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  1. Avatar von _Melinda_
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    Soweit ich es richtig gelesen habe ;)

    Hier
    Die Seite kannte ich ja noch gar nicht!
    Oooohhhh...

    Ja, genau...


  2. Registriert seit
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Da komme ich auch nicht mit. Welchen Grund hätte es für die Frau geben sollen, nun ausgerechnet auf einem Festival Mann und Kinder gegenüber einer kaum bekannten Frau zu erwähnen? Wir sind doch nicht, im übertragenen Sinne, bei „Mein Haus, mein Pferd, mein Boot“. Sie war auf einem Festival, wollte Spaß, die Musik genießen und den Alltag (und das ist am Ende auch die Familie) einfach mal beiseite schieben.

    Beispiel: ich arbeite seit 7 Jahren mit meinem Kollegen sehr eng zusammen. Wir haben ein wirklich gutes, offenes und absolut vertrauensvolles Verhältnis zueinander. Wir sprechen auch viel über Privates, ich kenne z.B. auch seinen Sohn. Ich habe in einer schwierigen Phase schon bittere Tränen vor ihm vergossen. Aber weißt Du, woher ich den Namen seiner Frau kenne? Weil er mir mal Geld von deren Gemeinschaftskonto überwies. Nie hat er ihren Namen mit gegenüber mal in den Mund genommen. Es heißt immer „meine Frau“. Genau dieser Umstand fiel mir erst im Moment der Überweisung auf, nie habe ich mir vorher Gedanken macht. Kurz dachte ich darüber nach - ja, es ist merkwürdig. Und genauso schnell war der Gedanke wieder verschwunden. Investiere ich jetzt mehr in unser Verhältnis, weil er den Namen meines Mannes kennt? Oder den Namen meiner Eltern?


  3. Registriert seit
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Und bezüglich der Freunde deines Partners: ich verstehe nicht das Störgefühl, weil sie Dich nicht alleine anschreiben / einladen. Woher kommt der Wunsch bzw. der Anspruch? Oder verstehe ich Dich nicht richtig?

    Ich habe die eine oder andere Handynummer von Freunden / Bekannten meines Mannes. Das hat sich hier und da mal aus einer Situation heraus ergeben. Noch nie habe ich mich mit denen eigenständig per Smartphone ausgetauscht und eigene Bande geknüpft bis hin zu Treffen ohne meinen Mann. Dabei ich komme sehr gut mit den Jungs zurecht, empfinde mich nicht als Anhängsel, wenn wir uns mal alle sehen. Aber es sind SEINE Freunde und ich hatte noch nie das Gefühl, da tiefer einsteigen zu wollen. Andersrum ist es genauso. Bis auf einen Ausnahme. Ein ehemaliger Kollege passt mit meinem Mann wie A... auf Eimer. Da behaupte ich mit Augenzwinkern, dass er ihn mir ausgespannt hat.

  4. Avatar von luftistraus
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Vielleicht noch ein kleiner Denkanstoß für Dich Pistazie

    Du hast in einem Beitrag hier erwähnt das du es für oberflächlich hältst einen wechselnden Freundeskreis zu haben.

    Menschen verändern sich im Laufe der Zeit und es ist völlig verständlich das sich einige auch in andere Richtungen entwickeln.

    Diese "Oberflächlichen" Menschen erkennen das und machen sich auf zu neuen Ufern.

    Du reitest das tote Pferd immer noch obwohl es bereits stark müffelt und beschwerst dich weiterhin das es nicht wieder hoppelt.

    Du und die "Oberflächlichen" betrauern die schöne Zeit und das Ende einer Freundschaft. Die anderen gehen ihren Weg aber weiter. Ich weiß, welcher Weg der klügere für mich wäre.


    Du kriegst von niemanden Anerkennung oder einen Pokal weil du das tote Pferd weiter reitest (auch wenn du dir das wünschen würdest). Das Gegenteil ist der Fall
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

    Grab nicht zu weit in dem Mist rum, dann stinkt's nur noch mehr. Geh davon weg, und merk dir, wie's gerochen hat, damit du beim nächsten Verlierer früher Lunte riechst. (Zitat Wildwusel)


  5. Registriert seit
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Im Vergleich mit dem Umgang innerhalb meiner Familie sind meine Verhaltensweisen im Umgang mit Freunden wirklich harmlos. Und ja, ich empfinde das als halb so wild bzw. ist es für mich kein Grund für einen dauerhaften Kontaktabbruch. Ich finde das Verhalten meiner ehemaligen Freunde übertrieben.
    ...

