Hallo, ich bin neu im Forum und gerade ziemlich traurig wegen eines „Schweige-Konfliktes“ mit einer langjährigen Freundin. Ich brauche ein bißchen Unterstützung, um mehr Klarheit zu gewinnen. Ich hoffe, der lange Text schreckt nicht ab, aber anders kriege ich es nicht hin ...
Folgende Situation: Vor 3 Monaten telefonierte ich mit einer guten (?) Freundin und fragte sie, was sie davon halten würde, wenn wir zusammen in Urlaub fahren würden. Bis vor ca 10 Jahren taten wir dies öfter, aber dann trennten sich unsere Wege (geographisch). Sie reagierte sofort ausgesprochen positiv. Als mögliches Reiseziel schlug sie eine Insel im Mittelmeer vor. Ich fand die Idee zwar auch gut, reagierte aber eher nach dem Motto „über das Ziel können wir ja noch reden“. Der Grund für meine Zurückhaltung war, daß ich unter einer Flugphobie leide. Da wäre eine Insel ja eher nicht in Frage gekommen. Es ging mir aber nur durch den Kopf, also ich sprach es nicht aus, - nicht weil mir dies unangenehm gewesen wäre, sondern ich wollte noch mal darüber nachdenken, ob ich trotzdem fliegen kann (allgemein ist ihr meine Flugphobie aber bekannt). Sie hakte bezüglich meiner Antwort in Bezug auf den Urlaubsort aber auch nicht nach, wollte sich im Herbst Urlaub nehmen und mir den möglichen Zeitraum später mitteilen. Einige Wochen später tat sie dies dann auch per SMS und sagte ebenso, wie sehr sie sich über den gemeinsamen Urlaub freue. Sie hatte mir während des vorigen Telefonats vorgeschlagen, weitere Details per email zu besprechen. Ich fand dies im Nachhinein zwar etwas umständlich, schrieb ihr dann aber eine email, in der ich ihr mitteilte, daß ich selber nicht fliegen wolle, aber daß dies einem gemeinsamen Urlaub nicht im Weg stehe, da ich dann halt mit dem Zug fahren würde; sie könne ja so fahren oder fliegen, wie es für sie am praktischsten sei, zumal wir eh nicht gemeinsam dorthin reisen würden, da sie mehrere 100km entfernt von mir wohnt. Am Urlaubsort könnten wir uns dann treffen. Also im Prinzip würde sich für sie nichts ändern, außer dem konkreten Reiseziel. – Ich machte mehrere Vorschläge, die ich recht ausführlich recherchiert hatte; fügte auch einen Link bei, auf dem sie sich entsprechende Bilder von zwei, drei Orten anschauen konnte. Auch erwähnte ich einige Punkte, auf die wir bei der Buchung achten sollten (was für mich normal bei einer Urlaubsplanung ist).
Zwei Wochen später mailte sie mir erneut und meinte kurzerhand, daß dies zu kompliziert sei und ja schade, daß ich meine mühsame Recherche nun umsonst gemacht hätte?! Für sie sei Fliegen ja auch nicht ideal und schließlich fliege sie dieses Jahr schon einmal (?) und fürs Zugen fahren müsse sie sich jeweils zwei Tage für Hin- und Rückfahrt Zeit nehmen.
Ich fühlte mich enttäuscht und auch irgendwie „verarscht“. So hatte ich doch geschrieben, daß man per Zug nur einen Tag an die von mir vorgeschlagenen Zielorte braucht?! Auch hatte sie doch selbst erst einen Ort vorgeschlagen, an den man sogar ganz definitiv fliegen muß? Dann schrieb sie noch, daß sie auch gerade keine Zeit habe, sich über einen Urlaubsort zu erkundigen (obwohl ich das doch schon gerade für uns getan hatte, und ein paar Minuten zu investieren, um Bilder/ Links anzugucken ist zu aufwändig?)“. Auch sagte sie überhaupt nichts darüber, ob sie die von mir vorgeschlagenen Ziele allgemein reizen würden. Versteht mich nicht falsch, ich hätte mich nicht verletzt gefühlt, wenn sie mir mit einer ehrlichen und offenen Begründung abgesagt hätte. Ich hätte es z.B. verstanden, wenn sie sich ein bestimmtes oder weiter südlich gelegenes Ziel vorgestellt hätte oder auch wenn es finanziell nicht paßt; selbst wenn sie ein anderes, wichtiges Vorhaben gehabt hätte und sich dafür entschuldigt hätte, wäre ich zwar ein bißchen enttäuscht gewesen, aber nicht beleidigt.
