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  1. Registriert seit
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    AW: Ambivalente Freundschaft - wie würdet ihr euch verhalten?

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Es gibt Menschen, die so ein Verhalten unbewusst einsetzen, den anderen kleiner zu setzen, her-ab-lassend zu behandeln

    Gleichzeitig sich sehr nützlich machen - kein Widerspruch, ein Zusammenhang

    ja, es gibt sie. Gerade die, die selbst Minderwertigkeitskomplexe haben.


  2. Registriert seit
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    AW: Ambivalente Freundschaft - wie würdet ihr euch verhalten?

    Ich hab eher den Eindruck, dass grad Leute mit mangelndem Selbstwertgefühl Frozzeleien so einsortieren.

    Ich kenn sowas gar nicht, sich so aufziehen mach ich nur mit Leuten die ich mag und wo man sich des gegenseitigen Wohlwollens sicher sein kann. Würde mir jemand vorwerfen ich wollte ihn damit kleinmachen würd ich aus allen Wolken fallen - wozu sollte man das denn tun wollen???? Ganz abgesehen davon dass in meinem Umfeld sich niemand kleinmachen ließe dadurch dass ich ihn aufziehe. Solche Hierarchiegedanken oder Machtstreben gibt es unter meinen Freunden und Bekannten einfach nicht, wir mögen uns doch.


  3. Registriert seit
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    AW: Ambivalente Freundschaft - wie würdet ihr euch verhalten?

    Liest sich für mich, als würde sich die Dame nur gut fühlen, wenn sie sich stärker, besser, überlegener als die TE fühlen kann.
    Im Alltag glaubt sie sich ihr eher unterlegen, deshalb die permanenten Sticheleien und Abwertungen.
    Ist die TE krank, kann sie die sorgende, helfende Freundin geben und sich dadurch moralisch überlegen und stärker als diese fühlen.

    Ich würde sie nicht Freundin nennen. Wenn es Dir gut geht, macht sie Dich nieder, um sich selber größer zu fühlen, und wenn es Dir schlecht geht, benutzt sie Deine Schwäche, um sich selber stark zu fühlen.
    Glück ist Talent für das Schicksal


  4. Inaktiver User

    AW: Ambivalente Freundschaft - wie würdet ihr euch verhalten?

    Zitat Zitat von Nellifer Beitrag anzeigen
    Liest sich für mich, als würde sich die Dame nur gut fühlen, wenn sie sich stärker, besser, überlegener als die TE fühlen kann.
    Im Alltag glaubt sie sich ihr eher unterlegen, deshalb die permanenten Sticheleien und Abwertungen.
    Ist die TE krank, kann sie die sorgende, helfende Freundin geben und sich dadurch moralisch überlegen und stärker als diese fühlen.
    Ganz ehrlich war das auch mein erster Gedanke - sie hilft Dir, wenn Du Hilfe brauchst, macht Dich klein, wenn Du stark und normal bist.
    Das könnte (!) ein Muster sein.

    Ja, man ist für seine Gefühle verantwortlich, aber dazu gehört auch, sich von Menschen festzuhalten, die einem ein schlechtes Gefühl geben.

    Manchmal kann es natürlich auch einfach ein anderer Humorsinn sein.

    Ich hatte das letzens in beide Richtungen....ein Bekannter der nach jedem Scherz von mir (der ihn gar nicht betraf), tödlich beleidigt war bzw. bissig reagierte.
    Auf einer anderen Feier ein Mann der neben mir sass und alles was ich sagte irgendwie verdrehte und das scheinbar sehr lustig fand.
    Mich selbst hat es total verunsichert.

    Ich versuche bei sowas (in beiden Fällen), auf innere Distanz zu gehen und etwas vorsichtiger zu kommunizieren.

    Ich will nicht verletzen, aber auch nicht verletzt werden.
    Ich beobachte dann mehr und gucke mir genauer an, wie der andere tickt.
    Vielleicht löst es sich dann einfach auf.

    Ansonsten gibt es so viele Menschen, wo es diese Missverständnisse nicht gibt, dass ich mich nicht genau an denen abarbeiten muss, wo es irgendwie nicht passt.


  5. Registriert seit
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    AW: Ambivalente Freundschaft - wie würdet ihr euch verhalten?

