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  1. Registriert seit
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    AW: Geld leihen ...

    Wildwusel, ich denke nicht, dass es hier vorrangig um Geld geht, sondern darum, Verantwortung für sein Leben zu übernehmen und Lösungsstrategien zu entwickeln. Die Freundin von Susisa ist in eine Situation geraten, aus der sie im Moment aus eigener Kraft nicht herauskommt, bzw. die falschen Lösungen wählt, indem sie andere Leute anpumpt, anstatt ihre Misere grundsätzlich zu bessern.
    Wenn es mal soweit ist, sind die Leute meist so resigniert, dass sie nicht mehr in der Lage sind, das Ruder selbst herumzureißen. Hier hilft am Besten eine Schuldnerberatung, zu der man als Freundin ermutigen kann, aber ansonsten ist das Thema in einer Freundschaft nicht gut aufgehoben und gar lösbar.

  2. Avatar von schafwolle
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    AW: Geld leihen ...

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Generell: Lukas 6:37.
    Speziell: "Am Golde hängt, nach dem Golde drängt doch alles -- ach wir Armen!"
    Konkret: Ich wundere mich, daß wir Geld als den Royal Flush der Urteilsfindung betrachten. Jeder Vampir ist respektabler als der Abgebrannte. Keine Liebe, kein Respekt, keine Hilfe, keine Aufmerksamkeit, keine Freundlichkeit, kein Benehmen -- alles läßliche Sünden, man urteilt nicht vorschnell, jeder hat seine Gründe, man steckt nicht drin. Kein Geld? Ein schlechter Mensch.


  3. Registriert seit
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    AW: Geld leihen ...

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Wenn die TE ihrer Freundin nicht wie eine reiche Tante regelmäßig Geld zustecken und dabei wie eine reiche Tante zufrieden mit der Gesamtsituation sein kann... dann kann sie eben nicht.

    Ganz genau. Ich bin nicht die reiche Tante und meine Freundin ist keine niedliche Nichte ... wir sind Freundinnen.


    Es stimmt auch, wie jemand schrieb, ich müsse eigentich gar nichts mehr tun, = auch nicht zum letzte Mal Geld geben, auch nicht beraten usw.

    Aber das finde ich schon okay, bzw. hab nichts dagegen, dafür Zeit und Energie einzusetzen, kann dem vielleicht sogar was positives abgewinnen. - Mich vielleicht drüber freuen, wenn sie was davon annehmen mag. Dafür sind wir eben Freundinnen, ich mag ihr wohl helfen, aber eben nicht in der Form, dass es letztendlich nix bringt.
    Und das scheint beim reinen Geldverschenken ja mehr als offensichtlich der Fall zu sein. Für so etwas möchte ich keine Veranwortung übernehmen. Das fühlt sich nicht richtig an.

    Andere beratende Hilfeleistungen, finde ich, gehören aber schon auch zu einer Freundschaft dazu. Natürlich nicht gezwungen und mit dem Holzhammer, aber letztendlich geht es ja darum, dass man sich gegenseitig auch von seinen Problemen erzählt und sich Tipps gibt, wie man es vielleicht besser machen kann. Sie mit ihren Finanzen, ich mit lästigen Kunden (oder ähnliches).

    Da sind wir dann auch wieder auf Augenhöhe, Geben und Nehmen und Sinn des Ganzen passt dann wieder.
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.


  4. Registriert seit
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    AW: Geld leihen ...

    Zitat Zitat von Pantanal Beitrag anzeigen
    Wildwusel, ich denke nicht, dass es hier vorrangig um Geld geht, sondern darum, Verantwortung für sein Leben zu übernehmen und Lösungsstrategien zu entwickeln. Die Freundin von Susisa ist in eine Situation geraten, aus der sie im Moment aus eigener Kraft nicht herauskommt, bzw. die falschen Lösungen wählt, indem sie andere Leute anpumpt, anstatt ihre Misere grundsätzlich zu bessern.
    Wenn es mal soweit ist, sind die Leute meist so resigniert, dass sie nicht mehr in der Lage sind, das Ruder selbst herumzureißen. Hier hilft am Besten eine Schuldnerberatung, zu der man als Freundin ermutigen kann, aber ansonsten ist das Thema in einer Freundschaft nicht gut aufgehoben und gar lösbar.


    Stimmt.

    Das ist, glaube ich, wirklich so. Sie ist an einem Punkt, wo "freundschaftlich" nix mehr zu kitten ist. ... Vielleicht liegt auch da ein wenig der Hase begraben. Ich kenne sie ja schon wirklich lange. Aber ich habe Geld nie zum Thema in der Freundschaft gemacht, habe zwar auch immer mitgekriegt, dass sie knapp(er) bei Kasse ist und mich dementsprechend drauf eingestellt. Ich habe sie aber nie gewarnt oder so. - Wusste ich auch nicht.
    Wie gesagt, ich kenn mich damit überhaupt nicht aus.
    Jetzt ist es zu spät.

    Aber, auch das habt ihr oft genug betont, es ist nicht meine Verantwortung.
    Es ist ihre.
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.


  5. Registriert seit
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    AW: Geld leihen ...

    Zitat Zitat von Raisa Beitrag anzeigen
    Ist zwar im Moment bequemer für Dich, als ihren Unmut auszuhalten - aber helfen tust Du ihr nicht damit.
    Wenn sie wirklich Deine Freundin ist:
    Lass sie auflaufen, damit sie aufwacht.
    Jetzt.
    Da ist auch sehr viel wahres dran. Fühlt sich für mich sehr stimmig an, wenn ich das lese.

    Es ist irgendwie seltsam, wie schnell Hilfe eben auch so einen negativen Touch bekommen kann, weil oder wenn es keine Hilfe zur Selbsthilfe mehr ist.
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.


  6. Registriert seit
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    AW: Geld leihen ...

    Hm,

    also mit dem "es ist das letzte Mal" drückt man sich vor der Entscheidung, nein zu sagen. Und hat schon dafür gesorgt, das ein allerletztes und danach ein aller-allerletztes Mal geben wird. Außerdem, (tut mir leid), werde ich bei Sätzen wie "ich kann mir nichts zu essen kaufen" leicht misstrauisch, denn das ist sehr bewusst auf die Tränendrüse gedrückt. Denn ehrlich, wenn man auf Freunde damit so offen zugeht, dann müsste man es als ALG II-Empfängerin auch zur Tafel schaffen.

    Und eben deshalb würde ich sie beim Wort nehmen und auch Essen schicken, über einen Lieferservice, der in ihrer Stadt ausliefert. Für 20 Euro kriegt man genug zusammen, dass man bis zum nächsten Ersten überleben kann. Wenn ihr wirklich das Geld zum Essen gefehlt hat, wird sie Dir dankbar sein. Wenn das Geld doch nicht fürs Essen gewesen sein sollte, wird sie Dich nicht mehr fragen...

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