Hey ihr Lieben,
ich bin gerade ein wenig baff und würde mich gerne erkundigen, wie ihr das so handhaben würdet.
Meine Feundin und ihr Verlobter heiraten in ca. 2 Monaten. Als ich gefragt wurde, ob ich Trauzeugin sein will, habe ich mich gefreut. Erstmal meinte sie, es ist ok, wenn ich nur zur Unterschrift komme, da ich 6 Zugstunden entfernt von ihr wohne. Sie hat für den Organisationskram noch eine Brautjungfer. Vom Aufwand her, wollte sie mit der Zeit, dass ich mehr mache, was ich versucht habe umzusetzen so gut es ging. Ich kümmere mich im Moment noch zusätzlich um die Hochzeitszeitung und das Hochzeitsbuch.
Das Problem ist, dass ich nur für den Tag der Hochzeit frei bekomme (habe jetzt erst den neuen Job angefangen). Ich freue mich einerseits, dass mein neuer Arbeitgeber mir die Möglichkeit gegeben hat, an dem Tag da zu sein (hab das schon vorher abgeklärt), den darauffolgenden Tag habe ich aber nicht bewilligt gekriegt. Als ich ihr das mitteilen wollte, ist sie mir zuvorgekommen und hat gemeint, dass sie denkt, dass es besser ist, wenn die Brautjungfer die Trauzeugin ist. Sie würde viel mehr machen und es hat sie total fertig gemacht, dass sie nicht weiß, ob ich zur anschließenden Feier bleiben kann. Ich bin gerade sehr traurig darüber. Ich war bereit für diese Unterschrift am Vorabend nachts anzureisen, am nächsten Tag zum Standesamt zu gehen und dann wieder nachts zu Hause anzukommen. Das Problem ist, sie heiratet erst um 4 und ich muss spätestens den Zug um 6 nehmen, da ich sonst gar nicht mehr zu Hause ankomme. Deswegen wollte ich noch den Tag drauf gerne frei haben, um auch an der Feier teilzunehmen.
Ehrlich gesagt, habe ich auf den ganzen Stress jetzt überhaupt keine Lust mehr und würde am Liebsten gar nicht mehr fahren. Auf die Hochzeitszeitung habe ich auch keine Lust mehr, das würde ich ehrlich gesagt, komplett an die neue Trauzeugin abgeben.
Was denkt ihr? Soll ich mich zusammenreißen oder lieber drauf verzichten? Und wenn verzichten, dem AG mitteilen oder lieber einfach frei machen (wie vorher schon abgesprochen). Ich mache extra Minusstunden, die ich abarbeiten muss...
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 98
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17.09.2016, 18:36
Keine Trauzeugin mehr, trotzdem zur Hochzeit gehen
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17.09.2016, 20:07
AW: Keine Trauzeugin mehr, trotzdem zur Hochzeit gehen
Kann ich verstehen, dass du keine Lust mehr hast. Du würdest dann nach der Trauung abreisen, wenn ich das richtig verstanden habe...du reist 6 Stunden an, wozu eigentlich?
Es ist der Geist der sich den Körper baut
Friedrich Schiller
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17.09.2016, 20:57Inaktiver User
AW: Keine Trauzeugin mehr, trotzdem zur Hochzeit gehen
Genau, das würde ich auch an Deiner Stelle machen.
Deine "Freundin" anrufen und ihr sagen, dass Dir der Aufwand zu viel ist, um nur dabei zu sein.
Als Trauzeugin hättest Du es gemacht, aber als X-beliebiger Gast nicht.
Ich wäre sauer.
Wenn sie es nicht hinnimmt, wäre es das mit der Freundschaft.
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17.09.2016, 23:05
AW: Keine Trauzeugin mehr, trotzdem zur Hochzeit gehen
Die Gute ist wohl völlig durch den Wind, wegen der bevorstehenden Hochzeit und ihrer Sorge, ob auch alles klappt.
Ihr wohnt weit auseinander, das ist schonmal eine ungünstige Sache von vorn herein. Da lässt es sich auch nicht mal eben schnell in Ruhe besprechen, was man eigentlich auf dem Herzen hat. Nein, man haut dann per Telefon ein Statement raus, was es - hätte man sich kurz treffen können - vermutlich so nicht gegeben hätte.
Dass du nicht lange bleiben kannst, ist sehr schade, und ich finde es vom Arbeitgeber ziemlich kleinlich, dir den zweiten Tag nicht zu gewähren. Aber gut, vielleicht bist du da ja tatsächlich unersetzlich.
Ich habe schon Arbeitsplätze angetreten, da war klar, dass ich in 8 Wochen drei Wochen Urlaub mache. Ging auch.
Gib die aufwändigen Sachen ab an die andere Freundin.
Und bitte, bitte nimm es dir nicht so zu Herzen, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Braut das gewollt hätte. Die Situation ist einfach doof, und sie braucht Gewißheit, dass sie dann den ganzen Tag jemanden an ihrer Seite hat, der von vorne bis hinten Bescheid weiss. Das kann ich nachvollziehen.
Ob du für die kurze Zeit hinfährst, würde ich mir eher in Sachen Aufwand/Nutzen überlegen. Nicht, ob du da noch gewünscht bist. Natürlich bist du das! Erwarte aber bitte keine übergroße Anteilnahme für deinen Energieaufwand. Die Braut hat mit sich zu tun.
