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  1. Registriert seit
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    AW: Ist das "hintenrum"?

    @Flau
    Ich persönlich finde es toll wie viele Gedanken Du Dir machst.

    Ich glaube, ich würde auf jeden Fall das Gespräch suchen, auch wenn ihr Euch dagegen entscheidet.

    Vielleicht freuen sich die beiden nach einer Zeit der eigenen Verarbeitung darüber, dass die Frau jetzt auch Patin eines Kindes von Euch ist.
    Es wäre natürlich kein Trost für deren Situation aber es könnte sich dennoch zusätzlich blöd anfühlen wenn man wegen einer akuten Traurigkeit nicht gefragt würde....
    Ich würde es auch entdramatisieren aber ruhig offen ansprechen.
    Zumal die Patenschaft Dir und auch den anderen etwas bedeutet.



  2. Registriert seit
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    AW: Ist das "hintenrum"?

    Ich möchte noch einen Aspekt einbringen:

    Wenn es jemandem nicht gut geht, ist es manchmal so, das der andere sensible Themen derart meidet, das man regelrecht ausgeschlossen wird.

    Und dann den Anschluss nicht mehr findet.

    Das ist schwierig auch für andere, in diesem Fall für dich, das kann ich gut verstehen.
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!

  3. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Ist das "hintenrum"?

    Vielen Dank fuer die weiteren sehr ausfuehrlichen Beitraege!
    Und nochmal sorry, dass ich vielleicht nicht auf ganz alles eingehe.

    Teilweise verwirrt mich der Input hier noch weiter, bis hin zur Frage, ob die Patenschaft fuer beide Seiten ueberhaupt noch wuenschenswert ist, ganz unabhaengig von dem Schmerzthema Kinderwunsch. Teilweise kommen aber auch bestimmte Punkte klarer heraus.

    Einige haben nachvollziehbarerweise gefragt, wie es mir umgekehrt ginge bzw. wie ich es mir im umgekehrten Fall wuenschen wuerde. Das ist eben genau mein Problem, ich kann mich, obwohl ich den Kummer "unerfuellter (weiterer) Kinderwunsch" kenne, in dieser Extremitaet tatsaechlich nicht so hineinfuehlen. Genau daher ruehrt auch meine grosse Unsicherheit. In ganz vieler Hinsicht sind mein Cousin und ich uns echt lachhaft aehnlich, aber gerade in den letzten Jahren ist seine Tendenz, sich selbst bei Problemen extrem zu stressen und selbst anzuzweifeln und daher dann auch grossen Kummer zu haben sehr verstaerkt, waehrend ich, teilweise bedingt durch das Glueck guter Erfahrungen, teilweise durch Naturfaulheit, eher gelassener geworden bin. Da fuehle ich mich schon eher schuldig, wenn er sich wegen Kiki verrueckt macht, obwohl jeder (ausser ihm) weiss, dass er es mindestens doppelt so gut machen wird wie jeder andere. Und ich leiste so gar nichts besonderes und segle, seelisch gesprochen, gemuetlich durchs Leben. Das fuehrt aber jetzt auf Abwege und hat eher was mit dem "mein Ding - sein Ding" zu tun.

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Kannst du nachempfinden, wie es umgekehrt gewesen wäre, wenn dein Cousin vor zwei Jahren ein zweites Kind bekommen hätte und deinen Mann hätte zum Paten machen wollen? Wäre das eine vergleichbare Situation gewesen?
    Nein, nicht wirklich. Mich hat es nie in dem Masse bekuemmert, dass ich darueber so gar nicht sprechen konnte. Mit ausgewaehlten Leuten ja, aber er kann das Thema gar nicht angehen, auch mit anderen nicht. Das waere ja prima, muss nicht mit mir sein. Klar, wuerde es mich freuen, aber es wuerde mich auch freuen, wenn er anderweitig von jemandem Trost erhaelt. Aus meiner Lage heraus waere ich mir vielleicht ein ganz kleines bissl doof vorgekommen, dass ich den Eindruck vermittelt habe, man koenne mir mir nicht reden. (Eben genau so eine wie auch immer geartete Vorwurfskonstruktion will ich unbedingt vermeiden!) Ich haette aber gesehen, dass man mich schuetzen wollte, und das haette ich auf jeden Fall nett gefunden.
    Nur kann ich daraus jetzt gar nicht auf die Empfindung meines Cousins schliessen.

