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    Freundschaft - Ungleichgewicht

    Hallo Forum,

    vorab, ich habe keinen Unterstrang zum Thema "Freundschaften" gefunden - sollte es also hier nicht hineingehören, Mods - bitte entsprechend verschieben. Danke.

    Wie der Titel schon sagt, es geht um Ungleichgewicht/Einseitigkeit in Freundschaften;
    bei mir speziell in einer - zu derjenigen, die eigenlich meine "BFF" ist - sein sollte - sich als solche bezeichnet,
    ich aber nicht den Eindruck habe, dass es so gelebt wird.
    Oder direkter: Ich gebe mehr, als ich zurückbekomme.
    Der Eindruck ist nicht ausschliesslich subjektiv, das entsprechende Feedback kommt auch von außen, anderen, die sie und mich kennen.

    Wir kennen uns über 20 Jahre, haben Pubertät etc gemeinsam erlebt - mit Unterbrechungen, aber irgendwie wieder zusammengefunden, da wir in manchen Bereichen wie Schwestern sind, die wir beide nicht haben (da Einzelkinder). Klingt pathetisch, ist es vielleicht auch
    Während sie schon immer eine Art Hypochonder war und ist, bin ich die Dauergesunde;
    (wir flogen mal zusammen in den Urlaub, Gran Canaria, ich sollte ihr packen helfen: 1 Koffer nur Medikamente! den haben wir dann schön zuhaue gelassen -denn: sie hatte ja nichts, wollte nur "für alle Fälle" vorbereitet sein.)
    Wo sie - teilweise aus schlichter Faulheit, Prinzessinnengehabe - andere um Hilfe fragt, mache ich einfach selbst. Geht nicht, gibts bei mir nicht - und mir wäre es oftmals auch zu blöd, andere zu fragen um/für Dinge, die wirklich einfach und von nahezu jedem selbst erledigt werden können, so man denn _will_.
    Sie sagt zwar auch mal, sie sei nicht so stark wie ich - aber ehrlich gesagt halte ich das für eine bequeme Ausrede. Wenn sie wirklich muß, kann sie.
    Viele Freunde hat sie nicht, und noch weniger Interessen/Hobbies.
    Gemeinsam weggehen, ladies night out - findet ansich nicht statt, sie ist nicht zu motivieren.
    Wenn man sie dann einmal im Jahr überredet bekommt, will sie gar nicht mehr heim ;) - und ich freue mich ehrlich, wenn sie Spass hat.
    Allerdings sehe ich mich auch nicht als ihren Animateur, da ich mir ja Freundeskreis/Hobbies auch selbst gesucht habe - wenn sie das nicht kann, möchte - nicht meine Aufgabe, versucht hatte ich es, erfolglos.

    Ich habe die letzten Jahre selbst sehr viel durchgemacht, diverse Trennungen, Todesfälle, (Fehl)Krebsdiagnosen in der Familie, Pflegefälle etc - all das blieb ihr bisher gottseidank erspart.
    Teilweise war ich wirklich am Boden - konnte dann aber auch nicht auf sie zählen.
    Selbst als ich sie in meiner Verzweiflung anrief - Allgemeinplätze - und dann wochenlanges Stillhalten, Schweigen, Distanz von ihr, bis es mir wieder gut ging.
    Dankenswerterweise habe ich noch andere Menschen in meinem Leben, bei denen gute+schlechte Zeiten gemeinsam ge/ertragen werden.
    Ich "brauche" sie nicht - und inzwischen "will" ich auch nicht mal mehr, warum auch?
    Aus nostalgischen Gründen, weil wir uns so lange kennen?
    Weil sie mich als ihre beste Freundin bezeichnet (es aber in meinen Augen nicht lebt)?
    Mir ist das zu einseitig.
    Das nur zur Beschreibung unserer unterschiedlichen Persönlichkeiten..

    Nun zu meinem Problem:
    Anfang des Jahres bekam sie eine Diagnose, die eine OP unter Vollnarkose und daher anschliessend Abholer/Betreuer erforderlich machte. Ja, diesmal hat sie tatsächlich was, nicht nur eingebildet.
    Für mich selbstverständlich ihr anzubieten, dass ich sie abhole und mich um sie kümmere, ihre Eltern sind selbst schon alt und die Auswahl aufgrund der geringen Freund/Bekanntschaften arg eingeschränkt.
    Also zusammen abgemacht, wie/was/wann/wo - Thema eigentlich erledigt.
    Jedoch, und da ist sie richtig gut drin, auf diese Weise Aufmerksamkeit generieren zu wollen:on top noch ein Facebookpost von ihr, wer sie denn abholen/aufpassen mag!
    Wohlgemerkt, obwohl wir es fix ausgemacht hatten - und ich bin der verlässlichste Mensch, den man sich vorstellen kann! Ja, ich bin auch die, die nachts um 3Uhr 25km zu ihr fährt, weil es ihrer Katze nicht gut geht und sie deshalb -übertriebenermaßen- vollkommen am Rad dreht!
    Nun.
    Der Termin wurde dann verschoben, ich mir entsprechend dann diese Tage freigehalten - wieder in Absprache mit ihr! Termin rückte näher, keine Info Ihrerseits wann/wo - habe dann per sms nachgefragt, dass ich aus ihrer Nichtkommunikation schließe, dass sie nicht von mir abgeholt werden muß und alles Gute für die OP gewünscht. Reaktion: "ja, danke, mein Vater holt mich."
    Die letzte, wirklich unschöne Diagnose, habe ich letztlich über einen Facebook-Post von ihr erfahren - ja, man kann auch damit hausieren gehen..
    Anderes Beispiel:
    Eine Woche vor Valentinstag, sie fragt, hast Du Freitag 14.2. nachmittags Zeit? Ich bin in deiner Gegend, habe was zu erledigen, könnten ja Kaffeetrinken zwischendrin.
    Nachdem wir uns nicht häufig sehen, ihr gesagt bekommen wir hin, ich verschieb einen Termin auf Abends und ihr zugesagt: ja, passt, komm vorbei.
    V-Day kommt, die in etwa vereinbarte Uhrzeit, keine Freundin. Ich per sms nachgefragt, ob sie noch kommt? "nein, bin auf dem Weg zu meiner Mutter".

