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    Freundschaft schläft ein

    Hallo zusammen,

    ich bräuchte mal Euren Rat und Eure (wenn vorhanden) Erfahrungen zu Freundschaften, die gerade dabei sind, zu zerbrechen.

    Meine beste Freundin und ich haben uns im Studium kennengelernt und wohnen seit einigen Jahren jobbedingt nicht mehr in der gleichen Stadt (sind jetzt beide Anfang 30).

    Unser Kontakt war immer sehr verbindlich, d.h. wir haben 1-2 Mal in der Woche lange telefoniert, uns regelmäßig gegenseitig besucht und sind jährlich zusammen in Urlaub gefahren.

    Seit einiger Zeit schläft der Kontakt immer mehr ein, zumindest empfinde ich es so. Die Telefonate werden extrem unregelmäßig und gehen zumeist von mir aus, sie ruft zwar zurück, aber nicht in dem konstanten Rhythmus, wie es die Jahre zuvor normal war. Es kommen dann so Erklärungen wie Kopfschmerzen, müde, lange gearbeitet - ist ja ok, nur ging das zuvor ja auch, trotz dieser Parameter des Alltags, denen ja jeder unterworden ist. Dass der Kontakt immer mehr einschläft, kann ich akzeptieren, ich empfinde auch nicht mehr die Verbundenheit, die mal da war. Ich finde es einfach einer (ehemals) sehr guten Freundschaft nicht angemessen und extrem traurig, sich mit solchen - aus meiner Sicht - ausredenhaften Erklärungen zu entschuldigen; das ist der Punkt, der mich mittlerweile regelrecht annervt und verletzt.

    Besuche gab es dieses Jahr bisher nur einen aufgrund von sonstigen wichtigen Terminen beiderseits - m.E. ein deutliches Zeichen dafür, dass man sich langsam immer weniger wichtig wird. Urlaub hat terminlich auch nicht gepasst (das von ihrer Seite). Wenn ich ihr dann von meinen Urlaubsplänen berichte, z.B. dass ich mit anderen oder alleine wegfahre, reagiert sie pickiert, aber ja nun - ich kann und will nicht ohne Urlaub leben, nur weil es nicht in ihren Kalender passt und sie Terminabsprachen hinauszögert und einfach keine verbindliche Aussage trifft Entweder wir fahren, oder sie kann oder will halt nicht, dann erwarte ich allerdings, dass sie nicht vorwurfsvoll anmerkt, wie "schaaaaaade" es ja ist, dass der gemeinsame Urlaub nicht klappt.

    Nochmal ein kleines Beispiel: Letztes Wochenende hatte mein Vater einen Schlaganfall, was ich ihr per SMS "erzählt" habe, sobald ich es am frühen Morgen erfuhr. Abends probierte ich mehrfach, sie anzurufen und: es kam nix, kein Anruf, kein Rückruf über Tage außer eine SMS mit "gute Besserung". Als ich sie dann in einem Gespräch gestern darauf hinwies, kam wieder nur, "dass es ihr unendlich leid tut, aber im Büro soviel los war, dass sie nicht telefonieren konnte". Sorry, aber das trifft mich ungemein und zeigt mir einfach, wo wir stehen. Man könnte ja auch beispielsweise abends telefonieren??!! Auch hier: bei früheren schlimmen Ereignissen ging das ja auch alles. Und im Rahmen einer "besten"-Freundin-Beziehung erwarte ich das schlicht und ergreifend, dass man sich wenigstens mal ein paar kostbare Minütchen Zeit für ein Telefonat nimmt, auch, falls man gerade Kopfschmerzen hat ;-), oder dass wenigstens innerhalb einer Woche mal eine Meldung kommt, ansonsten will ich einfach nicht mehr.

    Unterm Strich und losgelöst von den einzelenen Ereignissen kommt mir alles wie ein Eiertanz in Zeitlupe vor. Und das will ich einfach nicht, dazu ist mir die Freundschaft rückblickend noch zu wichtig und ich habe zu wertvolle Erinnerungen, die ich mir nicht mit so faulen Ausreden und Erklärungen versauen will. Deshalb überlege ich, einen ganz sauberen Schnitt zu machen, in etwa so, dass ich ihr darlege, wie ich unseren momentanen Kontakt empfinde, dies einfach nur schade finde und dann vielleicht vorschlage, erstmal eine kontaktlose Zeit zu vereinbaren. Vielleicht gibt es ja Zeiten im Leben, in denen man wieder einen besseren Draht zueinander verspürt, das wird dann das Leben zeigen.

