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  1. Registriert seit
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    AW: Soziale Einsamkeit..kennt es jemand?

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen

    Die Interpretationen von BlueVelvet teile ich übrigens.

    lg

    türkis
    Unter wirklich guten Freunden kann man das, ohne dass die darin Rücksichtslosigkeit sehen.


  2. Registriert seit
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    AW: Soziale Einsamkeit..kennt es jemand?

    Je mehr Bri ich lese desto mehr frage ich mich ob außer mir eigentlich noch jemand Freundschaften hinbekommt (ok, meine Freunde).

    Ein Trennungsgespräch bringt bestenfalls noch einen Abschluss, aber bis es dahin kommt, gibt es doch 5000 Stellen, wo man jemanden richtig anrumpeln kann ("Ich überlege schon, ob ich nach ...... noch mit Dir befreundet sein will, ich bin mir grad alles andere als sicher, bei mir hat das x ausgelöst........ich verstehe das so, dass Dir scheissegal ist, dass.......")



    In 85% der Fälle kommt dann raus, dass ein Missverständnis vorlag, manchmal auch, dass es wirklich einfach nicht mehr passt, in jedem Fall erspart das allen Beteiligten viel Rumhirnerei.

    Ich mein gut, man kann sich auch einfach nicht mehr melden und davon ausgehen, dass der andere das schon begreifen wird.
    Schade um die Freundschaften, die zu retten gewesen wären.

  3. Moderation
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    AW: Soziale Einsamkeit..kennt es jemand?

    Naja, BriCom-Lesen ist wie bei der Reklamationsabteilung arbeiten, da kriegt man auch nur die Sachen zu sehen, die nicht funzen.

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Schade um die Freundschaften, die zu retten gewesen wären.
    Reparieren vor Neubeschaffen!
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  4. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Soziale Einsamkeit..kennt es jemand?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Unter wirklich guten Freunden kann man das, ohne dass die darin Rücksichtslosigkeit sehen.
    Du beziehst dich jetzt auf Türkisblaus Aussage, dass es rücksichtslos ist, seine negativen Emotionen bei anderen auszulassen, richtig? Da habt ihr beide recht, finde ich. Natürlich kann man das unter wirklich guten Freunden, aber darauf sollte man es auch beschränken (Familie mal ausgenommen). In der Schule, im Arbeitsleben möchte ich keinen näheren Kontakt zu Menschen, die ihre negativen Emotionen ungefiltert rauslassen. Bei wirklich guten Freunden freue ich mich sogar, wenn sich mir jemand anvertraut und ich würde alles tun, um ihnen zu helfen. Das würde ich auch bei anderen tun, wenn sie tatsächlich ein Problem haben, aber bitte für mich keine schlechte Laune anderer Menschen.
    Die zwei häufigsten Motive für Mord sind Liebe und Geld.
    Ich werde definitiv eines natürlichen Todes sterben.


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    AW: Soziale Einsamkeit..kennt es jemand?

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Das würde ich auch bei anderen tun, wenn sie tatsächlich ein Problem haben, aber bitte für mich keine schlechte Laune anderer Menschen.
    Da würde ich auch unterscheiden: Problem oder Trauer, keine Frage, dafür ist man da.

    Aber schlechte Laune, oder gar eine grundsätzliche negative Weltsicht: nein, danke.

    Und das kommt bei mir leider immer wieder an, Pistazieneis: eine sehr negative Sicht auf deine Mitmenschen. Das möchte ich in meinem Umfeld auch nicht ertragen müssen.


  6. Registriert seit
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    AW: Soziale Einsamkeit..kennt es jemand?

    Hallo Pistazieneis,

    wie verhält es sich mit den Kontakten in dem Land aus dem euer Kreis stammt?

    Ich habe, den fast den ganzen Strang gelesen, und hier und da kommen mir einige Sachen bekannt vor.
    Deswegen erstmal meine Frage.