    @wildwusel, "auffliegen" kann da eigentlich nichts, es ginge ja nicht darum, meinem Cousin etwas zu verheimlichen, sondern nur das Anschneiden des Themas der Partnerin zu ueberlassen, die seine Sensibilitaet besser einschaetzen kann. Also im Grunde: sie die Kastanien aus dem Feuer holen zu lassen, ist mir schon klar. Aber durchaus im Hinblick auf seine "Verbrennungen", nicht meine (mir passierte ja nix).


    Danke fuer die Denkanstoesse mit den, ich formuliere es jetzt mal so allgemein, "ueberfrachteten Erwartungen". Das kann ich fuer mich ausschliessen, auch wenn ich, wie gesagt, den Gedanken verstehen kann, weil ich das momentan nicht akurat formuliert kriege. Aber dort liegt mein Problem tatsaechlich nicht.
    Das hier stimmt aber:
    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Es schwingt so bisschen mit, dass du auch versuchst durch die Bindung über die Patenschaft ein befürchtetes Auseinanderdriften erst durch Entfernung, jetzt durch andere Lebensphasen zu verhindern. Das wird nicht funktionieren.
    Das lese ich nun nicht gerne, da bin ich ganz ehrlich. Da schwingt immer so ein bisschen der Vorwurf des Egoismus mit, kann aber in meinem Kopf sein. Und dass ich eine engere Bindung vermisse und auch die Moeglichkeit, meinem Freund in seinem Kummer beizustehen und das ein bisschen mitzutragen, das macht mich nun gewiss nicht zu Mutter Theresa, aber auch nicht zu einer Egoistin. Das ist jetzt nur mein Empfinden, auch wenn Du das nicht so gemeint hast.
    Es stimmt aber trotzdem, dass ich da ganz extrem der Vergangenheit anhaenge, wie sonst bei keinem Menschen. Ich habe das witzigerweise neulich erst zu Herrn Flau gesagt: "Bei jeder anderen Freundschaft wuerde ich inzwischen sagen, es ist zwar schade, aber manchmal entfernt man sich halt voneinander. Und in jeder Beziehung gibt es engere und distanziertere Phasen, und ich wuerde das jetzt halt hinnehmen, die Tuere offen lassen, und auf bessere Zeiten hoffen. Aber bei Bert und Berta kann ich das ueberhaupt nicht akzeptieren."
    Keine Ahnung wieso. Ja, wie waren sehr eng, aber ich hatte sowas auch schon mit anderen sehr engen Freunden, also so ein "ebb and flow". Ich kann wirklich nicht ausmachen, was das fuer mich so einzigartig macht, dass ich da nicht oder so schwer loslassen kann. Hm.

    Kleiner Einschub
    Es geht doch nicht um das Sakrament sondern darum ob die Cousins dazu in der Lage sein wollen/können/werden.
    Ist er [Herr Flau, Flau] bei der Frage auch Zaungast?
    Ach soooo! Das hatte ich missverstanden, ich hatte dahingehend geantwortet, warum die Entscheidungsfindung in Sachen Paten zu 80% bei mir liegt. Leider ist Herr Flau in der Situation genauso aufgeschmissen und ratlos wie ich. Also ja: Da koennte ich auch "wir" schreiben, ist eigentlich austauschbar.
    Einschub Ende

    Zitat Zitat von kaffeesahne Beitrag anzeigen
    Ich möchte noch einen Aspekt einbringen:

    Wenn es jemandem nicht gut geht, ist es manchmal so, das der andere sensible Themen derart meidet, das man regelrecht ausgeschlossen wird.

    Und dann den Anschluss nicht mehr findet.

    Das ist schwierig auch für andere, in diesem Fall für dich, das kann ich gut verstehen.
    Dankeschoen, kaffeesahne, aber darf ich noch eine Verstaendnisfrage stellen? Das von mir gruen markierte "man", das waere jetzt mein Cousin, richtig? Oder waere das ich selber? Genau das will ich naemlich auch nicht. Ruecksichtnahme, gerne, aber selber ein "Tabuthema" schaffen will ich nicht.


