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  1. Registriert seit
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    Freundschaft nach Trennung

    Liebe Bris,

    ich brauche mal eine Außenperspektive auf eine Situation, die ich mit einer sehr guten Freundin erlebt habe.

    Anfang des Jahres hat sich mein Freund nach 7 Jahren Beziehung von mir getrennt. Meine Welt ist komplett zusammengebrochen, sie war eine der ersten, die ich angerufen habe (wir kennen uns seit bald 11 Jahren). Sie war eigentlich immer meine Freundin, die beiden haben sich zwar gut verstanden, hatten aber sonst nichts weiter miteinander zu tun (wir wohnen auch in unterschiedlichen Städten). Mein Ex und ihr langjähriger Partner sind auch immer gut klar gekommen, wenn sie sich mal gesehen haben, hatten aber sonst keinen weiteren Kontakt.

    Nun habe ich durch meinen Ex erfahren, dass der Partner der Freundin und er sich auf einmal anfreunden. Dass er dort auch auf Feiern war, zu denen ich nicht kommen konnte. Der Partner der Freundin hatte ihn eingeladen. Von ihr habe ich nichts davon gehört, darauf angesprochen kam auch keinerlei Entschuldigung von ihr. Nur, dass sie ja gar nichts damit zu tun habe, was ihr Partner macht und da kein Problem sieht.

    Für mich ist das ein krasser Vertrauensbruch und ich weiß auch nach wie vor nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich hätte einfach null damit gerechnet, eben weil die beiden eigentlich zu keinem Zeitpunkt "unsere" Freunde waren, sondern immer nur sie und ich, ggf. mich Anhang.

    War jemand schonmal in einer ähnlichen Situation?

  2. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Freundschaft nach Trennung

    Jein, ich bin in einer ähnlichen Situation, aber "auf der anderen Seite".

    Eine sehr gute Freundin von mir, die ich seit rd. 40 Jahren kenne war 25 Jahre liiert (und 20 Jahre verheiratet) ich hatte auch zu ihrem Mann ein gutes Verhältnis - auch wenn ich ursprünglich ihre Freundin bin. Ich wohne auch in einer anderen Stadt und er hatte gelegentlich in meiner Stadt zu tun und hat mich dann auch besucht und auch sie hat mich gelegentlich alleine besucht. Wenn ich bei ihnen war, habe ich "beide" besucht.

    Nun sind sie seit einem Jahr getrennt und ich bin weiterhin mit beiden befreundet. Beide haben mich unabhängig von einander besucht - aufgrund der großen Entfernung gibt es aber keine Feiern, bei denen ich mich entscheiden müsste, wen von beiden ich einlade.

    Beide wissen, dass ich beide Freundschaften aufrechterhalte und dass ich weder Informationen weitergebe noch mich sonst wie in das Geschehen einmische, beide erzählen mir einiges.


    Ja das ist nicht ganz einfach, aber ich bin mit beiden befreundet und es gibt für mich keinen Grund die eine oder die andere Freundschaft zu beenden.



    Worin genau siehst du den Vertrauensbruch?
    Warum kann die Freundin nicht mit euch beiden befreundet bleiben?
    Habt ihr euren gesamten Freundes- und Bekanntenkreis nahc der Trennung aufgeteilt?
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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  3. Registriert seit
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    AW: Freundschaft nach Trennung

    Vielen Dank für deine Antwort, Promethea!

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Ich wohne auch in einer anderen Stadt und er hatte gelegentlich in meiner Stadt zu tun und hat mich dann auch besucht und auch sie hat mich gelegentlich alleine besucht. Wenn ich bei ihnen war, habe ich "beide" besucht.
    Sowas ist zum Beispiel bei den beiden nie passiert. Er hatte nie nur Kontakt zu ihr oder hat sich auch mal mit ihr getroffen, dann würde ich das ja noch ansatzweise verstehen. Es ist wirklich so, dass immer nur sie und ich Kontakt hatten. Mal dann auch unsere Partner bei Feiern im größeren Rahmen, z.B. Silvester.

