenn es sich fuer ihn halt einfach schexxxe anfuehlt? Oder wird er es am Ende noch als versteckten Vorwurf auffassen - oder sich selbst vorwerfen - dass die Beziehung zu Flauschi seit Bekanntwerden meiner Schwangerschaft eben nicht mehr so eng ist? (Ich schrieb ja, er nimmt sich alles so doll zu Herzen und sucht den Fehler immer erstmal grundsaetzlich bei sich, egal wie oft man ihm sagt, es gebe keinen Grund.)
    Hab ich echt Angst vor.
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  8. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Ist das "hintenrum"?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Okay, mal so als Gedankenspiel, schriebe ich die beiden an:

    Liebe Berta, lieber Bert

    Wie Ihr wisst, steht uns bald wieder eine Taufe ins Haus, und Ihr erinnert Euch bestimmt, dass wir damals zu Flauschis Taufe sagten: "Falls es noch eins gibt, haetten wir gerne Berta als Patin". Nun, das hatten wir ernst gemeint. Wir sind so froh, Dich, lieber Bert, als Paten im Leben unseres Flauschi zu wissen und danken Dir noch einmal ganz herzlich dafuer, dass Du dieses Amt erfuellst!
    vielleicht, dass du der Pate von Flauschi bist. Du machst es so toll.

    Auch deswegen wuerden wir uns freuen, wenn Berta diese Aufgabe fuer Peanut uebernaehme
    Weswegen?

    . Ich weiss aber auch, dass dieses Thema fuer Euch im Moment nicht einfach ist, und um nichts in der Welt will ich Euch wehtun! Ich hoffe, das wisst Ihr. Darum: Liebe Berta, und natuerlich auch lieber Bert - koenntest Du und koenntet Ihr es Euch vorstellen? Wir wuerden uns freuen, haetten aber auch vollstes Verstaendnis, wenn es nun einfach nicht passt. Sagt uns einfach Bescheid, wie auch immer Ihr entscheidet."
    Schreib doch immer "wir" statt "ich"? Dann ist das ein Brief von Paar zu Paar.Hmmm... Ich überlege, ob es wirklich gut ist auf ihren nicht erfüllten Zweitkindwunsch einzugehen.... oder die Sätzezu vertauschen:

    Wir freuen uns sehr, wenn wir auch Berta zum Kreis der Paten und Patinnen für unsere Kinder zählen können.
    Und erst jetzt auf ihre Situation eingehen?

    Mein Gedanke war nicht so sehr auf ihre Situation einzugehen, sondern ihnen mitzuteilen, wie toll Bert als Pate ist.
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  9. Registriert seit
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    AW: Ist das "hintenrum"?

    Liebe Fels,
    so, wie ich das geschriebene empfunden habe, geht es hier um 2 verschiedene Baustellen.

    1. Dein Cousin.
    Er liegt dir am Herzen, ihr habt ein gutes Verhältnis, euer Leben begleitet.
    Nun hat er Kummer. Großen Kummer.
    Er hat es dir einmal gesagt, seitdem ist viel passiert.
    Das du kürzlich ein Baby bekommen hast, hat erst mal nichts mit seinem persönlichen Kummer zu tun, sondern betrifft zufällig dasselbe Thema.
    Wenn du jetzt gerade nicht in der Situation der jungen Mutter wärest, sondern "nur" in der Cousinen-Rolle?
    Würdest du ihn in Ruhe lassen? Oder ein Gespräch anbieten, egal ob mündlich oder schriftlich?
    Ihm signalisieren: ich sehe, du bist traurig! Wir gehen da gemeinsam durch!
    Ich mag dich auch mit deinen Themen!

    Sein Kinderwunsch ist ja unabhängig von eurem Nachwuchs da und ein eigenständiges Thema.

    2. Die Patenschaft.
    Erstmal herzlichen Glückwunsch!

    Ich finde immer, eine Patenschaft ist die Bereitschaft, gemeinsam mit dem Patenkind und der Familie das Leben zu leben.
    (Ich meine jetzt nicht als WG oder so)
    Es ist eine große Ehre, eine Einladung.
    Das das Thema deines Cousins gerade jetzt bekannt ist, ändert doch daran nichts.
    Bis wann müsstet ihr ihn denn fragen/ es wissen, ob die Freundin die Patenschaft annimmt?

    Wenn es nicht in den nächsten Tagen sein muss, würde ich vorschlagen,
    erst ihm zu signalisieren, das eure Beziehung auch jetzt da ist,
    und erst dann die Freundin nach der Patenschaft zu fragen.

    Obwohl ich das für 2 verschiedene Baustellen halte, denke ich, das die Anerkennung seiner Gefühle innerhalb eurer Beziehung zuerst kommen sollte.

    Vielleicht geht er auf ein Gesprächsangebot ein, vielleicht reicht ihm ein Angebot, vielleicht möchte er es ohne dich durchleben.

    Mich irritierten deine Gedanken, das man den unerfüllten Kinderwunsch eher bei Frauen vermuten würde.
    Wir sind alle Menschen mit Gefühlen!

    Alles Gute für euch!
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


  10. Registriert seit
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    AW: Ist das "hintenrum"?

    Ich finde den Brief toll.
    Der ist persönlich und Respektvoll.
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!

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