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Thema: Keine Freunde


  1. Registriert seit
    31.01.2019
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    Keine Freunde

    Hallo zusammen,

    ich glaube, die Überschrift sagt leider schon alles.
    Mein Emotionen fahren gerade Achterbahn und während ich hier über mich schreibe und auf das obige Thema eingehe, merke ich, wie mir die Tränen kommen.

    Allerdings weiß ich auch nicht wo ich genau anfangen soll. Zu meinem Mann sage ich dann immer "Fang einfach an", aber manchmal ist das nicht so einfach.

    Ok, ich bin 36 Jahre alt und komme aus Niedersachen. Ich bin verheiratet und habe eine wunderbare kleine Tochter, die mir sehr viel Halt gibt.

    Ich versuche mal ganz von vorne anzufangen. Als ich selber 2 Jahre alt war, habe ich meinen Vater verloren und hatte nur noch meine Mutter. Ich habe keine Geschwister bzw. liegt mein Bruder auf dem Friedhof. Ich habe ihn nie kennengelernt. Meine Familie ist von Schicksalen geprägt und wir hatten es nicht einfach. Meine Mutter hat uns durchs Leben geboxt und hat versucht mir alles zu geben was ich brauche.
    Ich hatte zwar nie eine richtige Familie, aber ich weiß was es bedeutet geliebt zu werden. Mir tut es auch heute noch weh, wenn ich junge Mädchen sehen, die ihren Papa umarmen, weil er ihr was tolles gekauft hat (nur ein Beispiel). Ich habe so was nie gehabt.

    Als ich klein war und im Kindergarten war, wollten alle Kinder mit mir spielen, aber ich stand schüchtern in der Ecke und es hat viel Zeit gekostet bis ich aus mir herausgekommen bin. Das weiß ich von einer Kindergärtnerin, die ich vor einigen Jahren mal getroffen hat und die mir von meiner Zeit im Kindergarten erzählt hat. Ich wurde auf jeden Geburtstag eingeladen und auch bei uns zu Hause waren immer Kinder mit denen ich spielen konnte. In der Grundschule war auch alles gut und ich hatte Freunde, aber jedes Mal, wenn sich die Schulform geändert hat und die anderen auf eine andere Schule gingen, waren diese Freundschaften vorbei. Die damalige OS war für mich der Horror. 2 Jahre lang hatte ich eine ganz schlimme Klassenlehrerin und ich hatte nie das Gefühl besonders gemocht zu werden obwohl ich auch hier immer auf Geburtstage eingeladen wurde und mich nachmittags verabreden konnte. Ich weiß aber, dass mich diese Zeit geprägt hat. Danach kam ich auf die Realschule. Ich habe auch hier schnell Kontakte geknüpft und wir haben uns regelmäßig getroffen. Nach diesen 4 Jahren waren aber auch hier die Freundschaften zu Ende und so hat es sich immer gezogen.

    Wirklich alleine war ich dann nach meiner Ausbildung. Meine beste Freundin mit der ich zusammen die Ausbildung gemacht hab, hatte ihren Freund und jetzigen Ehemann kennengelernt. Diese Freundschaft ging durch ihren Freund kaputt. Immer wieder habe ich ihr gesagt, dass ich sie vermisse und habe sie gefragt ob wir uns verabreden wollen, aber sie hatte nur noch Zeit für ihn. Das hat mich sehr verletzt. Irgendwann habe ich aufgehört mich bei ihr zu melden und von ihrer Seite kam dann auch nichts mehr.
    Tja, ich bin dann auf weiterführende Schulen gegangen und habe auch hier immer wieder schnell Anschluss gefunden, aber sobald die Schule abgeschlossen war, war es vorbei und ich hatte niemanden mehr. Vor 15 Jahren habe ich dann meinen Mann kennengelernt. In seinem Freundeskreis bin ich nie wirklich gut angekommen. Aus irgendwelchen Gründen mochten mich seine Freunde nicht. Ich habe meinem Mann nie irgendwas verboten oder habe schlecht über seine Freunde geredet. Zum damaligen Zeitpunkt war es so, dass er sehr viel auf Tour gegangen ist und seine Kumpels, selbst die, die feste Beziehungen hatten, sind auch immer noch auf Tour gegangen. Mein Mann hat das anders gesehen und wollte natürlich auch Zeit mit mir verbringen und hat sich dadurch logischerweise etwas von denen distanziert. Statt 2 Tage vom Wochenende hat er nur noch 1 Tag mit seinen Kumpels verbracht und das hat denen nicht gepasst.

