Ich finde eher, dass das Psychologie-Forum hier passend wäre.
Du scheinst extreme Probleme mit Dir und Deinem Selbstwertgefühl zu haben. Bist Du das mal therapeutisch angegangen ?
Dein Partner darf niemanden nach Hause zu euch einladen und Du fragst sogar, ob man für einen Anruf (!!) den Haushalt liegen lässt. Nimmt Deine Wäsche es Dir krumm wenn sie eine halbe Stunde später zusammengelegt wird ? Du hast offenbar keine Kinder, nur einen 400 €-Job und gerade mal den Haushalt für zwei Personen zu wuppen und dennoch wird Dir schon alles zuviel und Du fragst Dich, wie Du da noch Zeit und Energie für Freundschaften aufbringen kannst ?
Ich arbeite volltags, habe drei Kinder, ein großes Haus mit Garten, sehr zeitaufwändige Hobbies, ein paar Freunde und eine ganze Menge Bekannte. Wenn eine Freundin oder Bekannte anruft gehe ich selbstverständlich ans Telefon. Notfalls bitte ich darum, dass ich sie später zurückrufen kann, aber ganz gewiss nicht wegen einer nicht ausgeräumten Spülmaschine oder eines nicht fertig geputzten Fensters.
Dein Problem liegt definitiv woanders.
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Ergebnis 11 bis 20 von 33
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13.01.2016, 18:22
AW: Freundeskreis mit 40 aufbauen
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13.01.2016, 18:28
AW: Freundeskreis mit 40 aufbauen
Liebe te,
Ich schmeiße hier einfach mal in die Runde, welche Gedanken mir deinem thread durch den Kopf gehen.
Mich erinnert das nämlich an meine miesesten Zeiten.
Da war ich depressiv und habe meine Wohnung ziemlich vernachlässigt und habe so gut wie niemanden in meine Wohnung gelassen.
Das hätte und hat niemand aus meinem Kollegenkreis je vermutet, die wissen das auch heute noch nicht.
Eines Tages habe ich meine beste Freundin in meine Wohnung gelassen und kurz drauf habe ich auch meine Psyche und meine Wohnung wieder in den Griff bekommen.
Ich will dir nichts unterstellen, aber könnten sich das eventuell Paralellen auftun?
Möchte betonen, dass ich von Natur aus introvertierter bin, aber was ich da einige Jahre gemacht habe, war nicht "normal".Geändert von bazeba (13.01.2016 um 18:36 Uhr)
Never be afraid, never.
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13.01.2016, 18:33Inaktiver User
AW: Freundeskreis mit 40 aufbauen
Dann würde ich es sein lassen.
Was Anderes kann ich dir dazu wirklich nicht sagen.
Ich weiß ja nicht, wie eure räumliche Situation ist.Wenn Besuch zu Hause ist der Partner irgendwie immer "beeinträchtigt".
Wenn ich Freundinneen zum Kaffee da habe, zieht sich mein Partner in sein Büro zurück. Das bedeutet für ihn aber auch kein Opfer, da er auch gerne mal für sich ist. Und er dann am PC zockt.
Außerdem: reden hilft. Wenn sich Treffen bei mir zuhause abspielen, dann frage ich natürlich meinen Partner, ob es ok ist. Schließlich "blockiere" ich dann dass Wohnzimmer.
Ich weiß nicht, was ich da groß erzählen soll**....nur soviel: mein Bedarf an Freunden, denen immer alles Zuviel ist, die angeblich ständig im Stress sind und die sich keine Zeit nehmen für die "Freundschaftspflege", ist für die nächsten 3 Leben gedeckt.Das kann ich sehr gut verstehen. Das zeigt aber, dass du mehrere Menschen mit diesen Problem kanntest... Vielleicht kannst du mir ein wenig mehr darüber erzählen?!
Brauch ich nicht.
Es gibt nämlich auch andere.
Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
An diesem Spruch ist ziemlich viel dran, meiner Erfahrung nach.
Leute in meinem Umfeld, die sich so verhalten, sind nicht lange meine Freunde.Ich war auch immer derjenige, der eingeladen wurde, statt einzuladen oder der angerufen wurde, statt selber anzurufen usw.