    Aber die Leute, mit denen ich früher Streit hatte, wissen das gar nicht zu schätzen, dass ich an mir selbst arbeite und meine Fehler nicht mehr wiederhole.
    Der Umgangston in deiner Familie ist wohl leider unterirdisch. Das tut mir leid. Und gut, dass du nicht 1:1 mit deinen Bekannten sprichst. Was du als halb so wild bezeichnest, ist für andere vielleicht vollkommen inakzeptabel, so dass das Thema eben durch ist und sich deshalb auch niemand mehr großartig für deine Veränderungen interessiert. Ein Rätsel ist für mich aber tatsächlich, woran man auf einem Festival eigentlich (zwischen Tür und Angel) merken soll, dass sich jemand geändert hat. Das musst du mir natürlich nicht beantworten. Scheinbar ist ja irgendwem irgendwas aufgefallen. Ich habe nur keine Vorstellung davon, was an dir jetzt so auffallend anders sein könnte.

    Dass du dein Lieblingsfestival nun nicht besuchen kannst, ist schade für dich, aber vielleicht tut es dir ja auch sogar gut, Abstand zu diesen alten Bekannten zu behalten. Was würde es dir bringen?

  6. Avatar von starsandstripes
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Ich picke mir einfach mal ein paar Punkte der letzten 3-4 Seiten raus, ist mir zu mühsam, alles zu zerpflücken.

    Thema Einbindung in den Freundeskreis des Partners: Beim Freundeskreis meines Exfreundes, mit dem ich bisher meine längste Beziehung führte, hat es ca. drei Jahre gedauert bis ich beispielsweise in einen Gruppenchat eingeladen wurde, in dem gemeinsame Treffen organisiert wurden. Da hatte ich dann auch endlich das Gefühl "ich gehöre dazu". Ist schräg, aber ich kann dich da sehr gut verstehen. Dennoch war es in erster Linie der Freundeskreis meines Partners und ich habe mich einfach gefreut, dort willkommen zu sein. Alleine getroffen habe ich mich auch mit niemandem dort, hatte aber auch nicht das Bedürfnis.

    Mein Vorschlag: Wenn dort jemand ist, mit dem du gerne mal Zeit verbringen möchtest (vorzugsweise eine Frau), dann frag doch mal von dir aus, ob sie Lust hätte, nen Kaffee trinken zu gehen oder so! "Hey Lisa, alles klar bei dir? Ich hatte bei den letzten Treffen im Freundeskreis das Gefühl, dass wir uns sehr gut verstanden haben. Hättest du vielleicht Lust, nächste Woche etwas zu unternehmen?"

    Thema mehr geben als man zurück bekommt: Ich bin auch eine Kandidatin, die - vor allem in Beziehungen - sehr viel gibt. Es hat auch bei mir lange Zeit gebraucht um zu verstehen (wirklich von Herzen zu verstehen!), dass Menschen ihre Zuneigung unterschiedlich ausdrücken. Nur, weil ich sehr offen mit meinen Emotionen umgehe und viel offensichtliches mache, heißt es nicht, dass ein Partner oder auch eine Freundin, die "weniger" tut, weniger für mich fühlt oder mich weniger wertschätzt. Vielleicht tun diese Leute im Bereich ihres möglichen andere Dinge, die dir eben nur nicht so auffallen, weil du etwas anders gemacht hättest?

    Dennoch ist es völlig richtig, keine Gegenleistung zu erwarten. Ich liebe es beispielsweise, Geschenke zu machen. Ich habe ganze Listen mit Geschenkideen für meine Freundinnen und Familie, gebe mir immer viel Mühe, alles schön zu verpacken, schöne Worte zu finden. So, nun sind 90% meiner Freundinnen aber gar nicht so und schenken im Gegenzug eine lieblos ausgesuchte Kerze oder Nagellack (ich lasse mir seit 10 Jahren die Nägel im Studio machen und brauche sowas daher gar nicht) zurück. Könnte man jetzt als Desinteresse an meiner Person auffassen. Sie sind aber einfach so, dafür bekomme ich im Alltag sehr viel Wertschätzung von ihnen zurück. Nur so als Denkanstoß.

