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19.02.2018, 12:43Inaktiver User
von Freundschaften, Bekanntschaften und der Einsamkeit
Geändert von Inaktiver User (19.02.2018 um 17:28 Uhr)
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19.02.2018, 13:05Inaktiver User
AW: von Freundschaften, Bekanntschaften und der Einsamkeit
Ich kann deinen Wunsch nach mehr Bekannten gut verstehen.
Hast du schon mal versucht, ein Treffen zu planen? Geburtstag der Kinder mit Eltern, Sommerfest oder so?
Als wir umgezogen sind, habe ich in meiner Gegend auch niemanden gekannt. Meine Tochter war im Kindergarten und ich habe in der Umkleide immer versucht mit den anderen Eltern ins Gespräch zu kommen. Habe die Kinder eingeladen, wo ich die Eltern auch mag. Habe Mütter direkt darauf angesprochen, ob sie mal einen Kaffee mit mir trinken möchten, mit den Kindern auf den Spielplatz oder spazieren gehen. Das hat alles sehr gut geklappt. Es sind tolle Bekanntschaften entstanden und einige entwickeln sich Richtung Freundschaft.
Jetzt ist meine Tochter in der ersten Klasse Volksschule und auch hier haben sich schon Möglichkeiten mit neuen Kindern und Eltern ergeben.
Nicht zuviel erwarten, einfach tun. Wenn sich nichts entwickelt, wars hoffentlich ein schöner Nachmittag.
Alles Liebe
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19.02.2018, 13:07
AW: von Freundschaften, Bekanntschaften und der Einsamkeit
Hallo Sensibilia,
es tut weh, wenn man man das Gefühl hat, von anderen nicht angenommen zu werden.
Ich frage mich, wieso alle anderen "komisch" sind. Vielleicht sind auch sie anders, wenn du sie näher kennen lernen würdest. Wobei ich es von mir auch kenne, dass sich aus Krabbelgruppen etc. Keine Freundschaften entwickelt haben, das war mir aber egal.
Was empfindest du als komisch bei ihnen?
Ich denke aber schon, dass du recht hohe Erwartungen hast bzw. eher empfindlich bist. Nicht jeder notiert sich Geburtstage von Bekannten und denkt ein Jahr später nicht mehr dran. Ganz ohne böse Absicht.
Und ehrlich gesagt, würde es mich unter Umständen auch verschrecken, wenn ich von einer Bekannten (nicht Freundin!) eine lange "Klagemail" bekommen würde. Ich kann dich verstehen, dass du jemanden brauchtest, um dich zu entlasten. Aber es kann schon dazu geführt haben, dass deine Bekannte dann nur noch wenig Lust auf ein Treffen hatte. Lange Mails schreiben ist ja okay, aber lies vielleicht mal alte Mails von deiner Bekannten und dir durch und achte dabei auf den "Grundton" (positiv, oberflächlich, Leid klagend, anklagend, neutral von einer Situation erzählend, fröhlich etc.). Vielleicht klafft dieser "Grundton" sehr weit auseinander.
Versuche doch, Frauen noch mehr unabhängig von deinen Kindern kennen zu lernen. Gibt es vielleicht ein Hobby oder ein Ehrenamt, das du gerne machen würdest?
Silvia
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19.02.2018, 13:09
AW: von Freundschaften, Bekanntschaften und der Einsamkeit
Mich wundert es ehrlich gesagt nicht, dass Du andere Menschen abschreckst. Du hast viel (!) zu hohe Erwartungen, textest entfernte Bekannte mit deinen negativen Erlebnissen und Gefühlen zu und erwartest dann tatsächlich Trost und Zuwendung?
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19.02.2018, 13:12
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19.02.2018, 13:29
AW: von Freundschaften, Bekanntschaften und der Einsamkeit
[QUOTE=Inaktiver User;33255366] Ich war sofort besser gelaunt, weil sich endlich mal wieder jemand bei MIR gemeldet hat und hab ihr sofort zurückgeschrieben und von meinem Tag erzählt und was ich alles schlimm fand und dass ich auch schon geheult hab heute weil mir alles zu viel ist usw. Ich hatte ihr auch von meinem verkorksten Geburtstag geschrieben, der zu dem Zeitpunkt gerade mal 2 Tage her war. [QUOTE=Inaktiver User;33255366]
Hallo Sensibilia,
ich kann Dich emotional gut verstehen.
Es ist aber wichtig, dass Du Dir bewusst machst, dass soziale Interaktion Regeln unterliegt. Einen persönlichen emotionalen Schmerz zur Schau stellen, ist erst ab einer engeren Freundschaft (in der man die gegenseitigen Geburtstage kennt) möglich also, mit möglich meine ich, nicht gefährdend für die Weiterentwicklung dieser.
Ich habe dabei selbst bereits 1 mal den Zeitpunkt zu früh gewählt. Allerdings nicht so früh, so daß es zum Abbruch kam. Es kam sogar zum Austausch. Eine Vertiefung hat das aber dennoch nicht gebracht. Ich konnte ihr nicht helfen und sie mir auch nicht. Dadurch dass wir auch unbeschwerte Treffen hatten, stehen wir weiter im losen Kontakt.
