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  1. Registriert seit
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    AW: Neue Freundschaften knüpfen mit zunehmendem Alter immer schwieriger?

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    Mich würde gerne interessieren, wie ihr das seht. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Habt ihr Erfahrungen mit diesen Plattformen (gute oder schleche)
    Ist es für euch mit zunehmendem Alter schwieriger Freundschaften zu knpüfen? Wie viele Freunde habt ihr und wie oft unternehmt ihr etwas?
    Hallo,
    ich mache für mich eher die umgekehrte Erfahrung. Als ich jünger war, fiel es mir schwerer, Kontakte zu knüpfen, weil sehr zurückhaltend und schüchtern war. Das ist jetzt anders. Gut, irgendwelche Feiern, bei denen ich außer dem Gastgeber niemanden kenne, mag ich nach wie vor nicht.
    Nach meinem Umzug in eine neue Stadt vor 20 Jahren hat es lange gedauert, bis ich einen Bekanntenkreis aufgebaut habe. Eine Freundin habe ich damals über die Plattform „New-in-Town“ kennen gelernt. Sie gehört zu meinen engsten Freundinnen und das seit fast 20 Jahren. Bei allen anderen Kontakten, die darüber entstanden sind, blieb erbringen sporadischen Treffen.

    In den letzten sechs, sieben Jahren haben sich neue Freundschaften entwickelt, v.a über die Kinder. Die Gespräche haben aber schon lange nix mehr mit unseren Kindern zu tun und Treffen finden ohne sie statt. Diese drei Frauen möchte ich in meinem Leben nicht mehr missen. Eine ist zu einer sehr engen Freundin geworden.

    Zudem hat sich mit meiner Nachbarin eine enge Freundschaft entwickelt, wir kannten uns aber schon, bevor wir nebeneinander gewohnt haben. Mit drei Nachbarsfamilien wird mal zusammen gegrillt etc. aber das sind eher Bekannte für mich.

    Und ich habe ganz großes Glück mit einigen meiner Kolleginnen. Mit zwei von ihnen verbindet mich eine gute Freundschaft und auch mit zwei anderen verstehe ich mich sehr gut (gemeinsamer Besuch von Ausstellungen, mal ins Restaurant gehen).

    Ich bin vorsichtig mit dem Begriff Freundschaft und es dauert, bis ich jemanden als Freundin wahrnehme/bezeichne.

    Wie oft wir etwas unternehmen...
    Meine Nachbarin und meine Freundin (die ich über die Kinder kennengelernt habe, sehe ich mindestens einmal wöchentlich. Aber eher, weil wir Hunde haben und uns entweder beim Hundespaziergang über den Weg laufen oder uns kurzfristig dafür verabreden.
    Diejenige, die ich über die Plattform kennengelernt habe, sehe ich ein bis zweimal im Monat (kurz auf einen Kaffee, mal abends essen gehen etc.).

    Die Kolleginnen sehe regelmäßig. Wirklich Zeit füreinander, i.d.R. in einer sehr ausgedehnten Mittagspause oder ein Kaffee nach der Arbeit etc., haben wir auch ca. zweimal im Monat.

    Ich bin sehr, sehr zufrieden so. Meine Freundschaften sind von entspanntem Zussammensein geprägt. Niemand muss sich verstellen und wir sind in schwierigen Zeiten füreinander da.
    LG Sunflower

  2. Avatar von Ninette
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    AW: Neue Freundschaften knüpfen mit zunehmendem Alter immer schwieriger?

    Hallo,

    bei Kontakten über diverse Freundschaftsforen habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass dies oft alles sehr unverbindlich ist und schnelllebig ist. Auch die Ansprüche /Erwartungen werden wohl mit zunehmendem Alter höher. Möchte mich da garnicht ausnehmen.
    Es ist meist bei einem ersten Treffen geblieben und dann verlief es sich wieder.....Man gibt sich oft keine Zeit mehr, dass sich so eine Bekanntschaft und Freundschaft erstmal entwickeln muss.
    Bei Bekannten die noch kleinere Kinder haben, ist es einfach schwierig auch mal Themen ohne Kinderbezug zu finden.
    Da ich keine Kinder habe, stoße ich da irgendwann an meine Grenzen...auch wenn mir der Kontakt eigentlich wichtig ist.

