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Hallo,
vor einem halben Jahr habe ich eine langjährige (8 Jahre) Freundschaft abgebrochen.
Da diese Freundin mich 1/5tel meines Lebens begleitet hat, war es für mich nicht einfach ein Abbruch á la "Du hast eine andere Meinung als ich, also mag ich Dich nicht mehr", sondern viele Dinge haben sich über die Jahre erstreckt und irgendwann war das Maß voll, der letzten Tropfen hat das Fass zum überlaufen gebracht.
Gern möchte ich hier im Forum nach und nach schreiben und auch eure Meinung / eigene Erfahrung lesen.
Auch wenn ich diese Freundschaft bewusst beendet habe, und das, weil mir sehr weh getan wurde, beschäftigt es mich und ich möchte mich austauschen.
Seit einem halben Jahr lebe ich im Privatleben "kontaktfrei".
Ausser mit meinem Mann, habe ich in der privaten Zeit in dem letzten halben Jahr mit niemandem etwas unternommen. Ich habe auch keine Aktivitäten bei Bekannten vorgeschlagen.
Und es stört mich auch ehrlich gesagt nicht wirklich.
Ich habe (vielleicht auch nur momentan??) das Gefühl, dass ich niemanden brauche.
Vielleicht ist auch alles nur noch zu frisch und muss vollständig verarbeitet werden (??).
Was mir aktuell noch am meisten Kopfschütteln bereitet ist folgendes:
Meine ehemalige Freundin ist sehr impulsiv, dass weiss sie auch, und hat ein sehr loses und vorlautes Mundwerk und hat schon vielen Leuten vor den Kopf gestoßen und mehrere langjährige Freundschaften wurden ihr, seitdem ich sie kenne, auch "gekündigt". Viele Bekanntschaften, die anfangs so intensiv waren bei ihr, dass meint den Eindruck hatte "da wird ne Freunschaft draus" haben sich in den Jahren auch recht schnell wieder gelegt.
Daneben ist sie der Meinung, dass sie besser ankommt bei den Leuten als ich und das ihr mehr verziehen wird als mir.
Zudem wäre es so, dass bei 80-90 von 100 Männern, die man fragen würde, ob sie oder ich attraktiver wäre, sich "für sie entscheiden würden" und bei mir so 40-50 von 100 Männern...
Diese Vergleiche sind gefallen, obwohl wir beide in einer Partnerschaft leben...ich bin immer noch recht perplex über dieses Thema, weil es mir a) da ich seit Jahren mit meinem Mann zusammen bin NULL interessiert, wieviele Männer mich attraktiv finden und wieviele nicht. Was für mich wichtig ist, ist ob ich mein Spiegelbild leiden kann und ob ich meinem Mann gefalle...
und b) gehört so was für mich nicht zu den Gesprächsthemen einer Freundschaft.
Mehrmals hatten wir in den letzten zwei Jahren schon dieses "Phänomen":
Da sagt sie zu mir "Der/Die hat gerede geguckt, als würde er über dich denken "Die Alte hat ja wohl den totalen Knall".
(Ihre Wortwahl ist trotzt ihrer akademischen Ausbildung und Berufstätigkeit als Lehrerin und ihrer Herkunft aus einem Bildungshaushalt, wie sie es gern nennt, ziemlich gewöhnlich).
Damit gemeint war:
- die Kellnerin im China-Restaurant, der ich mein Gutscheinbuch hingelegt habe und sagte "Ach, dass hätte ich fast vergessen (also das Gutscheinbuch zu geben)"
- der Fahrer des Thai-Restaurant-Lieferservice, der bei ihr etwas angeliefert hat und den ich gefragt habe, ob er auch in unseren Stadtteil liefert.
- der Kellner im italienischem Restaurant...und den Grund weiß ich selber nicht
- der Barmann in einer Kneipe, wo laut Rockmusik gespielt wurde und der sich am Zapfhahn festgehalten hat und quasi uns gegenüber stand, dem ich freundlich zugewinkt und zugelächelt habe, weil ich etwas bestellen wollte und auf uns aufmerksam machen wollte
- ein Kellner in einer Kneipe, den ich gefragt habe, ob sie auch Erdnüsse haben (weil Chips und Salzstangen auf mehreren Tischen standen).
Ich habe wirklich nichts gemacht, um die Leute zu so einer Reaktion, wie sie es "empfunden hat", zu veranlassen. War freundlich, ruhig, nicht laut oder frech oder so.
