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  1. Registriert seit
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Hallo Pistazie,
    verstehen kann ich schon, dass es weh tut, wenn man erfährt, dass der Bekanntenkreis die ganze Zeit ohne einen selbst unterwegs war und man sich dadurch ausgeschlossen fühlt. Kann ich gut nachfühlen.

    Ich bin mir aber nicht sicher, dass man dir damit absichtlich weh tun wollte. Es tat ja nur weh, weil es zufällig herauskam, oder?

    Du hattest mal geschrieben, dass dieser Freund sich von dir eingeengt gefühlt hat, du aber alles andere getan hättest als ihn einzuengen. Mittlerweile sehe ich es so, dass deine Erwartungen und Forderungen dazu geführt haben müssen, dass sich die Freundschaft zu dir beklemmend angefühlt hat für ihn. Und er hat sich aus der Umklammerung gelöst. Scheinbar wollte er dich nicht jedes Mal dabei haben und hat es dann durchgezogen. Du hast dann davon gehört oder ihn auf "frischer Tat ertappt" und hast wieder gefordert: "Es verletzt mich. Hör auf damit." Hat er aber nicht. Er ist ein freier Mensch.

    Ich kann auch nicht erkennen, dass diese Frau eine Freundin für dich war, so wie du sie angegangen bist. Das war ihr gegenüber absolut drüber! Nix Freundin! Und du hast es damit auch gewagt, dich in eine Freundschaft deines Freundes einzumischen in der Hoffnung, die zwischen denen bestehende Freundschaft zu lockern. Schöne Freundin, oder?

    Ja, das ist anmaßend wie hier schon geschrieben wurde. So sehe ich das mit meinen Augen. Und ich verstehe, dass der Freund dir keine Chance mehr gibt. Du denkst, das müsse man dir doch verzeihen können... lange Freundschaft etc. Aber das sehe ich vollkommen anders. Ich frage mich wie du darauf kommst, dass das doch nur halb so wild war. Ich will dir nichts Böses, wirklich nicht, aber da kann ich wirklich nur mit dem Kopf schütteln.

    Einen Neuanfang mit anderen Menschen würde ich dir ebenfalls raten. Es gibt sooooo viele Menschen auf der Welt. Irgendwann interessiert dich dieser Mensch nicht mehr, wenn du es zulässt.
    Geändert von Palmanova (10.02.2020 um 20:34 Uhr)


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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Ich stamme aus einer Familie, in der es fast keine Grenzen gibt im Verhalten... und so ziemlich alles verziehen wird, was man sagt. Bei mir in der Familie ist das z. B. normal, mit einem pampigen: "Jetzt halt doch mal die Fresse!" zu reagieren, wenn man sich auf eine Sache konzentrieren muss und von einer anderen Person dabei unterbrochen wird. Keiner bricht wegen so einem Spruch einen Kontakt ab.
    Im Umgang mit Freunden habe ich sowas nicht ansatzweise gebracht. Im Vergleich mit dem Umgang innerhalb meiner Familie sind meine Verhaltensweisen im Umgang mit Freunden wirklich harmlos. Und ja, ich empfinde das als halb so wild bzw. ist es für mich kein Grund für einen dauerhaften Kontaktabbruch. Ich finde das Verhalten meiner ehemaligen Freunde übertrieben.

    Meine Freundin hat mir eine Homepage gezeigt, auf der diverse Menschentypen vorgestellt werden... und einer dieser Menschentypen trifft sehr auf meinen Charakter zu. Ich darf den Link hier nicht einfügen wegen "Crossposting" oder wie man das nennt, aber ich kann ein wenig beschreiben, worum es geht.

    Ich gehöre überwiegend zum Menschentypen "Helfer"... engagiert, sozial bewusst und extrovertiert. Ich bin der Typ Mensch, der keinen Geburtstag vergisst und dem kein Umweg zu weit oder zu umständlich ist, wenn ich guten Freunden in der Not helfen möchte. Warmherzig, gefühlsbetont und hilfsbereit bin ich. Schon immer habe ich mich sehr gerne um meine Mitmenschen gekümmert. Das alles geschieht aber nicht ganz selbstlos. In meinen Freundschaften gebe ich sehr, sehr viel. Aber umgekehrt erwarte ich in Bezug auf nahestehende Menschen eine Anspruchshaltung. Und wenn mir die Wertschätzung und Dankbarkeit, die ich erwarte, nicht geschenkt wird, kann ich ausfallend werden. Weil ich anderen schon öfters dabei geholfen habe, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, bin ich schon häufig zu kurz gekommen und habe vergessen, für mich selbst zu sorgen.
    Mittlerweile versuche ich dieses Problem zu umgehen, indem ich einfach weniger gebe und weniger für andere mache als früher. Ich fühle mich unwohl dabei, wenn ich viel gebe und wenig bis gar nichts zurückbekomme.