Ich laufe niemandem mehr hinterher. Oder nur noch eine gewisse Zeit.
Wenn immer nur ich gebe, ist mir die Sache langfristig zu einseitig.
Brauch ich nicht.
*unterschreib*
**P.S. Wenn es dich interessiert: in unregelmäßigen Abständen schreibe ich zu dem Thema Freundschaften in versch. Strängen meinen Frust oder mein Erstaunen nieder.
Zuletzt im Sammelstrang Merkwürdige Umgangsformen eurer Bekannten oder Silvester-Unsitten oder Diskussionen rund um das Thema Whatsapp.....Geändert von Inaktiver User (13.01.2016 um 18:39 Uhr)
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13.01.2016, 18:33
AW: Freundeskreis mit 40 aufbauen

Aha. Interesse an Freundschaften und anderen Menschen hast du nicht. Aber nun hast du dir mal eben so überlegt, dass ein paar Freunde "eine gute Abwechslung und Aufmunterung" für dich wären.
Mein Eindruck: du kannst dich und dein Leben selbst nicht leiden und suchst nun "Freunde", die du instrumentalisieren willst, um dich besser zu fühlen.
Ich kann dir jetzt schon sagen: das kannst du vergessen. Menschen spüren es, wenn sie nur instrumentalisiert werden, aber eigentlich als individuelles Wesen nur lästig sind. Deine innere Einstellung strahlst du aus allen Poren aus. Gerade in deinem/unserem Alter haben andere Menschen da mittlerweile einen sehr guten Blick für.
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13.01.2016, 20:25Inaktiver User
AW: Freundeskreis mit 40 aufbauen
Walburgilein, ich finde mich in Deinen Schilderungen total wieder. Mir geht es sehr ähnlich. Ich habe "niemanden" außer meiner Mutter - zu der ich aber kein sehr enges Verhältnis habe - und meinem Partner. Ich bin in Vollzeit berufstätig und habe eigentlich keine Energie übrig außer für meinen Job, meinen Mann und unseren gemeinsamen Alltag. Mein Mann und ich leben eine sehr symbiotische Beziehung, und ich kann und will keine Emotionen "opfern" für irgend jemanden außerhalb meiner kleinen heilen Welt. Ab und zu denke ich mal, ich "müsste" doch was tun und mal einen Freundeskreis aufbauen, Kontakte pflegen, sozial sein. Denn es wird einem eingeredet, dass man das muss. Dass es normal ist, soziale Kontakte außerhalb der Ehe zu haben, und dass es unnormal und ungesund ist, so zu leben wie ich. Aber eigentlich will ich das gar nicht. Ich lebe mein Leben so, wie ich das will und wie es mich glücklich macht. Nur scheint das kaum jemand zu verstehen. Da wird von Depressionen bis hin zu Therapiebedürftigkeit gern alles bemüht, nur um nicht verstehen zu müssen, dass auch diese Art zu leben "normal" ist.
Während meiner Schulzeit hatte ich eine ganz klassische beste Freundin, eine Seelenverwandte, die alle meine Gefühle, Geheimnisse und Sehnsüchte kannte, der ich mein Innerstes offenbart habe. Manchmal sehne ich mich danach zurück, wieder so eine beste Freundin zu haben, aber ich möchte nicht die Zeit und Mühe investieren, die es kostet, jemanden zu suchen, zu finden, kennenzulernen und zu halten. Ich habe Sehnsucht nach einer fernen Erinnerung, aber im Grunde meines Herzens keine Ambitionen, diesen Zustand heute wieder herzustellen. Heute ist mein Partner mein allerbester Freund, mein Seelenverwandter. Auch ich mag es überhaupt nicht, wenn uns Leute besuchen. Mich stresst das total, einen Eindringling in unserer Privatsphäre zu haben. Wir sind gerade umgezogen und haben jetzt endlich "alle" Verwandtenbesuche "hinter uns" (meine Mutter sowie seine Mutter+Schwester, es sind also keine Horden bei uns eingefallen). Das muss ich so schnell nicht wieder haben! Übernachtungsbesuch jeglicher Art wäre mir ein Graus.
