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  1. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Reisebegleitung - eure Erfahrungen und Anekdoten!

    Meine Erfahrungen sind durchaus geteilt, ich hatte schon einen Horrorurlaub mit wirkliche guten Freunden, die aber im Urlaub völlig anders waren als sonst und insbesondere in der Interaktion innerhalb dieser Gruppe.

    Die Lebensgefährtin des einen Freundes hat sich zB als jemand mit einem "Waschzwang" herausgestellt - und wenn eine Person gefühlt fünf Stunden am Tag das Bad blockiert, ist bei sechs Personen und einem Bad schnell die Grenze des Erträglichen erreicht und aufgrund sehr unterschiedlicher Erwartungen haben sich ständige Konflikte ergeben. Das ist allerdings 20 Jahre her - heute würde ich mit Sicherheit anders mit der einen oder anderen Situation umgehen bzw. mich einfach mal für ein paar Stunden absetzen, damals hatten wir den Anspruch, alles zusammen machen zu wollen.


    Ähnlich bei einer Freundin, die auch ein ganz anderes Sauberkeitsempfinden hat als ich und mir grundsätzlich hinterher geputzt hat - kann ich nicht gut ertragen.


    Andererseits hatte ich schon tolle Urlaube mit Freunden bzw. einem befreundeten Paar, wichtig für mich ist, dass man eben nicht alles als Gruppe unternehmen muss, dass jeder seine Auszeiten nehmen kann und sein eigenes Tempo beibehält - andererseits aber wenn etwas gemeinsam geplant ist, auch halbwegs an dem Plan festgehalten wird. Und ideal ist, wenn sich "Begabungen" ergänzen, also zB einer kocht gerne, der andere räumt gerne die Küche auf und der dritte putzt gerne das Bad, wenn man in einer Ferienwohnung ist.


    Und zuletzt hatte ich einen Urlaub mit zwei Freunden/Bekannten, der absolut phantastisch war, weil einfach alles geklappt hat, jeder den anderen so lassen konnte wie er ist und auch das Nähe-Distanz-Bedürfnis ein sehr ausgewogenes war. Es war allerdings ein Urlaub, der sich hauptsächlich um die gemeinsame Sportausübung drehte, aber ich hatte nicht erwartet, dass es so problemlos läuft.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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  2. Moderation
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    AW: Reisebegleitung - eure Erfahrungen und Anekdoten!

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Alles sollte in Gruppe gemacht werden,
    Das geht nie gut.

    Solche Erwartungen wie "Wo wollen wir hin, wie kommen wir rum, wie kommen wir unter, wieviel soll das kosten, was willst du machen, was will ich machen, wie handhaben wir das" kläre ich vorher. Der meiste Streß kam, weil ich am äußersten Rand von dem, was ich mir zutraue, zugesagt habe. (Die plappernden Jungs mußten auch überall hin mit dem Auto fahren, was das "jeder geht seiner Wege" enorm einschränkte, und jede Nacht zelten, egal, wie das Wetter war. Da die beiden absolute Packratten waren, war ich mit total unzureichendem Gepäck unterwegs. Und was mich trotzdem am meisten genervt hat, war das Geplapper!)

    Die absolute Gruseltour, auf die ich jetzt nicht eingehen möchte, war mit Leuten, die ich seit Jahren kannte und mit denen ich schon viele solche Touren gemacht hatte. Und dann gingen ein paar Sachen schief und die Gruppendynamik den Bach runter und jeder kleine Mist wurde ein Riesenproblem.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  3. Avatar von Misirlu
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    AW: Reisebegleitung - eure Erfahrungen und Anekdoten!

    Zitat Zitat von Anscia Beitrag anzeigen
    An einem anderen Stop hatten wir eine Ferienwohnung. Sie hatte sich von zuhause schon was zum Frühstücken mitgebracht. Netterweise aber nichtmal mehr was für mich angeboten, sodass ich dann allein in den Supermarkt gegangen bin und Sachen für mich gekauft hab.
    DAS ist ja mal ne schräge Story ! Unfassbar.
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky


  4. Registriert seit
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    AW: Reisebegleitung - eure Erfahrungen und Anekdoten!

    Ich bin vor vielen Jahren mit einer Freundin in den Urlaub gefahren. Daheim hat sie ihr Leben gut gemeistert - sie wohnte allein und wusste natürlich, wann sie was machen will/muss und hat das entsprechend geplant.