    Es war übrigens nicht schon immer der Fall, dass andere sich lieber ohne mich getroffen und mich ausgegrenzt haben. Es gab Zeiten, da lief das noch ganz anders. Meine Freundin und mein Freund haben mir so einige Themen genannt, die ich bei geselligen Treffen in Gruppen lieber nicht ansprechen sollte. Scheinbar sind manche Leute von meinen Themen gelangweilt und können nichts damit angefangen. Im Umgang mit dem Freundeskreis meines Freundes funktioniert das ganz gut. Aber die Leute, mit denen ich früher Streit hatte, wissen das gar nicht zu schätzen, dass ich an mir selbst arbeite und meine Fehler nicht mehr wiederhole.


  3. Registriert seit
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Ich stamme aus einer Familie, in der es fast keine Grenzen gibt im Verhalten... Keiner bricht wegen so einem Spruch einen Kontakt ab.
    Was du beschreibst ist das, was wir in allen Familien finden.
    Jede Familie hat ihre eigenen Spielregeln und Verhaltensweisen. Als Kind werden wir damit groß und übernehmen das.
    Was gerne vergessen wird ist, dass nur wir diese ganz individuellen Regeln kennen- und das jeder Mensch andere entwickelt hat.
    Und wir täuschen uns gewaltig, wenn wir glauben, dass das, was wir kennen, für jeden anderen auch so ist.

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Im Umgang mit Freunden habe ich sowas nicht ansatzweise gebracht. Im Vergleich mit dem Umgang innerhalb meiner Familie sind meine Verhaltensweisen im Umgang mit Freunden wirklich harmlos. Und ja, ich empfinde das als halb so wild bzw. ist es für mich kein Grund für einen dauerhaften Kontaktabbruch.
    Hier greift genau mein letzter Satz: für dich mag dein Umgang harmlos zu Freunden sein, ob es so ist- bleibt als Fragezeichen offen.

    Angenommen, dein Verhalten ist für einen Gegenüber "krass"- selbst, wenn du es nicht so empfindest.
    Was würde das für dich bedeuten?
    Könntest du das glauben- annehmen?

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Ich finde das Verhalten meiner ehemaligen Freunde übertrieben.
    Wie ernst nimmst du das Verhalten deiner ehemaligen Freunde?
    Nimmst du es ernst oder stellst du dich mit der Haltung von "übertrieben" darüber?

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Ich gehöre überwiegend zum Menschentypen "Helfer"... Schon immer habe ich mich sehr gerne um meine Mitmenschen gekümmert.
    Das alles geschieht aber nicht ganz selbstlos. In meinen Freundschaften gebe ich sehr, sehr viel. Aber umgekehrt erwarte ich in Bezug auf nahestehende Menschen eine Anspruchshaltung
    Ich verstehe den letzten Satz nicht- du erwartest eine Anspruchshaltung? vermutlich nur unglücklich formuliert?

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Und wenn mir die Wertschätzung und Dankbarkeit, die ich erwarte, nicht geschenkt wird, kann ich ausfallend werden.
    Wie sieht oder hört sich das dann konkret an?
    Kannst du das beschreiben?

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Weil ich anderen schon öfters dabei geholfen habe, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, bin ich schon häufig zu kurz gekommen und habe vergessen, für mich selbst zu sorgen. Mittlerweile versuche ich dieses Problem zu umgehen, indem ich einfach weniger gebe und weniger für andere mache als früher. Ich fühle mich unwohl dabei, wenn ich viel gebe und wenig bis gar nichts zurückbekomme.
    Das geht allen Menschen so!

