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  1. Avatar von regenblau
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    Lange Freundschaft - zunehmendes Ungleichgewicht

    Liebe Community. Ich war langelange nicht hier und brauche mal wieder Impulse von Euch.

    Es geht um eine Freundin, wir kennen uns seit 17 Jahren. Seit einigen Jahren empfinde ich zunehmend ein Ungleichgewicht. Es geht eigentlich immer um ihre Themen, sie ruft mehrmals die Woche an und dann gehen die Telefonate dann mindestens 1 Stunde, in denen nur sie redet. Meist auch manches doppelt und dreifach. Seit Jahren geht es auch meist um dieselben Themen (Unzufriedenheit mit Lebenssituation, Partnerschaftsprobleme), es dreht sich im Kreis.

    Ich habe letztes Jahr auch einiges zu bewältigen (Probleme auf Arbeit, Tochter in einer großen Krise mit Abbruch Ausbildung, Drogen usw., eigene gesundheitliche Probleme). Sie fragt zwar schon mal nach, aber sobald ich anfange zu erzählen, werden einzelne Sätze aufgegriffen, an denen sie sofort wieder auf ihr Thema kommt oder man bekommt eine Floskel zu hören a la: das wird sich schon einrenken. Ich hatte dann auch gar keine Lust mehr, von meinen Themen zu erzählen (auch den Schönen!). Schönes, Aufbauendes tauschen wir kaum noch aus, es geht immer um Probleme irgendwelcher Art.

    Seit Längerem habe ich vorgehabt, mich persönlich mit ihr zu treffen (ohne Familie, wir wohnen mittlerweile 150 km voneinander entfernt, besuchen uns aber regelmäßig) um das mal zu thematisieren. Ich mag sie sonst wirklich sehr, uns verbindet auch viel und ich kann zeitweise Ungleichheiten in Freundschaften auch gut aushalten und rechne auch nicht ständig auf. Aber es ist einiges zusammengekommen und das Ungleichgewicht hält auch schon sehr lange an. Ich dachte immer, wenn sich ihre Probleme lösen, gibt es auch wieder andere Zeiten.

    Beim letzten Anlauf, das zu besprechen, eröffnete sie mir, dass ihr Mann wahrscheinlich eine Affaire hat und ihr alles über den Kopf wächst. Seit dem wieder stundenlange Telefonate. Ich schaffe es nicht, mich da zu distanzieren. Ich denke, sie braucht mich jetzt, ich kann mich da jetzt nicht zurückziehen. Fühle mich verpflichtet. Aber mir wird das echt zuviel. Ich habe ihr das auch schon gesagt, gehe auch nicht mehr sofort ans Telefon, sondern rufe dann später zurück. Aber sie ignoriert das völlig, sie setzt sich auch in anderen Bereichen oft über konkrete Wünsche von mir hinweg.

    Großes Thema für mich ist außerdem ihr Alkoholkonsum, meist hat sie auch schon was intus, wenn sie anruft und es ist deshalb oft ein mühsames oder unergiebiges Gespräch. Auch bei Besuchen wird über die Maße getrunken (ich trinke am Abend 3 Gläser, sie 2 Flaschen, ohne geht gar nicht, es wir auch schon Nachmittag die erste Flasche aufgemacht). Die Abende enden dann oft in melodramatischen Abstürzen ihrerseits. Zu Geburtstagen oder Feiern mag ich sie schon gar nicht mehr einladen, weil sie die Partys dann auch mit ihren Themen und ihrer Trunkenheit sprengt. Spreche ich das an, wird es verharmlost oder sie tut so, als ob ich da zu empfindlich wäre und reagiert eingeschnappt.

    Oftmals war ich schon davor, gar nicht mehr zu reagieren, den Kontakt einfach abzubrechen. Warum ich auch immer noch an der Freundschaft festhalte, ist ihre Tochter (17), die mit meinem Sohn quasi aufgewachsen ist. Diese ist geistig behindert, z.T. autistisch und wir hängen sehr aneinander. Ich fürchte, ich würde sie dann nicht wiedersehen. Das wäre sehr schlimm für mich. Ich komme um ein Gespräch mit ihr nicht herum, aber in ihrer jetzigen Situation würde das meiner Freundin sicher den Boden wegziehen.
    ich weiß auch gar nicht, was ich mir konkret von ihr wünsche... Aufschieben? Wie lange? Unter welchen Bedingungen? Bin gerade ratlos.