Aber diese Antwort kam mir irgendwie unehrlich, veralbernd und/ oder trotzig vor. Sie hätte ja wenigstens noch mal fünf Minuten am Telefon darüber sprechen können. Ich hätte die restliche Planung vornehmen können, falls ihr das wirklich zu viel ist, da ich mehr Zeit habe. Und das weiß sie auch bzw hätte sie ja fragen können.
Dann schrieb sie noch, daß es ja vielleicht das einfachste sei, wenn sie mich besuche, „mal sehen“. Tja, was soll „vielleicht“ und „mal sehen“ bedeuten, - die gemeinsame Reise hatte sie ja schon abgesagt, also worauf bezieht sich das „mal sehen“, - darauf, daß sie vielleicht was anderes vorhat? Ich schrieb ihr daraufhin, daß ich das nicht ganz verstehen würde; klar, könne sie auch zu mir kommen, aber sie war doch so begeistert gewesen? Wir sollten am besten mal telefonieren und ich schrieb ihr, wann ich in der nächsten Zeit zu Hause wäre.
Ich weiß nicht, ob an diesem Punkt verständlich ist, warum ich sie nicht mehr selbst anrufen wollte. Sie hatte ja laut eigener Aussage sehr wenig Zeit und ich war aus besagten Gründen auch verärgert und wollte in dieser Stimmung nicht auf sie zugehen; zum anderen war ich der Meinung, da sie ja bereits das eigentliche Vorhaben abgesagt und sich darüber hinaus vage gehalten hatte, ich sie nicht auch noch „in die Ecke drängen“ wollte bzw es hätte dann auch meinen Stolz verletzt, wenn sie sich weiterhin um eine direkte Antwort winden würde. Wenn sie sich entschieden hätte, mir eine klare Antwort, wenigstens hinsichtlich eines möglichen Besuches, zu geben, so mein Gefühl, sollte sie sich melden.
Zudem hat meine „Blockade“ auch eine gewisse Vorgeschichte. Sie sagt es praktisch nie direkt, wenn sie etwas nicht will oder ihre Meinung ändert. Da gab es z.B. schon Situationen, in denen sie mich besuchen wollte, ausdrücklich fragte, ob mir ein bestimmtes Datum passe, das sie sich sogar in ihren Kalender eintrug. Aber dann sprach sie es einfach nicht mehr an, und als ich kurz vorher nachfragte, ob es dabei bliebe, sagte sie einfach so nach dem Motto „ne, da hab ich ja nun schon dieses und jenes vor“. Leider neige ich oft dazu, bei mir selbst die Schuld zu vermuten und so hakte ich noch nach, ob irgend etwas zwischen uns vorgefallen sei oder es irgendein Mißverständnis gegeben hätte. Ihre Antwort ne, natürlich nicht, aber da wollte sie X unternehmen (schriftliche Korrespondenz, da ich im Ausland war). Auch „mauert“ sie oft, statt eine klare Antwort zu geben. Fragt man sie z.B., ob man sich in drei Monaten treffen wolle, sagt sie, daß es da wahrscheinlich keine günstigen Fahrkarten mehr gäbe, anstatt erst mal nachzugucken oder zu sagen, ob sie Lust und Zeit hat. Wenn sie dann aber wirklich fest plant, möchte sie am liebsten, daß man ihr ein halbes Jahr vorher fest zusagt, daß man sich definitiv Urlaub für sie nimmt. Also, sie läßt gerne Dinge nach ihren Bedürfnissen offen bzw bleibt unverbildlich, während sie umgekehrt von mir Verbindlichkeit erwartet bzw daß alles genauso läuft wie von ihr erwartet. Und so kam es mir halt (indirekt) jetzt wieder vor. Auch formuliert sie gerne Sätze wie „vielleicht sehen wir uns ja bald mal wieder“. Aber wenn ich sie konkret darauf anspreche, sagt sie oft, daß sie im nächsten Urlaub ja schon was anderes vorhabe, aber evtl in einem halben Jahr. Ich denke aber, wenn man etwas möchte, kann man das auch vorher abmachen oder zumindest noch mal von alleine ansprechen. Ich kam mir teils wie eine Bittstellerin vor, wenn ich feststellen mußte, daß ich eine Floskel allzu ernst genommen hatte.
