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  1. Registriert seit
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Liebe Pistazieneis,

    danke für deine so offene Zusammenfassung. Darin kann ich viel von meinen Erfahrungen wieder finden.
    Ich wünsche dir einfach viel Glück.

    Weil ich nämlich auch glaube, es gibt auch so was wie ne Zeitqualität - und die Gunst oder Ungunst der Stunde.
    Darauf zu vertrauen hilft sich nicht selbst zu sehr ins Zeug zu legen und auf das Leben zu vertrauen.

    Aber, mein eigentlicher Grund ist ja, dir eben einfach alles Gute und viel Erfolg zu wünschen.
    Der Mensch ist nichts
    anderes, als wozu
    er sich macht
    Jean Paul Sartre


  2. Registriert seit
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Ich drücke dir auch die Daumen, Pistazieneis.


  3. Registriert seit
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Ich danke euch .


  4. Registriert seit
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Pünktlich zu Weihnachten möchte ich euch mitteilen, dass ich zu einer weiteren Erkenntnis gelangt bin:

    Echte Freundschaft finde ich eher bei einzelnen Personen als in einer Clique. In meinen früheren Cliquen gab es immer wieder Dinge, die mir total gegen den Strich gingen. Es wurde z. B. sehr viel über Außenstehende gelästert (manchmal auch über abwesende Mitglieder der Clique), manche Leute waren sehr auf sich bezogen und wollten über die anderen bestimmen, usw. Mein Eindruck ist, dass sich in Erwachsenencliquen meistens sehr unreife Menschen befinden, die für nichts und niemanden Verantwortung übernehmen möchten. Und Leute mit einem schwachen Selbstwertgefühl, die sich nur in der Gruppe für stark halten und auf Personen rumhacken, die keine Clique im Rücken haben und eher zu den Einzelkämpfern gehören.

    Früher wollte ich unbedingt Teil einer Clique sein und irgendwo dazugehören. Jetzt ist mir das überhaupt nicht mehr wichtig. Mein Partner ist seit einigen Jahren in einer Clique, die ich über ein Hobby schon länger kenne als er, wenn auch nur flüchtig (weil mein Partner und seine Freunde über 100 km von mir entfernt wohnen). In den 1,5 Jahren Beziehung habe ich neben meinem Freund auch seine Freunde ins Herz geschlossen und freue mich jedes Mal, wenn wir uns treffen und gemeinsam Zeit verbringen. Am Sonntag hat mein Freund mir gestanden, dass er schon von meiner Existenz wusste, als wir uns noch gar nicht persönlich kannten. Einige seiner Kumpels haben immer mal wieder über mich geredet, und zwar nicht gerade positiv. Sie haben über mich gelästert und Geschichten über mich erzählt, die nicht mal ansatzweise der Wahrheit entsprechen. Das hat mich extrem überrascht, denn 1.) kannten mich diese Leute damals gerade mal vom "Hallo, wie geht's?"-Sagen und wussten sonst nichts über mich, 2.) handelt es sich um Personen, mit denen ich inzwischen ein richtig gutes Verhältnis aufgebaut habe und die ich absolut nicht so eingeschätzt hätte.

    Mein Freund meinte dazu, dass es in seinem Freundeskreis so ähnlich sei wie in meinen Cliquen von früher: Innerhalb der Gruppe sind die Leute verdammt nett, sehr hilfsbereit, immer loyal und für dich da, wenn du sie brauchst. Im Umgang mit Außenstehenden sind sie eher auf Distanz (so empfand ich das früher auch, als ich meinen Freund noch nicht kannte) und reden schlecht über Menschen, welche sie wenig bis gar nicht kennen, die eben nicht zu ihrer Clique gehören.

    Ich werde mich weiterhin mit den Leuten treffen, weil sie mich mögen und zum Freundeskreis meines Partners gehören. Aber als so richtige Freunde kommen sie für mich nicht mehr in Frage, weil ich in dem Punkt ganz anders ticke. Auf meine Frage, warum sie das getan haben, meinte mein Freund sie hätten mich damals nur flüchtig vom Sehen gekannt und wussten, dass ich keinen großen Freundeskreis hatte, der ihnen Ärger machen konnte. Er wollte mich dann trotzdem besser kennenlernen, nachdem er mich zum ersten Mal gesehen hatte. Auf das Gerede seiner Freunde hat er nie was gegeben. Für mich fällt dieses Verhalten in die Kategorie Kindergarten. Diese Leute sind übrigens größtenteils zwischen 40 und 60 Jahre alt... hättet ihr jetzt sicher nicht gedacht .

    Von daher gilt für mich jetzt: Mit Cliquenmenschen kann man hier und da mal gut feiern, aber als echte Freunde sind die meisten eher unbrauchbar.

  5. Avatar von Immernagellack
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Warum triffst du so starke Unterscheidungen von "Cliquenmenschen" und "Nichtcliquenmenschen"?

    Und warum pauschalisierst du so stark?

    Einteilung (deine): Die erste Gruppe ist genau so und so, die zweite genau so und so. Das liest sich wie so ein Schema für Menschen.

    Cliquenmenschen sind doch außerhalb ihrer Gruppe auch wiederum die aus deinern zweiten Gruppe. Also die normalen.

    Und wenn du jemanden kennenlernst, also zum Beispiel mich: wenn ich dir nicht sage, das ich ein einer Clique bin? Dann bin ich die mit den guten Eigenschaften?

    Ich verstehs nicht.

    Clique, das Wort ist mir eigentlich aus meiner Pubertät in Erinnerung, die schon sehr deutlich zurückliegt.