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Es war übrigens nicht schon immer der Fall, dass andere sich lieber ohne mich getroffen und mich ausgegrenzt haben. Es gab Zeiten, da lief das noch ganz anders.
    Was hat sich verändert? Situationen, Umstände- euer Alter?

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Meine Freundin und mein Freund haben mir so einige Themen genannt, die ich bei geselligen Treffen in Gruppen lieber nicht ansprechen sollte.
    Magst du mal erzählen, welche Themen das sein sollen?

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Scheinbar sind manche Leute von meinen Themen gelangweilt und können nichts damit angefangen. Im Umgang mit dem Freundeskreis meines Freundes funktioniert das ganz gut.
    Diese Themen würden mich jetzt wirklich interessieren- vielleicht bist du nur bei den "falschen Menschen"?

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Aber die Leute, mit denen ich früher Streit hatte, wissen das gar nicht zu schätzen, dass ich an mir selbst arbeite und meine Fehler nicht mehr wiederhole.
    1. sie wissen es doch gar nicht.
    2. Menschen interessieren sich vor allem für eines- für sich selbst- also bleibt kein Platz für einen anderen.

    Ich glaube, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens Menschen trifft, mit denen es nicht rund läuft und mal merkt er das früher, mal später.
    Das Forum ist doch voll von Geschichten, die das Leben schreibt- von Kontakten, die man sich positiv wünscht und leider so nicht erlebt!

    Würde man das aufmalen, wäre jeder Mensch ein Kreis und die meisten Kontaktlinien zu den anderen wären nur gestrichelt (für weniger guten Kontakt) und die wenigsten durchgezogen (für einen klaren engen Kontakt).

    Es ist schlicht normal, dass wir weniger kompatibel zu der Welt sind als wir denken- es passen also letztlich weniger Menschen zu uns, als wir glauben.

    Ich glaube, es geht im Leben auch immer wieder um diese Gratwanderung: wo bin ich als ich "ok" und sollte nur meinen Standort (Menschen) wechseln- und wo wäre es gut, mich zu ändern, damit ich den Standort nicht wechseln muss?


  4. Registriert seit
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Und wir täuschen uns gewaltig, wenn wir glauben, dass das, was wir kennen, für jeden anderen auch so ist.
    Da hast du natürlich Recht. Das habe ich schon einige Male zu spüren bekommen. Was für den einen Menschen in Ordnung ist, kann für einen anderen ein No-Go sein.


    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Wie ernst nimmst du das Verhalten deiner ehemaligen Freunde?
    Nimmst du es ernst oder stellst du dich mit der Haltung von "übertrieben" darüber?
    Aus meiner Sicht ist es übertrieben, aber ich akzeptiere natürlich, dass sie es anders empfunden haben. Ich verstehe das auch, denn sie sind das wahrscheinlich gar nicht gewöhnt, dass jemand unbeherrscht und impulsiv handelt. Sie stammen überwiegend aus ruhigen Akademiker-Familien, ich bin Tochter von impulsiven Gastarbeitern aus Südeuropa, deren komplettes Umfeld größtenteils auch so drauf war.


    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Ich verstehe den letzten Satz nicht- du erwartest eine Anspruchshaltung? vermutlich nur unglücklich formuliert?
    Ja. Ich stelle an Freunde gewisse Ansprüche. Manche Leute finden das sehr krass und kommen gar nicht damit klar.


    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Wie sieht oder hört sich das dann konkret an?
    Kannst du das beschreiben?
    Wenn ich ausfallend werde, neige ich dazu, meinem Gegenüber Vorwürfe zu machen. Auch Vorwürfe sind etwas, was ich bei mir in der Familie tagtäglich zu hören bekommen habe und schwer nachvollziehen kann, wieso Menschen nach einem einzigen Vorwurf verletzt und ewig nachtragend sind.
    Dann kommen so Sachen wie: "Na toll... und was ist mir mir? Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, wie ich mich dabei fühle? Nein, Hauptsache dir geht es gut und deine Bedürfnisse werden befriedigt. Aber was mit mir ist, das juckt dich nicht."


    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Was hat sich verändert? Situationen, Umstände- euer Alter?
    Ne, damit hat es nichts zu tun. Die Leute waren irgendwann genervt von meinen Themen.