    Das sind nun nur 2 Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit.
    Klar, ich müsste meine Dienste nicht anbieten, mich extra für sie freihalten.
    Andererseits erwarte ich - wenn etwas vereinbart wurde - dass man mir zumindest Planänderungen mitteilt und nicht derart sorglos mit meiner Zeit umgeht.

    Dazu kommt, dass wir vor ein paar Wochen gesprochen hatten, dass wir zusammen eine WG gründen könnten/sollten. War übrigens Ihre Idee.
    Aufgrund ihrer anstehenden beruflichen Veränderung/Haustiere wäre es für uns beide ansich eine win-win-Situation inkl räumlicher/finanzieller Vorteile beiderseits.
    Ein wenig Bauchschmerzen hatte ich dabei, aber gut.
    Konkreter Schlachtplan wurde entworfen, losgehen sollte es nun im April,die vorhandenen Wohnungen zu kündigen und eine geeignete Wohnung zu finden. Und nun lese ich bei Facebook (wiedermal..ja, tolle Kommunikation, ich weiss, wir telefonieren nie..), dass sie im Juni auszieht. Wohin? keine Ahnung.

    Zuviel verlangt/erwartet? Selbst wenn ich sie unter "alte Bekannte" einstufe, finde ich das Verhalten schlichtweg respektlos.
    Oder sehe ich da was verkehrt?

    Danke fürs Lesen und "einnorden".

    Gorgo

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    AW: Freundschaft - Ungleichgewicht

    vergiss diese egoistische Prinzessin.

    du bist mir übrigens mit deiner anpackenden art sehr sympathisch!

    schönes Wochenende
    luci

    PS: bin auch schon so behandelt worden . . passiert mir (und dir!) nicht mehr.
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Freundschaft - Ungleichgewicht

    Hallo Gorgonie,

    was ich nicht verstehe: Wie kommst Du nur im Traum auf die Idee, mit so jemandem eine WG gründen zu wollen? Da wäre der Ärger doch vorprogrammiert gewesen. Ein gewisses Maß an Verlässlichkeit und ähnliche Wertvorstellungen halte ich für unabdingbar für ein gedeihliches Zusammenleben. Und in dem Fall hätte ich mich niemals auf eine WG eingelassen. Dann schon lieber mit einem ganz Fremden, wo dann die Erwartungen auch niedriger sind.

    Wobei ich nicht mal den Eindruck habe, dass sie Dich aktiv ausnutzt, denn Du bietest Ihr Deine Hilfe ja an bzw. bist sofort bereit, Deine Termine zu verschieben, um Dich mit ihr zu treffen. Sowas mache ich grundsätzlich nur bei Leuten, an denen mir wirklich viel liegt und/oder wo ich weiß, dass sie das umgekehrt auch täten.
    Hätte ich das Gefühl, dass die Freundschaft ohnehin schon unausgewogen ist, würde ich nicht noch freiwillige Hilfeleistungen anbieten. Auf Nachfrage, und wenn klar ist, dass es wirklich fast keine Alternative gibt, okay. Aber es gab ja offenbar eine Alternative, die dann sogar genutzt wurde. Das würde mir zeigen, dass meine Hilfe so unbedingt wohl nicht nötig ist.