    Ansonsten finde ich, dass sich in diesem Strang viel zu sehr mit der Vergangenheit als mit der Gegenwart oder Zukunftswünschen beschäftigt wird. Es geht doch darum, dass du nicht mehr alleine sein möchtest, oder? Die Festivalleute können wir eigentlich ab jetzt getrost ignorieren, das wird sich im Leben nicht ändern. Warum hast du kein Bedürfnis darüber zu sprechen, wie du neue Menschen kennenlernen könntest?

  7. Avatar von Magalie_J
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Zitat Zitat von starsandstripes Beitrag anzeigen
    Dennoch ist es völlig richtig, keine Gegenleistung zu erwarten. Ich liebe es beispielsweise, Geschenke zu machen. Ich habe ganze Listen mit Geschenkideen für meine Freundinnen und Familie, gebe mir immer viel Mühe, alles schön zu verpacken, schöne Worte zu finden. So, nun sind 90% meiner Freundinnen aber gar nicht so und schenken im Gegenzug eine lieblos ausgesuchte Kerze oder Nagellack (ich lasse mir seit 10 Jahren die Nägel im Studio machen und brauche sowas daher gar nicht) zurück. Könnte man jetzt als Desinteresse an meiner Person auffassen. Sie sind aber einfach so, dafür bekomme ich im Alltag sehr viel Wertschätzung von ihnen zurück. Nur so als Denkanstoß.
    Hervorgehoben von mir, Magalie

    Genau das ist der springende Punkt.
    Du, @SaS, liebst es Geschenke zu machen.. mit viel Liebe und Hingabe.
    Es macht dir Spaß, das zu tun... du quälst dich nicht ab....
    Somit hast du dir selber bereits die Gegenleistung gegeben. Die Freude am Tun.
    Was dabei für dich rumkommt, ist erstmal egal.
    Vor allem auch, weil du deine Pappenheimer kennst - und sie dennoch magst...

    Liebe ist nicht weil, sondern trotzdem...

    Pistazieneis hingegen hat oft davon berichtet, wie anstrengend und kostenaufwändig ihre Dienst-/Freundschaftsleistungen waren. Dass das frustrierend ist, ist doch logisch, wenn es nicht gebührend gewürdigt wird.
    Sie hat es freiwillig getan... aber es sprang nichts für sie dabei heraus.
    Das Schlimme ist: Ich kann mir gut vorstellen, was die Leute gedacht haben - nämlich:

    Pistazieneis wird schon wissen, was sie tut, wenn sie hunderte von Kilometern fährt und keine Kosten und Mühen scheut... wir haben sie ja nicht darum gebeten.

    Zitat Zitat von starsandstripes Beitrag anzeigen
    Ansonsten finde ich, dass sich in diesem Strang viel zu sehr mit der Vergangenheit als mit der Gegenwart oder Zukunftswünschen beschäftigt wird. Es geht doch darum, dass du nicht mehr alleine sein möchtest, oder? Die Festivalleute können wir eigentlich ab jetzt getrost ignorieren, das wird sich im Leben nicht ändern. Warum hast du kein Bedürfnis darüber zu sprechen, wie du neue Menschen kennenlernen könntest?
    Genauso sehe ich das auch.
    Warum heult man jahrelang über verschüttete Milch ohne etwas zu ändern und beim nächsten Mal vorsichtiger zu sein?
    Es ist so wie es ist. Wichtig ist das Jetzt... die Gegenwart.
    Wichtig ist das, was man jetzt, heute, in diesem Augenblick hat.

    @Pistazieneis, du hast einen Job, der dich ernährt und der es dir ermöglicht, deine Schulden abzubauen.
    Du hast einen Freund, mit dem du schon eine ganze Weile zusammen bist.
    Du hast ein Dach über dem Kopf.
    Das alles ist sehr, sehr viel. Macht dir das nicht jeden Tag gute Laune?
    Denn all das kann sich von heute auf morgen ändern!
    Dann können dir auch die Festivalleute nicht mehr helfen - und schon gar nicht der langjährige "Freund", der mittlerweile keinen Kontakt mehr zu dir wünscht.

    Schätze das, was du jetzt hast. Behüte und bewahre es. Tritt es nicht mit Füßen.