    Danke fürs Lesen. regenblau
    Tra il dire e il fare c’è di mezzo il mare.

  2. Moderation
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    AW: Lange Freundschaft - zunehmendes Ungleichgewicht

    - Ihr anbieten, daß sie mal vorbei kommen kann um von allem wegzukommen
    - Ihr sagen, wenn du gerade keine emotionalen Ressourcen für das Thema hast, und dann nicht darauf zu warten, daß sie sagt, "oh, natürlich, tut mir leid" und friedlich auflegt.
    - Bereit zu sein, einen Konflikt auszuhalten.
    - Sie fragen, was sie erhofft, daß du tust, bzw. wie du ihr helfen kannst. Versuchen von "sich vollquasseln lassen" entweder in konkrete Hilfe zu kommen, oder zu hören, "ich muß nur Dampf ablassen, sonst lauf ich Amok" oder so, und dann einen Dampfablaßmodus vereinbaren.
    - Gegebenenfalls zu dem Punkt kommen, wo du sagst, "ich habe alles getan, was ich kann, ich bin am Ende meiner Möglichkeiten. Solange sich die Lage nicht ändert, kommen wir nicht weiter. Können wir bis dahin einfach über was anderes reden?"
    - Generell, von der passiven Rolle in eine aktive gehen. Das macht vieles leichter.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


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    AW: Lange Freundschaft - zunehmendes Ungleichgewicht

    hallo Regenblau,

    gerade in so langen Freundschaften schadet es nicht, immer mal wieder zu schauen, ob man den aktuellen Menschen auch noch mag oder nur die gemeinsame Geschichte.

    Es klingt, als hätte sie ein Alkoholproblem, da kann es leicht sein, dass sie sich darum verändert hat und vielleicht kannst du deine Sorgen und Ängste mal direkt ansprechen und schauen, ob ihr gemeinsam eine Lösung findet?

    Ich finds schön, dass du die Freundschaft, obwohl es momentan so schwierig ist, nicht gleich wegwerfen willst, ich würde trotzdem schauen, ob dir das tatsächlich gut tut und du kannst es ja auch nur ein wenig reduzieren, vielleicht fällt ihr das auch auf und sie fragt nach. Hat sie vor Ort noch Bindungen?
    Liebt Menschen und benutzt Dinge, weil das Gegenteil niemals funktioniert - The Minimalists

  4. Avatar von regenblau
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    AW: Lange Freundschaft - zunehmendes Ungleichgewicht

    Schön, dass du noch hier bist und danke, liebe wildwusel für deine guten Vorschläge. Ich werde die mal für mich "durchfühlen".
    Tra il dire e il fare c’è di mezzo il mare.

  5. Avatar von regenblau
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    AW: Lange Freundschaft - zunehmendes Ungleichgewicht

    Hallo irgendeinwald. Danke für deine Antwort. Ich hab den Eindruck, dass wir uns beide verändert haben. Na in 17 Jahren vlt normal. Das mit dem Alkohol hat sich aber verschärft.

    Sie hat auch einige "Päckchen" zu tragen. Mann in der Landwirtschaft u wenig zuhause, die behinderte Tochter, noch ein Schulkind, Riesenhaus, Ehrenamt u Erwerbsarbeit. Das ist auch manchmal zu viel. Und ich denke dann manchmal, dass ihre Probleme wichtiger u größer sind als meine.

    Sie hat bei sich schon Kontakte im Ort. Aber die kennen nur die heile Fassade. Ich bin eine der letzten Freundinnen aus alten Tagen. Die anderen haben sich alle von ihr zurückgezogen.