  3. Avatar von Suzie Wong
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    AW: Neue Freundschaften knüpfen mit zunehmendem Alter immer schwieriger?

    Was wären denn Freundschaftsforen? So etwas wie beste Freundin de (heißt das so). Ich sehe so etwas und die Aufrufe hier zB sehr zwiespältig. Ich lass mich da gerne von positiven Erfahrungen eines besseren belehren. ☺️ Aber ich frage mich oft, wie das funktionieren soll? Man kennt sich nicht, hat keine Basis und soll sich anfreunden? Für mich steht dahinter eine unheimliche Erwartungshaltung. Ausgenommen sind Stammtische und „Hobbytreffs“.
    Meine Hobbies:

    (lesen, essen/backen/kochen/reisen/walken (ohne Hund))


  4. Registriert seit
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    AW: Neue Freundschaften knüpfen mit zunehmendem Alter immer schwieriger?

    Zitat Zitat von Suzie Wong Beitrag anzeigen
    Für mich steht dahinter eine unheimliche Erwartungshaltung. Ausgenommen sind Stammtische und „Hobbytreffs“.
    Stimmt. Aus dem Grund nutze ich auch keine Singlebörsen.

    Mir fällt das Knüpfen von Freundschaften zunehmend leichter. ich kenne immer mehr Leute, habe zu immer mehr auch engeren Kontakt, und da ich mit denen meist nicht einfach nur Kaffee trinke sondern etwas mache - an etwas arbeite - entstehen auch gemeinsame Erlebnisse und somit auch geteilte Erinnerungen.

    Die meisten meiner Freunde sind allerdings männlich. Ich staune, dass für viele hier offenbar nur andere Frauen in Frage kommen?

    Erst mal Bekannte zu suchen, über gemeinsame Aktivitäten (im Vorstand eines Vereins aktiv sein!) hat sich für mich sehr bewährt. Der Rest ergibt sich dann so ziemlich von selbst.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  5. Registriert seit
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    AW: Neue Freundschaften knüpfen mit zunehmendem Alter immer schwieriger?

    Also ich habe das mit diesen Freundschaftsseiten ausprobiert und war ab und zu richtig überrascht, weil es beim Treffen gepasst hat. Aber das hält leider nicht lange bzw. es hat dann wohl doch nicht ganz gepasst. Jeder hat irgendwie anderweitig so viel zu tun, sodass die Treffen immer seltener werden so nach dem Motto „aus den Augen aus dem Sinn“. Das finde ich einfach schade. Es ist sehr schwierig, weil man sich nicht wie früher immer trifft (Schule,. Studium,. Ausbildung). Ich habe jetzt bei beste.freundin nochmal einen Anlauf gestartet und bin gespannt, ob es diesmal klappt.
    Die beständigsten Freunde habe ich aus Ausbildung und Studium. Da bleibt man irgendwie durch die gemeinsamen Erfahrungen verbunden.
    Ansonsten werde ich einfach das machen was Spass macht und vielleicht entwickelt sich durch das Hobby und Interesse eine Freundschaft. Das lasse ich auf mich zukommen.
    Mittlerweile sehe ich es selbst ein: Freunde kann man schlecht suchen. Meißt kommen sie in mein Leben, wenn ich nicht damit rechne.


  6. Registriert seit
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    AW: Neue Freundschaften knüpfen mit zunehmendem Alter immer schwieriger?