    Ich frage mich, warum Du so viel einfach so für sie tust, wenn Du aus der Freundschaft an sich anscheinend gar keinen Gewinn ziehst? Wo ist Dein Nutzen dabei? An reinen Altruismus glaube ich nämlich nicht, wenn ich ehrlich bin.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Freundschaft - Ungleichgewicht

    nun. ich fühle mich aufgrund der vielen Jahre ein bisschen "verpflichtet";
    allerdings bin ich mit diesem Pflichtgefühl wohl alleine.
    Da nutzt es auch wenig, dass sie sagt "ich bin immer für Dich da", diesen Anspruch (an sich selbst?) aber in keinster Weise zu erfüllen vermag.
    Im Freundes/Bekanntenkreis werden wir als feststehende Einheit gesehen, obwohl da eben gar nicht viel Einheit/Gemeinsamkeit bzw Kontakt ist.
    Letztlich läuft es darauf hinaus, dass ich - sie ist ja quasi nie dabei - den Erklärbär machen kann, warum/wieso/weshalb deren Eindruck nicht der Realität entspricht.
    Allein das nervt mich ehrlich schon wieder .. vielleicht sollte ich da einfach eine dickere Haut entwickeln und lächelnd-schweigend auch einfach mal was aussitzen oder an mir abprallen lassen.
    (ist das Äquivalent zu der Situation mit Mr X in meinem anderen Thread - wenn, werde immer ich auf etwas angesprochen, muß Stellungnehmen, niemals die andere Partei - gleicher Bekanntenkreis, alle Mitte 30/Mitte 40 - definitiv kein Zufall..)

    Ja, das passiert mir so schnell nicht mehr - "nie wieder" lasse ich mal aussen vor.
    Vielleicht sollte ich in den Helfersyndrom-Strang wechseln ;)

    Danke, Luci - und Dir auch ein wunderbares Wochenende, Wetter ist ja traumhaft

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    AW: Freundschaft - Ungleichgewicht

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Hallo Gorgonie,

    was ich nicht verstehe: Wie kommst Du nur im Traum auf die Idee, mit so jemandem eine WG gründen zu wollen? Da wäre der Ärger doch vorprogrammiert gewesen. Ein gewisses Maß an Verlässlichkeit und ähnliche Wertvorstellungen halte ich für unabdingbar für ein gedeihliches Zusammenleben. Und in dem Fall hätte ich mich niemals auf eine WG eingelassen. Dann schon lieber mit einem ganz Fremden, wo dann die Erwartungen auch niedriger sind.
    Es sind über 20 Jahre - es gibt auch so einiges, wo wir nahezu perfekt als eingespieltes Team funktionieren, wie ein altes Ehepaar quasi. Wie in dem Vorgespräch herauskam, WG wäre für uns beide wenn nur miteinander aufgrund der langjährigen Erfahrungswerte mit den (anderen) Macken des anderen vorstellbar, mit Wildfremden gar nicht. Es wäre räumlich/finanziell eine Verbesserung für beide, inkl. abends nicht alleine vor dem Fernseher zu sitzen.
    Nicht mehr, nicht weniger.
    Partner gibt es bei uns beiden keine, sind auch nicht ernsthaft in Aussicht (nicht das hier jemand auf "dumme Ideen" kommt: wir sind beide stockhetero).

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Wobei ich nicht mal den Eindruck habe, dass sie Dich aktiv ausnutzt, denn Du bietest Ihr Deine Hilfe ja an bzw. bist sofort bereit, Deine Termine zu verschieben, um Dich mit ihr zu treffen. Sowas mache ich grundsätzlich nur bei Leuten, an denen mir wirklich viel liegt und/oder wo ich weiß, dass sie das umgekehrt auch täten.
    Kennst Du Menschen, die wissen, wie Du funktionierst?
    Die wissen, wenn sie von X erzählen, reagierst Du Y ?
    Das ist das "Spiel", was hier im Hintergrund läuft. Manchmal subjektiv, manchmal direkt als Frage.
    Sie weiss, dass ich es ihr anbiete oder ermögliche, wenn es irgendwie machbar ist.
    Ich selbst schuld daran? ja, definitiv.

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Hätte ich das Gefühl, dass die Freundschaft ohnehin schon unausgewogen ist, würde ich nicht noch freiwillige Hilfeleistungen anbieten. Auf Nachfrage, und wenn klar ist, dass es wirklich fast keine Alternative gibt, okay. Aber es gab ja offenbar eine Alternative, die dann sogar genutzt wurde. Das würde mir zeigen, dass meine Hilfe so unbedingt wohl nicht nötig ist.

    Ich frage mich, warum Du so viel einfach so für sie tust, wenn Du aus der Freundschaft an sich anscheinend gar keinen Gewinn ziehst? Wo ist Dein Nutzen dabei? An reinen Altruismus glaube ich nämlich nicht, wenn ich ehrlich bin.

    Viele Grüße,

    Malina
    Nun. Das sind gute Fragen, Malina, danke!
    Manchmal gibt es keine oder nur eine objektiv schlechtere Alternative, das ist mitunter von ihr selbst verschuldet.
    Letztlich lässt es sich wohl darauf reduzieren: ich hab sie gern, wir haben viel zusammen erlebt - die berühmten nostalgischen Gründe sozusagen.
    Reinen Altruismus?
    schwierig, den gibt es meiner Überzeugung nach nicht. also nein.
    Helferkomplex?
    denke nicht.
    Denn: ich ziehe keine Energie für mich aus dem Helfen/Gebrauchtwerden (eher ja im Gegenteil..), es ist eher ein: "weil ichs kann und eben so bin" - und andere eben vielleicht nicht.