Lange Rede, kurzer Sinn, sie rief mich bis zum heutigen Tag nicht an (was schon eher ungewöhnlich ist), und während ich anfangs fest entschlossen war, ihr nicht „hinterherzulaufen“, so hege ich jetzt doch immer mehr Zweifel, ob ich die ganze „Geschichte“ nicht doch zu sehr von meinem Standpunkt aus betrachtet habe, vielleicht gibt es ja doch auch von ihrer Seite aus Gründe, enttäuscht oder verärgert zu sein?
Da ich keinen Hinweis darauf habe, was in ihr vorgeht und langsam auch ein bißchen um unsere Freundschaft bange, schwanke ich hin und her, mit meinen Gedanken und Gefühlen. Bin ich ihr egal geworden nach so langer Freundschaft?
Könnte sie eventuell beleidigt sein bzw sie sich „verarscht“ fühlen, weil ich das mit meiner Flugangst nicht gleich angesprochen hatte? Oder könnte sie dann im Nachhinein gedacht haben, daß ich meinen Alternativ-Vorschlag nicht ernst gemeint hatte und sogar „vorauseilend-höflich“ abgesagt? Oder gäbe es Gründe für sie zu glauben, daß ich nun ein Zusammentreffen mit ihr ablehne, die ich jetzt völlig übersehe? Dachte sie evtl, daß ich den Urlaubsort vorschreiben wolle bzw dass ich sie auf ein Ziel festnageln wolle? Aber solche Fragen kann ich ja nicht stellen.
Sie ist aber eigentlich kein Sensibelchen, sondern eher die „Coole“, - zumindest nach außen.
Aber wenn sie mich besuchen wollte, würde sie mich doch einfach anrufen, oder? Ich befürchte, daß sie mir mit ihrer „Schweigsamkeit“ bedeuten möchte, daß sie auch an einem „normalen“ Besuch oder sonstiger Unternehmung kein Interesse (mehr) hat. Und von meinen verletzten Gefühlen „abgesehen“, würde ich sie mit entsprechender Nachfrage dann nicht noch mehr in die Ecke drängen? Oder habe ich sie evtl schon jetzt zu sehr genervt?
Oder soll ich ihr noch das schreiben, was ich eigentlich denke, daß ich es schade finde, daß nun gar kein Treffen mehr zustande kommt, oder distanziert sie sich dann noch mehr?
Bin ich am Ende gar zu nett/ entgegenkommend gewesen?
Manchmal bin ich auch einfach nur wütend und denke, daß sie meint, alles mit mir machen zu können und ich mir hier den Kopf zermartere, während sie das alles ganz cool an sich abprallen läßt. Oder bin ich selbst zu starrsinnig? Sollte ich noch mal anrufen oder sehe ich so nur bedürftig oder bedrängend aus? Ein Treffen würde so gut wie sicher nicht mehr stattfinden, da es nun sicher zu „kurzfristig“ wäre (auch eines ihrer Lieblings-Argumente) oder sie was anderes vorhat. Aber ich fühle mich nicht mit Respekt behandelt, da ich doch finde, man sollte offen und ehrlich besprechen, was man möchte und was nicht. Ist das zu viel verlangt in einer jahrzehntelangen Freundschaft?