Okay, beim ersten hören eines solchen Spruches kann man ja noch lachen. Beim zweiten Mal hört man nicht mehr hin oder danach wird es echt nervig.
Besonders, weil sie glaubt, dass keine Reaktion der Leute bedeutet, dass sie recht hat.
Wann man solche Dinge bei ihr ignoriert, dann macht sie erst recht weiter. Und die Dinge steigern sich....
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 93
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03.08.2011, 16:16
Warum ich eine langjährige Freundschaft abgebrochen habe? DARUM.....
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03.08.2011, 16:56
AW: Warum ich eine langjährige Freundschaft abgebrochen habe? DARUM.....
Also, ganz ehrlich:
Das ist das Leben! Mal paßt es für eine Weile, dann dividiert es sich auseinander.
Bedenklich finde ich, das du keinerlei Freundschaften/ Interessen außerhalb deiner Partnerschaft hast.simplemind
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Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte
George Bernhard Shaw
4.6.18

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03.08.2011, 17:07
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03.08.2011, 17:11
AW: Warum ich eine langjährige Freundschaft abgebrochen habe? DARUM.....
Liebe Arcobaleno,
schade, dass Du derzeit keinen Kontakt zu Deinen Mitmenschen wünscht bzw. hast. Aber - ich würde jetzt mal sagen, dass das eine völlig normale, verständliche Reaktion auf diese Art von Misshandlung ist.
Ich habe auch so eine Erfahrung machen müssen - emotionale Verletzungen, die man am Anfang als solche gar nicht versteht. Aber jetzt hast Du es gemerkt, zuordnen können und gehandelt - und das ist toll!
Ich vermute, dass Du noch eine gewisse Zeit brauchst um die Vergangenheit mit dieser Person zu verarbeiten. Aber irgendwann wirst Du wissen, warum diese Frau so ist, wie sie ist und dann bist Du innerlich frei. Nicht Du bist bzw. warst es, die verquer denkt oder gar krank ist sondern es sind wirklich immer die Menschen, die bewusst probieren andere zu verletzen bzw. anderen Schaden zu zufügen.
Irgendwann geht man aus solchen Situationen gestärkt hervor! Man wird selbstbewußter, fängt an, sich selbst zu mögen und man gewinnt immer mehr an Überzeugung, dass das, was man gerade tut, genau das Richtige ist. Zu guter Letzt kommst Du dann an dem Punkt, wo Du allen Menschen nur Gutes willst - selbst Deiner ehemaligen Freundin wirst Du nur das Beste wünschen..... Und falls Dir doch mal Einer quer kommt, wirst Du es gar nicht richtig wahrnehmen, weil es Dich wahrscheinlich einfach nicht mehr interessiert.
Gib Dir Zeit! Und laß ruhig die Wut, den Zorn und den Hass auf die Menschheit zu. Ich finde es - wie bereits geschrieben - zwar sehr schade, dass Du Dich so zurückgezogen hast, weil das Leben wirklich sehr schön ist und es so tolle Dinge zu erleben gibt - aber was sein muss, muss sein :-)
Jeder muss irgendwann mal seine Erlebnisse verarbeiten bzw. lernen zu verstehen, sonst kommt man nun mal eben nicht weiter.......
Viel Glück!
Halikarnassos
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04.08.2011, 08:01
AW: Warum ich eine langjährige Freundschaft abgebrochen habe? DARUM.....
Hallo,
ich hatte den Begriff "Misshandlung" gar nicht im Gedanken, aber Du hast recht, es ist eine Form von Misshandlung.
Ihr Partner sagte es mal passend, dass sie keine Achtung vor Menschen hat, weil sie keine Selbstachtung hat. Un weil man ihr als Kind keine Grenzen gezeigt hat und ihr keine Demut beigebracht hat.
Aber so ist sie nicht nur zu mir. Ihren Lebenspartner nennt sie auch "Arschloch" und sagt "Verpiss Dich" zu ihm.
Und wenn er dann geht, weil er sich nicht auf Diskussionen mit ihr einlassen möchte und nicht weiter beschimpft werden möchte, schmeisst sie ihm aus dem Fenster (3.Etage!!!) eine 1 Kilo-Box mit Haribo-Konfekt hinterher, Gummitiere samt Plastikbox und die liegen dann auf dem Gehweg verteilt...beim nächsten Mal hat sie ihm seine Brille samt Hartschalenetui aus dem dritten Stock aus dem Fenster hinterher geschmissen, weil er wieder vor ihren Launen und Beschimpfungsausbrüchen geflüchtet ist.
