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  1. Registriert seit
    18.03.2010
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    AW: Du hast doch Geld

    Pistazieneis, es wird nie etwas, wenn man darauf wartet, dass andere so reagieren, wie man selbst es gerne hätte.

    Es mag ja sein, dass du dich schämen würdest, wenn du Geld einstecken würdest, deine Bekannte tut es anscheinend nicht. Warum, können wir nur spekulieren. Gedankenlosigkeit, Geiz, eine andere Art von Gerechtigkeitsempfinden, es kann alles mögliche sein.

    Im Prinzip erwartest du, dass andere dir entgegenkommen, ohne dass du die Peinlichkeit hast, erst einmal die Hosen herunter zu lassen. Das wird so nichts. Entweder du kommunizierst, dass du gerade wenig Geld hast und daher nicht zahlen kannst oder du nimmst die Situation wie sie ist.

    Es gibt nämlich auch umgekehrte Fälle. Dort ist es dem Ärmeren sehr wichtig, auch einmal einzuladen/etwas auszugeben etc. Das hat mit Gastfreundschaft zu tun und auch mit dem Bedürfnis das Gesicht zu wahren.

    lg

    türkis


  2. Registriert seit
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    AW: Du hast doch Geld

    Ich finde es total legitim, Geld zu verlangen.
    Ob ich nun darauf verzichte ist meine Entscheidung.
    Bei Sportlehrgängen haben wir immer das Benzin geteilt. 150-1000 km sind ja nicht ohne. So konnten Leute ohne Auto auch teilnehmen und der Fahrer hat janoch das Fahren andre Backe...

    Zum Event: ich finde, die Nostalgiegefühle sollten schon ansprechen und das Gefühl, ausgebootet zu werden.

    Beim Ausgeben würde ich mich zurückhalten oder vielleicht mal die Geldbörse vergessen und die Reaktionen beobachten.

    Fremde Schulden sind erstmal fremde Schulden. Auch wen jemand sich kein Auto leisten kann oder will ist das nicht mein Problem.
    Unter Freunden mag man dies ansprechen und Lösungen finden, aber selbstverständlich ist nix.

    Je suis Charlie!

  3. Avatar von greta1
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    AW: Du hast doch Geld

    Was kann denn die finanziell besser gestellte Person dafür, dass jemand anderes Schulden hat? Das wäre ja, als wenn alle in eine Tasche wirtschaften würden und dann wird geteilt. Schwierig.
    Zähl mal bis zehn, ich brauch 'ne Stunde Ruhe.


  4. Registriert seit
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    AW: Du hast doch Geld

    Zumal mich noch niemand an seinem Konsumentenkredit hat teilnehmen lassen oder an der Ersparnis des Nichtautokaufs.

    Je suis Charlie!


  5. Registriert seit
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    AW: Du hast doch Geld

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    An ihrer Stelle hätte ich ein total schlechtes Gewissen, ständig von einer verschuldeten Person Geld anzunehmen, wenn ich selbst nicht drauf angewiesen wäre. Vor ein paar Jahren habe ich ihr einmal nichts angeboten, das hat ihr gar nicht geschmeckt. Wenn ich in ihrer Lage wäre, würde ich zumindest ab und zu mal sagen: "Komm´ schon, lass´ stecken! Ich weiß doch, dass es finanziell nicht so rosig bei dir aussieht. Kannst heute mal umsonst bei mir mitfahren." Aber nö, die will wirklich jedes Mal eine finanzielle Gegenleistung haben.
    Das kommt darauf an, warum die Person verschuldet ist.


  6. Registriert seit
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    AW: Du hast doch Geld

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich denke, es ist notwendig, das zu tun, damit nicht der Ärmere zum Almosenempfänger gestempelt wird, und der Reichere nicht zum Zahlmeister oder reichem Onkel aus Amerika, denn diese Rollen tun einer Freundschaft oder generell jeder Beziehung auf Augenhöhe nicht gut.
    Aus dieser Sicht habe ich das noch gar nicht betrachtet. Und zwar aus dem folgenden Grund:


    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Jeder -- das habe ich aus den genannten Debatten in Jugendjahren schon gelernt -- möchte das Gefühl haben, finanziell autark zu sein, das bezahlen zu können, was er benutzt.
    Ich habe vor ein paar Seiten mal geschrieben, dass das bei mir nicht der Fall war. Ich stamme aus einer Familie, in der die Emanzipation in der Generation meiner Eltern noch gar nicht existierte und habe dummerweise die Werte meiner Mutter übernommen. Sie ist ja noch heute der Ansicht, dass der Mann in erster Linie das Geld verdient und für die Frau finanziell sorgen muss. Und ich bin wirklich froh, dass ich meine Einstellung zu diesem Thema geändert habe und eine feste Beziehung auf Augenhöhe führe. Außerdem stelle ich fest, dass meine Mitmenschen mir viel mehr Wertschätzung zukommen lassen, seitdem ich auch manchmal Männer oder Menschen mit höheren Gehältern einlade und mich nicht mehr ständig einladen lasse, ohne mich zu revanchieren.