    Auch nicht, um mir selbst was zu beweisen, sondern eher als ganz grundsätzliche Lebenseinstellung;
    "pay it forward" als Lightversion vielleicht;
    sofern es mir nicht schadet/mich nicht einschränkt.
    (und da ist eben genau in diesem speziellen Fall der Knackpunkt erreicht. Es schadet mir/schränkt mich ein, deshalb möchte ich es nicht mehr)

    Beispiel:
    Wenn Du mir als Wildfremde über den Weg läufst und offensichtlich bei irgendwas wirklich Hilfe benötigst, würde ich auch unterstützen/helfen. Das ist Türaufhalten oder Kinderwagen ne Treppe mit hochtragen.
    Oder zB wenn Du mit dem Auto liegen geblieben bist und ich da gerade zufällig vorbeikomme.
    halte ich kurz an und frage, ob Du schon auf den ADAC wartest - wenn es ein heißer Sommertag ist, drücke ich Dir ne Flasche Wasser für die Wartezeit in die Hand (sofern Du nicht offensichtlich versorgt bist).
    Das resultiert aus eigener Erfahrung, bei 37grad in praller Sonne ohne was zu trinken 2h auf den ADAC gewartet haben zu müssen - seitdem habe ich immer genug Wasser on board (für mich, damit die Situation nicht nochmal entsteht), und es tut mir nicht weh, kurz zu halten.

    Ich renne nicht durch die Gegend und suche "Problemfälle" um mein Karmakonto aufzufüllen oder mir nen Heiligenschein/Absolution zu verdienen.
    Freundlichkeit, Aufmerksamkeit, Menschlichkeit - und nein, ich gehöre keiner Sekte/Kirche/Weltanschauung an - weil ich denke, es sind Kleinigkeiten, die das Dasein hier für alle ein wenig schöner/netter machen könn(t)en.

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    AW: Freundschaft - Ungleichgewicht

    Liebe Malina,

    ich kann deine Situation sehr gut nachvollziehen und weiß wie kräftezehrend das sein kann.

    Ich selbst habe eine solche Freundschaft erlebt, meine "beste Freundin" machte immer, was sie wollte, auch wir kannten uns seit Kindertagen.
    Sie kam nicht zu Verabredungen, sagte nicht ab, statt Silvester zusammen zu feiern stritt sie mit ihrem Freund, wenn ich mich gut unterhielt mit anderen Leuten meinte sie sie wäre traurig und wolle gehen, ich wollte sie trösten, ging mit und dann meinte sie, sie wolle zu irgendeinem Typen, weil sie etwas mit ihm besprechen wollte. Wenn es ihr schlecht ging, tröstete ich sie, sie meinte sie wäre immer für mich da. Wenn ich sie dann brauchte, war sie überall, nur nicht bei mir.
    Wir schauten uns sogar Wohnungen an, um eine WG zu gründen, weil ich aus meinem Zimmer raus musste, ich hatte einen Termin zu dem ich raus sein und ein neues Zimmer haben musste, sie war mit nichts zufrieden und mäkelte nur rum, dann meinte ich, ok ich suche jetzt ein Zimmer, dass wir nichts mehr vor meinem Auszug, im nachhinein meinte sie dann ich wäre ihr zu wichtig, um mit mir zusammenzuwohnen, sie hätte Angst gehabt, es mir zu sagen.
    Alles Quatsch! Wenn dir jemand wichtig ist, dann sagst du ihm, was du denkst, fühlst und vor allem, hältst du Verabredungen ein oder sagst rechtzeitig ab! Alles andere ist keine Freundschaft, so kann keine Vertrauensbasis entstehen.

    Das habe ich auf die harte Tour gelernt und erst seit kurzem begriffen, dass das was wir hatten keine wirkliche Freundschaft war. Es war schwer und ist es noch, denn mir war sie sehr wichtig. Ganz den Kontakt abbrechen will und kann ich nicht, aber ich kann ihre Position in meinem Leben ändern und ihr weniger Gewicht geben und weniger Energie verschwenden. Das fühlt sich sehr befreiend an.

    Ich rate dir konzentriere dich mehr auf die Freundschaften, die dir ein gutes Gefühl geben, denen du nicht hinterherrennen musst, die verlässlich sind, die dir Interesse entgegenbringen.
    Und überlege, ob du mit jemandem wie ihr auch befreundet wärst, wenn du sie nicht schon seit 20 Jahren sondern erst seit einem halben Jahr kennen würdest.

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    AW: Freundschaft - Ungleichgewicht

    Hallo Bergpalme,

    ich denke mal, das war an mich, Gorgonie, nicht an Malina, gerichtet?

    Klingt, als hättest Du das Gleiche durch.

    Dein letzter Satz ist wohl der entscheidende, bzw die, meine, Antwort darauf: wohl kaum.
    Sie liefe dann unter "Bekannte", und in einer echten Notlage wäre ich auf Anfrage da, aber nicht mehr proaktiv und "Gewehr bei Fuß".

