Wir hatten, als die Mädchen noch klein waren, auch meist ein Betreuungsproblem- Verwandtschaft in der Nähe gabs keine und Babysitter sind, wenn die Kinder sich problemlos babysitten ließen, auch eine fühlbare Ausgabe, die zur eigentlichen Abendgestaltung hinzu kommt
Bei knapper Kasse durchaus ein Argument.
Wenn wir solche Einladungen dann absagen mussten- mangels Kinderbetreuung, oder weil wir uns diese in diesem Monat nicht leisten wollten- haben wir immer "Ersatztermine" angeboten. Also- nicht früher und dann mit den Kindern, sondern einfach gesagt- ja, gern, aber nicht mehr in diesem Monat. Wie wäre es mit dem XY.? Oder noch später? Habt Ihr dann Zeit?
Ich fands auch nie "peinlich" oder so, zu sagen- Essen gehen mit Getränken, vielleicht hinterher noch woanders hin, das kostet uns inkl. Babysitter um die 100 Euro, eher mehr- das geht diesen Monat nicht.
( Bei drei Kindern kann man einen Babysitter nicht mit ein paar Euro pro Stunden abspeisen....)
Alle unsere Bekannten wussten, dass mein Mann zu dieser Zeit überwiegend Alleinverdiener war, ich hatte einen Minijob. Da darf man schon mal sagen- kann ich mir nicht leisten.
Finde ich jedenfalls.
Es waren ein paar sehr häusliche Jahre, die wir aber mit fast allen Freunden - mit und ohne Kindern- ganz gut überstanden haben. Es sind nur ein oder zwei Personen aus unserem Freundeskreis verschwunden, wenn ich es recht bedenke....
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Thema: Kinder und Freundschaften
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03.03.2015, 17:25
AW: Kinder und Freundschaften
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03.03.2015, 17:35Inaktiver User
AW: Kinder und Freundschaften
Meine Freunde mit Kindern haben es immer geschafft, sich regelmässig auch ohne Kinder zu treffen - darunter war eine berufstätige Mutter mit drei kleinen Kindern. Sie sagte selbst, dass sie auch froh ist, ab und an ohne die Kinder wegzugehen.
Natürlich geht das nicht immer und natürlich stellt man sich, wenn man selbst kinderlos ist, auch drauf ein. Trotzdem sollte das keine Einbahnstrasse sein und meine Freunde mit Kindern hätten das auch nie verlangt. Ich finde übrigens, dass Du mit Deinen Freunden sehr verständnisvoll umgehst und sehe da auch kein Bedrängen.
Wenn da auf Vorschläge von Dir sofort kommt "Wir haben ja Kinder", dann hört sich das für mich auch sehr nach Ausrede an, zumindest wenn das ohne weitere Erklärung kommt. Kinder zu haben fesselt einen ja nicht per se an die Wohnung.Geändert von Inaktiver User (03.03.2015 um 17:35 Uhr) Grund: Tippfehler
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03.03.2015, 17:52Inaktiver User
AW: Kinder und Freundschaften
Also ich finde, die beiden klingen aber auch wirklich reichlich langweilig. Wenn das einer schon von sich selbst so verbittert behauptet, örks, da hätte ich auch keine Lust, Silvester zu verbringen. Was ist denn das auch für ein Selbstbild? Irgendwie ist man doch auch noch was andres als nur Mutter und Vater; aber das muss ja jeder für sich ausgestalten. Ich würde das Theater auch nur dann mitmachen, wenn ich richtig Lust drauf hätte, aber mir auch kein Bein dafür ausreißen. Sie tuns ja offensichtlich auch nicht. Klar, Verständnis für ihre Situation...aber ihr habt doch auch Bedürfnisse.
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03.03.2015, 19:10
AW: Kinder und Freundschaften
Liebe Emilia
Ich glaube, es geht hier ueberhaupt nicht um die verschiedenen Probleme und Loesungen, die Menschen begegnen wenn sie mit kleinen Kindern Freundschaften pflegen. Du selbst kennst aus Deinem Freundeskreis verschiedene Kinder und verschiedene Moeglichkeiten, sie zu integrieren oder eben auch einmal "loszuwerden". Und Du wirst hier noch viele, viiiiiiele Posts lesen, in denen ungefaher 10 Milliarden Varianten von "Bei uns ging das immer (so)..." oder "Wir konnten einfach nicht..." stehen. Im Grunde ist das aber alles voellig irrelevant.
Erst einmal muessen sich alle Beteiligten von dem "MAN muesste das idealerweise so-und-so regeln"-Gedanken frei machen. Dazu sind Umstaende und Befindlichkeiten sowieso schon zu verschieden. Ausserdem truebt es die Freundschaft an und fuer sich. Du schreibst ja selber: andere Freundschaften funktionieren, weil wechselseitig Verstaendnis aufgebracht und auch explizit wergeschaetzt wird. Du faehrst bestimmt viel lieber nach Feierabend noch eine Dreiviertelstunde zu der Freundin, die sich dann erfreut bedankt und Dein Verstaendnis fuer ihre Mutterschaft lobt, als zu Freunden, die das kommentarlos und ganz selbstverstaendlich erwarten. Das wuerde schliesslich jedem so gehen. Andererseits muss und kann eben nicht jeder die Kinder so handhaben, wie Deine beste Freundin.