    Jedenfalls habe ich immer wieder versucht Freundschaften zu schließen. Alles ist irgendwann auseinandergebrochen.

    Wir haben 2016 unsere Tochter bekommen und ich hatte gedacht, dass ich dann vielleicht neue Kontakte knüpfen könnte. Als Mama kommt man vielleicht mit anderen Müttern leichter ins Gespräch und kann sich mal treffen. Ich war in einer Krabbelgruppe und wir waren dort jede Woche. Es hat sich nichts ergeben. ich war beim Kinderturnen und auch dort hat sich nichts ergeben. Ich konnte mich immer gut mit anderen Müttern unterhalten. Es ist allerdings schwer in Gruppen reinzukommen, wenn sie die Mütter untereinander schon Jahre kennen und gleichzeitig schwanger geworden sind. ich bin auch nicht diejenige, die auf andere zugeht und fragt "Hey, wollen wir mal einen Kaffee zusammen trinken gehen?".
    Naja, unsere Tochter geht seit ihrem 1. Geburtstag in die Krippe und ich dachte, dass ich da vielleicht Anschluss finden würde, aber auch das ist nicht der Fall. Wir haben eine WhatsApp Gruppe und ich habe dort letztes Jahr gefragt ob vielleicht Interesse besteht, dass man mal Essen geht. Ich habe darauf noch nicht einmal eine Antwort bekommen.

    Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll? Ich habe auch vor unserer Tochter Fitnessstudios besucht um dort zu trainieren, aber auch um Kontakte zu knüpfen, aber auch da ist nichts passiert.

    Ich habe das Gefühl, dass einfach niemand etwas mit mir zu tun haben möchte und dass tut mir richtig weh. Ich hatte noch nie eine beste Freundin mit der ich mal in die Stadt gegangen bin.

    Derzeit habe ich meinen Mann und meine Tochter sowie meine Famile (meine Mutter und ihren Freund).
    Meine Mutter weiß nicht wie alleine ich mich fühle. Sie ist ganz anders. Sie hat zwar keinen großen Freundeskreis, aber sie hat Freunde und vor allem hat sie viele Bekannte. Sie ist oft unterwegs, telefoniert mit denen etc.

    Ihr glaubt gar nicht wie alleine ich mich manchmal fühle, aber wisst ihr wovor ich am Meisten Angst habe? Ich habe Angst davor, dass meine Tochter irgendwann darunter leiden muss. Im nächsten Jahr kommt sie in den Kindergarten und ich habe Angst davor, dass mich die anderen Mütter nicht leiden könnten. Wenn meine Tochter sich dann verabreden möchte mit einem anderen Kind und die Mutter mich nicht mag, was passiert dann wohl? Die wird es ihrer Tochter verbieten. Ich weiß, dass das nicht passieren muss, aber ich habe Angst davor. Ich habe Angst, dass sie meinetwegen bestraft wird und das würde mir das Herz brechen.

    Ich habe inzwischen fast schon Angst vor Menschen. Das klingt komisch, ich weiß.
    Wenn mich z. B. jemand anlächelt, dann denke ich nicht, dass diese Person mich nett findet oder dass sie mein Aussehen mag oder dass sie vielleicht gerade an etwas Schönes denkt und deshalb lächelt sondern ich denke, dass diese Person sich über mich lustig macht oder dass ich irgendwo einen Fleck habe etc.

    Auf der Arbeit habe ich zwar Kontakt zu meinen Kollegen und man redet mal privat, aber Freunde habe ich auch hier nicht gefunden und ich bin schon 8 Jahre dabei.

    Manchmal komme ich mir vor wie ein Monster. Das tut so richtig weh.
    Jeden Nachmittag bin ich mit meiner Tochter alleine. Wir unternehmen mal was, wir gehen auf den Spielplatz, wir fahren in die Stadt, wir gehen schwimmen oder spielen zu Hause, aber immer alleine. Das ist nicht schön, auch für sie nicht.