Zu einem ihrer Schüler sagte sie mal "Jetzt halten wir beide die Fresse". Zu einem anderen Schüler sagte sie "Du bist ja auch ein Spaghetti" (Italiener).
Ich weiss warum sie so ist.
Schwierige Kindheit. Aber wer hatte das nicht irgendwie. Sie "verkauft" ihre Kindheit und (Rest-) Familie (Eltern haben sich getrennt als sie 5 Jahre alt war, dass hat sie nie überwunden) als "meine kleine heile Welt", obwohl es eigentlich nie so war.
Mittlerweile liegt diese Restfamilie auch in Scherben, es gab Veränderungen durch Tod, Krankheiten und Kontaktabbrüche zu nahen Verwandten. (Weil diese nicht nach ihrer Pfeife tanzen).
Aber es gibt Leute gehen in sich und reflektieren und sich fragen "Warum bin ich so, warum ist das so?" und wie kann ich etwas ändern, damit es mir besser geht, und suchen ggfs. auch professionelle Hilfe in einer Gesprächs- oder Verhaltenstherapie. Für sie ja kein Thema. Es sind ja nur die Anderen schuld.
Die sind entweder "total blöd" oder "behindert" oder "ham´se nich´ mehr alle".
(Wie schon erwähnt, dass ist der O-Ton einer Lehrerin).
Mit ihrem Beruf als Lehrerin kommt sie nicht klar. Ihre Beziehung ist nicht das, was sie sich wünscht.
Am Wochenende lässt sie dann den Frust raus und kompensiert ihn mit Alkohol. Zwei Flaschen Wein an einem Freitag abend und am Samstag nochmal die gleiche Ladung und noch ein paar Gläschen Sekt on Top sind Standard. Daneben wird bis zu einer Packung Zigaretten am Tag geraucht.
(sie hat eine familiäre Veranlagung zum Trinken, beidseitig).
Ihre Prügelknaben waren ihr Lebensgefährte (der für sich dann die Lösung gefunden hat, dass er dann einfach geht. Wortlos, grußlos dreht er sich um und ist weg) und ich.
Mit dem steigenden Alkoholpegel wurde sie unverschämter, was ihre Sprüche betraf.
Mittlerweile ist es soweit, dass sie am Wochenende trinken muss. Es ist schon ein Zwang. Aber ansprechen darf man sie darauf nicht. Wehe! Dann gibt es sofort eine üble Beschimpfung retour.
Wenn ich dann auch gehen wollte oder das Telefonat beenden wollte, da ich das Niveau nicht noch expandieren wollte, wurde geschrien "Wenn Du jetzt geht´s, dann treffe ich mich nicht mehr mit Dir" oder "Wenn Du jetzt auflegst, dann telefoniere ich nicht mehr mit Dir".
Ihr Partner sagte mal zu mir "Mach das doch einfach so wie ich. Umdrehen und gehen, oder einfach aufhängen. Die merkt das irgendwann schon".
Ich sagte dazu, dass ich mit den Leuten, mit denen ich befreundet bin, so nicht umgehen möchte.
Besonders nicht mir ihr, einem Menschen der sagt, dass er auch einem Bildungshaushalt kommt, ich sie mir als Beispiel nehmen soll, die Leute bei ihr sofort erkennen, dass sie aus einem gute Hause stammt und zudem alle Menschen gleich denken, wenn man sie sieht, "da kommt der total attraktive südländische Typ Frau" (die meint, dass sie der südländische Typ ist, stammt aber von hellen deutschen Eltern ab)


Ich habe mich von ihr zurückgezogen (und von einem weiteren langjährigen Kontakt, der mein Kontakt war, aber den sie sich auch an den Nagel gerissen hat, und Dinge erzählt hat, die Jahre zurückliegen und mit dem der andere Kontakt eigentlich null zu tun hat...also indiskret und unloyal ist sie auch! Ihr Partner stört es auch, er hat das gleiche Problem mit ihr) aber nicht vom Leben.
Ich gehe weiterhin aus, kann alleine in den Urlaub fahren (habe ich im Juni auch eine Woche gemacht), kann alleine in Restaurants gehen etc. Kann mich auch alleine "entertainen" und bin auch froh, dass ich nicht allzuviel Entertainment brauche.
