Ich finde das kurz und knapp gesagt einfach übrgriffig. Es ist die Aufgabe der Freundin es ihrem Mann zu sagen oder auch nicht. Es ist ihre Ehe und ihre Verantwortung. Würdest Du auch das Risiko eingehen, dass die Freundin aufgrund ihrer Depression sich danach das Leben nimmt z.B.? Ich finde Deinen Ratschlag wie schon geschrieben übergriffig und nicht ok und mich würde jetzt nur noch interessieren, wie Du zu absolut negativen Konsequenzen Deiner Eröffnungen stehen würdest?
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14.02.2009, 11:14
AW: Wie geht man als Freundin damit um?
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14.02.2009, 18:02Inaktiver User
AW: Wie geht man als Freundin damit um?
@ Erstgeliehen,
das ist eine schwierige Situation, klar. Aber alle sind hier der Meinung, dass er es wissen sollte - warum sollte Marilyn es ihm nicht sagen, wenn sie nicht mitmachen will bei Lug und Betrug und meint, dass er es wissen sollte?
Natürlich muss man es sich überlegen, ob, wann und wie - es geht ja nicht um plumpes Ausplaudern.
Aber wenn es tatsächlich negative Konsequenzen gibt - die sind im Verhalten der Freundin begründet und nicht darin, dass ihr Mann die Wahrheit weiß. Diesen Schuh muss sich keiner anziehen.
Und (da gebe ich zu, dass ich das nicht weiß) ich gehe davon aus, dass jemand, der sich etwas antut, das wegen seiner Krankheit tut - und nicht wegen eines Auslösers.
@ Marilyn,
ich finde, Du musst nicht soviel Angst haben, "moralapostelig" zu sein.
Du hast den Blick von außen und Du hast diese Erfahrung.
Das kann und sollte Dir natürlich Verständnis geben - aber es gibt Dir auch "Authorität" - Du weißt, wovon Du redest.
Ich kann verstehen, dass Du lieber eine Ausrede genommen hast - und das ist auch ok - aber genauso hättest Du ihr sagen können, dass Du in diese Situation nicht Silvester feiern kommst. Und Du schriebst, dass Deine Freundin kein Verständnis hatte - vielleicht ist ihr ja auch etwas gedämmert, warum Du nicht kommst.
Alles Gute,
Gruß, Leonie
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14.02.2009, 18:57
AW: Wie geht man als Freundin damit um?
Aha, alle haben diese Meinung und deshalb ist das richtig? Jaja, auch Millionen Deutsche können irren. Es gab einen vom deutschen Volk gewählten Hilter. *kopfschüttel über so eine einfachst begründete Antwort*
Aber was sagen, denn dann alle, wenn die Apokalypse eintritt und die Freundin sich das Leben nimmt? Dass alle das so wollten und deshalb sie das nicht mit zu verantworten hat? Ich komm mir vor wie im Kindergarten.
Die Freundin ist depressiv mit vielschichtigen Problemen. Von was bitte ist auszugehen, wenn noch mehr auftreten? So einfach kommt man eigentlich nicht in eine Klinik, nicht nur wegen einem kleinen Depressiönchen. Was ist denn bitte, wenn die aufbauende Verliebtheit in riesige Probleme umschwenkt? Warum bitte, soll die Freundin das nicht selbst angehen in ihrem Tempo und ihr Leben so leben, wie es ist? Ihr Mann kann zu jeder Zeit frei wählen, was er will und kann hinterfragen, sich mit in der Therapie beteilen, was auch immer. Und warum wird hier bitte Marilyn gesagt, dass sie es dem Mann sagen soll? Das ist nach wie vor massiv übergriffig für mich und setzt zudem Marilyn unter Druck sich in Sachen einzumischen, die nicht ihre sind. Sie kann allenfalls ihrer Freundin einen Rat geben oder von sich erzählen, alles andere obliegt ihrer Freundin und Fremdgehen ist nun mal keine anzeigpflichtige Straftat.
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15.02.2009, 15:32Inaktiver User
AW: Wie geht man als Freundin damit um?
Dass in diesem Strang mal Godwins Gesetz zur Anwendung kommt, hätte ich nicht gedacht.

Suizidgefährdet ist meine Freundin nicht, soweit ich weiß. Aber da ich das aus eigener Erfahrung kenne, wie das ist, weiß ich auch, dass jemand anderes nicht wirklich die Verantwortung für so etwas hat.Die Freundin ist depressiv mit vielschichtigen Problemen. Von was bitte ist auszugehen, wenn noch mehr auftreten? So einfach kommt man eigentlich nicht in eine Klinik, nicht nur wegen einem kleinen Depressiönchen.
Das ist so nicht richtig, er kann eben nicht frei wählen, weil er nicht von den richtigen Voraussetzungen ausgehen kann. Frei wählen kann er m.E. nur, wenn er weiß, was wirklich los ist. Und an Therapie beteiligt er sich ja, sie wollen ja zur Eheberatung gehen. Aber auch da möchte meine Freundin ja nicht die Karten auf den Tisch legen. Ich habe ihr zwar gesagt, dass ich dann eine Eheberatung für wenig hilfreich halte, aber letztendlich ist das der Stand der Dinge.Ihr Mann kann zu jeder Zeit frei wählen, was er will und kann hinterfragen, sich mit in der Therapie beteilen, was auch immer.
Und hier setzt mich keiner unter Druck, es war ein Vorschlag, den ich annehmen kann oder nicht.
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15.02.2009, 15:37Inaktiver User
AW: Wie geht man als Freundin damit um?