    Was mich noch interessieren würde:
    Wie nennst Du das denn, was ihr da hattet, für DICH - in der Retrospektive?
    Und: was war die harte Tour, das entscheidende Ereignis/Erlebnis, wenn ich fragen darf?

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    AW: Freundschaft - Ungleichgewicht

    Entschuldige, natürlich meinte ich dich!

    Es war ziemlich ähnlich, daher kann ich es gut nachvollziehen.

    Für mich war es eine Freundschaft zu der Zeit, wir hatten ja auch sehr tolle Momente zusammen und haben viel geteilt, sind viel ausgegangen und durch sie habe ich viele interessante Leute getroffen, auch unsere Lebensweise hat sich miteinander verändert. Aber wir waren freundschaftlich nicht auf Augenhöhe, hatte nicht die gleichen Ansichten, sonst wäre es wohl anders gelaufen.

    Mit harte Tour meine ich, die ganze Zeit, die ich mich um sie bemühte und nur wenig zurückkam. Oft habe ich auch das Gefühl, wenn ich mich früher von ihr gelöst hätte, wäre vieles anders gelaufen. Sie hat mir auch Bekanntschaften zu Männern verbockt und sie wusste, ich war lange Single und wünschte mir nichts anderes als endlich jemanden kennenzulernen. Nicht zu erwähnen, dass sie immer drei Typen an der Hand hatte.

    Ein ausschlaggebender Punkt war wie sie vor einigen Jahren einfach einen Kontaktabbruch, der von einer wirklich guten Freundin ausging abtat, als gehe es sie nichts an. Ein Bestätigung bekam ich dann Anfang des Jahres. Wir hatten uns zu Weihnachten gesehen, es war wirklich nett und wir haben relativ viel Zeit miteinander verbracht. Zu Neujahr habe ich jemanden kennengelernt, ein wirklich toller Mann. Ich wünschte ihr per Email ein frohes neues Jahr und erzählte davon (anrufen ist momentan schwierig, da sie seit kurzem ein Kind hat) und dann kam drei Wochen gar nichts, keine Antwort. Ich schrieb ihr dann noch einmal und daraufhin antwortete sie, meinte es wäre ganz toll und ich soll alles berichten, das tat ich und seitdem nichts ...
    Zum Glück habe ich mich schon im letzten Jahr gut gelöst und so trifft mich ihre Reaktion bzw. Nichtreaktion nicht so unvorbereitet, aber dieses und einige vergangene Episoden haben mir gezeigt, diese "Freundschaft" ist nicht das, was ich will und hat mir schon viel zu lange nicht gut getan.

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    AW: Freundschaft - Ungleichgewicht

    Hallo Gorgonie!

    Der Anfang deines Posts erinnert mich sehr an meine eigene Situation mit meiner (ehemals?) besten Freundin. Wir kennen uns gut 30 Jahre, also aus der Windelstube und die Bezeichnung "altes Ehepaar" und "schwesterlich" träfen bei uns eigentlich auch den Nagel auf den Kopf.
    Ich bin ebenfalls mit etwas mehr Wassern gewaschen als sie, musste früh von zu Hause weg, auch einige Krisen überwinden und schnell selbstständig sein, was dazu geführt hat, dass ich gelernt habe, mit schwierigen Situationen im Leben gut umzugehen.

    Nun ist es so, dass unsere Freundschaft seit 4 Jahren extrem einseitig geworden ist, weil im Vordergrund ihr Leiden steht, nicht schwanger zu werden. Tragischerweise kam auch eine Fehlgeburt dazu, von der sie sich nie erholt hat. Nachdem sie nach dieser auch nicht mehr schwanger wurde, geht alles den Bach runter. Das ist ein spezielles und sensibles Problem, doch leider komme ich nicht mehr so recht an sie heran. Ich war zu jedem Zeitpunkt für sie da und habe ihr immer geholfen, wieder auf die Beine zu kommen. Bis ich dann selbst (jetzt aktuell) schwanger wurde und wir ausmachten, nicht über die Schwangerschaft zu reden, was auch gut ging. Trotzdem bekam ich trotz aller Mühen diesbezüglich einen Tritt in den Rücken mit Kontaktabbruch ihrerseits, und zwar ohne jegliche Erklärung nur mit dem Hinweis, dass ich für sie unerträgllich sei. Seitdem herrscht Funkstille, ich bekomme keine Antwort auf meine Fragen. 30 Jahre beendet durch gerade mal 5 Worte ihrerseits.

    Das ist ein wenig anders ausgegangen als bei dir. Wenn ich aber ehrlich bin, habe ich mich in den letzten 4 Jahren (vor der Schwangerschaft also) oft gefragt, wohin diese Einseitigkeit denn führen mag - zufrieden war ich nicht. Denn einerseits hat sie sich oft bei mir beklagt über ihre Situation (überwiegend Kinderwunsch, aber durchaus auch die Job-Situation), verbot sich aber Kommentare dazu. Ich kam mir etwas vor wie eine Klagemauer, bekam es aber auch nicht hin, klare Worte zu sagen und vielleicht lieber Abstand zu nehmen von dieser Freundschaft. Denn Interesse an meiner eigenen Situation war nicht wirklich da. Auf Erzählungen meinerseits wurde nicht eingegangen. Wenn sie zuhörte, dann nur, weil sie gleich wieder reden konnte. Wenn ich etwas vorbrachte, dann erwiderte sie das so, indem sie dies mit ihren Problemen verknüpfte. Vorschläge meinerseits wurden eh immer abgelehnt. Ängste und Sorgen meinerseits legte sie mir so aus, als hätte ich ja gemessen an ihren Problemen keinen Grund zu meckern. Insgesamt blieb ich sehr auf der Strecke.