Nach Deinem letzten Post glaube ich jedoch, dass es auch bei Deinen betreffenden Freunden sozusagen nur zufaellig um die Kinder geht.
Sie klingen schon ein bisschen wie Leute, die sich arg um sich selber drehen. Wenn sie keine Kinder haetten, waeren sie die einzigen auf der Welt, die suuuuuper-stressige Jobs haetten, lebenswichtige andere Aufgaben, oder die interessantesten Hobbys.
Mach nur noch mit ihnen, was Dir Freunde macht, und versuche nicht, das zu verstehen. Manche Leute sind so.Geändert von Flau (05.03.2015 um 10:33 Uhr)
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03.03.2015, 20:46Inaktiver User
AW: Kinder und Freundschaften
Liebe Emilia!
Wenn sie sich wirklich auch mal alleine, also ohne Kids, mit euch treffen WOLLEN (!!!), dann würden sie es auch machen und auch hinbekommen... aber sie wollen nicht! Sie schwafeln nur rum!
Wir habe auch so ein Paar im Freundeskreis - ich habe sie mittlerweile abgehakt. Auch Verabredungen mit den Kindern am Nachmittag werden oft abgesagt, weil es zu regnerisch oder zu kalt ist, oder jemand erkältet ist, usw. Seitdem die Kinder da sind, sind sie an sozialen Kontakten einfach nicht mehr interessiert.... wenn, dann nur, wenn auch das Kind davon was hat (also z.B. Treffen mit Leuten aus der Kita o.ä.). Ansonsten wird nur zu hause aufeinander gehockt - weil sie es so wollen und auch nichts anderes (mehr) brauchen.
Dann kenne ich Paare, die ihr Kind/ ihre Kinder regelmäßig bei den Großeltern abgeben - alle 2- 3 Wochen... weil sie was unternehme WOLLEN! Sie sind anders gestrickt als o.g. Paar.... zum Glück!!!
Akzeptiere das so und lass einfach los! Es gibt ja zum Glück noch andere Menschen mit denen man sich treffen kann ;)Geändert von Inaktiver User (03.03.2015 um 21:23 Uhr) Grund: Vertippt nochmal usw. usf. *g*
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03.03.2015, 21:08Inaktiver User
AW: Kinder und Freundschaften
Ja, natürlich kann man, wenn man will.
Wenn ich abends weggehen will, passt Mann auf's Kind auf. Und umgekehrt.
Wenn wir essen gehen wollen, zusammen, mit Pärchen, gern auch etwas früher. Einfach deshalb, weil dann die Kleine nicht rumnölt und das ist weder für uns erbauend, noch für den Rest der Restaurantbesucher.
Oder am WE zur Mittagszeit.
Aber wir könnten rein theoretisch auch zusammen weggehen, wenn wir den Babysitter öfter nutzen würden. Machen wir aber selten. Weil wir das an sozialen Kontakten, was wir brauchen, auch so gebacken kriegen ohne dass sich kinderlose nach uns richten müssen, wir haben kaum noch Kinderlose im Freundeskreis... und das sind dann oft Einzelpersonen, die wir auch einzeln besuchen, während der andere aufs Kind aufpasst.
Würde uns aber ein Paar des öfteren fragen, ob wir Lust hätten, auf den Putz zu hauen ohne Kind, könnten wir das durchaus organisieren. Das ist eine Frage des Wollens. Und wenn ich müde und schlapp bin oder keine Lust hab, dann sage ich das auch so und schiebe nicht das Kind vor und jammere herum und versuch mich da auch noch wichtig zu machen.
Sooo anstrengend sind Kinder nun auch wieder nicht.
Die wollen nicht und finden Jammern toll und haben vielleicht selber ein schlechtes Gewissen gegenüber sich selbst, dass sie so eingeschlafen sind und behaupten dann, sie könnten ja nicht weg.
Quatsch.
Lass sie jammern... und unternimm was mit anderen, die wollen.
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03.03.2015, 23:10
AW: Kinder und Freundschaften
Jeweils alleine und die Kinder beim Anderen machen wir das auch. Als Paar aber selten bis nicht. Ich finde, das ist so ein bisschen der Preis, den man als doppelt berufstätiges Paar ohne Grosselternbonus zahlt: wir lassen unsere (noch kleinen) Kinder an 3.5 Tagen/Woche von 8 - 17 h von insgesamt 5 verschiedenen Bezugspersonen betreuen (Krippe). In das Konstrukt möchte ich einfach (noch) nicht eine zusätzliche fremde Person (Babysitter) einbringen.Meine Freunde mit Kindern haben es immer geschafft, sich regelmässig auch ohne Kinder zu treffen - darunter war eine berufstätige Mutter mit drei kleinen Kindern. Sie sagte selbst, dass sie auch froh ist, ab und an ohne die Kinder wegzugehen.