    Zitat Zitat von Shadow121 Beitrag anzeigen
    Auch taktlose Bemerkungen kommen ab und zu, z.B. als ich ihr mal etwas über ein Date mit einem Mann, der sich dann aber nicht mehr gemeldet hatte, erzählte, war ihr Kommentar, ich sei wohl "zu alt" für so etwas.
    Da müsste viel passieren, damit ich das als taktlose Bemerkung einordne anstatt als Witz. Das kann man doch wohl kaum erst meinen???

    Sie bewirkt damit, dass ich mich schlecht fühle oder mich rechtfertigen muss.
    Ich würd darüber nochmal nachdenken. Für ein stabiles Ego spricht das nicht, und da kann keine Bekannte der Welt was für. Es wird sich immer jemand finden, dessen Handlungen man dann als vorsätzlich gegen sich gerichtet einsortieren kann, wenn man nur will.

    Abgesehen davon find ich es ziemlich unschön sich von jemand unterstützen zu lassen, von dem man derart negativ denkt. Als ihre Hilfe recht war hat das anscheinend nicht gestört???

  6. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Ambivalente Freundschaft - wie würdet ihr euch verhalten?

    Nein, mir ist das auch zu apologetisch, was hier kommt. Es gibt unsensible Bemerkungen, das sollte man als Erwachsene einordnen koennen, und sie sind schlicht unnoetig und respektlos. Das muss man auch nicht mit Gewalt schoenreden wollen. Ich bin auch nicht so schnell bei der Hand mit dem "Taten statt Worte", meiner Meinung nach schliesst das einander nicht aus. Bissige Bemerkungen sind auch "Taten".

    Allerdings liegt ja nun diese Diskrepanz vor und die Freundin hat eben auch schon eine sehr ruecksichtsvolle und anteilnehmende Seite gezeigt, daher waere fuer mich allermindestens eine Nachfrage angebracht. Das steht ihr meiner Meinung nach zu. Liebe TE: Hast Du ihr das schonmal so gesagt, dass diese Bemerkungen Dich verletzten?

    Denn entweder sie macht es wirklich unbewusst, dann kann sie in Zukunft evtl. etwas sensibler sein, und (!) Du etwas unsensibler (faellt ja leichter wenn man weiss, dass es wirklich nicht boesartig ist).
    Oder sie kann Deine Gefuehle ueberhaupt nicht akzeptieren, dann passt entweder Euer "Humor" nicht zusammen, oder sie kann es wirklich nicht lassen, Dich herabzusetzen.
    Aber das kannst Du nicht wirklich beurteilen, ohne es anzusprechen.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung

  7. Moderation
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    AW: Ambivalente Freundschaft - wie würdet ihr euch verhalten?

    Zitat Zitat von Shadow121 Beitrag anzeigen
    Ich würde mich sehr über eure Meinungen freuen. Ach ja, wir sind beide über 40, also reife, mit beiden Beinen im Leben stehende Frauen.

    Nicht erklären, nicht rechtfertigen (Ausnahme: Need-to-know.) Du schiebst durch Erklären und Rechtferitgen das Gespräch (und auf Dauer auch die Beziehung) auf ein unglückliches Gleis, wo du das Projekt bist und sie die Technikerin, die es ans Laufen bringen muß. Und du bist die, die es schiebt, in dem Moment. Nicht sie.

    Wenn du es *nicht* auf dieses Gleis schiebst, kannst du gucken, was sie dann tut. Wo sie hin will. Manche Leute sind *nur* zu ihren Freunden so flapsig, weil das auch eine Art ist, vor Dritten Nähe zu demonstrieren. ("so was darf nur der beste Kumpel sagen")

    Wenn es das ist oder sein könnte, sag was zurück, was sagt "zwei gute Kumples flachsen rum". Was witziges. Was allgemeines. Was verbindendes. Eine milde Retourkutsche. "Ja, ich hab mich mal in meiner eigenen Bibliothek verlaufen." "Warte mal bis du so alt bist wie ich, wie schusselig du dann bist.""Hey, ich sehe kein Jahr über hundertzwei aus!" "Dafür tragen andere ihren Pullover auf links..." (Oder irgendwas, was sie mal gemacht hat und was ihr beide etwas lustig fandet.)