    Also, ich kann meine Fragen bzw. Zweifel jetzt nochmal verkuerzt zusammenfassen:
    1) Kann ich Berts Wunsch nach Abstand / Aussparung des Kinderthemas nachkommen, ohne ihn aber dabei mit seinem Kummer im Stich zu lassen?

    2) Was wiegt schwerer: Die momentan evidente Distanz und der grosse Kummer Berts zu diesem Thema, oder Bertas Recht, selbstaendig -was natuerlich eine Absprache mit ihrem Partner einschliesst - ueber eine moegliche Patenschaft bei uns zu entscheiden? Oder sind beide Bereiche faktisch untrennbar?

    3) Wenn ich den Wunsch nach der Patenschaft aufgebe (durchaus eine Option!), nehme ich dann auf die momentane Situation zwischen uns und auf Berts Gefuehle Ruecksicht? Oder "strafe" ich ihn und Berta fuer die momentan groessere Distanz ab, entziehe ich ihnen etwas, was ihnen vielleicht doch langfristig Freude gemacht haette?

    Ja, gerade 3. beschaeftigt mich im Moment sehr.


    Momentan tendiere ich dazu, das ganze entweder komplett abzublasen und zu versuchen, mich generell wieder anzunaehern / die Kommunikationswege offen zu halten, ODER beide zusammen anzuschreiben. Ein persoenliches Gespraech von Angesicht zu Angesicht wird nicht moeglich sein, ein gemeinsames Telefonat mit beiden auch nicht. Zeitgleich kann ich beide nur schriftlich erreichen. (Ich muss darum bitten, das so stehenzulassen, das hat mit "Familienlogistik" bei Bertsens zu tun und tut hier nichts zur Sache und geht auch niemanden recht was an. Danke! )
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung


  4. Registriert seit
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    AW: Ist das "hintenrum"?

    Liebe Flau,

    erst mal herzlichen Glückwunsch zum Baby!
    Und herzlichen Glückwunsch, dass Du eine solch tiefe und stabile Freundschaft mit Bert und Berta hast.

    Die Patin meines dritten Kindes ist ungewollt kinderlos, es ist sehr schwer für sie. Dennoch liebt sie Kinder und will mit Kindern leben. Das rücksichtsvolle Rumgeeiere von Eltern in ihrem Umfeld belastet sie zusätzlich.

    Dennoch ist sie gern Patentante und eine ganz wunderbare noch dazu.
    Ich hab lang überlegt wann und wie ich sie fragen soll, irgendwann gab es eine Steilvorlage, die ich verwandelt habe.

    Frag Berta!
    Es wird Gefühle bei Bert aufrühren, aber an seinem grundsätzlichen Schmerz rüttelt das wahrscheinlich nicht groß.
    Das ist nicht so herzlos wie es klingt, sondern die Quintessenz von viiiiiiieeeelen langen Gesprächen mit Minis Patin.

    Alles Gute!!!


  5. Registriert seit
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    AW: Ist das "hintenrum"?

    Liebe Flau,
    beim schreiben meinte ich mit "man" tatsächlich deinen Cousin, aber bei genauerer Betrachtung trifft diese Anmerkung sowohl auf ihn mit seinem unerfüllten weiteren Kinderwunsch als auch auf dich mit deinem Wunsch nach Bertas Patenschaft und deinen damit verbundenen Bedenken zu.

    Dein Absatz 3 ist damit die Krux.
    Mit einer Frage oder Nicht-Frage werden ja auch die Weichen für die Zukunft gestellt.

    Es wäre doch schade, wenn eine momentane (?) Krise über eure Zukunft in vorauseilender Rücksicht entscheiden würde, oder?

    Ich finde sehr interessant (und da ziehe ich auch für meine persönlichen Baustellen einiges raus), wie differenziert Mein-Ding und Dein-Ding, Mitleid vs Mitgefühl hier im Strang angedacht werden!

    Im Endeffekt musst du deinem Bauch trauen.
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


  6. Registriert seit
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    AW: Ist das "hintenrum"?

    Nur kurz:

    Ich habe beim Lesen deinens Eingangsposts gedacht, warum schreibt sie nicht einen Brief und überlässt den beiden die Entscheidung.

    Und ein paar posts später hast du genau das geschieben, was mir so im Vorfeld vorschwebte. Ich finde es super.

    Es gibt hier keine perfekte Lösung, aber dein Brief ist die beste aller möglichen Lösungen.