    Im Urlaub war sie ganz anders. Ich musste alles organisieren und sie noch dauernd antreiben. Wir haben eine Rundreise durch Frankreich gemacht und sind mit dem Zug von Ort zu Ort gefahren. Ich musste die Züge reservieren, weil ihr das zu anstrengend war. Am Abreisetag musste ich sie immer antreiben, damit wir den Zug auch erwischen, was sie jedesmal mit einem "Jetzt stress mich doch nicht so." quittierte.

    Nach ein paar Tagen sprach ich sie darauf an. Sie sagte, zum richtigen Urlaubsfeeling gehört für sie, dass sie einfach planlos in den Tag hineinleben kann und tut, worauf sie gerade Lust hat, ohne Rücksicht auf irgendwelche Uhrzeiten. Äh...wir hatten die Reise daheim grob geplant und die Hotels reserviert. Zumindest mir zwar klar, dass man dass dann nicht nach Lust und Laune handhaben kann. Auch das Essen gehen war für mich sehr anstrengend. Sie sagte sinngemäß "ich möchte irgendwann was essen, such du was aus", und nichts passte ihr, was ich aussuchte. Nachdem sie 5 Restaurants abgelehnt hatte, habe ich jedesmal gesagt "ich gehe jetzt hier essen" und setzte mich in das Restaurant. Sie kam mit, sagte aber ständig, was ihr hier nicht gefällt.

    Nach dem Urlaub hatten wir keinen Kontakt mehr. Ich fand den Urlaub sehr anstrengend, und ihr war ich dann auf einmal zu spießig.
    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. (Sokrates)

    Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind.
    Wirklich arm ist nur, wer nie geträumt hat. (Marie von Ebner-Eschenbach)

  5. Avatar von Misirlu
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    AW: Reisebegleitung - eure Erfahrungen und Anekdoten!

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    Ich fahre grundsätzlich nur mit meinem Mann, den ich schon ewig kenne, oder allein in Urlaub. Auf solche Mätzchen habe ich einfach keine Lust, und ich kann auch später nicht über sowas lachen.
    Ich will mal schwer hoffen, dass der Ehemann, mit dem man ja schließlich ggf. lebenslang Tisch und Bett teilt, auch bei jedem urlaubskompatibel ist.

    Das kann man m.E. mit Freundinnen oder Bekannten nicht vergleichen.
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

  6. Avatar von Avocado_Diaboli
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    AW: Reisebegleitung - eure Erfahrungen und Anekdoten!

    Zitat Zitat von Misirlu Beitrag anzeigen
    Ich will mal schwer hoffen, dass der Ehemann, mit dem man ja schließlich ggf. lebenslang Tisch und Bett teilt, auch bei jedem urlaubskompatibel ist.
    Jein - auch da hilft wie immer Kommunikation.

    Wir beide sind in manchen Dingen sehr gleich, in anderen sehr unterschiedlich:
    - Er ist der langbeinige Windhund, der viel Auslauf braucht. Ich eher der Dackel, der nach einem langen Spaziergang tot ins Körbchen fällt. Daher schicke ich ihn nach dem Frühstück zu einer halbtägigen Wanderung los, ich leg mich nochmal ins Bett und penne eine Runde, gehe danach meiner Wege (Spaziergang, Geocachen, bummeln...) und wir treffen uns dann nachmittags zum Kaffeetrinken oder Abendbrot. Danach gibt´s gemeinsames Abendprogramm.
    - Er ist Frühaufsteher, ich Mittellangschläfer (so 8h). Deswegen macht er Frühstück und bringt mir den Kaffee ans Bett.
    - Er ist eher unordentlich, ich hab´s gern übersichtlich. Daher räum ich gelegentlich in der Ferienwohnung die Sachen zusammen, dafür muss er die Einkäufe besorgen.

    Wobei es m.E. ein Unterschied ist, ob man eine Städtetour macht oder einen Entspannungsurlaub. Bei einer Städtetour plant man mehr, was wer sehen möchte, und was man wann zusammen macht (ggf. in welcher Reihenfolge), weil man ja ggf. Karten reservieren u.ä. muss (Kulturprogramm halt). Bei einem Entspannungsurlaub kann man die Gegend, die Sauna etc. auch mal getrennt erleben und sich dann gegenseitig erzählen, was man gesehen hat. (äh - in der Gegend, nicht in der Sauna )
    Bevor du bei dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erstmal sicher, dass du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist.
    - Sigmund Freud

  7. Moderation
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    AW: Reisebegleitung - eure Erfahrungen und Anekdoten!

    Da fällt mir zum Thema "Essen" auch noch was ein...