    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Magst du mal erzählen, welche Themen das sein sollen?
    Diese Themen würden mich jetzt wirklich interessieren- vielleicht bist du nur bei den "falschen Menschen"?
    Die meisten Leute in diesem Umfeld sind Männer. Sie unterhalten sich hauptsächlich über ihre Interessen, machen gerne Witze und reden sporadisch über die Arbeit. So typischer "Alltagskram" interessiert die nicht. Ich neige dazu, auch mal ausführlicher zu erzählen, was bei mir im Büro gerade los ist... oder wenn die Bahn mir in einer Woche mehrmals Probleme macht... wenn meine kleinster Neffe paar neue Worte brabbeln kann... oder mein Vermieter mir auf den Keks geht... solche Dinge halt. Und das interessiert diese Menschen halt gar nicht. Irrtümlicherweise habe ich geglaubt, dass Menschen offener sind und möglichst viel von anderen wissen möchten, um sie besser kennenzulernen.

    Im Sommer hat mein Freund mir erzählt, dass einer seiner Freunde eine Frage von mir ziemlich strange fand. Dieser Mann ist ein wenig älter und Vater von 3 erwachsenen Kindern die aber nicht bei uns im Umfeld aktiv sind. Von daher kenne ich sie nicht persönlich. Weil dieser Mann eine sehr spezielle Haarstruktur hat, die man nur selten sieht, fragte ich ihn ob seine Kinder die Haare von ihm geerbt haben. Er hat mir die Frage zwar höflich beantwortet, aber später meinen Freund gefragt, warum ich das wissen wollte... er fand das irgendwie komisch, weil ich seine Kinder nicht kenne (aber wenn ich sie kennen würde, wüsste ich aber wie sie aussehen und müsste die Frage nicht stellen). Das ist eben meine Art, Interesse an einem Menschen zu zeigen.

    Ich möchte im Kontakt mit Menschen so viel wie möglich über sie erfahren, weil es mich interessiert. Das gehört für mich dazu, wenn ich jemanden näher kennenlernen und schauen möchte, ob es vielleicht für eine Freundschaft passt. Bei uns auf den Festivals gibt es Menschen, die zu Hause Ehepartner und Kinder haben, aber auf den Festivals gar nicht über ihre Familien reden. Z. B. kenne ich eine Frau, sie ist nur wenig älter als ich, seit Jahren verheiratet und Mutter von 2 schulpflichtigen Kindern. Wir haben uns immer gut verstanden, aber ihren Ehemann und die Kinder hat sie im Gespräch mit mir nie erwähnt. Dass sie Ehefrau und Mutter ist, weiß ich von einer guten Freundin von ihr, welche sie seit einiger Zeit auf die Festivals begleitet. Das wiederum finde ich merkwürdig.


    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    1. sie wissen es doch gar nicht.
    Teilweise schon. Ich sehe ja die meisten Leute immer noch sporadisch auf Festivals und unterhalte mich mit ihnen. Einige habe ich auch direkt gefragt, ob ihnen nicht aufgefallen ist, dass sich bei mir was verändert hat. Das ist es schon, aber es fällt ihnen schwer, über ihren Schatten zu springen.


    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    2. Menschen interessieren sich vor allem für eines- für sich selbst- also bleibt kein Platz für einen anderen.
    Das ist in vielen Fällen so. Ich bin zwar auch nicht der Typ Mensch, der damit zufrieden ist, ausschließlich die Bedürfnisse anderer Leute zu erfüllen und selbst immer zurückzustecken. Warum sollte ich auch? Aber ich achte im Kontakt darauf, dass beide Seiten irgendwie auf ihre Kosten kommen. Deshalb bringt es mich gewaltig auf die Palme, wenn andere nur ihr eigenes Ding durchziehen und es sie kein Stück interessiert, was ich mir wünsche.

  5. Avatar von schafwolle
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Bei uns auf den Festivals gibt es Menschen, die zu Hause Ehepartner und Kinder haben, aber auf den Festivals gar nicht über ihre Familien reden. Z. B. kenne ich eine Frau, sie ist nur wenig älter als ich, seit Jahren verheiratet und Mutter von 2 schulpflichtigen Kindern. ... ihren Ehemann und die Kinder hat sie im Gespräch mit mir nie erwähnt. ... Das wiederum finde ich merkwürdig.
    Als stille Mitleserin hier greife ich jetzt mal exemplarisch das oben Zitierte auf.