    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Pistazieneis, wenn es für dich finanziell schwierig ist, diese Fahrten zu bezahlen, dann thematisiere das, und finde mit deiner Bekannten eine Lösung, oder ohne sie eine Alternative.
    Meine Bekannte habe ich seit über einem Jahr weder gesehen noch gesprochen, weil sie und ihr Mann gerade ihr Haus renovieren und so ziemlich nichts unternehmen. Im Dezember werde ich sie nach langer Zeit mal wieder auf einer Veranstaltung treffen.


    @Lilith10: Ich bin nicht täglich oder wöchentlich bei ihr mitgefahren, nicht mal monatlich... das kam so ca. alle 3 Monate vor. Trotzdem hat sie mir im Laufe der Zeit immer wieder das Gefühl gegeben, dass ich total abhängig von ihr war. Dabei hat sie mir bis auf eine Ausnahme immer von sich aus angeboten, mich mitzunehmen.


    @tuerkisblau: Meine Bekannte hat die Einstellung, dass alle Beteiligten dieselbe Summe bezahlen sollten. Einige Male bin ich bei ihr mitgefahren, als ich total pleite war und kein Bargeld mehr hatte. Ich habe sie dann ins Restaurant zum Essen eingeladen (da hab´ ich mit Kreditkarte bezahlt) oder ihr etwas aus meinem Besitz geschenkt, von dem ich wusste, dass sie sich darüber freute. Trotzdem war ihr das irgendwie nicht Recht.
    Heute fahre ich bei niemandem mehr mit, wenn ich nicht genügend Bargeld fürs Benzin übrig habe. In solchen Fällen bleibe ich lieber zu Hause, bevor ich es mir mit jemandem verscherze.


    @Kyoto: Dass ich kein Auto besitze, hat nichts mit meiner finanziellen Situation zu tun. Ich habe einen Führerschein, aber große Probleme mit der Konzentration. Deshalb fahre ich unabhängig vom Kontostand generell nicht Auto.


    @carassia: In diese Lage habe ich mich selbst gebracht. Aber ich arbeite auch verdammt hart, um mich aus eigener Kraft wieder aus der Situation zu befreien. Meine Schulden zahle selbstverständlich ohne fremde Hilfe ab.


  7. Registriert seit
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    AW: Du hast doch Geld

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    @carassia: In diese Lage habe ich mich selbst gebracht. Aber ich arbeite auch verdammt hart, um mich aus eigener Kraft wieder aus der Situation zu befreien. Meine Schulden zahle selbstverständlich ohne fremde Hilfe ab.
    Ja, verstehe ich, aber ich würde eben jemanden, der sich selbst in die Lage gebracht hat, nicht unterstützen wollen. Ich muss selbst auch sehen, dass ich klar komme, ich wüsste nicht, wieso ich da "Nachsicht" haben sollte. Anders ist es, wenn jemand unverschuldet in Not gerät.

  8. Moderation
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    AW: Du hast doch Geld

    Die Überlegung wer jetzt an seiner Biographie in welchem Maße schuld ist, ist mMn vollkommen für die Füße, es sei denn, man sucht Gründe, den Kontakt abzubrechen.

    Ob jetzt jemand seine invalide alte Mutter die Kohle zum Heizen bezahlt, damit sie nicht erfriert, oder sich selbständig gemacht hat, oder bestohlen wurde oder für 20T Euro Schampus gesoffen hat, hat vermutlich ein Auswirkung auf die Beziehung, weil es etwas darüber sagt, was für ein Mensch jemand ist, aber diesen Sachverhalt im Detail ermitteln zu müssen ehe man die Benzinkosten umlegt oder nicht finde ich komplett absurd.

    Entweder ich möchte jemanden mitnehmen oder nicht, und entweder ich möchte das kostenlos (oder zum Discountpreis) tun oder nicht, und entsprechend tue ich das der nicht. Ich brauch mich doch nicht zu rechtfertigen. Und der andere auch nicht.

    Man kann's auch übertreiben mit dem Wunsch nach einem monetär gerechten Universum.

    Pistazieneis, mit einer Bekannten würde ich es persönlich vorziehen, auf eher geschäftlichem Niveau zu bleiben. Es sei denn, ich möchte unsere Beziehung ändern.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  9. Registriert seit
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    AW: Du hast doch Geld

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen

    @tuerkisblau: Meine Bekannte hat die Einstellung, dass alle Beteiligten dieselbe Summe bezahlen sollten. Einige Male bin ich bei ihr mitgefahren, als ich total pleite war und kein Bargeld mehr hatte. Ich habe sie dann ins Restaurant zum Essen eingeladen (da hab´ ich mit Kreditkarte bezahlt) oder ihr etwas aus meinem Besitz geschenkt, von dem ich wusste, dass sie sich darüber freute. Trotzdem war ihr das irgendwie nicht Recht.
    Heute fahre ich bei niemandem mehr mit, wenn ich nicht genügend Bargeld fürs Benzin übrig habe. In solchen Fällen bleibe ich lieber zu Hause, bevor ich es mir mit jemandem verscherze.
    Auch das ist ein Gerechtigkeitsempfinden, was ich vollkommen legitim finde . Du hast ja deine Umgehensweise damit gefunden, und damit ist doch eigentlich alles in bester Ordnung?

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