  7. Avatar von Sugarnova
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    AW: Ist das "hintenrum"?

    Liebe Flau,

    erstmal - Glückwunsch natürlich, ich hoffe, dir geht es gut.

    Ich finde, du gehst sehr einfühlsam mit allen Seiten um.

    Allerdings muss ich dir - nur aus meiner Sicht - sagen: Es wirkt alles noch sehr verletzlich bei ihm, die Wunde wirkt noch sehr "frisch". Vielleicht wird diese 2. Paten-Erfahrung tatsächlich anders wahrgenommen.

  8. Avatar von schafwolle
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    AW: Ist das "hintenrum"?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    1) Kann ich Berts Wunsch nach Abstand / Aussparung des Kinderthemas nachkommen, ohne ihn aber dabei mit seinem Kummer im Stich zu lassen?
    Dass Du ihn im Stich lassen könntest, sehe ich als Widerspruch zu der
    Tatsache, dass Bert ohnehin nicht über das Thema sprechen möchte.

    Wobei mir nicht ganz klar ist, wie Du mit einer solchen Sicherheit feststellen kannst,
    dass er sich vielleicht innerhalb seines Freundeskreises vor Ort nicht doch irgend
    jemandem anvertraut. Davon müsste auch Berta nicht unbedingt wissen.

    Aber auch wenn er es nicht tut - dann wird es sich für ihn stimmig anfühlen, die
    Sache mit sich selbst auszumachen.


    2) Was wiegt schwerer: Die momentan evidente Distanz und der grosse Kummer Berts zu diesem Thema, oder Bertas Recht, selbstaendig -was natuerlich eine Absprache mit ihrem Partner einschliesst - ueber eine moegliche Patenschaft bei uns zu entscheiden? Oder sind beide Bereiche faktisch untrennbar?
    Ja, die Bereiche greifen in einander über.

    Da Bertas Kummer bei weitem nicht so tief und ausgeprägt zu sein scheint
    wie der ihres Mannes, denke ich, dass Du in Berta die geeignete Ansprechperson
    hättest.

    Sie wird ein offenes Gespräch zwischen ihr und Dir - die Du eine vertraute Freundin bist,
    wenn ich es richtig verstanden habe - sicherlich richtig einzuordnen wissen, da auch ihr
    mit Sicherheit daran gelegen ist, ihren Mann nicht verletzt zu sehen.

    Was mich persönlich die Frage des Strangtitels, ob das "hintenrum" wäre, mit "nein"
    beantworten lässt.


    3) Wenn ich den Wunsch nach der Patenschaft aufgebe (durchaus eine Option!), nehme ich dann auf die momentane Situation zwischen uns und auf Berts Gefuehle Ruecksicht? Oder "strafe" ich ihn und Berta fuer die momentan groessere Distanz ab, entziehe ich ihnen etwas, was ihnen vielleicht doch langfristig Freude gemacht haette?
    So verständlich Dein Gedankengang ist - aber die Abwägungen können mE nur
    in einem persönlichen Austausch stattfinden.

    Solange Du das nur mit Dir selbst auszumachen versuchst, werden Deine
    Zweifel und Unsicherheiten Dich weiterhin begleiten. Denn Du wirst nie wissen,
    ob Du Dich, im Sinne aller Beteiligten, "richtig" entschieden hast.


    Dein angedachter Brief ist wunderbar formuliert, aber ich könnte mir vorstellen,
    dass er sich für Berta und Bert nicht so anfühlt, wie von Dir beabsichtigt. Er
    könnte eher bei den Beiden dafür sorgen, dem Thema noch mehr Bedeutung
    beizumessen, als es ohnehin hat.


  9. Registriert seit
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    AW: Ist das "hintenrum"?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    1) Kann ich Berts Wunsch nach Abstand / Aussparung des Kinderthemas nachkommen, ohne ihn aber dabei mit seinem Kummer im Stich zu lassen?
    Wie soll dir das jemand sagen können?
    Es ist nunmal so- wir erfahren nur dann, wie jemand mit etwas zurecht kommt- wenn wir darüber REDEN.
    Ich wiederhole mich: ich finde, du solltest mit IHM reden.

    Was er braucht um sich nicht im Stich gelassen zu fühlen- kann letztlich nur er selbst sagen.
    Jeder Mensch ist ganz individuell und was dir vielleicht hilft- empfindet er als Ablehnung- die Antwort kannst du nur bei IHM bekommen.