    Du scheinst von der Meinung beseelt zu sein, dass andere Menschen (hier lediglich eine
    Bekannte) Dich möglichst über ihre privaten Verhältnisse in Kenntnis zu setzen haben.

    Welch eine Anspruchshaltung!

    Wobei der Familienstand und Kinder, im konkreten Fall der Begegnung auf einem Festival,
    doch überhaupt keine Rolle spielen.


  6. Registriert seit
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Ich verstehe das auch, denn sie sind das wahrscheinlich gar nicht gewöhnt, dass jemand unbeherrscht und impulsiv handelt. Sie stammen überwiegend aus ruhigen Akademiker-Familien, ich bin Tochter von impulsiven Gastarbeitern aus Südeuropa, deren komplettes Umfeld größtenteils auch so drauf war.
    Ich bin mir nicht sicher, ob du den großen Unterschied tatsächlich verstehst- viele Fragen würden sich dann doch auflösen!

    Was wurde mit deinem Umfeld, was so war wie du? Wo sind diese Menschen- Kontakte- heute?

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Ja. Ich stelle an Freunde gewisse Ansprüche. Manche Leute finden das sehr krass und kommen gar nicht damit klar.
    Welche Ansprüche genau?
    Was muss jemand für dich erfüllen
    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Wenn ich ausfallend werde, neige ich dazu, meinem Gegenüber Vorwürfe zu machen. Auch Vorwürfe sind etwas, was ich bei mir in der Familie tagtäglich zu hören bekommen habe und schwer nachvollziehen kann, wieso Menschen nach einem einzigen Vorwurf verletzt und ewig nachtragend sind.
    Weil sich Vorwürfe nie gut anfühlen.
    Weil es ein Unterschied ist, ob mir meine Mutter etwas vorwirft- oder meine Freundin- das ist nicht dasselbe!
    Weil es offenbar in deiner Familie zur ganz normalen Kommunikation dazugehört, Vorwürfe zu machen und jeder weiß, wie es gemeint ist. Das ist aber eure ganz eigene familiäre Kommunikations-Kultur.
    Ist aber nicht zu verallgemeinern auf alle anderen Menschen.

    Hier wäre es hilfreich, sich diese Kommunikations-Art bewusster anzusehen- Kommunikation allgemein.

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Dann kommen so Sachen wie: "Na toll... und was ist mir mir? Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, wie ich mich dabei fühle? Nein, Hauptsache dir geht es gut und deine Bedürfnisse werden befriedigt. Aber was mit mir ist, das juckt dich nicht."
    Genau dieses Gefühl kommt bei einem Vorwurf auf!
    Hast du dir je die Zeit genommen, um innerhalb deiner Familie hinzuspüren, wenn du einen Vorwurf bekommst? Wie fühlt sich das an? Kannst du dir die Zeit nehmen, um hinzufühlen?
    Ist es vielleicht in deiner Familie gar kein Vorwurf sondern vielleicht ein ganz anderer Ausdruck?

    Wir haben bei Vorwürfen den anderen nicht im Blick- das ist so.
    Und das fühlt sich nicht gut an- auf der Anklagebank sitzen und nur zugeschüttet zu werden.
    Wo bleibt dabei der Raum eines Miteinanders ?

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Die meisten Leute in diesem Umfeld sind Männer. Sie unterhalten sich hauptsächlich über ihre Interessen, machen gerne Witze und reden sporadisch über die Arbeit. So typischer "Alltagskram" interessiert die nicht.
    Ja- das ist typisch Mann und erklärt sehr viel.
    Warum sind es überwiegend Männer- wieso keine Frauen, mit denen du dich besser austauschen könntest?

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Ich neige dazu, auch mal ausführlicher zu erzählen, was bei mir im Büro gerade los ist... Irrtümlicherweise habe ich geglaubt, dass Menschen offener sind und möglichst viel von anderen wissen möchten, um sie besser kennenzulernen.
    Von welchem Rahmen reden wir hier?
    Davon, dass man Leute trifft, die man lose kennt? Dann wollen alle nur ein loses Kennenlernen.

