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  1. Registriert seit
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    Freundin und ihr Baby

    Hallo liebes Forum,

    ich weiß nicht ob ich hier in die richtige Kategorie reinschreibe, aber ich möchte mich einfach mal ausdrücken.

    Ich hatte heute mal wieder einen sau anstrengenden Arbeitstag hinter mir mit zahlreichen Meetings und Zeitdruck und bin fix und fertig nach Hause gekommen. Ich bin 30, seit Ewigkeiten Single und versuche das zu verändern aber bisher leider erfolglos. Eine Freundin von mir ist seit einigen Monaten Mutter geworden, worüber ich mich sehr gefreut habe, aber manchmal frage ich mich wie sie durch das Leben kommen würde, wenn sie nicht so viel Glück gehabt hätte, was die ganze Unterstützung angeht. Sie musste noch nie im Leben auf eigenen Single-Beinen stehen, sich eine Wohnung selbst suchen, das Geld selbst verdienen oder aktiv auf Partnersuche gehen, stressige Job-Phasen durchmachen etc. Seit dem ihr Baby da ist habe ich das Gefühl, dass sie komplett mit dem Jobleben abgeschlossen hat und sich allein auf ihr Baby konzentrieren möchte, was ich auch verstehen kann. Aber wenn ich ihr im Alltag so zuhöre, wundere ich mich wie schnell sie sich überfordert und gestresst fühlt.

    Ich bin es schlichtweg einfach gewohnt mir alles selbst zu erarbeiten und kenne dieses Gefühl des rundum behütet seins eher eingeschränkt. Ich frage mich oft warum ich nicht mal Glück habe bei der Partnersuche oder warum ich so wenig Unterstützung bekommen habe, ob ich es nicht verdient hätte, zu dumm bin, nicht liebenswert usw.

    Meine Freundin ist den ganzen Tag mit Baby zu Hause, ich schufte mir den Hintern ab und warte nun dass sie anruft, weil es so abgemacht war. Es richtet sich nun ja alles nach dem Baby, angerufen hat sie nicht, weil sie vermutlich wieder gestresst war. Wenn ich meinen Arbeitstag heute daneben stelle, komme ich mir verarscht vor, wie der schuftende Single-Trottel der Gesellschaft, immer nach dem Motto ich bin Single, also bin ich maximal flexibel. Ich wünsche mir auch mal das Gefühl von Geborgenheit und eine erfüllende Beziehung und bekomme auch noch Schuldgefühle weil ich so fies über meine Freundin denke.

    Ich habe auch Angst dass unsere Freundschaft früher oder später deshalb zerbrechen wird, auch wenn wir uns nie streiten, aber wir leben in zwei völlig verschiedenen Welten und ich habe sie wirklich sehr gern.

    Würde mich freuen über Eure Erfahrungen zu lesen.

  2. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Freundin und ihr Baby

    Wie alt ist denn das Baby?
    Ich fürchte, du hast da falsche Vorstellungen, wie es im ersten Jahr mit Kind ist.


  3. Registriert seit
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    AW: Freundin und ihr Baby

    So ging es mir früher auch. Eine Freundin hat schon mit 20 ein Baby bekommen und sobald sie ihre Lehre weiter machen wollte, sprang ihre Mutter als Babysitter ein und ihr Mann half mit allem.

    Das kam mir viel besser als mit Studium vor. Ich hatte zwar einen Freund aber der hat mit nichts geholfen.

    Aber später habe ich dann mehr Zeit mit Freundinnen mit Babies verbracht und schon ein Baby kann einen total in den Wahnsinn treiben. Ich habe immer noch keine (vielleicht deswegen) aber ich habe mal eine Weile bei meiner Schwester gewohnt und es war mir nicht klar, wie sie ohne mich durch den Tag käme.

    Das Baby hat immer geschrien und sie musste ja auch mal unter die Dusche oder mit dem Baby Essen einkaufen und wenn man sich nicht intensiv mit ihr beschäftigt hat, dann schrie sie die ganze Zeit.

    Es wird besser so mit einem Jahr oder so aber dann fangen sie an zu laufen! Ich hätte das Baby in einen Laufstall getan und Türe zu manchmal aber, das ging ja nicht.

    Es ist ein Knochenjob. Vielleicht kommst Du immer gerade, nachdem das Baby gebadet ist und beide fix und fertig von einem Tag mit Baby sind. Ich kenne viele Frauen, die nach einiger Zeit wieder arbeiten und die sagen, wie entspannt arbeiten ist dagegen.


