Hallo
ich schreibe es gerade drauf los: Was haltet ihr davon einen Abschiedsbrief an eine ehemals beste Freundin zu schreiben.
Ich habe das Bedürfnis danach, da:
- die Worte niemals ausgesprochen wurden, ich habe auf ihre anrufe in den letzten Monaten nicht reagiert, bis schließlich jetzt, eine wütende Abschiedsmail von ihr kam.
- sie mich in ihrer Abschiedsmail ziemlich wütend beleidigt hat, meine jahrelangen Probleme, als Zickerei darstellt und ich weiß, wie arg über mich hergezogen wird nun
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Problem dabei ist:
- ich möchte senden, nicht empfangen
- ich möchte keine Schlammschlacht
- in Wahrheit wünsche ich mir keine Antwort, ich möchte mitteilen, begründen, was mich belastet hat, in dieser über 10 Jahre langen Freundschaft.
Vielleicht möchte ich auch Frieden schließen mit ihr und mit mir selbst (mir und ihr verzeihen). Es ist noch vieles unausgesprochen, dennoch fürchte ich mich, vor einer Reaktion. Ich hatte überlegt drunter zu schreiben, dass ich keine Antwort erwarte, da dies auch für mich ein Schlussstrich ist (sowie sie in ihrer Mail auch geschrieben hat).
Ich muss zwar sehr oft an unsere gemeinsame Zeit denken und bin auch sehr traurig darüber, jedoch ist der Zug wahrsch. wirklich abgefahren. Es hat keinen Sinn mehr, da die aktuelle Situation und die ganzen Umstände für mich einfach nciht mehr tragbar sind.
Ich habe vor, diese Mail morgen zu schreiben.
Wäre schön, ein paar Meinungen noch zu lesen.
eine gute Nacht
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 28
Thema: Abschiedsbrief
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24.08.2011, 02:43
Abschiedsbrief
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24.08.2011, 06:20Inaktiver User
AW: Abschiedsbrief
"Nur senden - nicht empfangen" ...?
Das wird schwierig.
Du siehst es doch bei ihr - ihr ging es doch genauso. DU hast schließlich auf ihre Anrufe die letzten Monate nicht reagiert - und da hatte sie das Bedürfnis, dir noch einiges zu sagen.
Vermutlich wollte sie das auch nur loswerden - ohne "Schlammschlacht"!?
Aber du willst nun auch reagieren - und ihr alles um die Ohren hauen, was dir dazu einfällt!?
Hättest du dich in den letzten Monaten Funkstille auf ihre Anrufe gemeldet und ihr hättet das gleich zur Sprache gebracht, dann hätte sich sicherlich vieles nicht so wütend angestaut. Insofern trägst du auch deinen Anteil an der Sitution.
Schreibe eine Mail, wenn es dir ein Bedürfnis ist - aber ohne Wut. Und so, dass du nichts zerschmeißt, was dir hinterher leid tut.
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24.08.2011, 07:16
AW: Abschiedsbrief
Wenn Du nur senden willst, schreib den Brief und verbrenn ihn. Ansonsten wäre es nur fair, ihre Antwort auch ernst zu nehmen.
Bis auf Weiteres a.D.
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24.08.2011, 08:40Inaktiver User
AW: Abschiedsbrief
"Nur senden, nicht empfangen" - extrem schwierig!
Was immer du schreibst, die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie darin Vorwürfe sehen wird. Und jeder Mensch sollte das Recht haben, sich gegen Vorwürfe zu verteidigen.
Tu's nicht. Wenn du es nicht geschafft hast, die unausgesprochenen Sachen in den letzten zehn Jahren an den Mann zu bringen, als ihr noch befreundet wart, warum solltest du es jetzt tun, wo die Freundschaft doch vorbei ist? Mit Freunden sollte man Dinge klären. Mit Nichtmehr-Freunden ist es zu spät.
Grüße, Cariad
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24.08.2011, 09:24Inaktiver User
AW: Abschiedsbrief
Nach der Lektüre Deines Eingangspostings folgender Eindruck:
Du warst offenbar nicht bereit Dich mit Deiner (Ex-)Freundin verbal auseinanderzusetzen, hast auf stur gesetzt und geschwiegen.
Das brachte sie schließlich so zum kochen (irgendwie verständlich), dass sie diese Wut-mail schrieb.
Jetzt willst Du die Schlammschlacht fortsetzten, fürchtest aber eine Replik. Sei konsequent und schweige weiter!