    Zitat Zitat von starsandstripes Beitrag anzeigen
    Warum hast du kein Bedürfnis darüber zu sprechen, wie du neue Menschen kennenlernen könntest?
    Das frage ich mich auch.
    Und vor allem frage ich mich, ob du nicht irgendwann mal das Bedürfnis nach anderen Menschen hast, als immer nur nach den Festivalleuten.

    Nach "anderen" Menschen... Menschen, mit denen man auch den Alltag teilen kann..
    Das kann so bereichernd sein, wenn man seinen Horizont mal für was Neues erweitert
    Die Zeit mag Wunden heilen, aber sie ist eine miserable Kosmetikerin

    (Mark Twain)

  8. Avatar von Rotbuche
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Zitat Zitat von Tovaa Beitrag anzeigen
    Da komme ich auch nicht mit. Welchen Grund hätte es für die Frau geben sollen, nun ausgerechnet auf einem Festival Mann und Kinder gegenüber einer kaum bekannten Frau zu erwähnen?
    Ich glaube, das ist ein kulturelles Ding. Ich habe eine Zeit lang in einem Land gearbeitet, das dem Kulturkreis, aus dem Pistazieneis' Familie stammt, vermutlich sehr ähnlich ist. Wo immer ich mit Kolleginnen (es waren meist Frauen), über ihre und unsere Arbeit sprechen wollte (ich hatte so eine Art Trainerrolle), brachten sie das Gespräch umgehend auf das Privatleben: Wo meine Familie lebt? Wie viele Geschwister ich habe? Ob ich verheiratet bin? Ob ich Kinder habe? Wo ich geboren bin? Etc. pp. . Ich versuchte das Gespräch immer wieder auf die fachliche Ebene zu bringen, aber das war kaum möglich. Ich habe mich bei solche Anlässen sehr, sehr unwohl gefühlt und habe meine Kontakte zu den Damen danach auf das Nötigste beschränkt.

    Ein anderes Beispiel: Über ein gemeinsames Hobby habe ich eine Frau in meinem Alter kennengelernt. Zunächst haben wir uns nur während der Hobby-Abende immer wieder mal unterhalten. Dann habe ich sie mal eingeladen, und wir haben uns über ihr berufliches Projekt unterhalten, dann sind wir mal gemeinsam in eine Ausstellung und haben anschließend darüber geredet. Irgendwann haben wir mal bei einem Spaziergang unsere vergangenen Ehen gestreift - aber nicht als Hauptthema.
    So ist es mir angenehm. Hätte sie mir gleich bei unserem ersten Treffen abseits der Hobby-Abende ihr komplettes Privatleben aufgetischt, ich hätte danach Abstand genommen.

    Du musst einfach akzeptieren, Pistazieneis, dass die meisten Menschen sich nicht in erster Linie und mit allen Menschen, die sie flüchtig kennen, über ihr Privatleben unterhalten wollen, und dass es auch als etwas sehr "mitteilsam" empfunden wird, wenn andere das tun. Ich kenne viele Menschen schon Jahre, ohne allzu viel über ihre Ehen und Familien zu wissen. Für mich ist das richtig so. Privates bespreche ich nur mit sehr, sehr engen Freundinnen, und auch das nur bei bestimmten Gelegenheiten und nicht ständig.
    Regelmäßige Lektüre von Frauenzeitschriften kann zur Verblödung führen.


  9. Registriert seit
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    1.739

    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Wo steht denn geschrieben, dass ich andere gleich bei den ersten Treffen über die persönlichsten Dinge ausfrage? Am Anfang ist man sich noch fremd, dann bin ich logischerweise auch selbst etwas zurückhaltend. Aber wenn man sich schon mehrere Jahre kennt, immer mal wieder trifft und viel Zeit miteinander verbringt, finde ich es seltsam, wenn die andere Seite fast nichts Privates erzählt. Gerade unter Frauen finde ich das sehr merkwürdig. Ich bin eine sehr emotionale Frau, die ihre Gefühle auch offen zeigt. Mit verschlossenen Frauen kann ich so ziemlich gar nichts anfangen.

