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  1. Registriert seit
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    Zu viel des guten

    Hey Leute!

    Ich brauche mal euren Rat! Ich habe eine Freund den ich zumindest schon seit 20 Jahren kenne (Sandkistenfreund). Welcher eigentlich immer, mit ein paar Jahren Pause, in meinem Leben präsent war. Doch in den letzten Jahren merke ich wie diese Freundschaft meiner Meinung nach immer weiter auseinander driftet. Wir haben beide komplett andere Interessen, Hobbies und eine komplett andere Weltanschauung. Ich merke immer öfter wie ich genervt bin, wenn er sich treffen möchte ( von mir kommen da schon gar keine Angebote mehr), oft erfinde ich einfach Ausreden, doch er will sich immernoch TÄGLICH treffen( bei den treffen kommt er dann meistens zu mir und wir sehen TV, denn wie ihr euch denken könnt kann man sich nicht mehr viel erzählen wenn man sich fast täglich sieht.) Und Unternehmungen sind auch sehr schwer mit ihm zu planen denn er ist meist zu faul etwas ordentliches zu unternehmen.
    Manchmal fühle ich mich richtig gestalkt bzw. unter Druck gesetzt, denn oft weis er ob ich denn bereits zuhause bin bzw. schaut schon aus dem Fenster und fängt mich ab wenn ich nach hause komme.

    Nur irgendwie, vielleicht weil ich ihn doch fast mein ganzes Leben kenne, habe ich dann meistens Mitleid und lasse ihn doch kommen, bis ich mich dann bettfertig mache und zuhause wieder nichts geschafft habe.

    Vielleicht ist auch noch wichtig dass er noch bei seiner Mutter wohnt und dort sehr eingeschränkt und „verwöhnt“ wird. Bei mir hat man dann doch mehrere Freiheiten(Rauchen in der Whg etc.).

    Habt ihr eventuell Tipps zum Umgang mit einer solchen Freundschaft? Ich brauche auf jeden Fall meinen Freiraum wie kann ich ihm das verklickern ohne ihn zu verletzten ( er ist sehr sensibel).

    Danke im Voraus!

  2. Avatar von Scooter2
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    AW: Zu viel des guten

    Ich geh mal davon aus,dass er auf jeden Fall beleidigt sein wird.Du wirst aber trotzdem nicht um ein paar klare Worte kommen.
    Soll er sich doch eine eigene Bude mieten und endlich selbständig werden,ohne dass er dort gepampert wird und hier auch bloss das Verwöhnprogramm hat.
    Nein,wenns für Dich nicht mehr stimmt,dann musst Du Dir Gedanken machen,wie Du das eingrenzen oder beenden willst.
    Ich bin der Meinung,dass ich dazu stehen muss,wenn ich mehr Freiraum zur Erledigung dringender Dinge oder mehr Alleinsein benötige!!

    Achja,sensibel...vllt. isser bloss einfach empfindlich bei allem was ihn betrifft
    Recherchen haben ergeben,dass manche Leute gar keine Laktose brauchen um intolerant zu sein

  3. Avatar von Spadina
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    AW: Zu viel des guten

    Das Problem ist doch nicht ER.

    Du stehst nicht für dich ein und sagst genau das, was Sache ist: NEIN.

    So einfach ist das. Dass ihm das nicht passen wird - schon klar. Aber das musst du dann schon aushalten.
    Ist so, wenn man erwachsen sein will. Kann man auch. Ist ja schließlich dein Leben, wo du bestimmst, wo und wie es lang geht.
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

  4. Avatar von Loop1976
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    AW: Zu viel des guten

    Was hast du denn für hobbys?
    Du wirst nicht umhin kommen klare kante zu zeigen.
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Schade, dass man im Leben Menschen begegnet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht


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    AW: Zu viel des guten

    Ich möchte nicht über ihn herziehen aber es ist nicht so einfach ein vernünftiges Gespräch mit ihm anzufangen. Aber es wird wohl nichts anderes über bleiben ales klar verständliche Worte.

    @Loop1967 Weis zwar nicht was das mit dem Thema zu tun hat, aber ich mache gerne Musik.