    Was meint Ihr bzw. was würdet Ihr tun?

    LG + gute Nacht,
    Lillith11
    Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden. (Kierkegaard)

  2. Inaktiver User

    AW: Freundschaft schläft ein

    Hallo Lillith11,

    ich habe Ähnliches mit einer früheren Schulfreundin erlebt, bei der es allerdings schon während der Schulzeit Anhaltspunkte dafür gab, dass ich ihr und ihren Eltern aufgrund meiner sozialen Herkunft aus einfachem Hause (Eltern und sämtliche Verwandte "nur" mit Volksschulbildung) nicht gut genug war, obwohl ich eine deutlich bessere Schülerin war als sie. Der Kontakt schlief bereits im Studium ein. Nach 15 Jahren meldete sich ihr Vater, weil sie kurz vor der Hochzeit stand und er sich vorstellte, eine andere Freundin und ich sollten 150 km fahren, nur um vor der Kirche Spalier zu stehen (von einer Einladung zur anschließenden Hochzeitsfeier war nämlich nicht die Rede). Nur, weil wir in der Schulzeit mal befreundet waren...

    Das habe ich zwar nicht gemacht, aber den Kontakt wieder aufgenommen, weil ich irrigerweise annahm, es bestünde auch bei ihr entsprechendes Interesse. Inzwischen, sieben Jahre nach der Wiederaufnahme des Kontaktes, sehe ich sie noch immer nur einmal in zwei Jahren, obwohl sie nur 25 km, sprich: 20 Autominuten, von mir entfernt wohnt und wir sogar beide in derselben Großstadt arbeiten! Telefonate oder Mails vielleicht zweimal jährlich. Das kann man ja wohl kaum noch als Freundschaft bezeichnen. Auch sie ist immer sooo beschäftigt, obwohl ich einen ebenso anspruchsvollen akademischen Beruf in Vollzeit ausübe wie sie. Auf einem Abitreffen wurde ich stundenlang ignoriert, damit sie sich zunächst vielversprechenderen Kontakten widmen konnte und nur kurz vor Schluss ein paar Worte mit mir wechseln musste, als die ersten schon aufbrachen. Beim letzten Klassentreffen sagte sie noch am selben Tag wenige Stunden vor Beginn in der Mittagszeit, als ich gerade beim Einkaufen war, durch Nachricht auf meinem AB ab. (Hinterher fand ich heraus, dass bereits an dem Klassentreffen im vorigen Jahr, bei dem ich im Gegensatz zu ihr gefehlt hatte, kaum "VIPs" teilgenommen hatten, sodass ihr eine Teilnahme in 2009 wohl nicht lohnend genug erschien). Das war vor drei Wochen, bisher habe ich nichts wieder von ihr gehört.

    Ich habe es aufgegeben, Ursachenforschung zu betreiben, bin in mich gegangen, habe mir nichts vorzuwerfen. Sie beurteilt Menschen nach anderen Maßstäben als ich, sucht nur Kontakte zum Renommieren. Ich werde sie auch nicht mehr von mir aus anrufen, anmailen oder anschreiben. Mir reicht's nämlich! Um es hier einmal ganz deutlich, wenn auch unvornehm, zu sagen: Für mich ist sie nur noch eine arrogante, überhebliche, dünkelhafte Ziege, die selber nicht weiß, worauf sie sich eigentlich etwas einbildet.

    Meist ist es besser, man lässt solche Kontakte ohne große Aussprachen einschlafen, damit es weniger peinlich ist, wenn man sich später zufällig wieder sieht. Die Wahrheit würde ich ihr nur sagen, wenn sie mich gezielt darauf anspricht. Dann würde ich ihr höflich, aber bestimmt und mit einer gewissen distanzierten Attitüde sagen, dass es für mich offensichtlich wäre, dass sie an dem Kontakt kein Interesse mehr hat, und es mir nichts brächte, wenn dieser sich nur noch gequält dahinzieht. Man solle es dann bitte doch dabei bewenden lassen.

    Ähnliches würde ich Dir auch empfehlen. Nicht mehr daran stören, fertig. Aussprachen mit solchen Menschen bringen nichts, die sind eh zu feige, einem zu sagen, dass und weshalb sie nichts mehr mit einem zu tun haben wollen.
    Geändert von Inaktiver User (16.11.2009 um 09:31 Uhr)

  3. User Info Menu

    AW: Freundschaft schläft ein

    Ich kann verstehen, dass sie dir fehlt, dass das, was früher einmal anders war, dir fehlt.

