Liebe BC,
es ist kein weltbewegendes Problem, trotzdem erhoffe ich ein paar Rückmeldungen.
Seit vielen Jahren bin ich in einem Verein, der für mich sehr wichtig ist. Dort dabei ist auch ein Mann (knapp 20 Jahre älter als ich), der in meiner Wohnstadt wohnt und mit dem ich meist nach den Vereinsanlässen heimfahren kann.
Ich war auch schon bei ihm und seiner Frau zum Essen eingeladen und umgekehrt. Wir haben uns früher immer wieder mal zum Kaffee getroffen, ich mochte ihn sehr.
Bis dahin alles im Grünen. Nun habe ich eine gesundheitliche Einschränkung. Man sieht diese mir nicht an, es ist aber mit sehr leichten, aber chronischen Schmerzen verbunden. Die Behandlung war für mich der absolute Horror und ich möchte dies nie mehr erleben. Ich habe bis heute immer wieder leichte kurze depressive Phasen.
Nun sind habe ich im Zusammenhang mit einem Thema ganz beiläufig gesagt, ich hätte auch XYZ erlebt und mein Vereinsbekannter hat sich dann etwas distanzlos und respektlos geäussert, und zwar ging die Diskussion dahin, dass er meinte, ich könne ja nicht sicher sein, dass ich das Ganze nicht wieder hätte.
Ich habe dann gesagt, dass ich die leichten Schmerzen tapfer ertragen wolle und sicher sei, dass es nicht mehr aufflammen würde. Er hat insistiert und insistiert, dass es ja nicht sicher sein, es könnte ja wieder kommen und so weiter und mein erneutes, ich sei zuversichtlich hat er mit einem "täusch dich da mal nicht".
Ich bin in Bezug auf die Schmerzen wie ein rohes Ei, habe beim Nachhausekommen nur noch geheult und meine leichten Depressionen sind auch wieder gekommen.
Es ist mein Problem, dass ich nicht auf Durchzug schalten konnte und denken, der XY sei einfach ein Dummschwätzer. Es hat mir total runtergezogen. Ist aber auch immer noch mein Problem.
Ich will nun mit ihm nichts mehr zu tun haben, ich will nicht mehr mit ihm nach Hause fahren (lieber bin ich länger unterwegs) und auch keine Kaffeetreffen mehr. Sauer bin ich nicht auf ihn, ich will ihn nur nicht mehr öfter sehen als notwendig.
Die Frage ist nun: Soll man das kommunizieren? Einen Brief schreiben? Oder einfach beim nächsten Treffen im Verein die kalte Schulter zeigen?
Er wird dann aber wohl nicht wissen, wieso ich so reagiere. Ich kann mir vorstellen, dass er sich vollkommen im Recht fühlt und ja nicht ahnen kann, wie schlimm das für mich war. (Ein anderes Vereinsmitglied hatte übrigens die gleiche Behandlung und hat es auch als Einschnitt in seinem Leben angesehen, als totalen Horror und er sagte, alles, nur das nicht mehr. Es ist also nicht nur mein subjektives Empfinden.)
Was meint ihr?
P.S. Bei meiner Einschränkung handelt es sich nicht (!!) um die Krankheit, die mein Nick vermuten lassen könnte.
Antworten
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21.09.2017, 13:44
Vereinskollegen über Kontaktabbruch informieren?
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21.09.2017, 13:55
AW: Vereinskollegen über Kontaktabbruch informieren?
also, sorry, aber wie bitte kannst du dir soooo sicher sein, dass du eine Krankheit nicht mehr bekommst?
Das ist schon sehr fragwürdig...
Keiner kann wissen, was er bekommt. Egal ob wieder oder neu....
Ich verstehe da deine Bekannten schon.
Das klingt alles sehr komisch
Und jetzt Kontaktabbruch?
Auch noch breitgetreten in der Runde - da schießt du dich ins Aus, schätze ich.
Und stehst dann isoliert da.
Überlege dir das nochmal.
Du solltest bedenken, dass deine Meinung "xy bekomme ich NIIIIIEEEE wieder" von manchen Menschen als Hybris empfunden werden kann. Schätze daher hat er so reagiert.
Was warsn? Darmspiegelung? Lumbalpunktion? Chemotherapie?
Du solltest dich um deine Seele kümmern, sonst kriegst du noch ganz andere Krankheiten (weiß ich aus eigener Erfahrung)
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21.09.2017, 13:56Inaktiver User
AW: Vereinskollegen über Kontaktabbruch informieren?