    Ein Gespräch ist auf jeden Fall dran. Aber im Moment geht's ihr wieder so schlecht. Da will ihr das nicht auch noch hinkippen. Also erstmal reduzieren, trotzdem für Sie da sein u bessere Zeiten abwarten?
    Tra il dire e il fare c’è di mezzo il mare.


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    AW: Lange Freundschaft - zunehmendes Ungleichgewicht

    Sind bessere Zeiten in absehbarer Zeit wahrscheinlich?

    Ich würde wahrscheinlich auch niemanden hängen lassen, wenn es anders auch möglich ist - falls es dich aber zu sehr belastet, ist gesunder Egoismus schon angebracht. Vielleicht kannst du eure Gespräche auch umlenken, auch wenn sie immer wieder auf ihre Probleme zu sprechen kommt, vielleicht trotzdem versuchen, den Fokus auf Positives zu lenken. Weihnachten bietet sich da ja sehr gut an - vielleicht eine Karte schicken und ein Fotoalbum mit schönen gemeinsamen Erinnerungen?
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    AW: Lange Freundschaft - zunehmendes Ungleichgewicht

    Liebe regenblau,

    einige Gedanken zu deinem Problem:

    Gedanke Nr.1: Auf der rationalen Ebene formulierst du den Wunsch, diese Freundschaft auch unter widrigen Bedingungen zu erhalten. Du bist bereit, dafür Opfer zu bringen und immer wieder bzw. über einen längeren Zeitraum wider Willen zu tun, zu lassen bzw. über dich ergehen zu lassen, was dir keine Freude bereitet, sondern dich frustriert, belastet, verärgert… So löblich das vordergründig erscheinen mag, es hat das Potenzial, die freundschaftliche Beziehung zu deiner Freundin mit der Zeit zu vergiften. Soll heißen, aus Angst vor einem Bruch Abgrenzung scheuen impliziert möglicherweise ein Ende auf Raten.

    Gedanke Nr. 2: Es gibt Lebensereignisse, die Menschen phasenweise extrem belasten können, jedoch wieder vorübergehen, wie zum Beispiel eine Trennung, der Tod eines nahen Menschen, gravierende Probleme mit den heranwachsenden Kindern, ein finanzielles Fiasko, in das jemand durch die Niedertracht anderer oder schlicht und einfach Pech hineingeraten ist etc. - das sind in meinen Augen klassische Wir-sind-füreinander-da-Situationen unter Freunden. Eine Depression, eine Alkoholabhängigkeit, eine persönlichkeits- und/oder biographiebedingte allgemeine Verfahrenheit der Lebensumstände, die eine Verhaltenstherapie erfordern würde, um bestimmte Muster zu erkennen und zu verändern etc. – sowas überfordert eine Freundschaft in meinen Augen. Auf ihr Alkoholproblem würde ich sie offen ansprechen, auf die ewig gleichen Gesprächsthemen und –verläufe auch. Sage ihr deutlich, wie du das wahrnimmst und empfindest und dass das deine freundschaftlichen Gefühle gefährdet. Was sie daraus machen, wie sie damit umgehen wird, steht in den Sternen. Sei gefasst, dass sich eventuell nichts verändern wird.

    Gedanke Nr. 3: Füreinander da sein heißt für mich nicht den Gesprächstherapeuten zu mimen und sich das alles immer wieder anzuhören und sie zu ihrem Besten beraten zu wollen, egal wie schlau man das anzustellen versucht. Füreinander da sein heißt für mich „in aller Normalität in ihrem Leben präsent sein“, d.h. weniger reden und weniger Probleme wälzen, dafür mehr miteinander unternehmen und mehr miteinander erleben, auch und insbesondere in Krisenzeiten. Nun wohnst du leider 150km weit weg, das ist zu weit für den „heiligen“ allwöchentlichen gemeinsamen Schwimmbadbesuch immer dienstagabends, den Spontanbesuch mit dem unerwarteten aufmunternden Mitbringsel in der Hand, dem vierteljährlichen samstäglichen gemeinsamen Tagesausflug in die nächstgelegene Großstadt etc. Vielleicht ist es Zeit, sich dem Gedanken zu stellen, dass du in eurer aktuellen Situation wenig bis gar nichts für sie tun kannst und entsprechend zu handeln, nämlich einen Kontakt abzubauen, der dich in dieser Form nur noch frustriert und den du umständehalber nicht anders gestalten kannst.