    Warum sich da etwas verändert hat...da kann man nur mutmaßen. Ihr hattet ja keine Auseinandersetzung, nichts. Ich tendiere deshalb dazu, ihr einfach zu glauben, dass sie abends zu ko ist für die üblichen langen Telefonate. Früher hatte ich tags auch oft soviel Telefon (am Hacken sozusagen ), dass ich abends schon genervt war, wenn das Telefon nur klingelte. Dann noch lange reden - nogo. Müde, gestresst, man will einfach nur noch seine Ruhe.

    Man kann niemanden dazu überreden oder gar zwingen, Interesse zu haben. Das ist dir auch klar, aber du rennst innerlich dagegen an. Du bist richtig sauer. Dir fehlt etwas. Das gibt sie dir nicht. Einfachste Lösung: Du suchst dir das, was du brauchst, an anderer Stelle.

    Freunde kommen und gehen im Leben, veränderte Lebenssituationen führen zu veränderten Verhaltensweisen und Zeitplänen und Wichtigkeiten. Man muss das akzeptieren. Und zwar möglichst ohne Bitterkeit, sondern in dem Bewußtsein, dass alles fließt, alles. Nichts bleibt so wie es ist für immer. Auch wir verändern uns, und das ist auch oft für andere nicht so wirklich angenehm.

    Du bist sicherlich eine hübsche, aufgeweckte junge Frau, die viele Gleichgesinnte finden kann, wenn sie möchte. Also - Augen auf und neue Kontakte knüpfen! Sei es im Beruf, oder auch in der Freizeit. Einfach offen werden für neue Menschen, Männlein wie Weiblein. Ganz sicher kommen neue Menschen in dein Leben! Du mußt es nur wollen!

    Konkret - mach ihr keine Vorwürfe. Man hat nichts zu fordern, man kann in Freundschaftsdingen nur Geschenke geben und nehmen. Und bleiben oder gehen, wenn es paßt, oder nicht paßt.

    Nimm das Ganze nicht persönlich, denke nicht, du wirst als Mensch abgelehnt, weil sich eure Freundschaft so entwickelt. Ich bin sicher, sie meint es nicht böse und sie mag dich. Aber sie hat andere Prioritäten, die sich in ihr Leben geschoben haben. Sie hat ja nicht dagesessen und überlegt: Wie kann ich Lilith am besten ärgern?

    Vielleicht kannst du mit meinen Gedanken etwas anfangen.
    LG Karla

    PS: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der alte Spruch wirklich stimmt: Wenn eine Tür zugeht, geht eine andere auf!
    Geändert von Karla48 (16.11.2009 um 09:54 Uhr) Grund: PS
    The original Karla
    est. 2006


  4. Inaktiver User

    AW: Freundschaft schläft ein

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aussprachen mit solchen Menschen bringen nichts, die sind eh zu feige, einem zu sagen, dass und weshalb sie nichts mehr mit einem zu tun haben wollen.

    Also, das ist vermutlich viel zu hoch gehängt.
    "Nichts mehr mit einem zu tun haben wollen" - meine Güte, die Menschen verändern sich, die Beziehungen auch.

    Es ist doch ganz normal, dass Beziehungen mit der Zeit auch einschlafen können, da steckt doch nicht unbedingt ein "ich will nichts mehr mit dir zu tun haben" dahinter.

    Natürlich macht es traurig, wenn eine ehemals enge Freundschaft langsam auseinandergeht - aber so ist das Leben.

    (Bei Beziehungen zum Lebenspartner scheint uns das viel weniger zu überraschen als bei Freunden, warum eigentlich?)

  5. Inaktiver User

    AW: Freundschaft schläft ein

    Zitat Zitat von Karla48 Beitrag anzeigen

    Freunde kommen und gehen im Leben, veränderte Lebenssituationen führen zu veränderten Verhaltensweisen und Zeitplänen und Wichtigkeiten. Man muss das akzeptieren. Und zwar möglichst ohne Bitterkeit, sondern in dem Bewußtsein, dass alles fließt, alles. Nichts bleibt so wie es ist für immer. Auch wir verändern uns, und das ist auch oft für andere nicht so wirklich angenehm.
    [..]
    Konkret - mach ihr keine Vorwürfe. Man hat nichts zu fordern, man kann in Freundschaftsdingen nur Geschenke geben und nehmen. Und bleiben oder gehen, wenn es paßt, oder nicht paßt.