Sie kann nicht alleine sein, kann mit ich alleine nichts anfangen. Aber anstatt glücklich darüber zu sein, dass man eine langjährige LOYALE Freundin hat, die über viele Dinge hinweg gesehen hat und hinweggehört hat. weil sie weiß, dass hinter der Fassade eigentlich nur Jemand steckt, der gemocht werden will (und dessen Rhetorik oft sehr ungeschickt ist....), wird übel ausgeteilt und beleidigt und verraten und misachtet.
Ja, dass Leben ist schön. Aber Jeder ist dafür selbst verantwortlich, dass es für ihn selber schön wird. Und was da, ganz besonders in den letzten sechs Monaten vor meiner Entscheidung alles abgelaufen ist, dass war nicht schön und das hat mein psychisches Wohlbefinden ziemlich herunter gezogen.
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04.08.2011, 08:20Inaktiver User
AW: Warum ich eine langjährige Freundschaft abgebrochen habe? DARUM.....
Misshandlung???
Also bitte, nun bleibt doch mal auf dem Teppich und überlasst solche drastischen Bezeichnungen für echte Misshandlungen!
Da sind zwei Personen sehr unterschiedlich und können, trotz angeblich jahrelanger Freundschaft damit nicht umgehen; dann geht sowas halt auseinander.
Ich habe beim Lesen spontan gedacht: Was ein Kindergarten.
Ich würde mir an deiner Stelle aber mal Gedanken machen, warum diese Frau dich so triggert, denn du hast ja hier schon mal sehr ausführlichst über sie gelästert und kein Ende gefunden (die Formulierung oben sticht ja geradezu heraus). Das Problem scheint eher bei dir zu liegen als bei ihr.ich sie mir als Beispiel nehmen soll, die Leute bei ihr sofort erkennen, dass sie aus einem gute Hause stammt und zudem alle Menschen gleich denken, wenn man sie sieht, "da kommt der total attraktive südländische Typ Frau" (die meint, dass sie der südländische Typ ist, stammt aber von hellen deutschen Eltern ab)
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04.08.2011, 08:29
AW: Warum ich eine langjährige Freundschaft abgebrochen habe? DARUM.....
Doch, Interessen habe ich viele und unternehme Dinge auch alleine.
Ich war nie der Typ, der viel Hully Gully braucht und permantes Entertainment oder viele Menschen um sich braucht. Ich kann gut alleine sein und weiss mich auch zu beschäftigen (auch wenn das von ihr immer als Selbstbetrug abgetan wurde).
Mir ist bei Freundschaften mehr die Klasse als die Masse wichtig. So war ich auch schon als Kind.
Ich hatte immer eine gute Freundin und noch eine oder zwei Schul"freundinnen" und das hat mir gereicht. Später, als "die Männer" dazu kamen, hat es mir gereicht, dass ich meinen Partner habe (und zwar neben meinem Leben und neben meinen Interessen, als Ergänzung und nicht als Lebensinhalt) und dann noch eine Freundin und so ein bis zwei Bekannte.
Mir bringen dieses zig Pseudokontakte und Pseudofreunschaften nichts, nur um vor anderen Leuten als "beliebt" = also "toll" dazustehen...oder das zu denken. dass die "Anderen" so über mich denken... Sie sagte mal, dass es ihr sehr wichtig sei, was die Anderen über sie denken.
Langjährige Bekanntschaften habe ich auch, aber in den letzten sechs Monaten habe ich von meiner Seite aus keine Vorschläge für Unternehmungen gemacht. Habe aber welche bekommen und diese auf "später" verschoben. Da hatte die Bekannte auch Verständnis für.
Am Samstag treffe ich mich auch mit einer Bekannten zum Abendessen. Aber ich habe derzeit kein Interesse mehr daran, zu sehr in die "Tiefe" zu gehen. Wird sich bestimmt wieder ändern, aber derzeit knacke ich noch an der Geschichte und am meisten bin ich sauer, stinksauer auf mich, weil ich das so lange mitgemacht habe und nicht vorher schon die Grenze aufgezeigt habe ich bei der nächsten Missachtung meine Konsequenz getroffen habe.
Aber so ist es halt (so denke ich) in langjährigen und (thementechnisch) recht intimen Freundschaften. Man ist irgendwie vertraut und gibt dann nicht so schnell auf. Kann "verzeihen", weil man ja weiss, wie der Andere ist und weil man weiss, dass die Person auch gute Seiten hat.
