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    AW: Progesteroncreme - erster Erfahrungsbericht

    @crocus53

    "Einen Hormonstatus hat man bei mir nie gemacht, aber von der Rissigkeit der Haut im Genitalbereich her gesehen haben mir mehrere Ärzte gesagt, dies sei typisch für einen Östrogenmangel.

    **Frage: Wie alt bist du? Bekommst du deine Regel regelmässig?

    Ich habe nie irgendwelche Hormone vertragen, früher keine Pille, egal, wie sie zusammengesetzt gewesen war.

    **Sei froh, dass es so war..

    Ich sollte jetzt wegen der Haut irgendwelche Östrogen - Hormone nehmen, wegen der Unverträglichkeiten früher habe ich das abgelehnt.

    *** Nur wegen der Haut?

    Da ich enorme Senkungsprobleme habe, verschrieb mir die Ärztin dann Progesteronkapseln( Utrogest, 100 mg Progesteron), die ich rektal einführen sollte. Selbst Schwangere würden die gut vertragen, so ihre Aussage.

    ***Das war zu viel! Du hast durch diese Art der Anwendung (rectal) deinem Körper 70 mg Progesteron täglich zugefügt ..normal sind es bis 20 mg.

    Es hatte tatsächlich den Anschein, als wenn sich das Absinkgefühl dadurch gebessert hätte. Da die Kapseln aber nicht aus natürlichem Progesteron bestehen, war ich auf die Idee gekommen, mir diese Creme verschreiben zu lassen.

    ***Falsch! die Kapsel enthalten auch körperidentisches Progesteron.

    Aber leider bin ich recht frustriert, was das Ergebnis angeht. Ich mutiere gerade zu einem Elefanten...

    ***Wie trägst du die Creme auf? Wie oft am Tag? und wie viel?
    Gruß, Reina

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    "Ich habe gelernt, auf meine innere Stimme zu hören und ihr zu vertauen und ich bin nicht enttäuscht worden"...
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    AW: Progesteroncreme - erster Erfahrungsbericht

    Hallo Crocus,
    Utrogestkapseln sind mit bioidentischem Progesteron. Allerdings kommt aufgrund der Zusammensetzung nur ein Bruchteil des Progesterons tatsächlich im Körper an und das läßt sich schlecht vorhersagen, da muß man nach der Wirkung gehen. Von der Creme wird durch den Zusatz von Vitamin E wesentlich mehr über die Haut aufgenommen, vielleicht war das schon zuviel. Manchen Frauen reicht 10 mg Progesteron am Tag als Creme.
    Mit Hormonspiegeln im Blut ist das so eine Sache. Ein niedriger Östrogenspiegel sagt noch lange nichts über das Progesteron aus. Östrogendominanz kann es auch bei niedrigem und normalem Östrogen geben wenn das Progesteron fehlt. Progesteronspiegel kann man eigentlich nur über den Speichel zuverlässig bestimmen, dazu sind sie zyklusabhängig und kaum eine Praxis bietet den Speicheltest an. Bezahlt wird es schon gar nicht. Im Blut wird das gebundene nicht bioverfügbare Progesteron gemessen.
    Wenn Du die Kaoseln besser verträgst, würde ich bei den Kapseln bleiben, die wurden in einer französischen Hormonstudie also sicher beurteilt und können ggf. mit bioidentischem Östrogen als Pflaster niedrig dosiert oder vaginal komibiniert werden.Wenn Du die Kapseln nicht schluckst, belasten sie schon mal nicht die Leber. Wenn Du die richtig anwendest und alle vier Wochen pausierst kann das schon helfen. Dadurch wird manchmal auch die Wirkung des körpereigenen Östrogens besser.
    Das Zusammenspiel der Hormone sehr kompliziert.
    Im Medizinstudium hört man wenig darüber und die Gynäkologen/innen stecken da auch in einem Dilemma, weil es bei ihren Fortbildungen meist um synthetische Hormone geht. Mit bioidentischem Progesteron läßt sich höchstens dann richtig Geld verdienen, wenn es zusammen mit einem neu patentierten Pflaster verkauft wird, das eine bestimmte Menge Progesteron über die Haut freisetzt, Da wird garantiert daran gearbeitet. Das wird dann als teure Innovation auf den Markt gebracht. Deshalb gibt es auch nicht so viele Studien zu bioidentischem Progesteron. Die Kassen verlangen für die Kostenübernahme den Nachweis der Wirkung.
    Dir wird ja immerhin das Utrogest verschrieben, das ist doch schon mal etwas.
    LG
    kiska

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    AW: Progesteroncreme - erster Erfahrungsbericht

    Einen Zyklus spüre ich selbst schon noch, ich könnte die Uhr danach stellen. Allerdings habe ich gar keine Gebärmutter mehr, so dass ich natürlich keine Blutung mehr habe.