    Nimm das Ganze nicht persönlich, denke nicht, du wirst als Mensch abgelehnt, weil sich eure Freundschaft so entwickelt. Ich bin sicher, sie meint es nicht böse und sie mag dich. Aber sie hat andere Prioritäten, die sich in ihr Leben geschoben haben. Sie hat ja nicht dagesessen und überlegt: Wie kann ich Lilith am besten ärgern?

    So sehe ich das auch.

  6. Moderation

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    AW: Freundschaft schläft ein

    @Karla48

    Schönes Posting, ich sehe das im Prinzip auch so, vor allem die Veränderungen der Lebenssituationen und der freundschaftlichen Bindungen.

    @Lilith11

    Natürlich tut es weh, wenn Du feststellst, dass Eure Freundschaft von der Freundin nicht mehr mit der gleichen Intensität gepflegt wird wie früher. Allerdings würde ich eine Bindung auch nicht immer an der Häufigkeit der Telefonate festmachen, vor allem würde ich mich ein Stück weit von der Erwartungshaltung "das ging doch früher auch" lösen.

    Du kannst nicht 100%ig beurteilen, wie es Deiner Freundin jetzt geht und ich kann nur von mir selbst berichten, dass ich manchmal so viel Stress habe, dass ich abends einfach nicht mehr telefonieren kann und will. Das hat Karla in ihrem Posting auch beschrieben, kenne ich nur zu gut.

    Vielleicht gehst Du mal einen Schritt zurück und betrachtest die Freundschaft mit etwas mehr Distanz?
    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

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    AW: Freundschaft schläft ein

    @ Karla

    Danke, Dein Posting trifft auch so ziemlich meine Meinung zum Thema Freundschaft - alles ist im Fluss, und ich lasse lieber noch mehr fließen, als krampfig an etwas festzuhalten, was nicht mehr da ist. Es ist trotzdem nicht so leicht, damit umzugehen.

    Natürlich tut es weh, wenn Du feststellst, dass Eure Freundschaft von der Freundin nicht mehr mit der gleichen Intensität gepflegt wird wie früher. Allerdings würde ich eine Bindung auch nicht immer an der Häufigkeit der Telefonate festmachen, vor allem würde ich mich ein Stück weit von der Erwartungshaltung "das ging doch früher auch" lösen.
    Mir geht es auch nicht um die genaue Anzahl der Telefonate, da hast Du sicher Recht, dass das isoliert betrachtet nicht so aussagekräftig ist. Aber ich sehe das einfach als Indikator, dass man sich nicht mehr so wichtig ist und seine alltäglichen Themen und Sorgen nicht mehr in der Intensität miteinader teilt, wie es mal war. Mich macht das einfach traurig. Vielleicht bin ich momentan auch besonders empfindlich, weil ich meine gute Freundin gerade echt sehr brauche, bei mir ist an allen Fronten gerade viel los. Kann sein, dass ich ihr dadurch auch Unrecht tue und zuviel verlange, ich weiß es nicht.

    Vielleicht gehst Du mal einen Schritt zurück und betrachtest die Freundschaft mit etwas mehr Distanz?
    Ja, ich denke, das werde ich erstmal so machen. Von der Idee, das ganze ansprechen, rücke ich innerlich gerade wieder mehr ab. Wir haben vor einigen Monaten schon mal darüber gesprochen (das kam dann von ihr) und sind zu dem Schluss gekommen, uns beide wieder mehr zu bemühen, damit wir uns nicht weiter verlieren. Aber das hat halt leider nicht gefruchtet
    Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden. (Kierkegaard)

  8. Inaktiver User

    AW: Freundschaft schläft ein

    Hallo Lillith!

    Etwas sehr Ähnliches habe ich auch die letzten Monate erleben müssen. Irgendwann fiel mir auf, sie ruft mich gar nicht mehr an. Stattdessen kriegte ich ab und zu mal eine Mail, aber es gab keine Treffen und keine Telefonate mehr. Das ganze wurde zunehmend unpersönlicher.

    Erst dachte ich mir auch: Mensch, sei nicht so empfindlich! Oder: Wer weiß, was bei ihr gerade los ist.