    Gedanke Nr. 4: Edle Beweggründe wie zum Beispiel die Motivation jemanden nicht hängen lassen zu wollen, wenn es ihm/ihr gerade schlecht geht, spiegeln mitunter weniger echte Empathie und Selbstlosigkeit als vielmehr unser eigenes ideales Bild von uns selbst wieder: Wir können den Gedanken schlecht ertragen, dass andere von uns denken könnten, dass wir jemandem in einer Krise kein(e) gute(r) Freund(in) waren bzw. das wir unseren eigenen hohen Ansprüchen nicht gerecht werden.

    lemontree
    Geändert von lemontree75 (13.12.2018 um 18:49 Uhr)

  8. Avatar von regenblau
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    AW: Lange Freundschaft - zunehmendes Ungleichgewicht

    Liebe(r) LemonTree.
    Danke für deine ausführliche Antwort. Jeder der vier Gedanken trifft es im Kern. Das Gespräch was du unter 2. vorschlägst, habe ich gefühlt 100x in Gedanken mit ihr geführt. Es in Ansätzen auch versucht. Aber sie bügelt da meist drüber mit paar Floskeln. Ich war da bisher nicht deutlich genug, fürchte ich.

    Beim Alkoholthema spielt sie es runter und zieht es ins Lächerliche. Sie steht nach 3 Flaschen Sekt (allein) am Abend früh um 6 auf und ist topfit. Sie meint dann, das ginge gar nicht, wenn sie ein Alkoholproblem hätte. Ich denke dann auch an die Kids, langfristig… Habe das immer als Sorge formuliert, nicht als Vorwurf. Habe mir vorgenommen, Gespräche oder Beisammensein zu beenden, sobald sie angeschickert ist. Der letzte Abend zu viert fand in einem Lokal statt. Wir sind dann los, als der erträgliche Pegel erreicht war. Das werde ich versuchen durchzuhalten…

    Ja, du hast Recht, Phasen kann man durchstehen. Aber ich sehe da kaum noch Phasen, sondern einen Dauerzustand. Und ich habe mich da in einer Art TherapeutenSchleife festgefahren, auch weil es wenig andere Möglichkeiten der Unterstützung gibt. Einfach da sein, die Kinder betreuen, zusammen kochen usw. ist kaum spontan möglich. Telefonieren ersetzt eben keine Umarmung oder Beisammensein.
    Deine Gedanken sortieren mich gerade hinsichtlich meiner Wünsche an diese Freundschaft. Ich habe gerade überlegt, ob da noch so viel bleibt, wenn wir nur zu zweit ganz normal ohne Problemgespräche unterwegs wären? Wenn wir uns sehen, fahren mein Partner und ich meist zu Ihnen. Da ist viel Platz, Wunderbare Umgebung und mit den Kids auch unkomplizierter. Ich hab nur ne kleine Wohnung. Da ist dann immer Trubel und familienorientiertes Programm und am Telefon dann Problemgespräche. Wir müßten wieder mal auf die Zweierebene kommen und zweisame schöne Erlebnisse teilen. Damit wir (besser ich) aus dieser frustrierenden Schleife rauskommen. Da sie in einer Stadt ungefähr auf der Hälfte unserer Distanz arbeitet, muss es möglich sein, alle 2-3 Wochen nach Feierabend mal was zu unternehmen.. (Plan 1)

    Das offene Gespräch ist nötig. Bin mir nur unsicher, ob sie das gerade „verträgt“. Per Telefon find ich das auch schwierig. Vielleicht erst Plan 1 angehen und dann …

    Sie geht wegen ihrer Eheprobleme seit kurzem zur Therapie. Ich hoffe, dass sie da mit ihren Themen weiterkommt. Plan 2 wäre, „therapeutische“ Telefongespräche abzukürzen und umzulenken.