Machst du das immer so? Ein falsches Wort und weg mit den Leuten?
Dürfen Freunde/Bekannte keine eigene Meinung haben?
KLar sag ihm das. Aber ehrlich deine Reaktion finde total daneben.
Du bist chronisch krank - okay. Du schreibst es ist nicht so schlimm, ein bißchen Schmerzen kannst du aushalten.
Dein Freund sieht das anders - so what?
Jeder hat wohl eine andere Meinung und vielleicht kennt er die Krankheit?
Beleidigt sein und sich abwenden finde ich schade.
Aber jeder ist eben anders. Ich hätte anders reagiert und ihm seine Meinung gelassen. Im Endeffekt musst du den Schmerz aushalten und nicht er.
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21.09.2017, 14:09
AW: Vereinskollegen über Kontaktabbruch informieren?
Für mich hört sich das alles sehr widersprüchlich an und ich denke, dass Du in Dir selbst und Deiner Haltung nicht gefestigt bist und daher keine Widerworte ertragen kannst.
Wenn es leichte Schmerzen sind, gibt es nichts tapfer zu ertragen. Wenn Du sicher bist, dass Du gegen jeden Rückfall / Wiederaufflammen / oder was auch immer gefeilt bist, dann kann Dich nicht erschüttern, dass er skeptisch ist.
Wenn Menschen auf einander treffen, gibt es nun einmal unterschiedliche Meinungen. Das macht das Leben eigentlich erst interessant.
So einen Kontaktabbruch dann auch noch im Verein breit zu treten, halte ich nicht für eine gute Idee. Was willst Du den sagen? "der XY hat einen andere Meinung, als ich und darum will ich nichts mehr mit ihm zu tun haben"?
Das könnte Dir mehr Ruhe und Freiraum verschaffen, als Dir lieb ist. Ich hätte jedenfalls keinen Bock auf so ein Prinzessinnenverhalten.
Wenn Du das wirklich als Anlaß zum Kontaktabbruch nehmen will, halte Dritte da raus. Sag ihm Deine Gründe und gut ist.
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21.09.2017, 14:12
AW: Vereinskollegen über Kontaktabbruch informieren?
Nur als Beispiel: stell dir vor, du bekämst ein Bein amputiert wegen einer Krankheit und denkst, dass du ja noch eines hast. Schwer genug mit einem Bein, aber dann kommt ein Dummschwätzer und erzählt dir aus dem Nichts, dass das Gleiche ja noch auf dem zweiten Bein auftreten könnte und dass du dann kein Bein mehr hättest.
Klar, es kann auch auf dem zweiten Bein auftreten, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering. Die meisten Leute brauchen aber solche Dummschwätzer, die auch noch insistieren, so nötig wie der Hausschwamm.
Klar, es darf jeder seine Meinung haben, aber die kann man ja auch mal für sich behalten, gerade wenn das Gegenüber bittet, nicht mehr weiterzumachen.
Und es ist nicht breitgetreten in grosser Runde. Es geht ums Nachhausefahren und Kaffeetrinken ausserhalb der Vereinsanlässe.
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21.09.2017, 14:21
AW: Vereinskollegen über Kontaktabbruch informieren?
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21.09.2017, 14:21Inaktiver User
AW: Vereinskollegen über Kontaktabbruch informieren?
ich kann mir vorstellen, dass man in bezug auf eine krankheit sehr sensibel ist.
und dass andere menschen sich nicht vorstellen können, wie sensibel man darauf reagiert.
woher sollen die das auch wissen? jeder mensch ist anders.
dein freund ist dir gegenüber vielleicht zu weit gegangen. nach deiner meinung.
dann beende den kontakt. fahr nicht mehr mit. trinke keinen kaffee mehr.
aber bitte ohne begründung oder gar brief.
falls er fragt, kannst du ja was sagen wieso.
aber sonst sag guten tag und auf wiedersehen....
aber ich glaube, nein ich weiß, dass du das nicht kannst.
wenn du wegen sowas schon ein anonymes forum fragen musst, ist es mit deinem selbstbewusstsein nicht weit.
daran kannst du arbeiten. wenn du willst.
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21.09.2017, 14:23Inaktiver User
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21.09.2017, 14:24
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21.09.2017, 14:25Inaktiver User


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