  7. Registriert seit
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    AW: Soziale Einsamkeit..kennt es jemand?

    @BlueVelvet: Was du hier über schlechte Laune schreibst, wurde mir auch schon vorgeworfen. Ich empfinde mich selbst überhaupt nicht als chronisch schlecht gelaunten Menschen, im Gegenteil. Nur weil ich von negativen Dingen spreche, habe ich noch lange keine schlechte Laune. Aber ich kenne genügend Menschen, die das genauso sehen wie du.
    Und zwar nicht nur in meinem Umfeld. Meine Mutter z. B. konnte sich mit ihren Freundinnen immer über alle möglichen Themen offen austauschen, es gab nie Probleme. Die Schwiegereltern meines Bruders mögen sie aber nicht so gerne. Sie gehören auch zu den Menschen, die erwarten, dass man bei Treffen immer nur über positive Dinge redet und wollen dann nichts über Krankheiten, Todesfälle, Arbeitslosigkeit, Trennung, Scheidung, Krieg usw. hören. Ich verstehe auch nicht, warum das meine Mitmenschen herunterzieht, wenn ich über negative Themen spreche. Mich zieht das absolut nicht runter, wenn jemand mir was Negatives erzählt. Warum sollte es auch, wenn es mich nicht direkt betrifft? Weil ich in dem Punkt ganz anders ticke, fällt es mir schwer, mich in Menschen hineinzuversetzen, die das betrifft.

    Meine Eltern waren widersprüchlich, indem sie einerseits wirklich eine Menge für mich getan und mich immer unterstützt haben, wenn ich auf Hilfe angewiesen war. Auf der anderen Seite haben sie mich oft wegen Kleinigkeiten angebrüllt und geschlagen. Es war ein starkes, emotionales Auf und Ab bei mir zu Hause.

    Was das Thema reduzierter Kontakt angeht: Ich komme generell schwer mit Trennungen klar und bekomme panische Verlustangst, wenn jemand zu mir auf Distanz geht. Solange eine Beziehung oder Freundschaft problemlos läuft, bin ich absolut kein Klammer-Typ (im Gegenteil, ich bin ein freiheitsliebender Mensch), total locker und habe nicht die Spur von Panik. Aber sobald ich merke, dass ein mir sehr wichtiger Mensch mich auf Abstand hält, kriege ich Angst ihn/sie zu verlieren und fange an zu klammern. Am Ende eskaliert die Sache so sehr, dass es unschön in die Brüche geht. Je länger ein Mensch in meinem Leben ist, umso schwerer fällt mir die Trennung.


    @tuerkisblau: Ich erzähle sicher nicht jeder x-beliebigen Bekanntschaft und Arbeitskollegen schon mal gar nicht von meinen negativen Emotionen. Das mache ich fast ausschließlich bei guten Freunden. Es gibt Menschen, die damit prima klar kommen. Meine langjährige Freundin z. B. ist da ähnlich drauf. Sie ist mit einem geschiedenen Mann liiert, die Beiden haben große Probleme mit seiner Ex-Frau. Bei fast jedem Treffen ist die Ex ein großer Bestandteil unserer Gespräche. Mir würde im Traum nicht einfallen, meine Freundin deshalb nervig zu finden oder mich gar von ihr zurückzuziehen.


    @wildwusel: Es ist das Gefühl nicht zu wissen, woran ich bin. Dann fühle ich mich irgendwie ausgeliefert. Also wenn jemand so einiges über mich weiß, aber ich nichts über ihn erfahre. Ich habe Angst, dass die Person dann ihr Wissen gegen mich verwenden könnte. Das ist mir auch schon passiert.

    Als Schülerin war ich absolut kein Trauerkloß. Meine Mitschüler haben mich in erster Linie wegen meinem Übergewicht gehänselt. Dann ging es mir schlecht, aber sonst nicht. Auf jeden Fall habe ich in meiner Schulzeit niemanden mit Problemen genervt, weil es damals kaum was gab, über das ich reden konnte.

    Wenn ich früher mit meinen Eltern im Heimaturlaub war, hatten wir oft von 7 Uhr morgens bis nach Mitternacht fast durchgehend Besuch. Klingt anstrengend, ist es auch. Vor allem für meine Mutter und mich, weil wir ja immer wieder Kaffee kochen, die Gäste bedienen und Geschirr spülen mussten. Meinen Eltern hat das auch nicht immer gepasst. Aber sie haben nie was gesagt, weil ihrer Meinung nach der Gast König ist und die Bedürfnisse des Gastgebers nichts zählen.
    Ein Onkel von mir hat uns einmal in Deutschland besucht, ohne uns vorher darüber zu informieren. Der war eines Tages einfach da und blieb dann eine Woche bei uns. Meine Eltern hätten ihn niemals rausgeschmissen.