    Wie du hab ich mich auch gefragt, woran es liegt, dass ich mich nicht distanzieren wollte.

    Helfersyndrom? Ich arbeite im sozialen Bereich und bin es gewohnt, anderen Leuten zu helfen und sie nicht fallen zu lassen, weil sie schwierig werden. Es ist auch mein Verständnis von Freundschaft gewesen, dass man auch dann noch zusammen hält, wenn die Person schwierig wird.

    Nostalgie? Ja, das ist ein Hauptfaktor...wir sind 30 Jahre durch dick und dünn gegangen, das kann man nicht einfach übertünchen wie bei jemandem, den man 1-2 Jahre kennt. Mit ihr fehlt mir ein Stück Vergangenheit, die gesamte Kindergarten-, Schul- und Jugendzeit nämlich.

    Mitleid? Ja, ich fühlte mich auch verantwortlich ihr gegenüber. Weil ich die Probleme nicht hatte, die sie hat. Damit war für mich klar, dass ich mich auch zurücknehme, ihr mehr durchgehen lasse und eben Nachsicht mit ihr haben würde. Schließlich wäre man auch der Popo vom Dienst, wenn man sich von einer Freundin distanziert, die mit ihrem Leben nicht so klar kommt.

    Bindung? Natürlich - man hängt nach so langer Zeit an der Person. Sich von einer ,,Schwester" zu trennen ist härter wie von einer einfachen Freundin.

    Angst? Ja, auch das spielte eine Rolle. Wie sollte ich denn wieder eine Freundin kennen lernen, mit der ich derart viel geteilt habe? Wie würde das Leben ohne sie aussehen? Ich mochte mir das nicht so richtig vorstellen.

    Hoffnung, dass alles wieder so wird wie früher? Unbedingt. Ich war davon überzeugt, dass man die Krise aussitzen muss. Dass irgendwann der Stimulus kommt, der sie wieder auf die richtige Bahn lenkt und sie dieselbe Person wie früher ist. Unsere Freundschaft wieder genauso in der Blüte stehen würde wie zuletzt vor 4 Jahren. Mit so viel Spaß und Energie, die wir geteilt habe. Leider habe ich zu spät gerafft, dass es dieses Aussitzen nicht gibt.

    Du hast bereits gemerkt, dass die Freundschaft inkompatibel geworden ist. Vielleicht denkst auch du, dass die Freundschaft wieder an Qualität gewinnt, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein Sich-Distanzieren sehr viel besser ist, wenn du spürst, dass es langsam Zeit wird. So eine Freundin kann sich auch nach sehr langer Zeit und obwohl SIE die Schwächere/Bedürftigere in der Beziehung ist, den Spieß sehr schnell umdrehen und sich zurückziehen. Das geht am leichtesten, wenn sich irgendeine Art Ausnutzung in die Freundschaft eingeschlichen hat. Ich war wie gesagt die Klagemauer und ich denke bei dir ist es so, dass deine Freundin sich in deinem Fahrwasser ganz wohl fühlt, vielleicht davon profitieren will, motivierter zu sein.

    Wie man sieht, hat sie aber bereits aufgehört, eine Freundin für dich zu sein.

    Wenn du die Trennung an sich fürchtest: Die ersten Wochen ohne sie waren wirklich hart, etwa wie ein Beziehungsende fühlte es sich an und ich war nicht nur gekränkt, sondern auch wütend wegen all dem, was ich für sie getan habe. Aber nach mittlerweile bald 10 Wochen kann ich sagen: Es wird von Tag zu Tag einfacher. Und man stellt wirklich fest, dass das Leben OHNE eine solche Freundin irgendwie noch leichter ist. Man geht wieder mehr aus sich heraus, lernt andere Freunde kennen. Ich habe nie gemerkt, wie belastend die Freundschaft im Endeffekt war. Vielleicht ist es bei dir ähnlich.


    LG

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    AW: Freundschaft - Ungleichgewicht

    Zitat Zitat von warmer_apfelkuchen Beitrag anzeigen
    Hallo Gorgonie!

    Der Anfang deines Posts erinnert mich sehr an meine eigene Situation mit meiner (ehemals?) besten Freundin. Wir kennen uns gut 30 Jahre, also aus der Windelstube und die Bezeichnung "altes Ehepaar" und "schwesterlich" träfen bei uns eigentlich auch den Nagel auf den Kopf.
    Ich bin ebenfalls mit etwas mehr Wassern gewaschen als sie, musste früh von zu Hause weg, auch einige Krisen überwinden und schnell selbstständig sein, was dazu geführt hat, dass ich gelernt habe, mit schwierigen Situationen im Leben gut umzugehen.