Ich würde mich sehr über Eure Meinung zu diesem Thema freuen.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 15
-
20.08.2013, 20:02
Vertrauensfrage: Komme mit Indirektheiten und Schweigen der Freunding nicht klar
-
20.08.2013, 20:16Inaktiver User
AW: Vertrauensfrage: Komme mit Indirektheiten und Schweigen der Freunding nicht klar
kannst du bitte in den text ein paar absätze einbauen? es liest sich dann leichter.
-
21.08.2013, 07:36
AW: Vertrauensfrage: Komme mit Indirektheiten und Schweigen der Freunding nicht klar
liebe Buntenstern,
was ich mich frage ist, wann habt ihr euch das letzte mal persönlich getroffen?
Du schreibst immer nur von sms, Mails, seltenen Telefonaten (?)
Also, Ich... würde niemals mit jemandem in Urlaub fahren, den ich nicht regelmäßig, oft und ausgiebig im Alltag auch erlebe.
Einfach, weil es mir zu "gefährlich" wäre, man kennt sich ja kaum noch, wenn man nicht tatsächlichen persönlichen Kontakt zueinander hat. Schreiben kann man viel
Im Urlaub hockt man dann schon sehr aufeinander - das kann schief gehen.
Das geht auch bei Freundschaften, die Alltagsbewährt sind (und auch in Ehen
) oft noch schief.
Kann es sein, dass deine Freundin einfach kalte Füße bekommen hat und es jetzt - du deutest ihre indirekte Art ja eh an - nicht klipp und klar sagen will?
Auf mich wirkt eure/deine Art der Planung auch irgendwie ungewöhnlich.
Ich denke einen gemeinsamen Urlaub sollte man nicht per Fernkommunikation planen. Allein wegen der Vorfreude, des Spaßes usw.
Wieso habt ihr euch nicht getroffen, Prospekte, Homepages ... gewälzt?
Wie auch immer - wenn dir echt noch was dran liegt (ich fürchte, die Reise kannst vergessen, aber wenn dir die Freundschaft sooo wichtig ist) dann ruf Sie an. Und rede offen mit ihr. Den berühmten Klartext sozusagen.
Dann siehst du was kommt.
Ich denke aber, es liegt ihr weniger an dir als dir an ihr
Habt ihr außer der vergangenen Vergangenheit eine lebendige Gegenwart miteinander?
L
-
21.08.2013, 08:20Inaktiver User
AW: Vertrauensfrage: Komme mit Indirektheiten und Schweigen der Freunding nicht klar
Das klingt ja schon beim Lesen kompliziert...
Du kennst sie schon lange und wunderst dich noch immer über ihre Art?
Ihr schreibt sms und Mails und redet um den heißen Brei...
Wenn das so auch ist wenn ihr euch mal trefft...
Für mich wäre das nichts - ich bin ein Mensch der klare Ansagen mag und macht.
Dieses ganze hin und her finde ich total stressig.
Wenn ihr schon öfter zusammen im Urlaub ward dann weiß sie doch um deine Flugangst....
-
21.08.2013, 10:14
AW: Vertrauensfrage: Komme mit Indirektheiten und Schweigen der Freunding nicht klar
Seid ihr/ist sie single?
Sowas kenne ich von vielen Singles in meinem Umfeld. Alles kann, nichts muss. Euphoriebekundungen, sobald jemand mal einen Vorschlag macht. Aber je näher der entsprechende Termin rückt, je mehr Verbindlichkeit notwendig wäre, desto vager werden plötzlich die Aussagen.