    Ich hoffe und wünsche mir, dass diese tolle kleine Maus es mal besser haben wird als ich und dass sie irgendwann ein paar richtig gute Freundinnen haben wird.

    Während ich das jetzt geschrieben habe, musste ich mir mehrfach die Tränen wegwischen. Mich belastet diese Situation sehr, aber ich scheine kein Teil dieser Gesellschaft zu sein. Ich frage mich sehr oft was mit mir nicht stimmt. Ich bin nicht perfekt und will es auch gar nicht sein, aber ich bin ein Mensch mit Gefühlen und ich fühle mich wahnsinnig alleine. Alle Probleme etc. muss ich alleine mit mir ausmachen. Natürlich rede ich mit meinem Mann, aber es gibt auch mal Dinge, die ich mit einer Freundin besprechen würde.

    Ach so eines noch, ich habe sogar mal eine Anzeige geschaltet und hatte nach Kontakten gesucht, die auch Kinder haben. 1x haben wir uns getroffen mit mehreren Leuten, aber danach wurden alle weiteren Treffen immer wieder abgesagt oder verschoben.

    Es ist also nicht so als würde ich nichts versuchen...

    Ich weiß einfach nicht mehr weiter und ich danke euch fürs Lesen... Falls ihr mich wegen irgendwas kritisiert, bitte seid nicht so hart. Mir geht's nicht besonders gut.

    Danke

  2. Inaktiver User

    AW: Keine Freunde

    Hallo truth82,

    erst einmal willkommen hier!

    Es tut mir leid, dass du so traurig bist, man liest aus deinen Zeilen, dass es dir nicht gut geht.

    Ohne, dass ich direkte Lösungsvorschläge hätte, wollte ich dir einfach mal schreiben, was mir eingefallen ist: Du beschreibst von Kindheit an, dass dir recht häufig Wohlwollen entgegen gebracht wurde und auch der Kontakt zu dir gesucht wurde (Geburtstagseinladungen). Aus irgendeinem Grund ging es dann nicht weiter - Verabredungen außerhalb von Geburtstagen, gemeinsam Pauken für die Schule, Hobbies miteinander teilen usw., du warst schüchtern. Dann schreibst du davon, dass du, wenn dich jemand anlächelt, im Grunde immer vom Schlimmsten ausgehst und meinst, man mache sich über dich lustig.
    Ich frage mich, wie du dich selber siehst: Kann es vielleicht sein, dass du im tiefsten Herzen meinst, es nicht wert zu sein, dass Menschen sich mit dir verbunden fühlen? Dass sie dich mögen?
    Ganz ins Blaue geschossen: Hast du vielleicht auch Verlustangst? Du hast früh deinen Vater und deinen Bruder verloren. Hast du Angst, dass Menschen, die dir wichtig sind, wieder aus deinem Leben verschwinden?

    Und wie war das, als du deinen zukünftigen Mann kennen gelernt hast? Was war anders, wie hat sich der Kontakt gestaltet vom ersten Kennen lernen zu einer Beziehung?
    War er der erste, mit dem du eine Beziehung eingegangen bist?

    Du siehst, mehr Fragen als Antworten. Aber einfach nur ein paar Gedanken von mir.


  3. Registriert seit
    25.12.2018
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    144

    AW: Keine Freunde

    Hallo,

    Das mit der WhatsApp-Gruppe würde ich mir nicht do zu Herzen nehmen. Viele Muttis haben sehr viel zum tun. Ich glaube in Fitnesstudios ist es schwer Freunde (über Smalltalk hinaus) zu finden. Wie wäre es denn mit einem Sportverein?