    Nun ist es so, dass unsere Freundschaft seit 4 Jahren extrem einseitig geworden ist, weil im Vordergrund ihr Leiden steht, nicht schwanger zu werden. Tragischerweise kam auch eine Fehlgeburt dazu, von der sie sich nie erholt hat. Nachdem sie nach dieser auch nicht mehr schwanger wurde, geht alles den Bach runter. Das ist ein spezielles und sensibles Problem, doch leider komme ich nicht mehr so recht an sie heran. Ich war zu jedem Zeitpunkt für sie da und habe ihr immer geholfen, wieder auf die Beine zu kommen. Bis ich dann selbst (jetzt aktuell) schwanger wurde und wir ausmachten, nicht über die Schwangerschaft zu reden, was auch gut ging. Trotzdem bekam ich trotz aller Mühen diesbezüglich einen Tritt in den Rücken mit Kontaktabbruch ihrerseits, und zwar ohne jegliche Erklärung nur mit dem Hinweis, dass ich für sie unerträgllich sei. Seitdem herrscht Funkstille, ich bekomme keine Antwort auf meine Fragen. 30 Jahre beendet durch gerade mal 5 Worte ihrerseits.
    Nun, wir haben - gottseidank - keine derart einschneidend-anderen Lebensverläufe, bzw bin ich bei uns die mit den Schicksalsschlägen; ansonsten leben wir "Parallelleben", wenn auch teilweise zeitverzögert.
    So traurig das für Dich ist, da Du ja versuchtest einen Weg zu finden, trotz der Situation Deiner Freundin die Freundschaft aufrechtzuerhalten:
    in dem Moment, wo Du schwanger wurdest, war das - in meinen Augen - zum Scheitern verurteilt.
    Nicht, weil sie es Dir nicht gönnt, sondern weil sie durch Dich immer wieder daran erinnert wird, was ihr vom Schicksal nicht vergönnt ist.
    Da ist letztlich ein "aus den Augen, aus dem Sinn" für sie wohl das Beste gewesen.
    Und, ein Mächte/Stärkenungleichgewicht ist wohl nie gut, egal in welcher Art Beziehung die Beteiligten stehen.
    Da fehlt die Augenhöhe, wenngleich ich die im Bereich Freundschaft einfacher auszugleichen sehe als in einer Partnerschaft.

    Zitat Zitat von warmer_apfelkuchen Beitrag anzeigen
    Wie du hab ich mich auch gefragt, woran es liegt, dass ich mich nicht distanzieren wollte.

    Helfersyndrom? Ich arbeite im sozialen Bereich und bin es gewohnt, anderen Leuten zu helfen und sie nicht fallen zu lassen, weil sie schwierig werden. Es ist auch mein Verständnis von Freundschaft gewesen, dass man auch dann noch zusammen hält, wenn die Person schwierig wird.

    Nostalgie? Ja, das ist ein Hauptfaktor...wir sind 30 Jahre durch dick und dünn gegangen, das kann man nicht einfach übertünchen wie bei jemandem, den man 1-2 Jahre kennt. Mit ihr fehlt mir ein Stück Vergangenheit, die gesamte Kindergarten-, Schul- und Jugendzeit nämlich.

    Mitleid? Ja, ich fühlte mich auch verantwortlich ihr gegenüber. Weil ich die Probleme nicht hatte, die sie hat. Damit war für mich klar, dass ich mich auch zurücknehme, ihr mehr durchgehen lasse und eben Nachsicht mit ihr haben würde. Schließlich wäre man auch der Popo vom Dienst, wenn man sich von einer Freundin distanziert, die mit ihrem Leben nicht so klar kommt.

    Bindung? Natürlich - man hängt nach so langer Zeit an der Person. Sich von einer ,,Schwester" zu trennen ist härter wie von einer einfachen Freundin.
    Mit den oben genannten gehe ich weitestgehend konform ;)

    Zitat Zitat von warmer_apfelkuchen Beitrag anzeigen
    Angst? Ja, auch das spielte eine Rolle. Wie sollte ich denn wieder eine Freundin kennen lernen, mit der ich derart viel geteilt habe? Wie würde das Leben ohne sie aussehen? Ich mochte mir das nicht so richtig vorstellen.

    Hoffnung, dass alles wieder so wird wie früher? Unbedingt. Ich war davon überzeugt, dass man die Krise aussitzen muss. Dass irgendwann der Stimulus kommt, der sie wieder auf die richtige Bahn lenkt und sie dieselbe Person wie früher ist. Unsere Freundschaft wieder genauso in der Blüte stehen würde wie zuletzt vor 4 Jahren. Mit so viel Spaß und Energie, die wir geteilt habe. Leider habe ich zu spät gerafft, dass es dieses Aussitzen nicht gibt.

