Bei mir heißen Leute, die sich meiner nur oder verstärkt dann erinnern, wenn es ihnen dreckig geht, Schlechtwetterfreunde.
Früher fühlte ich mich geschmeichelt, wenn sie in schwierigen Situationen zu mir kamen, sie meine Hilfe suchten. Heute nicht mehr. Wer die Sonnenstunden mit anderen verbringt und mich nur als Kummerkasten benutzen will, soll mir aus der Sonne gehn.
Freundschaft ist ein Kreisverkehr, keine Einbahnstraße.
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Thema: Freundschaften (be)enden
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30.08.2013, 16:37
AW: Freundschaften (be)enden
Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
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30.08.2013, 22:53
AW: Freundschaften (be)enden
Das gefällt mir. Aber das heißt auch irgendwie, dass sich Freundschaften nicht weiterentwickeln können oder?Freundschaft ist ein Kreisverkehr, keine Einbahnstraße.


Cytheria
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30.08.2013, 23:59
AW: Freundschaften (be)enden
Freundschaften entwickeln sich natuerlich weiter, weil sich die Freunde weiter entwickeln. Manchmal auch so, dass die Freundschaft dadurch endet. Ich habe schon viele Menschen gekannt, einige sehr lange, andere nur kurz. Bei einigen schlief der Kontakt langsam ein, bei anderen gabs ein abruptes Ende.
Ich finde, wenns nicht mehr richtig passt, sollte man wieder getrennte Wege gehen. Man kann sich ja durchaus noch moegen aber vielleicht passen die Lebensmodelle nicht mehr zueinander und dann wird der Kontakt automatisch weniger.
Ich bin heute wesentlich oberflaechlicher als frueher. Wenn eine Freundschaft endet, dann ist das natuerlich schade und es betruebt mich aber ich denke, das ist einfach der Lauf der Dinge. Wie sagt man so schoen: Wenn eine Tuer zugeht, geht eine andere auf... oder so aehnlich.
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31.08.2013, 09:34
AW: Freundschaften (be)enden
Vermutlich auch aus Selbstschutz, oder? Ich glaube, dass ein Großteil dieser oberflächlichen Leute es gar nicht böse meint. Viele Menschen lassen andere nicht so nah an sich heran, weil sie dann im Fall einer Trennung stärker daran zu knabbern hätten. Wenn eine oberflächliche Freundschaft auseinander geht, ist man sicher nicht so traurig wie nach dem Ende einer tiefen Freundschaft.
@beklamo: So ging es mir früher auch. Ich dachte tatsächlich, dass ich einem Menschen sehr wichtig sei, wenn er mir viele private Dinge aus seinem Leben erzählt und mich in einigen Angelegenheiten um Rat bittet. Schließlich vertraue ich private Sachen nur meinen besten Freunden an und rede nicht mit oberflächlichen Bekanntschaften über solche Themen.
Wenn ich neue Menschen kennenlerne, passiert das immer in einem fröhlichen und entspannten Rahmen. Man findet sich gegenseitig sympathisch, versteht sich bestens, unternimmt hier und da was zusammen und hat eine Menge Spaß. Irgendwann fangen die Leute an, mit mir über ihre persönlichen Baustellen zu reden. Ich fand das früher toll, weil ich dachte, dass sich die Bekanntschaft durch diese Gespräche zu einer Freundschaft entwickeln würde. Andererseits hatten die Leute immer weniger Lust, mit mir die schönen Seiten ihres Lebens zu teilen.
Ich möchte mit meinen Freunden sowohl die schönen Seiten genießen als auch die schlechten Zeiten durchstehen... Freud und Leid teilen. Nur aus einem mir nicht ersichtlichen Grund können viele Menschen das nicht miteinander vereinbaren. Entweder ist man die Partybekanntschaft für lustige Feierlichkeiten, der man aber nichts Persönliches anvertraut oder man ist der Kummerkasten, bei dem man sich unter 4 Augen oder am Telefon ausheult, aber mit dem man ansonsten nichts unternimmt. Ich kenne in der Tat nur sehr wenige Menschen, mit denen ich beide Seiten ausleben kann.
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31.08.2013, 10:25
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31.08.2013, 10:27
AW: Freundschaften (be)enden
tja, vielleicht passt da der spruch "man isst nicht dort wo man hinkackt"??
manche menschen, u. da schließe ich mich durchaus ein, eignen sich leider sehr gut als müllhalde, wo man probleme aller art abladen kann. das problem dabei ist aber dann dass der abladende dich mit der dauermülhalde assoziiert, sprich wenn er mit dir zeit verbingt ist er bald automatisch im ablademodus. will er also eine schöne zeit verbringen dann fährt er nicht zur müllhalde sondern zu anderen.
die haben sich vielleicht von anfang an nicht zur müllhalde machen lassen, sondern wollten nur die schönen zeiten haben u. die bekommen sie dann auch ausschließlich. will er/sie wieder abladen kommt er/sie zu dir.
es ist natürlich nicht immer so, aber das passiert durchaus öfter mal, daher habe ich mir die letzen jahre angewöhnt meine "müllhaldenkapazität" einzuschränken. wenns zu oft passiert, wechsle ich das thema u. versuche ein gleichgewicht aus guten/schlechten zeiten herzustellen.
geht das nicht, weil ich merke der andere will garnix anderes machen als bei mir abladen (weil er andere für die sonnenstunden als besser empfindet als mich), dann schränke ich den kontakt zusehendns ein od. beende ihn auch wenns garnicht anders geht.
menschen zu helfen od. ein offenes ohr für sie zu haben tue ich gerne, darum gehts nicht. es geht eher darum dass man seine energiespeicher im auge behalten sollte u. jemand der diese nur leert (weil er durch sein abladen die eigene kraft abzieht) kann auf dauer "gefährlich" fürs eigene gleichgewicht sein u. auch wenn das egoistisch anmuten mag, ich bin für die probleme andere am ende nicht verantwortlich, also warum sollte ich meine energie endlos dafür einsetzen od. andere, die einen guten mix anbieten, dafür noch zurückstellen.
das mutter theresa syndrom bringt einen am ende nicht wirklich was ein, das hab ich erkannt.Männer haben für jede Lösung ein Problem!