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Worin genau siehst du den Vertrauensbruch?
    Warum kann die Freundin nicht mit euch beiden befreundet bleiben?
    Habt ihr euren gesamten Freundes- und Bekanntenkreis nahc der Trennung aufgeteilt?
    Ich sehe den Vertrauensbruch da, dass sie mir nicht mal was davon erzählt hat und dass ich es von meinem Ex höre. Besonders mit der Vorgeschichte, eben dass die beiden (sie & Partner) nie mit meinem Ex befreundet waren. Ich habe zu ihrem Partner ungefähr so ein Verhältnis wie sie zu meinem Ex und für mich wäre klar, dass ich auf jeden Fall immer hinter ihr stehe - und sollte ich aus irgendwelchen Gründen das Bedürfnis haben, Zeit mit ihm zu verbringen, würde ich sie zumindest darauf ansprechen um ihr nicht auf die Füße zu treten. Und dann auch ihre Art damit umzugehen - es kam keinerlei "Es tut mir leid, wenn ich dich damit verletzt habe", sie hat das auf emotionaler Ebene gar nicht verstanden.

    Ich fühle mich auch nicht mehr wohl damit, Informationen an sie weiterzugeben. Irgendwann kam dann mal so ein Satz von ihr wie "Ja also dein Ex hat meinem Partner ja gesagt, dass er das so und so sieht" - und das widerstrebt mir so sehr. Der Gedanke daran, dass wir zu deren Daily Soap werden. Oder dass mein Ex so an Informationen über mich kommt. Irgendwie fühle ich mich bei ihr nicht mehr "sicher".

    Und: Ja, wir haben sonst keinerlei Überschneidungen.


  4. Registriert seit
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    AW: Freundschaft nach Trennung

    Zitat Zitat von ollischulz Beitrag anzeigen
    Ich sehe den Vertrauensbruch da, dass sie mir nicht mal was davon erzählt hat und dass ich es von meinem Ex höre.
    Offenbar hat sie befürchtet, dass Du reagierst wie Du gerade reagierst.

    Besonders mit der Vorgeschichte, eben dass die beiden (sie & Partner) nie mit meinem Ex befreundet waren. Ich habe zu ihrem Partner ungefähr so ein Verhältnis wie sie zu meinem Ex und für mich wäre klar, dass ich auf jeden Fall immer hinter ihr stehe - und sollte ich aus irgendwelchen Gründen das Bedürfnis haben, Zeit mit ihm zu verbringen, würde ich sie zumindest darauf ansprechen um ihr nicht auf die Füße zu treten. Und dann auch ihre Art damit umzugehen - es kam keinerlei "Es tut mir leid, wenn ich dich damit verletzt habe", sie hat das auf emotionaler Ebene gar nicht verstanden.
    Warum fühlt es sich für Dich so an, dass sie nicht hinter Dir steht und Dir auf die Füße tritt?

    Ich könnte Dein Unverständnis nachvollziehen wenn Du zu den Feiern nicht eingeladen worden wärst. Aber es war ja nicht so, dass sie sich für ihn und gegen Dich entschieden haben. Du konntest ja sowieso nicht.

  5. Avatar von luftistraus
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    AW: Freundschaft nach Trennung

    Mmh, ich sehe darin auch keinen Vertrauensbruch.

    Ihr Freund hat sich mit deinem Ex angefreundet. Was soll sie denn da machen? Ihrem Freund sagen, das er das nicht darf, weil sie mit dir befreundet ist?

    Das sie es dir nicht erzählt hat, ist ärgerlich aber verständlich.

    Das Sie aber sagt, dein ex sieht das so und so

    Das ist ein no go. Da stimme ich dir zu.

    Die Sache zwischen Dir und deinem Ex ist gegessen und sollte in diesem Konstrukt auch nicht mehr Thema sein. Wenn er noch was zu sagen hat, soll er es dir selbst sagen.