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    2) Was wiegt schwerer: Die momentan evidente Distanz und der grosse Kummer Berts zu diesem Thema, oder Bertas Recht, selbstaendig -was natuerlich eine Absprache mit ihrem Partner einschliesst - ueber eine moegliche Patenschaft bei uns zu entscheiden? Oder sind beide Bereiche faktisch untrennbar?
    Auch da- das ist doch eine Sache, die nur diese beiden für sich entscheiden können!
    Du bist da in einem Bereich, der dich zwar beschäftigt- aber den nur die beiden "angeht".
    Denkst du nicht, es wäre wesentlich einfacher, wenn du FRAGST und denen die Antwort überlässt?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    3) Wenn ich den Wunsch nach der Patenschaft aufgebe (durchaus eine Option!), nehme ich dann auf die momentane Situation zwischen uns und auf Berts Gefuehle Ruecksicht? Oder "strafe" ich ihn und Berta fuer die momentan groessere Distanz ab, entziehe ich ihnen etwas, was ihnen vielleicht doch langfristig Freude gemacht haette?
    Hier auch wieder- trenn doch bitte, was du bist und was deinen Cousin samt Frau!
    Nur du kannst sagen, ob du deine Handlung als Bestrafung oder sonstwas definierst/ empfindest.

    Und wie es dann der Cousin versteht- oder seine Frau- kann doch hier niemand sagen!

    Auslegen kann man alles- und immer positiv oder negativ.
    Was nützt dir, wenn hier selbst 100 Meinungen geschrieben werden- keiner von uns ist dein Cousin oder seine Frau

    Ich lese bei dir viele Fragezeichen und Unsicherheit und das macht es gerade recht kompliziert.
    Die Antworten dazu wirst du hier im Forum nicht finden.

    Du kannst also nicht hinfahren und mit deinem Cousin zuerst einmal alleine reden (was für mich der erste Schritt wäre)- insofern Klarheit über die innere Situation deines Cousins nicht erfahren. Wobei du darauf auch nicht eingegangen bist- ich gehe also davon aus, dass das für dich auch keine Option war.

    So oder so- gibt es dann keinen innigen Austausch zwischen nur dir und ihm- und damit bleibt die Entscheidung bei deinem Cousin und seiner Frau alleine.

    Und damit- kannst du doch ganz problemlos einen lockeren Anruf oder eine lockere Karte schreiben!
    Je lockerer und ungezwungener- desto besser!
    Die schlichte Anfrage "möchtet ihr die zweite Patenschaft übernehmen, wie wir das vor Jahren mal angedacht hatten? wir würden uns sehr darüber freuen, auch- weil ihr uns so wichtig seid und wir euch gerne näher an unserer Familie dran hätten!"

    Und dann: überlass es DENEN!

    Wenn "ja"- überlass ihnen die Verantwortung, dass sie es gut überlegt haben und hinterfrage es nicht.
    Wenn "nein"- überlass ihnen die Verantwortung, dass sie es gut überlegt haben und hinterfrage es nicht.

    Sollte die Frau deines Cousins mit ihrem Mann unklar sein und von dir Unterstützung wollen- wird sie dich ansprechen und fragen (davon kann man ausgehen).

    Wenn dein Cousin ein solch großes Thema mit dem Kinderwunsch hat, steht es in seiner Kraft, sich Hilfe zu holen und das Thema zu bearbeiten.
    Ich meine damit: du bist nicht für ihn verantwortlich!

    Letztlich ist es doch ganz einfach:
    Die Frage kommt und dein Cousin wird sofort wissen-" ja will ich" oder "nein, das will ich nicht".
    Sollte es deshalb bei ihm "Nachwehen" geben, dann ist das etwas, was nur deinen Cousin angeht und er auch nur selbst bearbeiten kann.
    Geändert von kenzia (18.11.2019 um 07:57 Uhr)

  10. Avatar von Sugarnova
    Registriert seit
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    AW: Ist das "hintenrum"?

    Wem fühlst du dich näher, deinem Cousin oder seiner Partnerin? Ist sie wirklich eine Freundin? Oder versteht ihr euch einfach nur gut?

    So oder so ist der jeweilige Partner doch sowieso in eine Patenschaft involviert.

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