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24.08.2011, 10:34
AW: Abschiedsbrief
Hallo
doch ich habe mich ausernandergesetzt, hatte versucht mit ihr im Guten zu Reden, doch sie nahm das halt nie ernst. Habe z.B. den Wunsch geäußert, dass wir uns wieder mehr als Freunde treffen und nicht nur abends in iwelchen Kneipen mit mehreren Personen (ging hier auch im eine Dritte Person, die mich hasst, aber ansch. meinen Platz eingenommen hat). Ich habe monatelang dieses Jahr noch gekämpft, versucht mich trotzdem mit ihr und dieser dritten Person zu treffen und eben nicht so "zickig" zu sein, über der Sache zu stehen. Oft ging der Kontakt von mir aus. Ab meinem Geburtstag beschloss ich, auszusteigen, nachdem sie mir dann spontan , neun Uhr abends absagte, mir nichts schenkte u. von ihr aus erst wieder einen Monat später anrief (ich bin nicht geldgierig, aber wir haben uns immer was geschenkt und mind. einmal kurz getroffen, wenn einer Geburtstag hatte, das war auch nicht der Auslöser, sondern nur der Tropfen auf dem heißen Stein).
Die Mail an sie soll auch nicht wütend geschrieben sein, ich will ihr da nichts vor den Latz knallen. Sondern einfach erklären, warum ich das gemacht habe, und sachlich und resigniert abschied nehmen. friedlich sozusagen. das ist mir ein Bedürfnis, weil wir so viele Jahre so unglaublich enge Freunde waren.
Ja senden und nicht empfangen wird wahrsch. nicht funktionieren, vllt. erwarte ich auch ein friedliches Ende, vllt. antwortet sie auch garnicht, da sie mich schon aus dem Netzwerk als Freundin gelöscht hat. Wenn sie antwortet, wollte ich eigentlich nicht mehr reagieren, aber ihr wisst sicher, dass das dann auch wieder schwierig werden kann. Jedenfalls ist es mir einfach ein großes Bedürfnis, diese Mail zu schreiben, denn sie scheint echt nicht zu wissen, warum ich das gemacht habe, wenn ich sie allerdings mehr interessiert hätte, dann wüsste sie es. Manchmal denkt man, der Mensch müsste einen doch jetzt mittlerweile kennen, besonders nachdem ich das Problem ja schon angsprochen hatte, bereits letztes Jahr. Doch da sie mich nicht ernst genommen hat, weiß sie auch nicht worum es geht. Sie ist einfach nur sauer.
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24.08.2011, 10:47
AW: Abschiedsbrief
Und warum wollt Ihr Euch nicht treffen und darüber REDEN?
Bis auf Weiteres a.D.
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24.08.2011, 15:20Inaktiver User
AW: Abschiedsbrief
Mein Posting, Nr. 5, nehme ich nach Deiner näheren Ausführung zurück.
Trotzdem würde ich mich an Deiner Stelle vermutlich nicht äußern. Die Wut-Mail diskreditiert Deine Exfreundin genügend. Eine Versöhnung ist doch von Deiner Seite aus nicht beabsichtigt.
Wozu sich rechtfertigen? Sie wird Deine Argumente wahrscheinlich schon kennen. warum sie wiederholen?
Wenn Du es Dir aber absolut nicht verkneifen kannst, halte die Antwort auf jeden Fall kurz, verfahll auf keinen Fall in den Stil ich hab gesagt, dann hast du gesagt darauf hin hab ich gemacht... hört sich nur nach Rechtfertigung an.
Je kürzer die Antwort ist, desto mehr ist klar, Du hast damit abgeschlossen, die Sache ist für Dich nicht mehr relevant.
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24.08.2011, 19:18
AW: Abschiedsbrief
@pirlipat: Oh doch doch, leider ist die Sache schon noch sehr relevant...
Es scheint so, als könnte ich es mir echt nicht verkneifen, denn ich denke einfach nur noch darüber nach.
vllt erwarte ich insgeheim doch irgendetwas, und es ist sozusagen der letzte Versuch von mir, ihr zu erklären worum es geht. Vielleicht erhoffe ich mir Kooperation. Aber das kommt mir so unsinnig vor, denn sie wird sich diesbezüglich wohl nicht ändern, und einen Fehler einzugestehen, das tun die wenigsten Menschen und schon gar nicht sie. Der Brief steht jetzt eigentlich und kurz ist er nicht. Aber ehrlich und wirklich nicht wütend oder vorwurfsvoll. Das beschäftigt mich alles so sehr, dass ich es nicht einfach auf sich beruhen lassen kann.
Habt ihr schon mal so eine große Freundschaft verloren und es war nicht alles geklärt, wie seid ihr damit umgegangen? Müsst ihr heute noch dran denken?Geändert von Aralia_elata (24.08.2011 um 19:52 Uhr)
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24.08.2011, 19:47
AW: Abschiedsbrief
@Tabea: Ja, ich würde ihre Antwort ernst nehmen... ein persönliches Gespräch würd mich wahrsch. zurückwerfen, bzw. mich weich werden lassen, was gefährlich ist, da ich dazu neige mich einlullen zu lassen...
Geändert von Aralia_elata (24.08.2011 um 19:52 Uhr)


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