  6. Avatar von Spadina
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    AW: Zu viel des guten

    Dann schreib ihm, dass du fortan keinem Kontakt mehr wünschst. Eure Interessen sind inzwischen verschieden.

    Und biete keine Nischen an. Vielleicht macht er sich sonst noch Hoffnungen, und denkt, das gibt sich irgendwann schon.
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    AW: Zu viel des guten

    Puhh was soll ich sagen. Er kreist sehr um sich selbst und erwartet, dass du Zeit hast. Du hast bisher den Fehler gemacht keine Grenzen zu setzen und dich ein bisschen zu distanzieren. Mir würde es auch bei engen Freunden nerven, wenn sie jeden Tag zu mir kommen würden. Treffen sollten auch mal draussen stattfinden mit Erlebnissen und Eindrücken über die man sich immer wieder unterhalten kann. Arbeitet er nicht? ist er arbeitslos und wie alt?
    Dass er noch bei Mama wohnt sagt ja im Prinzip alles. Er ist verwöhnt und ihm fällt zu Hause die Decke auf den Kopf. Du musst dann dafür herhalten. Ich finde das ist bei euch auch keine Freundschaft, sondern eher ein Ausnutzen seinerseits.

    Wenn ich so deinen Text lese, habe ich eher das Gefühl ihr wärt ein altes Ehepaar, dass du nur vor dem TV hockt und sich anschweigt. Ihr habt ja sonst nicht viel zu erzählen. Er sieht in dir eher einen Partnerersatz oder Schwester (ihr kennt euch ja auch schon lange). Daher solltest du doch aufgrund des Vertrauensverhältnisses (welches über Jahre besteht) das Thema ansprechen können. Sag klipp und klar was du möchtest. Natürlich nicht gleich die Holzhammermethode anwenden, aber dennoch klar kommunizieren, damit er weiss was Sache ist. Da er sensibel ist, könnte ich mir vorstellen, dass er erstmal gekränkt reagiert. Vielleicht zieht er sich dann auch ganz zurück.
    Könntest du ohne die Freundschaft zurechtkommen? Sei ehrlich, was bedeutet dir die Freundschaft. Du reagierst ja genervt. Es würde dir gut tun, wenn du auch mal mit anderen Leuten unterwegs wärst. Ich wäre echt maximal genevt von diesem ständigen beobachten und würde mir vermutlich überlegen weg zu ziehen. Wäre das eine Option`?

  8. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Zu viel des guten

    Was wäre denn Dein persönlicher Idealzustand? Kontaktabbruch, schon noch ab und zu treffen, oder schon weiter eine eher enge Freundschaft, aber halt nicht täglich?

    Ich glaube, es ist wichtig, dass Du präzise sagst was Du möchtest. Das schränkt Widerspruch, Diskussionen und Interpretationsspielraum ein.

    Also eher schlecht wäre meiner Erfahrung nach:
    "Mir ist das irgendwie ein bisschen viel..."
    Das lässt RIESENraum für alle möglichen Fragen und Vorhaltungen: Eie zuviel, warum, wieso, was genau, was soll ich ändern, damit die tägliche Treffen nicht zuviel sind...????
    Aus seiner Sicht auch nicht ganz unberechtigt, wenn das so plötzlich aufkommt.

    Dagegen klarer: "Tägliche Treffen gehen bei mir in Zukunft nicht mehr. Ich fühle mich nicht wohl dabei und brauche Zeit für mich und meine Hobbies."
    Und je nachdem: "Wir können uns gern noch treffen,aber eher so alle 2 Wochen / einmal im Monat/..."
    "Ich brauche erstmal länger Pause bd möchte, dass wir uns bis auf weiteres nicht mehr treffen. Mir ist dieser tägliche Kontakt viel zu eng geworden und ich muss mich da erstmal sortieren."

    Wichtig ist sicher auch, dass Du jegliche Wertschätzung, die noch vorhanden ist, ausdrückst:
    "Ich mag Dich, aber die Frequenz kann ich nicht leisten, ist mir zu anstrengend."
    "Du bist ein feiner Kerl, aber das ist mir zu eng."
    "Du bist ein feiner Kerl, aber schau mal, wie wenig wir uns inzwischen wirklich zu sagen haben. Es hat keiner Schuld, aber wir haben uns im Moment einfach auseinander entwickelt."
    Je nachdem, was zutrifft.