Du könntest ihr alternativ anbieten, dass ihr euch zu zweit einen ganz tollen Tag macht, wenn du besser frei bekommst, mit Hochzeitsfotos gucken usw., und einer Menge Spaß.
Nein, eine Freundschaft würde ich an Hochzeitsdingen nicht festmachen.
Es gibt Situationen, die sind ungünstig. Mehr ist das nicht.
Es ist m.E. immer ratsam, von sich weg zu blicken, und nicht zu erwarten, dass andere etwas nachvollziehen können, wenn diese gerade selber schwer im Streß sind. Wer weiss, was sie noch für Fragen und Gedöns zu regeln hat, weil irgendwem was nicht paßt, und darüber können viele Bräute ein ganzes Buch schreiben.
My 2 cents.
LG KarlaThe original Karla
est. 2006











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18.09.2016, 00:20
AW: Keine Trauzeugin mehr, trotzdem zur Hochzeit gehen
Wieso grämt es dich so, daß du nicht einen Verwaltungsakt bezeugen darfst? Das ist so etwas von un-spannend und nichts, wovon mein seinen Enkeln erzählen kann, außer, wenn der Beruf mal wieder nicht auf den Vordruck paßte und man sich schnell etwas ausdenken mußte.
Ich würde für Verwaltungskram auch keine zwei mal sechs Stunden (und dabei bleibt's ja oft nicht) fahren! Und auch nicht dafür, irgendeine andere Arbeit machen zu dürfen! Wobei es blöd ist, Arbeit zuzusagen und dann einzuschmeißen. Schwierig, da stilvoll rauszukommen.
Und den freien Tag würde ich mitnehmen.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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18.09.2016, 08:09
AW: Keine Trauzeugin mehr, trotzdem zur Hochzeit gehen
Das finde ich ganz schön unverschämt.Als ich ihr das mitteilen wollte, ist sie mir zuvorgekommen und hat gemeint, dass sie denkt, dass es besser ist, wenn die Brautjungfer die Trauzeugin ist. Sie würde viel mehr machen
Für mich hätte diese Freundschaft einen irreparablen Riss.
Ich verstehe Deine Unlust, da überhaupt noch hinzufahren,
es würde wahrscheinlich nicht mal entsprechend wertgeschätzt werden.
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18.09.2016, 11:30Inaktiver User
AW: Keine Trauzeugin mehr, trotzdem zur Hochzeit gehen
Ich finde, es ist eine Ehre, Trauzeuge zu sein, ebenso wie Pate zu sein.
Es ist nicht nur ein Verwaltungsakt, wenn ein Brautpaar sich für dieses Amt jemanden aussucht.
Heute scheint es aber mehr und mehr amerikanische Züge anzunehmen, die Trauzeugen müssen für ein Rahmenprogramm sorgen, Reden halten und so eine Art Entertainer sein.
Eine Hochzeit wird zu einem Event, wo das Brautpaar für einen Tag Disneyprinzen sein wollen.
Die Freundin der TE scheint tatsächlich eine Prinzessin auf der Erbse zu sein.
"Wer tut am meisten für mich, wer ist mir am nützlichsten?"
Für diese Anspruchshaltung 6 Stunden hin fahren, zugucken und 6 Stunden wieder zurückfahren?
Ich würde es nicht machen.
Eine Braut bleibt ein ganz normaler Mensch, auch wenn sie für ein paar Stunden Braut ist.
Irgendwie scheint sich dieses Prinzessinnengehabe nicht mehr auf den Tag der Trauung zu reduzieren, sondern weitet sich durch diesen Klimbim drumherum auf viele Tage, Wochen und Monate aus.
Ich würde mich verweigern.
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18.09.2016, 11:34Inaktiver User
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18.09.2016, 11:53Inaktiver User
AW: Keine Trauzeugin mehr, trotzdem zur Hochzeit gehen
Trauzeuge, Pate - das sind doch Herzensdinge!
Bei einer Patenschaft übernimmt man zusätzlich SEHR VIEL Verantwortung - aber nicht für die Feierlichkeit, sondern für´s Kind!
Ich habe von unseren Trauzeugen überhaupt nicht erwartet, dass sie so ein TamTam veranstalten mit Hochzeitszeitung hier, Ringelpiez mit Anfassen dort! Was soll das? Wenn ich das für meine Hochzeit möchte, organisiere ich das selbst - oder lasse es organisieren. An damit korrelierte Tätigkeiten / Wohlverhalten den Status Trauzeuge zu knüpfen, führt für mich den ganzen Gedanken ad absurdum. Trauzeuge ist ein Mensch, der mir nahe steht, nicht einer, der toll organisieren kann.
Für mich wäre das vermutlich eher das Ende einer Freundschaft. Eine Kleinigkeit zwar, aber das, was sich über diese Kleinigkeit offenbart, ist eben eine ganz große Nummer, für mich jedenfalls.
Ich hatte einen ähnlichen Fall, dabei ging es um die Patenschaft. Ich möchte hier nicht ins Detail gehen, aber das Ende vom Lied war, dass ich die Patenschaft ablehnte, und kurz darauf die Freundschaft beendete.
Ich habe es seither keine Sekunde bereut, diesbezüglich auf mein Gefühl gehört zu haben. Für mich war die Sache emotional eine derartige Watschen, dass ein Aufrechterhalten der Freundschaft eine Farce gewesen wäre.
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18.09.2016, 12:07Inaktiver User


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