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Ich möchte im Kontakt mit Menschen so viel wie möglich über sie erfahren, weil es mich interessiert. Das gehört für mich dazu, wenn ich jemanden näher kennenlernen und schauen möchte, ob es vielleicht für eine Freundschaft passt.
    Ha- ein wichtiger Aspekt, der sehr viel erklärt!
    Du verbindest offenbar mit jedem Kontakt "ob es vielleicht für eine Freundschaft passt"
    . Das ist eine große Motivation, die sehr anstrengen muss und jede Leichtigkeit aus den Kontakten nimmt.

    Du suchst also wirklich Freundschaften unter Männern?
    Du bist eine Frau?
    Wie wahrscheinlich ist es, das zu bekommen, was du dir wünschst?
    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Bei uns auf den Festivals gibt es Menschen, die zu Hause Ehepartner und Kinder haben, aber auf den Festivals gar nicht über ihre Familien reden. Z. B. kenne ich eine Frau, sie ist nur wenig älter als ich, seit Jahren verheiratet .........Das wiederum finde ich merkwürdig.
    Sie möchte halt mal nicht als Mutter mit Kinder wahrgenommen werden sondern als der Mensch, der sie eben auch ist.
    Vielleicht weil sie ständig auf ihre Kinder oder ihr Mutterdasein angesprochen wird und es sie nur nervt?
    Vielleicht weil man "no name" einfach in andere Schubladen gesteckt wird und das auch superschön sein kann!
    Man ist nicht nur Mutter und wer weiß, was sie schon erlebt hat! Immerhin weißt du doch von ihr- dann ist das kein großes Geheimnis sondern nur ihre Art, Ruhe zu haben.

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Einige habe ich auch direkt gefragt, ob ihnen nicht aufgefallen ist, dass sich bei mir was verändert hat. Das ist es schon, aber es fällt ihnen schwer, über ihren Schatten zu springen.
    Du setzt voraus, dass die Menschen achtsam und interessiert sind- was nicht der Fall ist.
    Und ja- das ist sicher eine traurige Erkenntnis, aber so IST es.
    Dann musst du bei denen nicht mehr nachhaken.......lass sie gehen, alles ist gut. Sie sind doch für dein Glück nicht wirklich wichtig, oder?

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Das ist in vielen Fällen so. Ich bin zwar auch nicht der Typ Mensch, der damit zufrieden ist, ausschließlich die Bedürfnisse anderer Leute zu erfüllen und selbst immer zurückzustecken. Warum sollte ich auch? Aber ich achte im Kontakt darauf, dass beide Seiten irgendwie auf ihre Kosten kommen. Deshalb bringt es mich gewaltig auf die Palme, wenn andere nur ihr eigenes Ding durchziehen und es sie kein Stück interessiert, was ich mir wünsche.
    Ausgleich ist wichtig- sonst gibt es auf Dauer Unwucht und Schwierigkeiten.

    Die Frage ist, ob du mit dem Ansprechen wirklich etwas veränderst- tust du das?
    Was haben deine Vorwürfe bisher für Früchte getragen?
    Wie sieht deine Bilanz aus?
    Geändert von kenzia (11.02.2020 um 08:23 Uhr)

  7. Avatar von Antje3
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Pistazieneis – Du drehst Dir doch Deine Familie auch, wie es Dir paßt.

    Einerseits wissen wir aus Deinen Threads, daß Deine Familie aggressiv ist, daß es meiner Erinnerung nach auch Prügel und emotionalen Mißbrauch gab.

    Andererseits verklärst Du Deine Familie, stellst es dar, als ob es völlig normal wäre, wenn man „halt die Fresse“ gesagt bekommt. Und wenn andere das nicht so sehen, ist es DEREN Fehler in Deinen Augen – und man müsse doch verstehen, daß das einfach ein zeichen südländischen Temperaments wäre.

    Viele halten solches Verhalten einfach für unglaublich unhöflich und aggressiv.

    Du bist eben kein 15 jähriger Teenager ohne Impulskontrolle, sondern eine erwachsene über 40jährige Frau. Ich kann es gar nicht oft genug erwähnen.

    In dem Alter MUSS man einfach gelernt haben, was im persönlichen Umfeld als gesellschaftlich akzeptabel gilt.

    Und entschuldige nicht alles mit südländischem Temperament. Ich kenne genug südländische Familien, in denen aggressives und unhöfliches Verhalten nicht üblich ist.