  4. Registriert seit
    07.02.2015
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    1.023

    AW: Keine Freunde

    HaloTruth,
    es tut mir sehr leid, dass Du so unglücklich bist.
    Dass Du an Deinem Selbstwertgefühl arbeiten musst, weißt Du vermutlich selber.
    Und außerdem solltest Du aufhören Dir einzureden, dass alle anderen Menschen es besser haben als Du.
    Du hast einen Beruf, einen Mann und ein Kind und dazu noch eine Mutter.
    Darum würde Dich so mancher hier heiß beneiden.
    Was Dir fehlt sind Freunde.
    Meiner Erfahrung nach sind die meisten Freunde Wegbegleiter. Die wenigsten bleiben wirklich ein Leben lang und die hat man dann eben schon aus der Kindheit. Später wirkliche Freunde zu finden ist schwer.
    Ich kann Dich aber verstehen, da ich jahrelang ähnlich gehadert habe wie Du. Durch Umzüge sind Freundschaften weggebrochen oder waren nur noch per Telefon aufrecht zu erhalten.
    Ab und an hatte ich eine Weile eine gute Freundin, aber auch das zerbrach aus verschiedenen Gründen.
    Gerade als junge Mutter hat man das Bedürfnis nach Austausch, auch um sich mal über den lieben Ehegatten auszuk...
    Man kann das nicht erzwingen.
    Aber vielleicht wühltst Du mal in alten Kontakten und versuchst da etwas zu reaktivieren.
    Fitnesstudio ist zur Kontaktanbahnung ungünstig. Besser sind Gruppen. Schau mal nach einer Walkinggruppe in eurer Nähe. Beim Laufen kommt man zum Quatschen. Oder such Dir ein anderes kommunikatives Hobby.
    Deiner Tochter wird es im übrigen herzlich schnuppe sein, ob die anderen Mütter mit Dir befreundet sind.
    Und in einer WhatsApp Gruppe nach einem gemeinsamen Treffen zu fragen, macht wenig Sinn. Sprich ganz konkret die Frau an, die Dir sympathisch ist. Und mach auch hier einen konkreten Vorschlag für eine gemeinsame Unternehmung. Menschen wollen gefragt werden.
    Lerne erst einmal Dich selbst zu mögen. Wie soll es sonst jemand anderes tun? Und dann wirst Du auch eine Freundin finden.

  5. Avatar von Rotbuche
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    501

    AW: Keine Freunde

    Liebe Truth,

    alles, was du schreibst, deutet für mich darauf hin, dass du in einer tiefen Depression steckst. Deshalb mein dringender Rat: Suche dir professionelle Hilfe, um die Verletzungen deiner Kindheit aufzuarbeiten. Es scheint doch so zu sein, dass hier die Wurzeln für dein so erschreckend geringes Selbstwertgefühl liegen. Vermutlich wäre deshalb ein Therapeut / eine Therapeutin mit tiefenpsychologischem Ansatz geeignet.

    Du kannst auf der Website deiner Krankenkasse nach Therapeuten suchen. In manchen Städten gibt es auch Anlaufstellen, die dich beraten, welche Art der Therapie und welcher Therapeut für dich geeignet ist. Google einfach mal ein bisschen.

    Eine Depression ist eine Krankenheit. Sie muss und kann behandelt werden.

    Viel Glück!


  6. Registriert seit
    04.01.2017
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    83

    AW: Keine Freunde

    Liebe Truth,

    das tut mir total leid - ich kann Deine Situation gut nachvollziehen! Ich bin auch Mutter und habe das Gefühl, dass es echt schwer ist in diesem mittleren Alter in Kontakt zu kommen. Mir sind seit ich Mutter bin aus unterschiedlichsten Gründen Kontakte abhandengekommen. Versuche, neue Kontakte aufzubauen laufen oft ins Leere und das demotiviert dann, weiterzusuchen. Ich glaube, man strahlt das dann auch aus - so wie verzweifelte Singles auf Partnersuche.

    Gerade heute morgen hat es mir einen Stich gegeben: die Nachbarin mit genau gleich altem Baby wie meines schob Kinderwagen mit einer anderen Nachbarin. Wir haben einmal auf meine Initiative gefrühstückt, dann kam nichts mehr und sie antwortet nur sehr verzögert. Muss ich so akzeptieren - aber es gibt schon einen Stich, vorallem auch weil ja heute die Mütter die Playdates organisieren. Meine Große wird bald drei, zum Glück fahren wir weg, ich wüsste nicht, welche anderen Kinder ich zu ihrem Geburtstag einladen sollte, weil das ja noch über die Mütter läuft. Ich kann Dich also gut verstehen!!!! Du bist nicht allein mit Deinem Problem, was Mütterfreundschaften betrifft. Ich versuche, mich auf das zu besinnen, was da ist. Tolle Kinder, super Partner und liebe Eltern und noch einige wenige Freundschaften aus meiner Zeit bevor ich Mutter war (aber sehr wenige, sind auch viele weggebrochen). Aber enttäuscht bin ich schon auch... bei mir verlaufen also auch alle Mütterkontakte im Sand. Vielleicht einfach nicht unsere Baustelle? Und letztlich lassen sich Kinder doch nicht vorschreiben, mit wem sie befreundet sein dürfen. Ich glaube solche Verabredungen sind für Kinder viel blöder, als wenn es eben keine Verabredungen über die Mütter gibt. Meine Mutter hat solche Dates früher auch versucht - fand ich sehr blöd.... Fühl Dich umarmt! Lass Dich nicht unterkriegen - es liegt nicht an Dir und Deinem Wesen! Versuch diesen Gedanken abzuschütteln...