    Ich weiß das so genau, da meine Tochter und ich immer zusammen "kommen". Und wenn ich dann rappelig bin, brauche ich sie nur zu fragen - und es stimmt immer überein.

    Überhaupt bin ich 54.

    Dass die Haut im Genitalbereich so zu Fissuren neigt, ist leider eine unschöne Angelegenheit, da bin ich recht hilflos, weil man mir außer Östrogenen zu schlucken noch nichts angeboten hat.

    Ich habe von der Progesteroncreme morgens und abends überhaupt immer eine Menge von der Größe einer Haselnuß aufgetragen. Vielleicht war das ja zu viel. Da ich zu sehr fettiger Haut neige, weiß ich gar nicht, ob sie überhaupt einzieht. Die Haut klebt noch nach Stunden unangenehm und ich bekomme Pickel (was bei Nivea-Creme allerdings auch passieren würde, weil zu fettreich).

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    AW: Progesteroncreme - erster Erfahrungsbericht

    Hallo Crocus,
    wäre es möglich, daß Du einfach zuviel Progesteroncreme geschmiert hast? Ich vermute, daß Deine Oberweite auch schon mit dem Utrogest zugenommen hat. Der Vorteil der Creme ist, daß man sie individuell dosieren kann. Wenn Dein Östrogen sehr niedrig ist, wofür es ja Hinweise gibt, brauchtst Du vermutlich nicht so viel Progesteron. Jeder muß für sich herausfinden, wieviel er braucht. Das geht nur durch Ausprobieren.
    Hier noch einmal die Empfehlung von Dr. Lee für menopausale Frauen und Frauen nach GE mit oder ohne Eierstöcke: 10 bis 20 mg Tagesdosis Progesteron für 24 bis 26 Tage des Kalendermonats. Du brauchst vielleicht nur 10 bis 12 mg am Tag, vielleicht auch 15. Ich komme mit 20 mg gut hin. Andere benötigen 30mg.
    Jetzt zu Deiner Creme: schau einmal, wieviel Progesteron die enthält. 1,5% Creme enthält 1,5g oder 1500mg auf 100g Creme bzw. 900 bis 1000 mg auf die 2 Ounces (ca. 64g) aus England oder USA, die 3% Creme enthält entsprechend 3g auf 100g Creme bzw. 1800 mg auf 2 Ounces.
    10mg Progesteron Tagesdosis entspricht 1/8 Teelöffel 1,5% Creme, bei der 3% Creme ist es noch weniger! Das verteilst Du auf ein bis zwei mal täglich zum gleichen Zeitpunkt. Ich schmiere die Creme einmal abends bevor ich ins Bett gehe.Ich habe am Anfang immer mal wieder die Tube nachgewogen, um herauszufinden, wieviel ich genommen hatte.
    Es ist schon möglich, daß Du mit Progesteron allein nicht hinkommst. Probier das mal mit weniger Creme aus. Es kann schon sein, daß Du zusätzlich noch Östrogen brauchst. Wenn Du die für Dich passende Progesterondosierung gefunden hast und die Beschwerden noch nicht ganz weg sind, brauchst Du vielleicht doch Östrogen dazu. Dann lässt Du Dir von Deiner Gyn eine Creme mit bioidentischen Östrogenen verschreiben und fängst mit 1/10 der empfohlenen Dosis an. Oder das niedrigst dosierte Östrogenpflaster, darunter klebst Du ein dünnes hautverträgliches Pflaster mit einem Loch, damit nicht die volle Dosis abgegeben wird. Auch das mußt Du ausprobieren und die erforderliche Dosis herausfinden. Das Progesteron cremst Du weiter dazu. Ziel ist, die niedrigst mögliche Menge, mit der die Symptome verschwinden, herauszukriegen.
    Zu den Pickeln: vielleicht verträgst Du ein Produkt von einer anderen Firma besser. Ich hatte zuerst eine Creme von Higher Nature und inzwischen versorgt mich meine Schwester mit einer preisgünstigeren Creme aus den USA, die sie mir mitbringt. Mir ist aufgefallen, daß die eine etwas andere Konsistenz hat und ein bischen anders riecht. Die benutzen ja manchmal auch andere Zusatzstoffe. An mein Gesicht laß ich normalerweise nur eine Creme aus der Apotheke, weil ich auf alles andere mit Rötung und Pickeln reagiere. Die Progesteroncreme vertrag ich trotzdem gut auch im Gesicht.
    Oder Du trägst sie wonanders auf, z.B. in der Innenfläche von Händen und Fußsohlen im Wechsel, da dürfte das mit den Pickeln nicht so viel ausmachen.
    Ich hoffe, das hilft Dir weiter.
    LG und einen schönen Feiertag
    kiska

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    AW: Progesteroncreme - erster Erfahrungsbericht

    Danke Kiska für Deine Ausführungen.