    @ninette: ja so empfinde ich es auch. Man trifft sich 1x, höchstens 2x-3x und danach ist irgendwie Funkstille. Ich habe ein gutes Gepür dafür, ob Treffen gut sind, ob man sich wohl fühlt (auch das Gegenüber). Man hatte immer etwas zu sagen, lachte zusammen und es war nie eine komische Situation-zumindest bei den Leuten wo es gepasst hat und dennoch hält das nicht. Das frustriert mich langsam, weil ich mittlerweile das Gefühl habe es wird immer schwieriger enge Freundschaften zu knüpfen.

  7. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Neue Freundschaften knüpfen mit zunehmendem Alter immer schwieriger?

    Ich denke, das Problem ist vielleicht, dass man, wenn man jemande gezielt sucht um eine "beste Freundschaft" zu etablieren, man zu früh versucht zu viel Nähe herzustellen.

    Ich habe es gerade erlebt, dass ich mit jemanden jetzt rd. zwei Jahre lang sehr regelmäßig mein Hobby ausübe, dabei haben wir auch viel Zeit zum reden - und jetzt nach zwei Jahren und geschätzt 50 gemeinsamen Treffen würde ich sagen, dass wir eine Freundschaft etabliert haben und uns vertrauen - sprich unsere Freundschaft hat Zeit gebraucht um eine solche zu werden und gemeinsame Erlebnisse bzw. ein gemeinsames Interesse.

    Und wenn ich über meine anderen Freundschaften, die gehalten haben über die Jahre nachdenken und was sie von denen unterscheidet, wo Menschen nur zeitweilige Weggefährten waren, es ist auch dass man zumindest eine gemeinsame Idee, Interesse, Leidenschaft hat und daneben viel Zeit miteinander verbringt. Wenn die Freundschaft dann wirklich besteht, kann man den Kontakt auch länger ruhen lassen und es ist beim Zusammentreffen wieder wie vorher und vor allem es ist immer noch so, wenn der Freund nachts um halb drei anrufe und sagt "komme bitte vorbei, ich brauche dich", dann steht man auf und kommt, ohne zu fragen wieso und warum, nur wohin.


    Und ich habe das Gefühl, dass sich viele Menschen nicht mehr die Zeit nehmen (oder die Zeit haben) und vor allem nicht die Geduld haben, eine Freundschaft wachsen zu lassen.
    Aber daneben braucht es halt auch das Glück zufällig den Menschen zu finden, mit dem man Freundschaft schließt.


    Und ich glaube von den Freundschaften, die ich in den letzten fünf Jahren geschlossen habe, hätte ich keine keine über eine Freundschaftsanfrage finden können, weil wir im Zweifel dort nicht zeitgleich gesucht hätten und weil die neugefundenen Freunde mir auch in gewisser Weise so unähnlich sind, dass ich sie bei einem ersten Treffen als "beste Freunde" ausgeschlossen hätte - erst das nähere Kennenlernen hat unsere Kompatibilität erwiesen.



    Das ist denke ich der Hauptunterschied zu Schule und Uni - dort waren viele Menschen in einer ähnlichen Lebenssituation und mit mindestens einem gleichgelagerten Interesse und viele davon aus der Suche nach neuen Menschen und Begegnungen, da war einfach die Auswahl größer und die Wahrscheinlichkeit auf seinen Gegenpart zu stoßen.


    In höherem Alter muss man sich diese Gelegenheiten eher selbst schaffen.
    Und ja, Hobby, Verein, gemeinnützige Tätigkeit, das können alles solche Möglichkeiten sein.
    Und es sind vielleicht auch Möglichkeiten, wo wir uns als Person zeigen und zeigen wie wir agieren, die uns auch als potentiellen Freund interessant und als Mensch greifbar machen.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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  8. Moderation
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    AW: Neue Freundschaften knüpfen mit zunehmendem Alter immer schwieriger?