Ich neigte auch zu tiefgreifenden Gesprächen, wohl aufgrund von meiner Kindheit, aber zunehmend lässt dieses Bedürfnis gottseidank nach. Es bringt nichts.
Jetzt nochmal kurzer Schnelltipp:
Du bringst Dich ein im Elternbeirat, wuppst eine Hausrenovierung und hast 2 lebendige gesunde Jungs! Such Dir Gleichgesinnte: Jungs-Muttis, zb im Fußballverein? Und wie wäre eine Mutterkindkur? Der Berufseinstieg könnte auch helfen pragmatische Kontakte, zb beim Mittagsessen zu knüpfen. Vielleicht bist Du nicht der Mütter-Kurs-Super-Mum-Wettstreit- Typ? Orientiere Dich um, nach Deinen Bedürfnissen!
LG
Cluesa
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19.02.2018, 13:33
AW: von Freundschaften, Bekanntschaften und der Einsamkeit
Liebe Sensibilia,
das tut mir wirklich sehr leid für dich, dass dein Leben gerade so trist aussieht!
Aber ich muss mich trotzdem meinen Vorschreiberinnen anschließen:
da schreibt dir jemand, der dir gar nicht so wahnsinnig nahesteht und statt zu antworten, ja toll, ich freu' mich - lass uns was ausmachen und irgendwo nett 'n Wein trinken gehen, kommt dann sowas als Antwort:
Ich glaube nicht, dass ich besonders unempathisch bin - aber das hätte mich auch abgeschreckt, da überhaupt nochmal was zu antworten - selbst wenn ich es aus deiner Perspektive sogar gut verstehen kann.... hab ihr sofort zurückgeschrieben und von meinem Tag erzählt und was ich alles schlimm fand und dass ich auch schon geheult hab heute weil mir alles zu viel ist usw. Ich hatte ihr auch von meinem verkorksten Geburtstag geschrieben, der zu dem Zeitpunkt gerade mal 2 Tage her war. Ich weiß, dass sie nicht wusste, wann ich Geburtstag habe.
Du brauchst halt' ganz dringend Menschen, die für dich da sind und diese Bedürftigkeit leuchtet durch alles durch, was du schreibst.
Auch deine Bekanntschaften werden vermutlich wenig Ambitionen haben, das aufzufangen, sondern suchen auch nur ein nettes Miteinander.
Wenn ich jemanden kaum bis gar nicht kenne und der wirkt auf mich bedürftig und klettig, da siehst du von mir auch sehr fix nur noch eine Staubwolke und ich bin tendenziell recht gesellig. Ich kann da nur von mir und meinem Innenleben ausgehen, aber ich nehme an, die Menschen in deinem Dunstkreis nehmen das ähnlich wahr. An dem Punkt solltest du ansetzen an dir zu arbeiten, glaube ich.Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Oscar Wilde
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19.02.2018, 14:36Inaktiver User
AW: von Freundschaften, Bekanntschaften und der Einsamkeit
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Geändert von Inaktiver User (19.02.2018 um 17:29 Uhr)
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19.02.2018, 16:37
AW: von Freundschaften, Bekanntschaften und der Einsamkeit
Für mich hört sich das trotzdem irgendwie nach einer (guten) Bekannten an, die dich mag und gerne mal Zeit mit dir verbringt. Aber eben nicht nach einer engen Freundin, die sofort da ist, wenn's einem schlecht geht (oder bereit ist, eine lange Frustmail zu lesen, wenn sie nur nach einem Treffen gefragt hat).
Dieser Status "gute Bekannte" kann ja durchaus über viele Jahre so bleiben, ohne dass daraus eine Freundschaft wird.
Ja, ich kenne durchaus "komische" Leute, die ich nicht in meinem Bekanntenkreis haben möchte. Aber so gehäuft hatte ich das nicht. Naja obwohl...wäre ich zu Krabbelgruppen etc. hingegangen, um meinen Bekanntenkreis zu erweitern oder neue Freunde zu finden, wäre ich wahrscheinlich ähnlich frustriert wie du. Das war für mich aber nie der Grund, um zu solchen Gruppen zu gehen, daher war es mir egal.
Wenn du eine andere Mutter kennst, die du magst, triff dich doch ohne Kinder mit ihr! Dann ist es doch egal ob sie ein schüchternes Mädchen hat und du zwei wilde Jungs! Vielleicht habt ihr beide mal vormittags für einen Kaffee Zeit oder abends für einen Restaurantbesuch, Kneipe oder was auch immer.
LG Silvia
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20.02.2018, 11:40Inaktiver User
AW: von Freundschaften, Bekanntschaften und der Einsamkeit
Schade, daß die Theadstartein sich gelöscht hat - sie hätte sicher hier in der Anonymität des Forums etliches an positiven Informationen / Bewertungen und auch an Ideen, was man tun kann herausbekommen.
Sehr schade - aber das ist die Entscheidung der Threadstarterin und deshalb geb ich auch nicht meinen Senf dazu, welche Möglichkeiten ich sehe ( nicht welche Möglichkeiten es gibt ) um aus Einsamkeiten ( des Lebens) herauszukommen, um ein Bekanntschaftsnetz aufzubauen, aus dem sich dann irgendwann Freundschaften als "Kollateralgewinn" ergeben. Allesch


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