    Du hast bereits gemerkt, dass die Freundschaft inkompatibel geworden ist. Vielleicht denkst auch du, dass die Freundschaft wieder an Qualität gewinnt, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein Sich-Distanzieren sehr viel besser ist, wenn du spürst, dass es langsam Zeit wird. So eine Freundin kann sich auch nach sehr langer Zeit und obwohl SIE die Schwächere/Bedürftigere in der Beziehung ist, den Spieß sehr schnell umdrehen und sich zurückziehen. Das geht am leichtesten, wenn sich irgendeine Art Ausnutzung in die Freundschaft eingeschlichen hat. Ich war wie gesagt die Klagemauer und ich denke bei dir ist es so, dass deine Freundin sich in deinem Fahrwasser ganz wohl fühlt, vielleicht davon profitieren will, motivierter zu sein.
    ..damit aber nicht - für mich;
    Angst und Hoffnung spielen beide keine Rolle für mich.
    Ich bin ja zwangsweise schon jahrelang ohne sie als Freundin,wenn ich eine bräuchte.
    Dh da ist auch keine Hoffnung mehr auf Änderung/Verbesserung.

    Das mit dem Rückzug ist sehr deutlich hier; sie distanziert sich jedesmal von mir.
    Wir hatten auch bereits zweimal Funkstille über gut ein Jahr hinweg jeweils, was unerklärt und von ihr aus ging.
    Andererseits bekomme ich natürlich mit, dass sie "andere dann interessanter findet und in ihr Leben einbindet" (das ist nicht eifersüchtig gemeint) - und diese dann aber ebenso wieder uninteressant werden, wenn sie "ihren Zweck erfüllt haben" oder eben nicht die gewünschte Aufmerksamkeit (oä) bieten können.
    Oder, wie es ein gemeinsamer Bekannter mir gegenüber formulierte, als ich um seine Ansicht dazu bat:
    "mit ihr kann man keine Freundschaft führen, sie nimmt nur, was sie gerade braucht, ist aber nicht fähig/willens, zu geben. Sie ist toxisch." Deswegen möchte er zB auch nichts mehr mit ihr zu tun haben. Und ich kann es nachvollziehen, ein Energievampir sozusagen.


    Zitat Zitat von warmer_apfelkuchen Beitrag anzeigen
    Wie man sieht, hat sie aber bereits aufgehört, eine Freundin für dich zu sein.
    richtig. vor sehr sehr langer Zeit bereits. Besonders deutlich 2003 und 2007- und, weil ich ja nur seeeehr langsam kapiere, 2011. Und eben jetzt bzw seit Ende letzten Jahres sehe ich es wirklich erst so richtig.

    Zitat Zitat von warmer_apfelkuchen Beitrag anzeigen
    Wenn du die Trennung an sich fürchtest: Die ersten Wochen ohne sie waren wirklich hart, etwa wie ein Beziehungsende fühlte es sich an und ich war nicht nur gekränkt, sondern auch wütend wegen all dem, was ich für sie getan habe. Aber nach mittlerweile bald 10 Wochen kann ich sagen: Es wird von Tag zu Tag einfacher. Und man stellt wirklich fest, dass das Leben OHNE eine solche Freundin irgendwie noch leichter ist. Man geht wieder mehr aus sich heraus, lernt andere Freunde kennen. Ich habe nie gemerkt, wie belastend die Freundschaft im Endeffekt war. Vielleicht ist es bei dir ähnlich.
    LG
    Nein, ich fürchte die Trennung nicht, "Wochen ohne sie" sind ja normal.
    Der Kontakt läuft ansich ausschliesslich via Facebook, dort erfahre ich auch das Neueste aus ihrem Leben.
    Ziemlich dürftig für eine "beste Freundin" wie sie mich bezeichnet, oder?
    Vielleicht habe ich den "Titel" auch nur aus nostalgischen Gründen - oder weil ich eben seit ü20Jahren den "Deppen" spiele und das für sie Freundschaft ist. Wie auch immer...

    Zudem ich mich bereits in der Vergangenheit von einigen anderen Freunden getrennt habe, als ich merkte:
    das geht so nicht weiter. Das war gut die Zeit die es war, aber wir sind nicht mehr kompatibel, haben uns verändert.
    Amüsanterweise melden diese sich über Dritte oder auch von selbst und wollen wieder Kontakt herstellen, was ich aber konsequent ablehne.
    Diese Menschen haben mich auch weitaus mehr Energie gekostet, als Positives für mich bei herumkam - von ganz klarem "ich brauch ne hässlichere Freundin damit ich die hübschere bin wenn wir weggehen" mal ganz abgesehen ;)
    Denen hatte ich aber auch jeweils ganz konkret gesagt, warum - Einsicht? Nachdenken? Fehlanzeige. Bei einer bin ich nochmals darauf eingegangen "sie habe sich ja geändert, sie verstehe" - sie hat mich, wie in der Vergangenheit, einfach versetzt. Sowas brauche ich nicht.

    Die derzeitige Distanz werde ich einfach beibehalten, denke, das ist das einfachste - sie machte es in der Vergangenheit ja ebenso, also kennt sie das und wird es als "gängiges Mittel" wohl akzeptieren..

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