  6. Avatar von Mediterraneee
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Ich denke nicht, dass Pistazieneis Menschen so einteilt, sie hat sich da nur etwas unglücklich ausgedrückt. So wie ich es verstanden habe, meinte sie eher die Dynamiken, die sich in Cliquen ergeben, im Gegensatz zu Vier-Augen-Freundschaften.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.



  7. Registriert seit
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Von daher gilt für mich jetzt: Mit Cliquenmenschen kann man hier und da mal gut feiern, aber als echte Freunde sind die meisten eher unbrauchbar.
    Ich frage mich, was für dich „Cliquenmenschen“ bzw. eine „Clique“ ist. Eine feste Gruppe, bei der klar definiert ist, wer dazu gehört und wer nicht?
    Jemand, der zum Beispiel gerne mit ein paar Leuten regelmäßig auf Festivals geht, kann doch trotzdem auch anderen gegenüber eine sehr zuverlässige und loyale Freundin sein.

    Für mich ist das weniger abhängig von einer Gruppe (mit dem Begriff „Clique“ zu ich mich schwer, weil das für mich auch was aus der Jugendzeit ist), sondern von den jeweiligen Einzelpersonen bzw. Situationen. Mit Bekannten kann ich mich gut treffen, um mir einen lustigen Abend zu machen. Aufgrund des eher oberflächlichen Kontakts sind mir viele Eigenschaften, die mich bei einem engeren Kontakt nerven würden, völlig egal. Ich erwarte auch kein tiefergehendes Interesse an meiner Person bzw. Bemühungen für mich.
    Anders ist es bei Freunden, mit denen ich genauso einen lustigen Abend haben und irgendein dummes Zeug schwätzen kann. Da ist mir aber sehr wichtig, dass wir auf einer Wellenlänge sind, uns aufeinander verlassen können, ein echtes Interesse aneinander haben und auch mal „in den anderen investieren“ (Zeit, Aufmerksamkeit etc., auch wenn’s einem mal nicht so gut passt).
    Mit dem Begriff „Freund“ gehe ich sehr vorsichtig um.

    Ich bin z.B. in einer „Clique“, um bei diesem Begriff zu bleiben, mit drei anderen Frauen. Wir treffen uns regelmäßig. Oft zu viert, aber auch zwischendurch spontan zu zweit. Wir haben viel Spaß zusammen, unternehmen etwas und trotzdem können wir uns absolut aufeinander verlassen (Bsp. Krebserkrankung und Tod des Ehemannes einer Freundin, deren Kinder zu der Zeit noch klein waren). Warum soll sich das ausschließen?

  8. Avatar von Immernagellack
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Pistazieneis teilt ganz klar und deutlich ein. Unglücklich ausgedrückt? Nein, da steht doch, wie genau diese eine Gruppe ist und wie die andere.

    Ich wollte nur wissen, warum sie das so abgrenzt. Zumal Gruppen von Menschen ja aus jeweils Einzelpersonen bestehen, die doch außerhalb ihrer Gruppe auch als eigenständige Personen agieren. Und sie sind doch nicht nur 24/7 innerhalb der Gruppe?


  9. Registriert seit
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Es geht mir in erster Linie um Gruppierungen, die hauptsächlich beim Feiern entstanden sind. Früher habe ich meine ganzen Partybekanntschaften, mit denen ich jedes Wochenende unterwegs war, für echte Freunde gehalten. Als es mir dann Jahre später nicht mehr so gut ging, z. B. als ich mal paar Monate arbeitslos war oder als mein Vater gestorben ist, hätte ich etwas Trost und Beistand gebraucht. Aber dann waren die „Freunde“ schnell weg, weil meine „schlechte Laune“ ihnen auf die Nerven ging und sie von mir erwarteten, dass ich bei jedem Treffen rund um die Uhr immer fröhlich und gut drauf war.

    Neulich hatte ich mit meinem Freund ein interessantes Gespräch über dieses Thema. Er hängt schon sehr an seinem Freundeskreis, die Menschen tun ihm gut. Aber er hat auch zugegeben, dass ihm die „nervige“ Verwandtschaft bei der Renovierung des Hauses eine größere Hilfe ist als die Freunde. Mein Freund denkt, dass Freundschaften zwischen Männern generell nicht so eng sind wie zwischen Frauen oder Mann und Frau. Die meisten Männer wollen in erster Linie mit ihren Freunden Interessen teilen, etwas unternehmen, ausgehen/feiern, usw. Wobei er auch 2 Freunde hat, mit denen er sich über persönliche Themen austauschen kann, was er sehr schätzt. Sein Freundeskreis besteht aus Männern und Frauen, aber die Frauen wirken deutlich inniger miteinander als die Männer.

    Ich selber war noch nie in einer reinen Frauengruppe. Meine Freundeskreise waren meistens weiblich-männlich-gemischt, einmal war ich als einzige Frau in einer Männergruppe. Das hat sich so ergeben, am Anfang waren wir nur zu zweit, ein Mann und ich… später sind noch weitere Männer dazugekommen.

  10. Avatar von Immernagellack
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    AW: Wenn eine Freundschaft in die Brüche geht

    Gruppierungen, die beim Feiern entstehen, haben doch sicher das Ziel als allererstes, miteinander zu feiern.

    Ich versteh deinen Ansatz immer noch nicht. Und die Leute können dann, weil sie in einer Grußppe sind, keine Freunde werden? Von dir?

    Wieso hält man die ganze Partygruppe für Freunde?

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