@ leonie
Weißt du, ich komme mir moralapostelig vor, weil ich zwar von meinen Vorschlägen zwar weiß, dass sie an sich richtig sein können, aber in der Situation eben auch nicht so gehandelt habe. Ich habe es ja meinem Mann auch nicht gesagt, sondern er hat es herausgefunden und erst im Nachhinein habe ich gemerkt, dass das 1. sehr viel verändert hat und 2. uns sehr viel Tränen und Schmerz erspart hätte, hätte ich ihm das freiwillig gesagt. Aber ich habe es eben nicht getan. Wie kann ich dann von jemand anderem erwarten, dass er das tut? Wie kann ich erhoffen, dass sie keine übereilte Entscheidung trifft, wenn ich ja selber schon ausgezogen war und es zu einem großen Teil auch der Hartnäckigkeit von meinem Mann und Therapeuten zu verdanken ist (und der Angst, mein Kind zu verlieren), dass ich das doch wieder und wieder zu versuchen, bis der Knoten tatsächlich gelöst war? Ich habe doch selber nicht nach all den klugen Ratschlägen gehandelt, die ich jetzt selber geben würde.
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15.02.2009, 21:53
AW: Wie geht man als Freundin damit um?
Hatten denn die Menschen, die dir damals diese guten Ratschläge gegeben haben, deinen Erfahrungshintergrund?
Ich denke, GERADE du hast jedes Recht, diese Ratschläge zu geben, denn du weißt aus gelebter Erfahrung, wovon du redest. Und das weiß auch deine Freundin. Ich schätze mal, wenn DU sie nicht erreichen kannst, kann es kein anderer.
Ich würde ehrlich mit ihr reden und sie ganz viel fragen...Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
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Reife ist der Zustand kurz bevor die Verrottung einsetzt
(...geklaut...)
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16.02.2009, 11:49Inaktiver User
AW: Wie geht man als Freundin damit um?
Liebe Marilyn,
ich meine es genau wie Signora es geschrieben hat.
Ich würde es auch als "moralapostelig" empfinden, wenn Du kein Verständnis hättest, sie verurteilen würdest oder ihr vor allem mit "Du bist unmöglich, wie kannst Du nur!!!???" begegnen würdest.
Aber darum geht es ja nicht.
Und ein "ich kann Deine Situation nachvollziehen, ich war ja in einer ähnlichen, ich habe es damals auch nicht verstanden - aber nachdem ich und wir das alles durchgemacht haben, weiß ich, dass es viel besser gewesen wäre, wenn ich ..."
das hat von Dir doch ein besonderes Gewicht und ist besonders authentisch und glaubwürdig.
Das heißt nicht, dass Du das machen musst - aber Du könntest ohne Probleme und ohne Moralapostel zu sein.
Nicht vernachlässigbar für die Situation finde ich auch, dass Euch viele hundert Kilometer trennen.
Das macht es Dir sicher leichter, Abstand zu gewinnen und zu halten.
Und umgekehrt macht es schwieriger, Deiner Freundin zu raten und ggf. etwas Einfluss zu nehmen bzw. ihr Dinge klar zu machen.
Gruß, Leonie
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23.05.2009, 09:09Inaktiver User
AW: Wie geht man als Freundin damit um?
Langsam gehört das vielleicht eher in Freundschaftsforum, aber es passt eben hier in diesen Strang.
Ich habe von meiner Freundin seitdem eigentlich nichts mehr gehört, außer einer kleinen Mail vor ein paar Wochen, dass ich ihr fehle und sie aber gerade nicht richtig könne. Wir hatten uns dann eigentlich in meiner Heimat verabredet, aber wegen der Schwangerschaft bin ich dann nicht gefahren.
Am Donnerstag rief sie bei mir an und das einzige, was sie wissen wollte, war, wann man ungefähr die fruchtbaren Tage hat (sie ist so alt wie ich und zweifache Mutter
) und gestand mir dann, dass sie mit ihrer Affäre geschlafen hat (mein letzter Stand war ja, außer Knutschen ist da nichts) und das Kondom gerissen ist. Wo sie die Pille danach her bekommt, wußte sie nicht, ich hab sie dann zum Notdienst geschickt.
Und das war das ganze Gespräch. Ich bin irgendwie sehr, sehr enttäuscht, ich habe fast ein halbes Jahr nichts mehr von ihr gehört. Und jetzt so ein lapidarer Anruf. Was soll das? Ich bin doch kein Besen, den man in die Ecke stellt und hervorholt, wenn man ihn kurz braucht. Sie fehlt mir so sehr, wir sind seit ewigen Zeiten befreundet, aber dieser Anruf hat mich wirklich sehr, sehr wütend gemacht. Was soll ich jetzt tun? Ich fühl mich abgeschoben, es gibt wohl ein paar Leute aus der Klinikzeit, mit der sie intensiveren Kontakt immer noch pflegt. Soll ich ihr eine Mail schicken? Hat sie nicht schon genug mit sich zu tun? Ich könnt heulen, echt.
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23.05.2009, 10:07
AW: Wie geht man als Freundin damit um?
Wenn Du eben meinst Dich darüber und diese Enttäuschung ausweinen zu müssen, dann tu es einfach und vielleicht löst das etwas und befreit von einer zu großen Erwartungshaltung gegenüber einer offensichtlich kranken Freundin mit vielen kranken Handlungen. Sicher gibts auch einige gesunde, aber die sind wohl derzeit für sie nicht so wirklich verfügbar.
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23.05.2009, 10:11Inaktiver User
AW: Wie geht man als Freundin damit um?
@ mods
Vielleicht könntet ihr den Strang ins Freundschaftsforum verschieben? Irgendwie passt er hier ja nicht mehr so richtig rein.



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