    Und – nein. Wenn ich ein paar solcher Aktionen von Dir miterlebt hätte, würde ich auch keinen Kontakt mit Dir haben wollen. Würde er sich nicht vermeiden lassen, würde ich Dich höflich behandeln und ins Nichts laufen lassen.

    Und ja – ich gebe zu – Du würdest es nicht merken – vermutlich würdest Du sogar auch dem Irrglauben anhängen, daß wir uns auf dem Weg zu einer Freundschaft befinden – weil es für mich selbstverständlich wäre, bei den Gelegenheiten, bei denen wir aufeinandertreffen und möglicherweise nebeneinander sitzen, mich mit Dir freundlich zu unterhalten.

    Sowas nennt sich für mich Small Talk. Ich kann immer für die Leute, mit denen mit Schicksal oder Veranstaltungen zusammenschmeißt, genug freundliches Interesse aufbringen, so daß alle einen angenehmen Abend haben.

    Das ist auch nicht oberflächlich. Jeder Mensch hat etwas interessantes zu erzählen, wenn man ihn läßt. Das heißt aber nicht, daß ich unbedingt mit ihm befreundet sein möchte.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  8. Avatar von DerHeld
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Aber die Leute, mit denen ich früher Streit hatte, wissen das gar nicht zu schätzen, dass ich an mir selbst arbeite und meine Fehler nicht mehr wiederhole.
    Warum sollten sie?
    Die Auseinandersetzungen sind viele Jahre her und für sie ist "der Kas biss'n".
    Ich empfinde dich als besitzergreifend und klammernd und kann mir vorstellen, dass dies anderen den Atem nimmt.

    Lass doch die Leute ihr Leben leben, nimm an ihnen teil, ohne ihnen ständig Vorschriften machen zu wollen. Du bist nicht der Menschentyp "Helfer", sondern "was springt für mich dabei raus?". Du erwartest Wohlverhalten und Dankbarkeit. Das hat mit Hilfe nichts zu tun.
    Das Idol unserer Kindheit war ein arbeitsloser Aussteiger mit hohem Bildungsgrad, der abseits gesellschaftlicher Normen im Bauwagen lebte.

  9. Avatar von agathe13
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Pistazieneis,

    ich möchte noch ergänzen zu meinem Posting #798:

    Freunde schließt man aber nicht durch die Haltung "Gib mir was, ich brauche was, mir fehlt was", sondern durch "Ich habe was, magst du was davon, ich möchte etwas teilen".
    Du betonst ja, wie viel du für andere tust - tust du vielleicht auch, aber nicht ohne HIntergedanken. Und der Hintergedanke ist, dass du ein ähnliches Verhalten auch umgekehrt erwartest und dich sonst schlecht behandelt fühlst.

    Du machst ein Angebot, um das du nicht gebeten worden bist, und schenkst etwas her - verlangst dann aber "Bezahlung".

    Das geht so nicht, das hast du ja schon bemerkt.
    Meine Erfahrung, was funktioniert:

    Schenke ohne Erwartungen an wen, was und soviel du willst und solange du willst, und höre dort und dann auf, wenn du nicht mehr magst.
    Gehe nicht über deine Grenzen hinweg in der Hoffnung auf "Belohnung", sondern schau, wer wie auf dein Angebot oder Geschenk reagiert. Bei denen die positiv reagieren, da kannst du weiterschauen, aber mach nicht weiter, wenn weniger zurückkommt als du brauchst, um zufrieden zu sein.

    Hör auf, STeine melken zu wollen, sondern streu Interesse, Aufmerksamkeit, was auch immer breit und überall dort, wo dir jemand positiv auffällt und schau ergebnisoffen, was passiert.