    Trotzdem bin ich nach Monaten dann selber auch mal auf Distanz gegangen. Wollte die Freundschaft auch aus der Distanz heraus betrachten. Und das hat mir viel gebracht.

    Sie sprach mich (wie bei dir auch) ebenfalls darauf an, warum man von mir nicht mehr viel hören würde, und das obwohl die Distanz schon seit Monaten doch spürbar von ihr selber kam. Okay, dachte ich, das wird wieder was. Habe ihr gesagt wie ich die Freundschaft in den letzten Monaten so gesehen habe.
    "Ja, das müssen wir wieder ändern" kam von ihr.

    Aber nichts wurde geändert. Ich wurde genauso warmgehalten wie die letzten Monate auch. Die Freundschaft geben viele Leute wohl deshalb nicht auf, weil ja der Fall eintreffen könnte, dass "alle anderen" keine Zeit haben. Da wäre ja dann im Notfall noch jemand da.

    Dafür war ich mir dann doch zu schade. Wie traurig ich das ganze auch fand. Aber seitdem ich die Sache inzwischen "beendet" habe, geht es mir besser. Keine Frustration mehr.

    Seitdem die Freundschaft nun beendet ist, sehe ich sie auch mit ganz anderen Augen. Eigentlich hat sie bisher JEDEN ausgenutzt. Ob Weiblein, ob Männlein.

    Und es ist ein gutes Gefühl, nicht mehr mitzuspielen.

  9. Inaktiver User

    AW: Freundschaft schläft ein

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Dafür war ich mir dann doch zu schade. Wie traurig ich das ganze auch fand. Aber seitdem ich die Sache inzwischen "beendet" habe, geht es mir besser. Keine Frustration mehr.

    Seitdem die Freundschaft nun beendet ist, sehe ich sie auch mit ganz anderen Augen. Eigentlich hat sie bisher JEDEN ausgenutzt. Ob Weiblein, ob Männlein.

    Und es ist ein gutes Gefühl, nicht mehr mitzuspielen.
    Hallo Lilith,

    So sehe ich es eigentlich auch, klare Verhältnisse sind gut, nur finde ich du solltest dich einfach auch mal nicht melden und schauen was passiert, bevor du klare Verhältnisse schaffst..
    Sollte deiner Freundin an der Freundschaft noch viel liegen wird sie das bemerken und sich melden und wenn nicht, weißt du woran du bist.
    Das man oft im Nachhinein an der Freundin nicht mehr viel Positives entdeckt hat sicher auch mit der eigenen Verletztheit zu tun und man redet sich gerne ein, dass sie die Freundschaft nicht wert war.

    Ging mir vor kurzem auch so. Für mich war es wohl auch so eine Art Rechtfertigung vor mir selbst die Freundschaft beenden zu dürfen.

    Sicher vor fehlerhaften Entscheidungen ist man nie, ob es richtig ist eine Freundschaft zu beenden weiß man erst hinterher.
    Wenn dann Ruhe eingekehrt ist, man sich keine Gedanken mehr machen muss, sie nicht vermisst, dann war es richtig.

    LG ideih

  10. Inaktiver User

    AW: Freundschaft schläft ein

    Hallo ideh!

    Ja, das kann wirklich gut sein, dass man aus der Verletztheit heraus plötzlich Dinge sieht, die einem vorher nicht so ins Auge gestochen sind. Vor allem, um es vor sich selbst rechtfertigen zu können.

    Gebe aber auch zu bedenken, dass man vor manchen Dingen vielleicht auch nur die Augen verschlossen hat.

    In meinem Fall hatte ich z.B. oft ein ungutes Gefühl, wenn ich hörte wie sie mit anderen umgegangen ist. Aber wir waren ja so dicke, dass ich nicht auf die Idee kam, dass sie mit mir mal ähnlich umspringen könnte.

    Heute würde ich sagen, dass ich demnächst lieber genau hinhöre und hinschaue wie mit anderen Personen umgegangen wird, auch wenn ich (noch) eine Sonderbehandlung bekomme.

    Ich würde nicht mehr alles damit rechtfertigen, dass ich mit alldem ja nichts zu tun habe.

    Oft habe ich gesagt, dass ich dieses und jenes Verhalten von ihr gegenüber anderen nicht okay finde. Manchmal musste ich über ihre Dreistigkeit sogar lachen (allerdings nicht ohne gesagt zu haben, dass das schon sehr krass war).

    Aber wie dem auch sei: Meine Strafe für mein Lachen habe ich bekommen.

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