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    Ist es für euch mit zunehmendem Alter schwieriger Freundschaften zu knpüfen? Wie viele Freunde habt ihr und wie oft unternehmt ihr etwas?
    Ich habe zwei Freunde aus meiner Schulzeit in der gleichen Stadt (600 km von dem Ort, wo wir zur Schule gegangen sind), weil ich, als sie sich räumlich verändern wollten oder mußten, Reklame für "meine" Gegend gemacht habe.

    Ansonsten habe ich Freunde (und Bekannte) aus der Zeit, wo ich in der Studentenvertretung aktiv war, aus der Zeit, wo ich die lokale Gruppe eines Mittelaltervereins mit aufgebaut habe, aus meinen Spielrunden, vom Klettern, vom Chor, und natürlich die Freunde/Kinder/Partner von Freunden.

    Wenn die Familie zuschlägt, sei es Partnerschaften, Kinder, oder die Pflege der Eltern, treten Freundschaften in den Hintergrund, denn Freundschaft ist Zeit, und Zeit ist zwar an sich unbegrenzt, aber man kann jede Stunde nur einmal "ausgeben". Leute gehen in fremde Städte oder Länder, ändern sich, Kontakt schläft ein... deswegen ist es mMn sehr wichtig, immer wieder neue Leute zu treffen und kennenzulernen. Und dabei ist es sehr hilfreich, immer wieder Sachen zu machen, wo man neue Leute nicht nur trifft, sondern auch kennenlernt, und den Kontakt zu denen zu halten, mit denen man gerne mehr machen oder Freundschaft schließen würde, auch wenn man zur Zeit keinen freien "Platz" (emotional oder von der Zeit her) hat.

    Wenn der Kontakt nach einem Treffen eingeschlafen ist, dann hat euch vielleicht beide das, was ihr zusammen tun konntet und wolltet nicht genug interessiert, um dafür noch mal Zeit freizuschaufeln?

    Ich unternehme ungefähr zwei Mal die Woche was mit Freunden. Manchmal öfter. Manchmal seltener. Man muß schon gucken, daß man dran bleibt. "Wir sollten mal" heißt, "wir werden nicht", wenn man es nicht in die Gänge tritt.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  9. Registriert seit
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    AW: Neue Freundschaften knüpfen mit zunehmendem Alter immer schwieriger?

    @wildwusel: ja das kenne ich auch "wir sollten mal" da weiss ich also Bescheid.
    Das hake ich dann auch schnell ab, weil es nix bedeutet. Es wurde ja nix konkretes ausgemacht.

    Mit einer Person, die ich neulich traf (übers Internet) haben wir uns super verstanden im Cafe. Wir haben mind.3 h geredet und auch jeder hatte etwas zu sagen. Es hat gepasst und ich denke auch von ihrer Seite, weil wir schon geplant hatten uns wieder zu sehen und auch Vorschläge kamen.
    Danach habe ich dann mal gefragt und sie war aber krank. Seither höre ich nichts mehr.

    Ich weiss aber auch, dass sie derzeit ihre Masterarbeit schreibt und auch seelische Probleme hat. Vielleicht ziehe ich durch meine Funktion als "Zuhörer/Empath" auch solche Leute an, die in einer Krise sind. Jedenfalls habe ich das Gefühl, ihr fehlt sie Zeit für den Aufbau einer Freundschaft. Wie soll es aber eine Freundschaft werden, wenn man sich so selten oder gar nicht mehr trifft. Ich frage mich dann immer: warum suchen die Leute dann jemanden, wenn sie gar nicht investieren wollen oder Zeit fehlt. Ich sehe den Sinn dann nicht.

  10. Moderation
    Registriert seit
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    AW: Neue Freundschaften knüpfen mit zunehmendem Alter immer schwieriger?

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    Ich frage mich dann immer: warum suchen die Leute dann jemanden, wenn sie gar nicht investieren wollen oder Zeit fehlt. Ich sehe den Sinn dann nicht.
    Vermutlich fühlen sie sich einsam.

    Aber, nur weil man hungrig ist, weiß man nicht automatisch, wie man kocht.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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