Warum genau möchtest Du einen Freundeskreis? Was versprichst Du Dir davon, was bist Du bereit zu investieren? Wie groß soll der Freundeskreis sein? Wie könnte so eine Freundschaft in der Realität aussehen? Diese Fragen musst Du nicht uns, aber Du solltest sie Dir selber beantworten.
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13.01.2016, 21:01Inaktiver User
AW: Freundeskreis mit 40 aufbauen
Torun,
Mal abgesehen davon, dass mich die Schilderung deines Lebens absolut gruseln lässt:
Wenn du das so durchziehst, ist das ok. Deine Sache.
Problematisch wird es, wenn "Leute wie du" (zu denen ich persönlich die TE auch zählen würde, nach dem, was sie hier so schildert) Kontakte zu Dritten aufbauen, in diesen vielleicht Hoffnungen auf eine freundschaftliche Beziehung wecken, und diese dann am langen Arm verhungern lassen, weil es ihnen dann doch lästig oder zuviel wird.
Was die TE derzeit ja andenkt (Kontakte knüpfen).
Die TE sollte dann eines nicht vergessen:
Auch Menschen, die nicht so leben wollen wie du (oder sie), haben Gefühle.
Und es kann verdammt wehtun, von jemandem, mit dem man sich gerade angefreundet hat, vermeintlich grundlos zurückgewiesen oder fallengelassen zu werden.
Deswegen schrieb ich: wenn ihr das doch alles Zuviel ist & sie eigentlich ohnehin kein Interesse an Freundschaften hat, dann soll sie es einfach sein lassen.
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13.01.2016, 21:39
AW: Freundeskreis mit 40 aufbauen
Hallo Walburgi,
ich finde es nachvollziehbar und verständlich, dass du den Wunsch nach "mehr Kontakt" verspürst.
Und ich finde es auch legitim, wenn man nicht sofort "Tür und Tor" öffnen möchte, gerade wenn man lange Zeit wenig anderen Menschen begegnet ist.
Ich finde es allerdings auch wichtig, den anderen Menschen entsprechenden Respekt entgegenzubringen und keine falschen Hoffnungen zu wecken.
Ich an deiner Stelle würde schauen, ob es Angebote gibt, wo sich Frauen regelmäßig treffen und dann dort mitmachen. So gibt es hier z. B. bei der Frauenberatungsstelle regelmäßig ein "Frauenfrühstück". Wenn man da jede Woche hingeht, lernt man doch die anderen schon mal kennen und kann schauen, ob man sich auch mal so treffen möchte.
Oder du schließt dich einer Nordic-Walking-Gruppe an.
Oder einer Näh-Gruppe.
Schwierig finde ich allerdings, wenn man im Grunde seines Herzens gar keine Menschen "braucht", aber vom Kopf her sich dazu zwingen will, für irgendwelchen fiktiven Fälle "nicht allein zu stehen".
Für mich wäre ein so derart symbiotisches "Inselleben" mit einem Partner eine schreckliche Vorstellung. Ich mag Menschen, interessiere mich für Menschen und komme gut mit Menschen in Kontakt.
Dagegen bin ich nun auch nicht die Freundin von "ständig Besuch haben". Das muss auch nicht sein. Man kann sich auch außerhalb treffen, gemeinsame Aktivitäten ausüben.
Frage dich doch einmal, was dich interessieren würde.
Viele Grüße
Capbreton
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14.01.2016, 05:59
AW: Freundeskreis mit 40 aufbauen
torun,
zwischen dir und der te ist ein himmelweiter unterschied: du lebst freiwlllig mit deinem mann in einer symbiose. warum sollte man dir da unterstellen, dass das nicht "normal" ist?
ich frage mich nur, wer dir denn einredet, dass du nicht "normal" lebst . . wo du doch angeblich keine sozialkontakte hast . .
keiner ist übrigens gezwungen, sozialkontakte zu haben. von mir aus darf jeder leben, wie er will.
ist für mich zwar unverständlich, dass man mit beruf und partner und haushalt ausgelastet ist, aber ich muss ja nicht alles verstehen.
liebe te, bleib doch einfach bei deinem leben. offenbar hast du nicht das bedürfnis nach sozialkontakten. dann lass es einfach.
chacun a son gout wie die franzosen zu sagen pflegen.
ich finde, man soll die menschen so nehmen, wie sie sind. andere gibt es nicht.
luciernago
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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14.01.2016, 06:37
AW: Freundeskreis mit 40 aufbauen
es sind i.d.R. die Interessen, die uns mit Menschen zusammen bringen.