    „Edle Beweggründe wie zum Beispiel die Motivation jemanden nicht hängen lassen zu wollen, wenn es ihm/ihr gerade schlecht geht, spiegeln mitunter weniger echte Empathie und Selbstlosigkeit als vielmehr unser eigenes ideales Bild von uns selbst wieder“
    Das klingt hart, aber wenn ich ehrlich bin, ist das im Moment so. Ich bin eher genervt als empathisch und klammere mich an dieses Selbstbild. Hmmm, das trifft mich grade unverhofft…
    Danke!
    Tra il dire e il fare c’è di mezzo il mare.

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    AW: Lange Freundschaft - zunehmendes Ungleichgewicht

    Zitat Zitat von regenblau Beitrag anzeigen
    Beim Alkoholthema spielt sie es runter und zieht es ins Lächerliche. Sie steht nach 3 Flaschen Sekt (allein) am Abend früh um 6 auf und ist topfit. Sie meint dann, das ginge gar nicht, wenn sie ein Alkoholproblem hätte. Ich denke dann auch an die Kids, langfristig… Habe das immer als Sorge formuliert, nicht als Vorwurf. Habe mir vorgenommen, Gespräche oder Beisammensein zu beenden, sobald sie angeschickert ist. Der letzte Abend zu viert fand in einem Lokal statt. Wir sind dann los, als der erträgliche Pegel erreicht war. Das werde ich versuchen durchzuhalten…
    Nichts hast Du durchzuhalten. Wenn Du das tust, bist Du bald noch mehr geschädigt. Solche Leute saugen Dich aus wie ein Vampir.

    Ich verstehe ja Dein Problem, Du hast sonst kein Freundin. Da hängt man dann dran und will das nicht aufgeben, aber leider ist die Sache zum Scheitern verurteilt. Irgendwann ist es die älteste Freundin, dann war es die beste Freundin etc. etc....

    Durch die Substanzen (in diesem Falle Alkohol) ist ihr Verhalten modifiziert, ihre Ansichten verqueer und ihr Auftreten in der Öffentlichkeit irgendwann untragbar oder peinlich oder sonstewas noch...das belastet alle Anwesenden.

    Ich habe zig solcher Freundinnen im Leben gehabt. Sie sind alle kaputt gegangen an Alkohol und Drogen. Von den männlichen Kumpels ganz zu schweigen. Das scheint leider eine übliche Begleiterscheinung des modernen Lebens nach Blockfall zu sein.

    Einen Rat zu geben ist schwierig bzw. unmöglich. Du musst selbst wissen, wie weit Deine Seele diese Belastungen erträgt.


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    AW: Lange Freundschaft - zunehmendes Ungleichgewicht

    Regenblau - dir aber auch ein Ordnungsruf: Du gehst gerade und schon länger über deine Grenzen !!

    Es ist einer Freundschaft - einer Freundin - zuzumuten, wenn du sagst. nur ein Anruf die Woche. Und jetzt garade bietet es sich an . Die Weisse Lüge ist erlaubt- wenn sie anruft - abwürgen - mit dem Hinweis, ich muss mich um die Weihnachtsplätzchen - das Weihnachtsessen -kümmern. Da mal sehr klar darum kämpfen, dass du momentan 2-4 Wochen Ruhe bekommst.

    Dann haben auch deine Gefühl-e - wie sich diese Belastung für dich anfühlt, was von der Freundschaft noch da ist - Zeit hochzukommen.

    Eventuell kannst du dir in einem Einzelgespräch mit Al-Anon Ratschläge holen, wie man "lernende" Alkoholiker auf Distanz halten kann. Da ist ja kein einmaliges Abstürzen - ich glaube, dafür hat jeder Verständnis, wenn Frau mal, weil es in der Ehe gescheppert hat oder sonstwag eine Flasche Sekt leert - das ist ja tagtäclich. Und Alkoholiker schaffen es mit 2 oder 4 Promille noch geradeaus zu gehen und jeden Morgen um 6.00 aufzustehen !! Das macht ja gerade die Gewähnung, dass man handeln - funktionieren kann.

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