    Da ist viel weniger Krampf als das, was du bisher machst und lenkt den Blick weg von Leuten, von denen du nicht (mehr) viel zu erwarten hast.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

  10. Avatar von Jamamouna
    Registriert seit
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Aus meiner Sicht ist es übertrieben, aber ich akzeptiere natürlich, dass sie es anders empfunden haben. Ich verstehe das auch, denn sie sind das wahrscheinlich gar nicht gewöhnt, dass jemand unbeherrscht und impulsiv handelt. Sie stammen überwiegend aus ruhigen Akademiker-Familien, ich bin Tochter von impulsiven Gastarbeitern aus Südeuropa, deren komplettes Umfeld größtenteils auch so drauf war.
    Unbeherrschtes Verhalten sollte jeder Mensch mit der Pubertät hinter sich lassen. Schade für dich, wenn dein familiäres Umfeld hier anders ist.
    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Ja. Ich stelle an Freunde gewisse Ansprüche. Manche Leute finden das sehr krass und kommen gar nicht damit klar.
    Freundschaft hat mit Liebe gemeinsam, dass sie keine Ansprüche stellt. Ich mag meine Freunde, weil sie sind wie sie sind und nicht mit jedem Freund kann ich alles gleich gut unternehmen. Mit einigen kann ich wunderbar über Bücher reden, andere teilen meine Leidenschaft fürs Kochen. Von keinem erwarte ich bei jedem Kochevent dabei zu sein oder über jeden Buchkauf informiert zu werden.

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Wenn ich ausfallend werde, neige ich dazu, meinem Gegenüber Vorwürfe zu machen. Auch Vorwürfe sind etwas, was ich bei mir in der Familie tagtäglich zu hören bekommen habe und schwer nachvollziehen kann, wieso Menschen nach einem einzigen Vorwurf verletzt und ewig nachtragend sind.
    Einen Vorwurf akzeptiere ich nur, wenn ein objektives Fehlverhalten von mir vorlag. Freunde, die mir Vorwürfe machen, wegen eigener Befindlichkeiten wären nicht mehr meine Freunde und ja ich bin da nachtragend.

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    ausführlicher zu erzählen, was bei mir im Büro gerade los ist... oder wenn die Bahn mir in einer Woche mehrmals Probleme macht... wenn meine kleinster Neffe paar neue Worte brabbeln kann... oder mein Vermieter mir auf den Keks geht... solche Dinge halt.
    Ich gebe zu, dass ich da schon beim Lesen das Gähnen unterdrücken muss. Die Worte des Neffen? Das würde mich evtl. bei der besten Freundin interessieren, wenn ich den Neffen auch kenne. All die anderen Themen habe ich selber zur Genüge.
    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Irrtümlicherweise habe ich geglaubt, dass Menschen offener sind und möglichst viel von anderen wissen möchten, um sie besser kennenzulernen.
    Ich lerne niemanden besser kennen, wenn er mir ausführlich seinen Ärger mit der Bahn oder den Kollegen erzählt

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Im Sommer hat mein Freund mir erzählt, dass einer seiner Freunde eine Frage von mir ziemlich strange fand. Dieser Mann ist ein wenig älter und Vater von 3 erwachsenen Kindern die aber nicht bei uns im Umfeld aktiv sind. Von daher kenne ich sie nicht persönlich. Weil dieser Mann eine sehr spezielle Haarstruktur hat, die man nur selten sieht, fragte ich ihn ob seine Kinder die Haare von ihm geerbt haben. Er hat mir die Frage zwar höflich beantwortet, aber später meinen Freund gefragt, warum ich das wissen wollte... er fand das irgendwie komisch, weil ich seine Kinder nicht kenne (aber wenn ich sie kennen würde, wüsste ich aber wie sie aussehen und müsste die Frage nicht stellen). Das ist eben meine Art, Interesse an einem Menschen zu zeigen.
    Hätte ich auch als sehr strange empfunden und hat meiner Meinung nach null mit Interesse zu tun.
    Wenn du Interesse an dem Mann bekunden willst, mach ihm ein Kompliment zu seiner Frisur!

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Ich möchte im Kontakt mit Menschen so viel wie möglich über sie erfahren, weil es mich interessiert. Das gehört für mich dazu, wenn ich jemanden näher kennenlernen und schauen möchte, ob es vielleicht für eine Freundschaft passt. Bei uns auf den Festivals gibt es Menschen, die zu Hause Ehepartner und Kinder haben, aber auf den Festivals gar nicht über ihre Familien reden.
    Muss ich deiner Meinung nach jeder zufälligen Bekanntschaft alles über mein Privatleben mitteilen?
    Was gehen dich Mann und Kinder, die du nicht kennst und nicht kennenlernen wirst an?
    [/QUOTE]
    Alles wandelt sich. Neu beginnen
    Kannst du mit dem letzten Atemzug. (B.Brecht)

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