Weil ja immer noch was Besseres nachkommen könnte. Überspitzt gesagt: ich fahre einmal im Jahr in den Urlaub. Wenn ich den jetzt mit Freundin X plane, und morgen kommt mein Traummann um die Ecke, dann habe ich ja keine Kapazitäten mehr für einen Urlaub mit ihm (wohlgemerkt, nur eine Interpretation meinerseits, ich praktiziere das nicht so).
Denn es geht manchen Leuten nicht darum, gern mit einem Menschen, den man mag, Zeit zu verbringen. Sondern die Zeit, bis endlich der "richtige" Lebenspartner da ist, halbwegs sinnvoll zu füllen. Alles easy und locker - und bloß nicht festlegen.
Mit deinen Vorschlägen wolltest du ja eine Entscheidung hervorrufen. Das war ihr vielleicht zu konkret.
Ich könnte mir vorstellen, dass du zu viel in eure Beziehung hineininterpretierst und was da evtl. nicht mehr passen könnte. Ich denke eher, das ist eine rein ichbezogene Sichtweise von ihr. Sie mag halt nicht und will es dir aus welchem Grund auch immer nicht so deutlich sagen.
-
21.08.2013, 10:22
AW: Vertrauensfrage: Komme mit Indirektheiten und Schweigen der Freunding nicht klar
Dieses Herumgeeiere begann zunächst mit einem Telefonat. Anstatt sofort zu sagen, "ich fliege ungern, laß uns was in Norditalien nehmen", denn das ist der Knackpunkt - sagst du "über das Ziel können wir ja noch reden".
Warum? Und diese endlose Mailerei!
Bei uns geht das so, Einigkeit über das Ziel herstellen, jede / jeder nennt die möglichen Termine, der Überschneidungstermin wird genommen und es wird gebucht. Fertig.
-
21.08.2013, 10:31
AW: Vertrauensfrage: Komme mit Indirektheiten und Schweigen der Freunding nicht klar
mit jemanden, mit dem man nicht mal unkompliziert reden kann, fährt normalfrau nicht auf urlaub.
das wäre ja selbstbeschädigung.lg
legrain
-
21.08.2013, 11:43
AW: Vertrauensfrage: Komme mit Indirektheiten und Schweigen der Freunding nicht klar
Hallo Buntenstern,
ich finde Dich ganz offen gesagt nicht weniger kompliziert als Deine Freundin.
Warum sagst Du "über das Ziel können wir ja noch reden" wenn Dir schon klar ist, dass Du nicht gerne fliegst und eine Insel daher für Dich weniger in Frage kommt?
Dann recherchierst Du schon ausführlich über irgendwelche Ziele ohne zu wissen, ob die der Freundin überhaupt gefallen und erwähnst auch noch Punkte, die bei der Buchung zu beachten sind, obwohl Du noch nicht mal weißt, ob Deine Freundin mit der "Auswahl" überhaupt einverstanden ist
?
Also ich als Freundin würde mich da auch irgendwie überfahren fühlen. Warum kann man nicht einfach mal telefonieren und ganz locker über mögliche Reiseziele sprechen? Und wenn man sich dann auf ein, zwei oder drei Ziele geeinigt hat, die beiden zusagen, DANN kann man doch immer noch anfangen zu recherchieren und anschließend gemeinsam entscheiden, wohin es geht.
Vielleicht merkt man an dieser Stelle aber auch, dass die Reisepläne nicht zueinander passen, weil Deine Freundin eben unbedingt fliegen möchte oder es ganz warm haben will, Du aber Wärme hasst oder was weiß ich.
Also für mich klingt das sehr kompliziert und zwar von beiden Seiten. Ich hätte da auch keine Lust mehr.