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31.08.2013, 10:36
AW: Freundschaften (be)enden
Zum Teil als Schutz vor Enttaeuschungen. Ich gehe erst gar nicht so tiefe Verbindungen ein, dass mich das Ende dann noch allzu sehr angreift. Darum bin ich aber trotzdem hilfsbereit und fuer meine Freunde da. Nur emotional halte ich mich mehr auf Abstand. Gerade eben so viel, dass es gesund fuer mich ist. Die voellige Gleichgueltigkeit ist auch kein erstrebenswerter Zustand.
So ein Ungleichgewicht funktioniert doch eh nur eine kurze Zeit. Wenn ich merke, da kommt nie was zurueck, gebe ich eben nichts mehr oder nur noch ganz wenig.
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31.08.2013, 11:36
AW: Freundschaften (be)enden
@punto30: Um ehrlich zu sein hat es mich nie gestört, mir die Probleme anderer Leute anzuhören und ihnen Ratschläge zu erteilen, wenn sie mich darum baten... im Gegenteil, ich habe das sehr gerne gemacht. Ich interessiere mich generell sehr für die Menschen an sich, und zu einer Persönlichkeit gehören für mich sowohl positive als auch negative Seiten und Erlebnisse. Ich habe mich persönlich nie als Müllhalde betrachtet und fühlte mich sogar richtig geschmeichelt, wenn andere mir Details aus ihrem Seelenleben anvertrauten. Mich hat das auch niemals Kraft und Energie gekostet, weil ich ernsthaft Freude daran hatte, mich über private Dinge auszutauschen.
Im Laufe der Zeit fühlte ich mich trotzdem immer einsamer. Wenn diese Leute ihre Geburtstage feierten, zusammen am WE unterwegs waren, usw., wurde ich nur noch sehr selten oder gar nicht mehr eingeladen. Wenn ich Vorschläge zwecks Treffen machte, wurde ich mit dummen Ausreden abgespeist. Ich saß in meiner Freizeit meistens alleine zu Hause rum und war frustriert, während die anderen ihren Spaß hatten und glücklich waren. Das hat mich sehr enttäuscht und verletzt.
Obwohl ich mich immer noch für die Probleme von anderen Menschen interessiere und ihnen gerne zuhöre, habe ich eines Tages für mich eine Grenze gezogen. Inzwischen lese und schreibe ich lieber über Probleme von Leuten hier im Forum, weil ich niemanden persönlich kenne. Personen aus meinem privaten Umfeld halte ich diesbezüglich bewusst auf Abstand. Schließlich will ich nicht nur Kummerkasten sein, sondern auch die schönen Seiten des Lebens mit meinen Mitmenschen genießen.
@Letho: Dann machst du es genauso wie ich. Auch ich halte die völlige Gleichgültigkeit nicht für erstrebenswert, aber ich steigere mich emotional auch nirgends mehr rein. Ich habe schon zu oft die Erfahrung gemacht, dass Menschen mit tiefen Verbindungen zu anderen Personen schlecht umgehen können und damit überfordert sind. Wirklich tief verbunden fühle ich mich nur noch mit 2 Personen. Es ist wohl besser, wenn ich mehrere nicht ganz so tiefe Kontakte habe und mich in deren Gegenwart wohl fühle, als dass ich die meiste Zeit nur alleine rumhänge, weil andere mich nur als Kummerkasten sehen.
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31.08.2013, 14:16
AW: Freundschaften (be)enden
Tief verbunden bin ich nur noch mit meiner Familie.
Ansonsten habe ich Freunde, mit denen ich gern was unternehme und auch mal einfach so am Telefon plaudere. Wenn ein Umzug oder aehnliches ansteht, packe ich gern mit an. Wenn jemand Probleme hat, hoere ich ihm zu und helfe wenn ich kann. Umgekehrt dito. Aber ich schliesse keine "Blutsbruederschaft" mehr mit jemandem.
Dumm ist, wenn jemand Blutsbruederschaft mit mir schliessen will und dann enttaeuscht ist, weil ich mich nicht so intensiv einlassen will.
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31.08.2013, 18:42
AW: Freundschaften (be)enden
naja, dann hast du genau das erlebt was ich beschrieben habe. du warst nur mehr als müllhalde gut genug, für die tollen dinge gabs andere die dafür garantiert niemals was von dem müll abbekamen.
ich hab auch keine problem damit mir die probleme anderer anzuhören od. zu versuchen ihnen zu helfen, aber nur wenn dies nicht überhand nimmt od. ich nur dafür gut bin. wie gesagt, energievampire sind auf dauer für nix gut, so hart das jetzt auch klingen mag. auf menschen die nur "nehmen" u. nix geben wollen kann man doch verzichten oder? man sollte sich nur drauf gefasst machen dass man nachher noch die schlechte nachrede hat, denn eine "ressource" gibt keiner so einfach auf
Männer haben für jede Lösung ein Problem!


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