  4. Registriert seit
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    AW: Freundin und ihr Baby

    Zitat Zitat von MartinaWeb Beitrag anzeigen
    Ich bin es schlichtweg einfach gewohnt mir alles selbst zu erarbeiten und kenne dieses Gefühl des rundum behütet seins eher eingeschränkt. Ich frage mich oft warum ich nicht mal Glück habe bei der Partnersuche oder warum ich so wenig Unterstützung bekommen habe, ob ich es nicht verdient hätte, zu dumm bin, nicht liebenswert usw.
    Diese Art abhängige, allein lebensunfähige Frau scheint bei den Männern hoch im Kurs zu stehen, irgendwie mögen Männer das, wenn Frauen von ihnen abhängig sind.

    Ich wünsche mir auch mal das Gefühl von Geborgenheit und eine erfüllende Beziehung ...
    So ein Leben wie das Deiner Freundin findest Du erfüllend? Ich würde mich bedanken, wenn ich nur mit einem Baby zu Hause hocken würde und vom guten Willen des Mannes abhängig wäre. Nein danke! Ganz nebenbei bin ich fest davon überzeugt, dass ein Kind viel, viel anstrengender ist, als arbeiten zu gehen.

  5. Avatar von starsandstripes
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    AW: Freundin und ihr Baby

    Ich glaube, du musst aufpassen, dass du den Frust über dein eigenes Leben (kein Partner, stressiger Job, ect.) nicht auf deine Freundin projizierst. Sie hat keine Schuld daran, dass du unzufrieden bist.


  6. Registriert seit
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    AW: Freundin und ihr Baby

    So sehe ich das auch.
    Sie hat ihre Entscheidungen getroffen, du deine.


  7. Registriert seit
    08.01.2014
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    9.521

    AW: Freundin und ihr Baby

    Zitat Zitat von NurZuGast Beitrag anzeigen
    Diese Art abhängige, allein lebensunfähige Frau scheint bei den Männern hoch im Kurs zu stehen, irgendwie mögen Männer das, wenn Frauen von ihnen abhängig sind.


    So ein Quatsch.
    Es gibt keinen Weg zum Glück -

    glücklich sein ist der Weg.

  8. Avatar von Antje3
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    AW: Freundin und ihr Baby

    Mh – ehrlich – jede Freundin von mir, die ihr erstes Kind bekommen hatte, war happy über jeden Kontakt mit der Außenwelt, der ein Gespräch über Babykotze und Windeln versprach.

    Gerade wenn Du relativ jung bist und vielleicht unsicher, traust Du dich kaum, das Baby aus den Augen zu lassen – da wird der Gang aufs Klo zur langfristig zu planenden Weltreise und Duschen zur Unmöglichkeit.

    Ein Gespräch mit jemandem „aus dem normalen Leben“ wird zum Highlight des Tages – auch wenn Dein Baby das süßeste Geschöpf der Welt ist.

    Und an ein Leben mit Job traust Du dich auch gar nicht zu denken, wenn Du Dich im Augenblick nicht mal für fähig hältst, einen Klogang zu absolvieren ohne Sorge, daß dem Kind was passiert – wie solltst Du es wagen, es stundenlang fremdbetreuen zu lassen.

    Das gibt sich bei vielen wieder – aber so sieht die Lebenswirklichkeit mit Säugling fast immer aus. Auch wenn viele kinderlose Mitmenschen glauben, daß Säuglinge 22 Stunden am Tag schlafen – alle „Jungeltern“ werden berichten können, daß das ein Mythos ist oder in einer Parallelwelt stattfindet.

    Und ich kann nur sagen - ich war gelegentlich der Babysitter für so einen Säugling (inzwischen kein Säugling mehr) - der zudem ein höchst unkompliziertes Kind ist - und habe versucht, der Mutter gelegentlich mal eine oder zwei Stunden am Tag freizuschaufeln - oder einen Kinobesuch am Abend. Und ich war danach erledigt. Und froh, in mein friedliches Single-Leben zurückzukehren mit Vollzeitjob.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  9. Avatar von Tirili
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    AW: Freundin und ihr Baby

    Vielleicht solltest du dir als erstes einen anderen Job suchen, wenn der so auslaugend und stressig ist.
    Eventuell findet sich dann auch alles Weitere, wenn du zufriedener und entspannter bist.

    Im Übrigen möchte ich um nichts in der Welt Arbeit gegen Säuglingsbetreuung tauschen. Das MACHT fix und fertig.

  10. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Freundin und ihr Baby

    Zitat Zitat von Tirili Beitrag anzeigen
    Vielleicht solltest du dir als erstes einen anderen Job suchen, wenn der so auslaugend und stressig ist.


    Und das dein Leben nicht ausgefüllt ist, außer mit selbst auferlegter Arbeit, ist ja nicht die Schuld deiner Freundin.

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