  7. Registriert seit
    15.06.2007
    Beiträge
    6.906

    AW: Keine Freunde

    Hallo truth,

    auch ich schließe mich dem Gedanken an "finde professionelle Hilfe" und besprich und bearbeite dein Leben.

    Was du beschreibst, berührt ganz viele unterschiedliche Themenfelder und die sind in einem Forum unmöglich aufzublättern oder gar zu bearbeiten.
    Neben deiner Lebensgeschichte und deren Wirkung, greift natürlich auch das Feld Kommunikation, Wirkung, Verhalten von Menschen........man kann auf ganz vielen Ebenen etwas tun und alles wird Wirkung haben.

    Du sprichst von der Angst um deine Tochter und den Blick dahin legen ist gut.....aber aus ganz anderem Grund als du es nun denkst.
    Zitat Zitat von truth82 Beitrag anzeigen
    Ich bin verheiratet und habe eine wunderbare kleine Tochter, die mir sehr viel Halt gibt.
    DAS ist nicht wirklich gut!

    Ich verstehe, dass sie es tut- aber damit belastest du schon jetzt dieses Kind und es wird immer mehr werden.
    DER Grund, um unbedingt mit dir zu arbeiten und deine alten Themen aufzuräumen, so dass du dein Kind nicht belastest!

    Noch zwei Möglichkeiten:
    1. wenn dir mal alles zuviel wird, ruf ruhig unter diesen Notfallnummern an!
    0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222
    Genau dafür sitzen diese Menschen an den Telefonen - um Menschen zuzuhören und bei Bedarf weiter zu helfen.
    2. das Buch "Im Gefühlsdschungel" von Stavemann
    Auf die Art kannst du a- einiges lernen, wie der Mensch "ist" und b- viel mit dir selbst arbeiten.
    Es könnte eine erste Betrachtung von dir selbst sein, die du in deinem Tempo durcharbeiten kannst.

    Schau doch mal in deine Zeitung, die du aus deinem Kreis bekommst- ganz sicher gibt es dort auch Angebote für Lebensberatung- das könnte ein sanfter Anfang sein, falls du nicht sofort zu einem Therapeuten wolltest.

    Alles Gute für dich

  8. Inaktiver User

    AW: Keine Freunde

    Guten morgen truth

    Und, geht es dir heute schon wieder etwas besser? Natürlich wird sich am Grundproblem "keine Freunde" nichts geändert haben, aber auch ich kenne diese Tage, in denen ich mich absolut einsam fühle - trotz Mann und"gutem Leben". Und dann kommen wieder Tage, wo mich das nicht so tangiert. Und auch mich begleitet dieses Problem, seit ich denken kann.


    Einen wirklich guten Tipp kann auch ich dir leider nicht geben. Ich vermute mal, dass so Menschen wie du und ich nicht zur breiten Masse passen - aus was für Gründen auch immer. Dann ist man für den Großteil der anderen nicht kompatibel oder interessant (obwohl man es ja eigentlich ist, weil man ja anders ist als der Einheitsbrei, der draußen rumläuft ) Zum Glück gibt es aber auch die, die auch etwas anders gestrickt sind. Bekanntentechnisch habe ich da ein paar Leute. Aber wie dir fehlt mir die gute, vertraute Freundin, wie ich sie mal vor Jahren hatte.