    Oder könnte es in die Richtung gehen, dass eigentlich gerade und vor allem diese bedrückende Enge der Keil zwischen Euch ist? Dann könntest du das sagen: "Ich mag dich sehr gerne und unsere Freundschaft ist mir wichtig. Aber wenn wir weiter so aufeinander kleben, bin ich bald so genervt, dass ich Angst um die Freundschaft kriege, ich brauche mal was Abstand und Pause" (möglichst präzise benennen).

    Wichtwäre in meinen Augen, dass Du sicher bist was Du willst, und dass Du Dich dann auf keine Debatte einlässt. Weder über Dein Gefühl - das IST so für Dich - noch über Petitessen darüber, was das Problem sein könnte. Nein, es liegt nicht an seinem scheußlichen Ringelpullover, und nicht daran, dass er neulich die falsche Pizza bestellt hat, und nein, Dz bist nicht immer noch wegen XY beleidigt. Es sind Dir zuviel Treffen. Punktum.


  9. Registriert seit
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    AW: Zu viel des guten

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    Puhh was soll ich sagen. Er kreist sehr um sich selbst und erwartet, dass du Zeit hast. Du hast bisher den Fehler gemacht keine Grenzen zu setzen und dich ein bisschen zu distanzieren. Mir würde es auch bei engen Freunden nerven, wenn sie jeden Tag zu mir kommen würden. Treffen sollten auch mal draussen stattfinden mit Erlebnissen und Eindrücken über die man sich immer wieder unterhalten kann. Arbeitet er nicht? ist er arbeitslos und wie alt?
    Dass er noch bei Mama wohnt sagt ja im Prinzip alles. Er ist verwöhnt und ihm fällt zu Hause die Decke auf den Kopf. Du musst dann dafür herhalten. Ich finde das ist bei euch auch keine Freundschaft, sondern eher ein Ausnutzen seinerseits.
    Er ist 22 Jahre alt und nicht arbeitslos. Dass das eher ein Ausnutzen ist dachte ich mir bereits auch schon.

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    Er sieht in dir eher einen Partnerersatz oder Schwester (ihr kennt euch ja auch schon lange). Daher solltest du doch aufgrund des Vertrauensverhältnisses (welches über Jahre besteht) das Thema ansprechen können. Sag klipp und klar was du möchtest. Natürlich nicht gleich die Holzhammermethode anwenden, aber dennoch klar kommunizieren, damit er weiss was Sache ist. Da er sensibel ist, könnte ich mir vorstellen, dass er erstmal gekränkt reagiert. Vielleicht zieht er sich dann auch ganz zurück.
    Ist eh das einzig sinnvolle was ich machen kann.

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    Könntest du ohne die Freundschaft zurechtkommen? Sei ehrlich, was bedeutet dir die Freundschaft. Du reagierst ja genervt. Es würde dir gut tun, wenn du auch mal mit anderen Leuten unterwegs wärst. Ich wäre echt maximal genevt von diesem ständigen beobachten und würde mir vermutlich überlegen weg zu ziehen. Wäre das eine Option`?
    Naja, wenn ich ehrlich bin bedeutet sie mir im Moment nicht viel. Klar, ich plane in letzter Zeit immer öfter andere Freunde ein - aber wenn ich dann mal sage das ich was anderes vor habe und nicht zuhause bin kommt entweder “Wo bist du?” und/oder “Wann bist du wieder zuhause?” Worauf ich meist keine konkreten Antworten gebe.

    @Flau: Danke für deine Beispiele! Mein Idealzustand wäre sich ab und an mal zu treffen (Mal am Wochenende oder wie auch immer, auf jeden Fall nur ab und an).

  10. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Zu viel des guten

    Hallo khaazyz, das ist dich schon mal gut, dass Du für dich selbst klar siehst! Dann vielleicht das genauso sagen, wie es hier steht.
    Du weichst seinen Fragen bereits aus, gut, dass Du ihm damit kein "Futter" bietest. Im Gespräch das vielleicht auch noch mit ansprechen, dass dir dieses Ausfragen zu bedrängend ist.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung

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