    Was du hier über deine Hobby-Bekannte schreibst @Rotbuche, ist gar nicht mein Fall. Mir wäre so ein Kontakt viel zu distanziert. Mir ist schon klar, dass nicht alle Menschen mit flüchtigen Bekanntschaften über ihr Privatleben sprechen wollen. Aber ich habe gar nicht wirklich Bock auf flüchtige Bekanntschaften und möchte die Menschen näher kennenlernen, um mich mit ihnen anzufreunden. Ich wünsche mir Nähe, Wärme, Austausch, Geborgenheit. Warum manche hier das als anstrengend bezeichnen, kann ich gar nicht nachvollziehen. Mir geben oberflächliche Kontakte sehr wenig. Deshalb möchte ich das gerne vertiefen, wenn mir jemand sympathisch ist. Ich kann auch gar nicht verstehen, dass manche Frauen unverbindliche Bettgeschichten genießen können. Wenn ich einen interessanten Mann kennengelernt habe, ging es für mich entweder um Beziehung oder Freundschaft oder gar nichts. Für mich macht das keinen Sinn, regelmäßig mit einem Menschen in die Kiste zu springen, mit dem ich keine nähere Verbindung will.

    Ich weiß das übrigens sehr wohl zu schätzen, was ich jetzt habe. Ich bin ein sehr dankbarer Mensch, auch wenn es vielleicht nicht so rüberkommt. Andererseits habe ich große Angst vor der Zukunft. Seit fast 9,5 Jahren bin ich durchgehend bei einer Zeitarbeitsfirma und komme nicht davon los. Trotz vieler Bewerbungen habe ich noch keine feste Stelle gefunden. Es ist verdammt hart, ständig den Job wechseln zu müssen und seine Urlaube nicht lange im Vorfeld planen zu können. Und es ist ein ganz übles Gefühl, wenn man von gleichgestellten Kollegen in Festanstellung wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt wird. Stellt euch mal vor, ich müsste jetzt operiert werden und aus gesundheitlichen Gründen längere Zeit ausfallen. Festangestellte bekommen nach 6 Wochen Fehlzeit Krankengeld. Ich würde die Kündigung bekommen. Arbeitslos zu sein, ist für mich der Horror. Ich habe auch absolut keinen Bock drauf, eines Tages Hartz IV beantragen zu müssen und zur Tafel zu gehen. Eher würde ich mir das Leben nehmen, bevor ich mich mit Sozialhilfeempfängern auf eine Stufe stelle.

    Natürlich weiß ich auch zu schätzen, dass ich einen Menschen an meiner Seite habe, der mich über alles liebt (ebenso wie ich ihn). Aber ich habe auch verdammt große Angst um unsere Zukunft. Wir wohnen über 100 km auseinander und können uns nur an den Wochenenden sehen. Was ist, wenn er eines Tages mal keine Lust mehr auf die Fahrerei haben sollte und ich keinen Job in seiner Nähe finde? Außerdem macht es mir große Angst, dass mein Freund seit Jahren nicht mehr gearbeitet hat und von einem Erbe lebt. Was ist, wenn das Erbe in 15, 20 Jahren weg ist?

    Klar weiß ich, dass Geld nicht alles ist und meine Gesundheit mir viel wichtiger sein sollte. Eine Bekannte von mir ist Anfang 50, beruflich sehr erfolgreich und hatte ein tolles Leben – bis der Krebs kam, gegen den sie jetzt kämpft. Trotzdem habe ich riesengroße Angst, eines Tages bettelarm zu sein. Das macht mich innerlich so fertig.

    Natürlich habe ich auch Lust auf Kontakte außerhalb der Szene. Aber wann soll ich mich mit diesen Menschen treffen? Ich verbringe fast jedes Wochenende mit meinem Freund. Wenn wir uns mal nicht sehen, müsste schon viel Glück im Spiel sein, dass andere da auch Zeit haben. Außerdem brauche ich auch mal Zeit für meine Familie. Und für meinen Nebenjob, der oftmals zu kurz kommt, wenn mein Freund bei mir ist. Er braucht viel Aufmerksamkeit und möchte nicht, dass ich allzu lange arbeite an den gemeinsamen Wochenenden. Unter der Woche sind Treffen nur machbar, wenn die Leute ganz in meiner Nähe wohnen.


  10. Registriert seit
    05.08.2019
    Beiträge
    168

    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Hallo Pistazieneis,

    darf ich fragen, warum dich dich hier die ganze Zeit erklärst? Merkst du nicht wie du hier gegen Mauern rennst? die Foristen verstehen dich in deiner Art einfach nicht.

    Ich finde dich nicht anstregend und bin ähnlich wie du gestrickt. Der Unterschied ist jedoch, dass ich mich dann auch zurückziehe 8aus Foren), wenn sie mir nicht gut tun :)

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