    @Saetien2: Ich meinte eigentlich kein Trennungsgespräch. Sondern eher Verbesserungsvorschläge an die andere Person, was sie an ihrem Verhalten ändern könnte, damit sich die eine Seite wieder wohl fühlt. Aber ich habe schon von mehreren Seiten gehört, dass das nicht üblich ist und Leute sich eher abwenden, bevor sie jemanden zur Veränderung animieren wollen. Ich mag halt keine Trennungen, wenn mir ein Mensch sehr am Herzen liegt und probiere so einiges, damit es nicht soweit kommt.


    @vorbei: Ich vermute meine Ansichten kommen bei meinen Mitmenschen anders an, als sie in Wirklichkeit sind.


    @obsi: Nun, ich bin als Gastarbeiterkind in Deutschland aufgewachsen und hatte in meiner Kindheit viel Kontakt mit Gleichaltrigen aus ähnlichen Kulturkreisen. Mit ihnen gab es keine derartigen Probleme. Die Kontakte haben sich später aus anderen Gründen verlaufen, es gab keinen Streit. In meiner Jugend war es noch unüblich, dass Gastarbeiterkinder aufs Gymnasium gingen. Ich war eine der wenigen Ausnahmen bei uns in der Stadt. Meine Freunde aus der Kindheit gingen überwiegend auf die Hauptschule und schlugen später einen ganz anderen Lebensweg ein als ich. Während ich bis zum Alter von 30 Jahren fast jedes WE auf die Piste ging und fröhlich Partys feierte, waren sie mit 18-22 verheiratet und hatten kleine Kinder.


    Da fällt mir noch ein ganz wichtiger Punkt ein: Die Menschen im deutschen Sprachraum leben sehr selbstbestimmt, das ist hier ganz normal. In anderen Ländern (wie in der Heimat meiner Eltern) machen viele Leute irgendwelche Sachen, "weil sich das so gehört". Als z. B. mein Cousin geheiratet hat, waren auf seiner Hochzeitsfeier um die 300 Gäste eingeladen, von denen er manche Leute noch nie zuvor gesehen hatte. Manche von ihnen waren flüchtige Bekannte (keine Familie oder Freunde!) meines Onkels. Sie bekamen eine Einladung, weil das halt erwartet wurde.
    Ich hatte jahrelang Probleme mit Männern, weil das für mich immer selbstverständlich war, dass die Männer beim Ausgehen jedes Mal für mich bezahlten. Die Männer in meiner Verwandtschaft bezahlen immer die Rechnungen ihrer Partnerinnen, wenn sie mit ihnen ins Restaurant, Kino, Café usw. gehen und würden niemals auch nur einen Cent von den Frauen annehmen. In Deutschland ist das aber absolut nicht üblich. Seit ich das verinnerlicht habe, führe ich eine glückliche Beziehung.
    Ein Ex-Arbeitskollege (auch Gastarbeiter-Sohn) ist jedes Jahr in den Sommerferien mit seiner Freundin und deren Eltern in die Heimat des Schwiegervaters gefahren. Dort musste er täglich von morgens bis abends am Haus was helfen und hatte keine Zeit, sich mal zu erholen. Er wäre viel lieber mit seiner Partnerin alleine verreist. Aber wenn der Vater seiner Freundin ihn um etwas gebeten hat, musste er immer "Ja" sagen. Das wurde von ihm erwartet.
    Früher war ich auch so, ich wurde zu einer Ja-Sagerin erzogen und habe die Wünsche meiner Mitmenschen immer erfüllt, während meine eigenen Bedürfnisse auf der Strecke blieben. Das hat sich erst geändert, nachdem ich mich immer wieder darüber geärgert hatte, dass andere manchmal "Nein" gesagt haben und nicht mir zuliebe zurückstecken wollten.