    ---
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

  6. Avatar von TallyWalhalli
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    AW: Freundschaft nach Trennung

    Auch ich kann keinen Vertrauensbruch erkennen. Deine Freundin kann ihrem Freund schlecht den Umgang mit Deinem Ex verbieten (ich weiss, es gibt immer wieder Personen, die verhängen ihrem Partner ein solches Umgangsverbot in bestimmten Situationen, ist aber ein Nogo, finde ich). Deine Freundin hat bisher das Beste getan, was man bei solche einer Konstellation tun kann: Sich raushalten.

    Einer Deiner Sätze hat dann aber doch eine Frage bei mir aufgeworfen: Du hast gesagt, dass Dein Ex dort auf Feiern war, zu denen Du nicht kommen konntest. Warum konntest Du nicht kommen? Bist Du eingeladen worden, hattest aber keine Zeit? Oder wärst Du unter anderen Umständen eingeladen worden, wurdest aber von dem Paar nicht berücksichtigt (weil Dein Ex Dir gegenüber bevorzugt wurde und sie nicht Euch beide auf dem Fest haben wollten)? Bei letzterem Szenario würde ich eine langjährige Freundin durchaus zur Rede stellen. Ansonsten nicht.

  7. Moderation
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    AW: Freundschaft nach Trennung

    Das ist natürlich problematisch, wenn du deine Freundin treffen willst, und dann steht das bucklig Männlein, äh, der Ex da, den man echt nicht sehen will. Vielleicht hat sie dann nur die Möglichkeit, dich entweder nicht einzuladen oder dich und deinen Ex in einem Raum zu haben, oder zu versuchen, ihren Partner von einer Freudschaft abzubringen... alles nicht so toll.

    Hast du mir ihr darüber gesprochen, daß die Situation für dich unangenehm ist, und was du im Rahmen des Vernünftigen und Machbaren gerne von ihr hättest? Wie sieht sie das?
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Freundschaft nach Trennung

    Was genau hättest du denn gerne?

    Dass sie sich entschuldigt, dass sie dir nicht gesagt hat, dass ihr Mann jetzt engeren Kontakt zu deinem Ex hat und sie ihn darüber auch gelegentlich sieht.

    Dass sie ihrem Mann sagt, dass er gerne mit dem Ex befreundet sein kann, sie ihn aber nicht sehen will.

    Dass sie ihrem Mann verbietet Kontakt zu deinem Ex zu haben.

    Dass sich dein Ex in Luft auflöst und du nie wieder von ihm hörst.


    Oder noch etwas ganz anderes?


    Ich kann verstehen, dass es dich befremdet und dass es sich für dich wie Verrat anfühlt, weil du den Ex offenbar am liebsten ganz aus deinem Leben streichen willst.

    Wobei ich ich vermutlich genauso verhalten hätte wie deine Freundin.

    Und wenn ich es richtig versanden habe, hat dein Ex ja nichts schlimmes getan, er hat sich von dir getrennt.
    Oder ist da mehr vorgefallen, dass eine Ächtung durch andere rechtfertigen würde?
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
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  9. Registriert seit
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    AW: Freundschaft nach Trennung

    Liebe alle,

    vielen Dank für eure zahlreichen Antworten. Ich werde mal versuchen gesammelt darauf zu antworten:

    Was mir extrem sauer aufstößt ist, dass ich die Info von meinem Ex bekommen habe und nicht von ihr oder ihrem Partner. Und zwar nicht, weil sie irgendeine Reaktion von mir erwartet hat, sondern weil sie "nicht dachte, dass das irgendeine Rolle spielt". Das zeugt für mich von einer gewissen Gedanken-, bzw. Empathielosigkeit. Ich glaube die Situation wäre für mich eine andere wenn sie gesagt hätte "Du, mein Partner würde den einladen, nur dass du dich nicht wunderst. Das hat aber keinen Einfluss auf uns, weil ...".

    Der zweite Punkt ist dann, dass sie sich noch nicht mal bei mir entschuldigen konnte. Ich habe ihr gesagt, dass mich ihr Vorgehen verletzt hat und die Reaktion war zusammengefasst nur ein "Tja...schade, dass du das so siehst, verstehe ich aber nicht" - auch das empfinde ich wieder als empathielos.