Dazu kann sogar Forumschreiben gehören. Wenn man denn die Kontakte mit Leuten, mit denen man sich gut versteht, ins RL holt.
Und Gruppen gibt es auch jede Menge zu allen Interessenslagen, und sei es auch nur, um die Freizeit (themenbezogen oder allgemein) miteinander verbringen.
Was ich aber bei dir sehe: du hast ja gar keine Freizeit, die du für deine außerhäuslichen Interessen nützen willst, zumindest nicht für Interessen, die du mit Menschen teilen könntest. Und als Notnagel wollen sich die Leute nicht mißbrauchen lassen. Das wäre auch nicht tragfähig, wenn man sich sonst nichts zu sagen hat.
Wenn du an anderen Menschen interessiert bist und für dich selbst Zeit haben willst, dann räumst du dir dafür Zeit ein. Dann muss halt dein Mann mal mehr machen oder es ist eben nicht alles so perfekt.
Sich von anderen Leuten daheim behindert fühlen, hmm, lebt ihr in einer sehr kleinen Wohnung? Ansonsten kann man das doch mal in Kauf nehmen und sich für die ein/zwei Stunden zurück ziehen. Mir ist solches Einmauerverhalten auch fremd.
Dass du meinst, du hast nichts zu einer Unterhaltung beizutragen, mag auch daran liegen, weil du an nichts wirklich interessiert bist. Aber selbst wenn es um Haushalt und Familie geht, gibt es doch viele, die diese Intereressen teilen. Auch dazu gibts Gruppen, oder Kurse (Familienbildungsstätte, vhs usw). Also selbst deshalb müsstest du nicht allein sein.
nein, eine Aufmunterung sind Freunde nicht, wenn es sonst nichts gibt und du dein Leben nicht so geregelt kriegst, damit du entsprechend Schönes mit ihnen teilen kannst.
Ich habe meine beste Freundin übrigens erst mit Mitte 40 kennen gelernt, über ein gemeinsames Interesse. Das haben wir zwar dann nicht miteinander gepflegt, aber dafür unsere anderen gemeinsamen Interessen. Vor einem Jahr bin ich umgezogen, ich hab zwar noch keine Freundschaften hier, dazu fehlt mir auch die Zeit, aber Kontakte habe ich von der ersten Stunde an aufgebaut. Mit meinen Nachbarn, und über das wandern. War ganz leicht. Es gibt für jedes Alter Freizeitgruppen, also Bekannte zu finden ist nicht schwer. Freunde dagegen, das steht nochmal auf einem anderen Blatt. So was entwickelt sich oder eben nicht.Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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14.01.2016, 07:19
AW: Freundeskreis mit 40 aufbauen
Ich habe ziemlich viele Kontakte im Zusammenhang mit Beruf/Ehrenamt/Hobby. Vieles davon sind Leute, die ich inzwischen mehrere bis viele Jahre kenne, und ja, viele davon würde ich als Freunde bezeichnen.
Aber wenn wir uns treffen, dann immer mit dem Ziel, etwas zu machen, das mit Beruf/Ehrenamt/Hobby in Verbindung steht, nicht einfach nur um Kaffee zu trinken und zu tratschen - so ein bisschen tratschen ergibt sich in der Regel von selbst und auch einen Kaffee kann man meist haben.
Zu mir nach Hause lad ich auch sehr wenig ein - eigentlich nur eine Person - die andern treff ich draussen, entweder in meiner Praxis, wo es sehr gemütlich ist und man auch arbeiten kann, oder in einem Lokal.
gruss, barbara


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