Ohne die Kinder unterwegs sind wir deshalb nur so etwa alle 3 Monate oder noch seltener. Halt wenn die Grosseltern Zeit haben.
Ansonsten bin ich bei Flau:
Und Du wirst hier noch viele, viiiiiiele Posts lesen, in denen ungefaher 10 Milliarden Varianten von "Bei uns ging das immer (so)..." oder "Wir konnten einfach nicht..." stehen. Im Grunde ist das aber alles voellig irrelevant.
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04.03.2015, 11:03
AW: Kinder und Freundschaften
Meine Erfahrungen sind ähnlich. Vielleicht sind sie mit sich selbst beschäftigt. Mit Kindern beginnt ein neuer Lebensabschnitt, an dem man sich neu organisieren und sortieren muss. Für Kinderlose gibt es für solche Prozesse andere Auslöser.
Vielleicht sind sie müde und erschöpft.
Meine früheren und aktuellen Freundschaften zu Menschen, die dann irgendwann Eltern waren, haben sich so aufgeteilt:
Einige haben sich erledigt. Scheinbar, eben nur scheinbar waren Kinder Auslöser (hatte an anderer Stelle Beiträge dazu geschrieben), aber mittlerweile bin ich davon überzeugt, mir mir diesen früheren Freunden und Bekannten unabhängig von den Kindern nicht mehr viel zu sagen zu haben.
Einige Freundschaften und Bekanntschaften blieben erhalten, obwohl sich Prioritäten und Zeitmanagement klar verschoben (aus meiner Sicht völlig natürlich, denn eine veränderte Familiensituation bringt Veränderung mit sich).
Menschen mit Kindern (dann meist schon älter) kamen in meinen Freundes- und Bekanntenkreis sehr bereichernd hinzu.
Fazit: Sozialkontakte sortieren sich mit und ohne Kinder und das ist natürlich und auch notwendig zur persönlichen Weiterentwicklung
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05.03.2015, 01:29Inaktiver User
AW: Kinder und Freundschaften
Ich glaube das ist ein persönliches Problem der beiden.
Wenn die einen Hund hätten, wäre er das Problem
Wenn die einen Esel im Garten hätten, wärs halt der, der nicht alleine bleiben könnte..
Kinder sind da nur das Mittel...
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05.03.2015, 09:43Inaktiver User
AW: Kinder und Freundschaften
Hallo Ihr Lieben,
leider komme ich erst jetzt dazu zu schreiben, war gestern den ganzen Tag unterwegs.
vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Habe für mich da sehr viel mitgenommen.
Und ich versuche wirklich die Seite mit Kindern zu verstehen und ich denke das gelingt mir auch meistens recht gut. So 100% kann man glaub ich nie mitreden, wenn man das selber noch nicht erlebt hat.
Auch das Argument mit den Kosten des Babysitters ist für mich mehr als einleuchtend und ich hätte dafür auch wirklich Verständnis. Auch könnte man mit mir durchaus offen reden und sagen: Du das ist etwas knapp gerade. Da bin ich wirklich die Letzte, die da die Augenbrauen hochzieht oder verständnislos reagiert.
Aber einen Babysitter haben die beiden nicht. Da springen dann nur die beiden Omas und Opas ein. 1 Oma-Opa-Paar (was für ein Wort
) wohnt zu Fuß ca. 10 Minuten weg, das Andere etwa 20 Min. mit dem Auto. Alle vier sind Rentner.
Dann muss ich auch noch dazu sagen, dass nur er in die Arbeit geht. Sie ist bei den Kindern daheim. Also muss zumindest in dieser Hinsicht aktuell auch noch niemand organisiert werden.
Ich finde es einfach schade. Aber, dass sie nur um sich selbst drehen, was ja einige von Euch geschrieben haben, hat mich genauer nachdenken lassen und ja da ist wirklich etwas dran.
Da kommt kein Interesse, es geht eigentlich immer um die beiden usw...
Wir haben wirklich viele Paare mit Kindern im Freundeskreis, ich sage mal ca. 80 % und da sind wirklich unterschiedlichste Typen von Menschen dabei. Und bei keinem der Paare läuft das so "extrem" ab.
Was mich eben stört ist, dass das besagte Paar ihr Verhalten als "Normalität" hinstellt. Also wenn eine Frage unsererseits kommt mal bzgl. Treffen etc.: Kommt sofort: So ist das mit Kindern.
Mir liegt dann oft auf der Zunge: aber nur bei Euch...
Ich würde das wirklich gern mal ansprechen, was denkt ihr? Oder einfach lassen?
Danke Euch
Emilia


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