    Ich versuche es immer mal wieder über Anzeigen. Im "real life" werde ich nicht mehr von mir aus näheren Kontakt zu Frauen suchen. Die meisten, die man so kennenlernt, sind freundschaftstechnisch ausreichend versorgt. Da bleibt für weitere Freundschaften nicht mehr viel Platz. Und diese indirekte Ablehnung hat auch bei mir Spuren hinterlassen.

    Einen Tipp kann ich dir aber geben. Gehe wegen diesem Problem "keine Freunde" bloß nicht zu einem Therapeuten (Verhaltenstherapie). Die werden das Problem definitiv nicht lösen. Im Gegenteil - dort wirst du auf harsche Worte und wenig Verständnis treffen, à la "Sie habe doch Bekannte, suhlen Sie sich nicht in Selbstmitleid, die anderen dürfen sie ablehnen, etc.. lassen sie los " - für sensible Menschen absolut kontraproduktiv!

    Und dann wird nach "Schema F" therapiert: Selbstfürsorge, Selbstwirksamkeitsüberzeugung, Selbstbestimmtheit (was ja eigentlich nicht verkehrt ist, aber keine neuen Freunde hervorzaubert).

    DENN wenn wir diese hätten, also echte Freunde oder eine beste Freundin, würde es uns ja besser/ gut gehen. Von daher kannst du dir den Gang zu einem Therapeuten sparen.

    Und willst du wirklich jahrelang dein gesamtes Leben vor einem Tiefenpsychologen (andere Ausrichtung als Verhaltenstherapeut) ausbreiten? Der gibt einem z.B. kaum feedback und ist bei deinem Problem auch kontraproduktiv. Dort würdest du das Negative meiner Meinung nach weiter manifestieren, da du dich ja dort mit den negativen Ereignissen deines gesamten Lebens auseinandersetzten wirst. Und auch das wird dir keine neuen Freund beschaffen.


    Ein alternativer Arzt meinte mal zu mir: Gehen sie doch lieber mit ihrem Partner tanzen. Sorgen sie für positive Momente (klar, auch das schafft keine neuen Freunde, aber die Message war, dass ich mich wieder auf das Positive fokussieren soll!).

    Wenn ich der Meinung bin, noch mal Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen, dann würde ich eher zu einer alternativen Lebensberaterin gehen. Ich wohne in einer Großstadt. In unseren Bioläden oder an der VHS liegen immer Flyer von diversen Beratern rum. Diese sind in der Regel empathischer als der klassische Therapeut und du wirst dich dort besser aufgehoben und verstanden fühlen, weil diese Menschen ganz anders ticken, als der klassische Therapeut. Und sie sind i.d.R. auch anderes als der Mainstream, der draußen rumläuft ;)


    Man darf sich von diesem "keine Freunde" echt nicht unterkriegen lassen. Ist leichter gesagt, als getan, ich weiß!

    Alles Gute für dich!

    P.S.: Wenn du magst, kannst du mir gern auch eine persönliche Nachricht schicken
    Geändert von Inaktiver User (02.02.2019 um 08:03 Uhr) Grund: ergänzt

  9. Inaktiver User

    AW: Keine Freunde

    Es gibt übrigens auch eine ganz nette Seite, um neue Frauen kennen zu lernen:

    Freundin finden | Beste-Freundin-gesucht.de

    Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt ;)


  10. Registriert seit
    03.01.2019
    Beiträge
    144

    AW: Keine Freunde

    Ihr macht euch Sorgen, dass eure Kinder wegen euch Müttern nicht von anderen Kindern eingeladen werden?

    Da würde ich mir keine Sorgen machen. Spätestens ab vier sind die Eltern bei Treffen nicht mehr dabei. Kinder werden gebracht und abgeholt. Und Freunde suchen sich die Kinder im Kindergarten selbst. Zumindest ist das hier so. Die Mütter sind dabei unwichtig.

    Ich schreibe das, damit wenigstens ein zusätzlicher Druck bzw. eine Sorge wegfällt.

    Ansonsten kann ich hier nicht viele Tipps geben. Kontakte ergeben sich meiner Meinung nach zusätzlich, ohne Vorsatz.

    Und sowas verläuft in Zyklen. Mal gibt es Phasen, in denen man viele neue Leute kennenlernt und sich vielleicht daraus Freundschaften entwickeln, mal ist man mit anderen Themen beschäftigt.

    Wie bei allem im Leben ist Zwang hier kontraproduktiv.

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