    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    Das Sie aber sagt, dein ex sieht das so und so

    Das ist ein no go. Da stimme ich dir zu.

    Die Sache zwischen Dir und deinem Ex ist gegessen und sollte in diesem Konstrukt auch nicht mehr Thema sein. Wenn er noch was zu sagen hat, soll er es dir selbst sagen.
    Ich glaube das ist das, was ich genau mit dem Vertrauensbruch meine. Ich kann mir einfach vorstellen, dass die beiden (sie & Partner) ausführlich über uns reden. Und wenn die Informationen so zu mir kommen, kommen sie auch zu meinem Ex. Ich habe einfach nicht das Gefühl, so vertrauensvoll mit ihr sprechen zu können.

    Wildwusel hatte glaube ich gefragt, ob ich sie darauf angesprochen habe. Ich habe ihr gesagt, dass mich ihr Vorgehen verletzt hat und das ich mich nicht wohl dabei fühle, wenn ich quasi immer damit rechnen muss, bei Feiern von ihnen auf ihn zu treffen. Ihr Antwort darauf war nur, dass sie ja nicht beeinflussen könne, wen ihr Partner einläd und das fand ich als einzige Antwort von einer engen Freundin doch irgendwie sehr schwach.

    So, ich hoffe, ich habe jetzt keine wesentliche Frage ausgelassen. Bitte entschuldigt meine späte Reaktion, es ging bei mir alles etwas drunter und drüber in den letzten Tagen.

  10. Avatar von Milk_
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    2.443

    AW: Freundschaft nach Trennung

    Hallo ollischulz,

    ich habe dein Thema jetzt erst entdeckt und ich verstehe dich!
    Meine Geschichte war ähnlich, noch viel enttäuschender, da ein Kind (ein 6 Monate altes Baby zu dem Zeitpunkt) involviert ist.
    Ich denke, es macht einen Unterschied, ob du diese Beziehung beendet hast oder er.
    Hättest du sie beendet, würde dich das alles nicht so verletzen, aber so erwartet man doch von seiner Freundin etwas anderes.
    Nicht einmal hat meine Freundin meinen Ex gefragt, wie er sich das für die Zukunft vorstellt, sich vor mich gestellt.
    Die Krönung war, das sie nicht wusste, wem sie glauben sollte, das hat sie mir beides selbst bei einer Aussprache bestätigt.
    Die Person, die mich von allen am besten kennen sollte, glaubt mir nicht, stattdessen ist sie mit meinem Ex um die Häuser gezogen, hat (mit ihrem Partner) nett mit ihm und seiner Neuen Kaffee getrunken, während er mir mit Jugendamt und einen Anwalt noch zusätzlich das Leben schwer macht, anstatt einfach vernünftig mit mir zu sprechen.
    Und ich saß da und weiß heute nicht mehr, wie ich manchen Tag überstanden habe, meine Hilferufe (bis ich um Hilfe bitte, dauert es wirklich lang, das hätte sie wissen müssen) wurden ignoriert.
    Sie hat sich weiter gemeldet, als wäre nichts.
    Ich habe diese langjährige Freundschaft beendet, sie hat mir nicht mehr gut getan und ich möchte daran auch nichts mehr ändern.
    Im Grunde hat da schon länger etwas nicht mehr gepasst, immer schön durchmogeln und aus allem raushalten auch bei anderen Themen...klar kann man machen, aber für eine echte Freundschaft ist mir das zu charakterschwach und zu wenig.
    Ich habe sie lange so akzeptiert, aber mir hat die Freundschaft anscheinend schon immer mehr bedeutet als ihr, das war eine sehr traurige Erkenntnis, aber das Leben geht weiter.
    Es reicht, was du siehst und empfindest. Das Kind muss keinen Namen haben.
    Zitat von Rezeptfrei September 2014

    LG Milk_

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