  8. Registriert seit
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    AW: Soziale Einsamkeit..kennt es jemand?

    Liebe Pistazieneis

    man muss nicht alles verstehen, was die Freunde so umtreibt. Allerdings ist es wichtig, sie so zu akzeptieren, wie sie sind und so zu lassen. Alle meine Freundinnen haben eine Macke/Angewohnheit, die ich etwas seltsam finde, umgekehrt wird es genauso sein. Ich verstehe auch nicht immer, warum ihnen XY dermaßen wichtig ist.

    Ich akzeptiere das, weil sie meine Freundinnen sind und lasse ihnen ihre Vorlieben, umgekehrt ist es genauso.

    Wenn du schon nicht verstehst, dass es manche Leute herunterzieht, wenn du von negativen Sachen sprichst, dann merke dir doch einfach, dass es so ist und richte dich danach, wenn du irgendwo eingeladen bist.

    Es wird wirklich allmählich Zeit, dich von den Glaubenssätzen deiner Jugend zu lösen, und was Mama gemacht hat, ist in deinem Alter kein Argument mehr, sorry.

    Dein eigener Weg ist gefragt, das ist sehr mühsam, aber es lohnt sich.

    Nur Mut

    türkis


  9. Registriert seit
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    AW: Soziale Einsamkeit..kennt es jemand?

    Das würde ich dir auch raten.
    Dass du mal als Erwachsene lebst mit Anfang 40...

    Findest du denn das alles gut, wie es bei deinen Eltern lief?
    Hättest du gerne so ein Leben?
    Wenn ja, wäre es eine Option im Land deiner Eltern zu leben? Ich frage ganz aufrichtig, denn aus deinen Posts klingt eine große Sehnsucht an. Vielleicht wäre es wirklich leichter - ich meine, es GIBT Mentalitätsunterschiede. Da braucht man gar kein "Ausländer-Fass" aufmachen. München-Nürnberg genügt normalerweise . München-Landshut auch

    Aber ich gebe zu Bedenken, dass du das alles durch eine subjektive Brille siehst bzw. erinnerst.
    Deine Kindheit klingt in meinen Ohren auch nicht so berauschend. Euphemistisch ausgedrückt.

    Pistazieneis du bist jetzt wirklich eine erwachsene Frau. Mit 40 gibts keinen Welpenschutz mehr und den Seniorenteller kriegt man auch noch nicht.
    JETZT ist es an der Zeit, DEIN Leben zu leben.
    Nicht das der Familie, nicht das der Deutschen - DEINS.

    Was ich auch anmerken möchte ist, dass du einerseits sehr viel Verständnis für deine Befindlichkeiten und Belange erwartest.
    Andererseits haust du Abwertungen über andere Befindlichkeiten und Lebensstilen raus, dass ich teilweise geschluckt habe.
    Das ist eine Diskrepanz, von der ich mir vorstellen kann, dass sie in der freien Wildbahn für große Probleme sorgt....


  10. Registriert seit
    18.03.2010
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    AW: Soziale Einsamkeit..kennt es jemand?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen

    Was ich auch anmerken möchte ist, dass du einerseits sehr viel Verständnis für deine Befindlichkeiten und Belange erwartest.
    Andererseits haust du Abwertungen über andere Befindlichkeiten und Lebensstilen raus, dass ich teilweise geschluckt habe.
    Das ist eine Diskrepanz, von der ich mir vorstellen kann, dass sie in der freien Wildbahn für große Probleme sorgt....
    Das ist mir allerdings auch aufgefallen. Da Pistazieneis zusätzlich Probleme zu haben scheint, subtile Abgrenzungsversuche zu erkennen, kann ich mir gut vorstellen, dass da einiges schiefgelaufen ist.

    Ich kannte auch einmal eine Frau mit osteuropäischen Wurzeln, die sich gern und lange über die Gepflogenheiten ihrer Heimat ausbreitete. An sich ist das ja interessant, zumindest in Massen genossen. Wenn dann allerdings hinzukommt, dass man sich Null für die Gepflogenheiten in Deutschland interessiert, nimmt das Interesse der deutschen Gesprächspartner natürlich auch ab. Bei besagter Frau war das zumindest so, mittlerweile haben wir keinen großen Kontakt mehr.

    Pistazieneis, wie ist das denn bei dir? Interessierst du dich überhaupt für die Gebräuche in Deutschland?

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