    Falls das nichts ist, was deinem Temperament entspricht und wozu du Lust hast, kannst du ihr den Ball auch zurückwerfen. "Wie meinst du das jetzt?" Vielleicht sagt sie, "sollte ein Witz sein" ("Find ich nicht lustig") oder "stell dich nicht so an" ("Du sagst recht oft solche Sachen. Inzwischen nervt es. Kannst du das mal nicht machen?") Paß auf, daß *du* dann nicht in die Rolle der Technikerin rutscht.

    Oder den Ball liegenlassen. "Aha." "Soso". "Na dann." Die meisten Leute, wenn sie merken, daß sie mit einem Verhalten auf mangelndes Interesse stoßen, hören irgendwann gelangweilt damit auf.

    Wenn eure Beziehung ausreichend nah ist, kannst du auch sagen, "Sabine, mich nervt, daß du mich ständig mit meinen Schwächen und Marotten und kleinen Mißgeschicken aufzieht. So lustig sind die auch nicht, ich bin doch nicht Buster Keaton". Das wird nicht beim ersten Mal helfen, weil sie vermutlich gar nicht merkt, daß sie es tut, aber ein gelegentliches "nervt..." "nicht lustig..." kann oft genug daran erinnern, um es ihr bewußt zu machen, und ihr eine Gelegenheit zu geben, es nicht zu tun.

    Taten sprechen nicht immer lauter als Worte. Aber das Maß an Unterstützung das du beschreibst, ist schon eine Hausnummer. Und flapsige Bemerkungen und Frotzeleien, auch wenn sie auf Dauer ankommen als würde man sich immer wieder auf die gleiche Stelle im Mund beißen, sind, wenn sie nicht Teil eines ständig abwertenden Verhaltens sind, kleine Fische.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  8. Registriert seit
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    AW: Ambivalente Freundschaft - wie würdet ihr euch verhalten?

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Ich finde ja immer, schlechte Gefühle "gibt" man sich selbst, das hat für mich weniger mit dem Außen zu tun als mit meiner Haltung dazu.
    Nein, wenn jemand das Sticheln bewusst einsetzt, WILL er ja einer anderen Person schlechte Gefühle geben. Eine bestimmte Haltung entschuldigt auch nicht jedes Verhalten eines anderen.


  9. Registriert seit
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    AW: Ambivalente Freundschaft - wie würdet ihr euch verhalten?

    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    Nein, wenn jemand das Sticheln bewusst einsetzt, WILL er ja einer anderen Person schlechte Gefühle geben. Eine bestimmte Haltung entschuldigt auch nicht jedes Verhalten eines anderen.
    Und weil er das will muss ich auch entsprechend leiden?

    Ne, wirklich nicht.

    Bei vielen (hier und in anderen Threads) geschilderten Beispielen denk ich mir, die Betreffenden nehmen sich viel zu ernst und können anscheinend nicht über sich selbst lachen.

    Wer innerlich unsicher ist wird vieles als Angriff werten, wer mit seinen Schwächen versöhnt ist (die ja schließlich jeder hat) kann aber auch einfach mitlachen.


  10. Registriert seit
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    AW: Ambivalente Freundschaft - wie würdet ihr euch verhalten?

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Und weil er das will muss ich auch entsprechend leiden?

    Ne, wirklich nicht.

    Bei vielen (hier und in anderen Threads) geschilderten Beispielen denk ich mir, die Betreffenden nehmen sich viel zu ernst und können anscheinend nicht über sich selbst lachen.

    Wer innerlich unsicher ist wird vieles als Angriff werten, wer mit seinen Schwächen versöhnt ist (die ja schließlich jeder hat) kann aber auch einfach mitlachen.
    Das widerspricht sich hier doch. Die andere Person macht eben keine Witze, sondern möchte bewusst verletzen (falls es im Fall der TE so ist).
    Wer selbstbewusst ist, muss sich dem nicht aussetzen. Er kann auch den Kontakt einschränken. Warum sollte er in so einem Fall über sich selbst lachen, wenn das Ganze nicht scherzhaft gemeint war, sondern demütigend? In so einem Fall lache ich nicht über mich selbst, sondern meide den Kontakt.
    Geändert von Killeshandra (13.08.2019 um 19:57 Uhr)

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