Wenn auch die guten Seiten immer weniger werden und die "Ausbrüche" immer mehr.
Aber da ist auch auch mal an der Zeit, dass die Person doch merken muss, dass etwas verquer läuft in ihrem Leben: Warum ist die Beziehung nicht befriedigend für mich und warum war es bislang keine meiner Beziehungen?. Warum strengt mich mein Beruf so an, was kann ich optimieren? Warum habe ich mit meiner langjährigen Freundin in der letzten Zeit so eine schlechte Stimmung? Warum habe ich nur noch Stress mit meiner Mutter und Funkstille mit meiner Tante (die kinderlos ist und deren einzige Nichte ich bin)? Warum habe ich regelmäßig längere Funkstille mit meinem Vater und er sucht dann auch keinen Kontakt zu mir? Warum nennt mich mein Vater auf meiner Geburtstagsfeier vor meinem Partner und vor meinen Freunden "Arschloch"?
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04.08.2011, 09:18
AW: Warum ich eine langjährige Freundschaft abgebrochen habe? DARUM.....
Du schreibst nicht zufällig von meiner Ex-Freundin ?

Nein, Spass bei Seite, ich kann verstehen, dass der Schritt der Trennung noch eine Weile bei dir nachhallt.
Man beendet eine Freundschaft nicht wegen einer "Kleinigkeit", aber manchmal ist das Ganze die Summe seiner Teile.
Und diese Teile muss man für sich erst einmal zusammensetzten und für sich plausibel machen, dass ein Weiterführen der Freundschaft zwar möglich wäre, Dir selber aber auf Dauer "schaden" würde.
Meine Erfahrung ist, dass das das Unterbewußtsein erst mal kapieren muss!
Ich denke, dass das Schreiben hier Dir sehr helfen wird.
In ähnlichen Threat vor einigen Wochen habe ich allerdings beobachtet, dass das Schreiben das Gedankenkarussel immer mehr angeheizt hat
Bis dann!
schneeflocke
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04.08.2011, 13:17
AW: Warum ich eine langjährige Freundschaft abgebrochen habe? DARUM.....
Oh je, da läßt aber mal wieder jemand keine andere Meinung gelten.....
Ich bin schon der Meinung, dass es sich um eine emotionale Verletzung und so um eine Misshandlung handelt. Genaue Ausführungen spare ich mir jetzt mal lieber - es ist ja nicht meine Lebensaufgabe, andere von meinen Ansichten zu überzeugen.
Ich persönlich empfinde emotionale Verletzungen als sehr prägend vor allem dann, wenn man noch nicht die geistige Reife hat, diese Verletzungen auch als solche zu verstehen. Gerade daher ist die Phase der Kindheit so schwierig. Als Kind versteht man meistens nicht, warum eine Bezugsperson so ist, wie sie ist und jemanden schlecht behandelt.
Ich finde es einfach nur grausam, wie unreife - meist selbst stark traumatisierte Menschen Kinder so derart verheizen können, dass diese sich teilweise nie davon erholen können.
Ob diese emotionalen Misshandlungen von Eltern, Großeltern oder nur "Freunden" erfolgen, macht keinen großen gravierenden Unterschied - vermute ich. Wichtig ist in diesem Fall, dass die Verletzungen von Vertrauens- bzw. Bezugspersonen erfolgten.
Dass Du - liebe TE, alelrdings 1/5 deines Lebens dir negative Dinge in deinen Kopf einpflanzen läßt, ist für mich allerdings nicht nachvollziehbar. Wie alt bist du jetzt? Spätestens mit Anfang 20 fackelt man doch nicht mehr lange bei einem gesunden Selbstbewußtsein, oder? Wann fing denn bei dir die Phase an, dass du bestimmte Verhaltensweisen deiner Freundin hinterfragt hast? Wenn du das erst seit ein paar Jahren hast und du bereits Mitte/Ende dreißig bist - finde ich das allerdings mehr als komisch.
Dann müsste ich sogar Tilbage Recht geben, weil ich dann auch vermuten würde, dass bei dir persönlich stark etwas im argen ist.
Gruß
Halikarnassos
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04.08.2011, 13:20
AW: Warum ich eine langjährige Freundschaft abgebrochen habe? DARUM.....


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