Viele Grüße vom
Wassernixlein
-
21.08.2013, 17:14
AW: Vertrauensfrage: Komme mit Indirektheiten und Schweigen der Freunding nicht klar
@ alle Vielen lieben Dank erst mal für die Antworten, ich freue mich über jeden Denkanstoß :-)
Das letzte Mal haben wir uns vor ca 2 Jahren gesehen. Dies war v.a. der Tatsache geschuldet, dass ich ca 7 Jahre im Ausland gelebt habe. Wir haben uns viell alle 2 Jahre gesehen, manchmal öfter. Ende letzten Jahres bin ich zurück gezogen, aber wir sind immer noch mehrere 100km voneinander entfernt, deshalb haben wir uns zur Planung auch nicht getroffen. Aber zumindest telefonierten wir wieder häufiger. Das war vorher immer mehr eingeschlafen. Ich war aber schon recht stolz darauf, daß wir unseren Kontakt so lange über diese Entfernung hielten, und so eine Freundschaft wirft man natürlich nicht einfach weg. Obwohl dies nicht der einzige Grund war, sah ich meinen Rückzug nach De als eine Möglichkeit, alte Freunschaften wieder zu intensivieren und freute mich darauf.
In Bezug auf Urlaub verstehe ich, was Du meinst, sehe aber möglichen Konflikten relativ gelassen entgegen. Wir haben schon mehrmals nach längeren Pausen "aufeinander gehockt", manchmal auch einen Konflikt gehabt, der sich dann aber schnell wieder löste. Ich denke in der Hinsicht sieht sie das auch so, sonst hätte sie das auch nicht mehrmals gemacht und mir noch letztes Jahr selbst vorgeschlagen, gemeinsam in Urlaub zu fahren (da paßte es bei mir aber nicht).
Zu der Frage mit der lebendigen Gegenwart: ich bin mir nicht 100%ig sicher, wir haben eben selten Kontakt (auch wenn es sich bis zum Frühjahr wieder intensiviert hatte). Aber wenn wir miteinander sprechen, habe ich immer das Gefühl, daß wir uns fast alles Persönliche erzählen können bzw sehr vertraut sind - außer eben in diesen "Verabredungs" bzw "Treffen"-Fragen.
Mit dem persönlich am Telefon klären hast Du auf jeden Fall recht, nur fühle ich mich im Moment ziemlich ratlos, wie ich das noch sinnvoll angehen soll. Das, was mich wirklich interessiert, warum sie mir z.B. unehrlich bzw widersprüchlich antwortet oder ob ich ihr nicht wichtig genug bin, sich so zu treffen oder diese Dinge telefonisch zu klären, -wenn ich sie gleich darauf ansprechen würde, würde ich sie wahrscheinlich noch mehr in die Ecke drängen? Also, ich weiß nicht so recht, WIE ich das jetzt noch ansprechen soll, ohne daß sie sich kritisiert oder verpflichtet fühlt.
-
21.08.2013, 17:30
AW: Vertrauensfrage: Komme mit Indirektheiten und Schweigen der Freunding nicht klar
Liebe Buntenstern,
ihr solltet unbedingt miteinander reden. Vielleicht hat sie in der Situation mehr Fehler gemacht als du, aber vielleicht auch nicht, das ist soo schwer zu beurteilen, weil man gerade Mails und SMS schnell falsch verstehen kann. Ich verstehe deine Darstellung so, dass du dir alleine sehr sehr viele Gedanken für euch beide gemacht hast, gut gemeint, möglicherweise empfindet sie das weniger als kümmernd als mehr als bevormundend? Aber egal wie es wirklich ist, lese ich bei dir heraus, dass dir die Freundschaft sehr wichtig ist. Sag ihr doch das am Telefon ganz ehrlich: Du schätzt eure Freundschaft, bedauerst, dass ihr das dieses eine Mal mit der Planung nicht hinbekommen habt und dass du dich freust, wenn ihr euch trotzdem bald wiederseht. Vielleicht erzählt sie dir, warum es aus ihrer Sicht nicht gelungen ist, vielleicht kommt aber auch ein anderer Zeitpunkt, an dem ihr über die nicht erfolgreiche Urlaubsplanung reden könnt.
Ich drücke euch die Daumen für eure Freundschaft.
Verändern heißt: Einmal mehr aufstehen als hinfallen.


Zitieren