    Wir waren zu viert Kanufahren in Schweden. Es war schön, aber frisch, und das Futter war teuer. Wir hatten einen Vorrat an Nutella dabei, und Haferflocken, kauften vor allem Zimtschecken und Tetrapacks mit Fruchtjoghurt, und legten die Kosten um.

    Nur weigerte sich eine Mitfahrerin zu bezahlen. Sie ißt nichts! Sie hat auf Lichtnahrung umgestellt!
    Doch, wirklich!

    Da wir damals in einem Umfeld lebten, wo man die ausgefallensten Marotten freundlich zur Kenntnis nahm, solange niemand ernsthaft zu Schaden kam, nahmen wir das freundlich zur Kenntnis.

    In Schweden, weiß man, gibt es Trolle. Und gewiß war es ein Troll, der jedesmal, wenn wir von irgendetwas abgelenkt waren (Kanus umladen für eine Portage, Zelt aufbauen, gucken, ob da ein Elch war...), hinter uns ein Geräusch machte, das wie "schlomp!" klang, der verschwunden war, wenn man sich umdrehte, und nur eine leere Joghurttüte und das Echo eines "schlomp!" zurückließ.

    Und fragt nicht, was der Troll mit der Nutella gemacht hat.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (22.08.2019 um 13:11 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Reisebegleitung - eure Erfahrungen und Anekdoten!

    Zitat Zitat von Misirlu Beitrag anzeigen
    DAS ist ja mal ne schräge Story ! Unfassbar.
    Ist glaub ich gar nicht so selten. Einer guten Freundin von mir ist es auch mal in einer Ferienwohnung passiert,
    dass ihre Reisebegleitung lauter 5-Minuten-Terrinen und Tütensuppen dabei hatte, damit sie am Essen Geld sparen konnte.
    Meine Freundin ist dann immer allein essen gegangen. Und das war ein Reiseziel, in dem das problemlos möglich war. Das Essen war relativ günstig und man konnte überall was finden.

    Geiz ist etwas, mit dem ich auch überhaupt nicht umgehen kann im Urlaub.

    Mittlerweile fahr ich auch nur mit meinem Mann weg und das klappt gut.
    Aber damals, als ich hin und wieder mit Freundinnen verreist bin, war ich Single.
    Alleine wegfahren konnte ich mir nicht vorstellen bzw. fand ich irgendwie
    frustrierend und da war das in meinen Augen dann die einzige Option, überhaupt
    wegzukommen...

  9. Avatar von Spadina
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    AW: Reisebegleitung - eure Erfahrungen und Anekdoten!

    PS: ach ja, Lanzarote, andere Freundin . . sass neben mir und konnte keine Landkarte lesen . .
    Ja, mein Desaster , weiter unten beschrieben, war auch auf Lanzarote.

    Und die Freundin hatte so eine winzige Übersichtskarte aus dem Baedeker Buch Lanzarote auf dem Schoß, guckte, während ich fuhr, immer krampfhaft darauf, fand natürlich nicht die Straßen, die ich mit Navi !! befuhr.

    Wir sind 10 Tage über die Insel gefahren, sie hat nicht einmal aus dem Fenster geschaut, nichts von der Landschaft mitbekommen.

    Aber sie wollte, vom Rotwein angeschickert, dann selbst fahren....
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

  10. Avatar von ja-aber
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    AW: Reisebegleitung - eure Erfahrungen und Anekdoten!

    Ich bin einmal mit Freunden nach Holland gefahren, und da ich mich da ganz gut auskenne, habe ich das alles in die Hand genommen. Ehemann war (mal wieder) nicht dabei, also "nur" Freunde und ich inklusive dreier Kleinkinder. Die haben alle viel gesehen, viel Spaß gehabt, alles passte, alle waren zufrieden. Es keimte der Plan auf, das könne man ja wiederholen, diesmal würden die Freunde die Planung übernehmen.

    Dann waren wir im Schwarzwald, niemand hatte abseits von "Ferien auf dem Bauernhof" irgendeinen Plan, was man machen könnte. Es war zwei Tage heiß und den Rest der Zeit hat es geschüttet. Diesmal war der Ehemann dabei und sparte nicht mit spitzzüngigen Bemerkungen. Wir waren quasi nur getrennt unterwegs oder haben Unternehmungen gemacht, die ich dann recherchiert hatte aus lauter Verzweiflung.

    Seither übernehme ich wieder das Zepter, wenn es um Urlaube geht und orientiere mich schon mal am Zielort, zumindest für einen Plan B.

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