    Ich werde das mit der Östrogencreme einmal mit meiner Gyn besprechen. Hat die Creme noch einen bestimmten Namen? Meine Gyn kannte die Progesteroncreme schon nicht, so dass ich davon ausgehe, sie kennt die mit Östrogen auch nicht. Gibt es die auch 3 % ig?

    Immerhin ist die Ärztin willig, sich auf so etwas einzulassen. Und da der Östrogenmangel sogar von einem Professor schriftlich festgehalten ist, sollte der Verschreibung nichts im Wege stehen.

    Und dann werde ich mal meine 3 % ige Progesteroncreme auswiegen, um einmal einen verläßlichen Wert zu bekommen, wieviel ich denn überhaupt verschmiere. Ebenso werde ich dann mit der Östrogencreme verfahren.

    Danke nochmals!

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    AW: Progesteroncreme - erster Erfahrungsbericht

    Hallo Crocus,
    ich würde mit dem Östrogen warten. Balanciere erst einmal das Progesteron aus. Es kommt nicht auf die tatsächlichen Hormonspiegel an, sondern auf ein ausgewogenes Verhältnis. Die Hormone wirken an sogenannten Rezeptoren im Zielorgan. Das ist wie Schlüssel und Schloß. Progesteron erhöht die Empfindlichkeit der Östrogenrezeptoren und erhöht die Wirkung von Östrogen. Wenn kein Progesteron da ist, ist es schlecht, dann kann das körpereigene Östrogen nicht gut wirken und reicht vielleicht deshalb nicht aus. Wenn zuviel Progesteron da ist, lassen die Östrogenrezeptoren auch nach, und das Östrogen wirkt wieder nicht gut. Bei Dir klingt das so, als ob zuviel Progesteron im Spiel war. Auch wenn Progesteron anfangs hilft und später nicht mehr ist das ein Hinweis, daß es zuviel des Guten war und reduziert werden muß. Es kann ein paar Wochen dauern, bis Du davon etwas merkst.
    Wenn das Verhältnis von Östrogen und Progesteron stimmt, kann das körpereigene Östrogen optimal wirken. Der Körper produziert auch Östrogen im Muskel und im Fettgewebe. Das kann man z.B. Laufen, Walking oder Muskeltraining fördern. Selbst wenn die Eierstöcke sich verabschiedet haben, reicht das oft aus. Deshalb braucht es auch mit Progesteron niedrigere Östrogendosen, wenn das körpereigene nicht reicht.
    Zu den Östrogenpräparaten: alle Pflaster sind mit Estradiol und gelten als sicher im Hinblick auf Nebenwirkungen, als Creme gibt es Cremes mit Estradiol oder Estradiol mit Estriol. Die kennt Deine Gyn, die stehen in der Roten Liste. Durch die Größe des Lochs im Pflaster unter dem Östrogenpflaster lässt sich der Hautkontakt und damit die Hormonabgabe variieren. Deine Gyn sieht die Zusammenhänge vielleicht anders als ich, die Gründe möchte ich nicht näher ausführen. Die Lehrmeinung ist nach wie vor, daß eine Frau nach GE kein Progesteron braucht. Alternativkonzepte brauchen Zeit.
    LG
    kiska

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    AW: Progesteroncreme - erster Erfahrungsbericht

    Hallo Kiska!

    Sag mal woher weißt du das alles? Hast du auch viel gelesen?
    Welche Bücher?
    Gruß, Reina

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    AW: Progesteroncreme - erster Erfahrungsbericht

    Hallo Struppie,
    geht es dir noch gut mit deinem Progesteron?
    Über weitere Mitteilungen von dir würde ich mich freuen.
    LG vom
    Putzwunder
    ....................

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    AW: Progesteroncreme - erster Erfahrungsbericht

    Hallo Reina,
    Ich habe schon seit mindestens12 oder 13 Jahren zu wenig Progesteron gehabt, was zu diversen Beschwerden z.B. PMS, Myome, Mastopathie, Zysten etc. geführt hat und wollte längerfristig nie Hormone einnehmen. Das ging mit Agnus castus, Progestogel, Soja, chinesischen Kräutern etc. auch ganz gut bis die Myome innerhalb eines knappen Jahres förmlich explodiert sind und auf die Blase gedrückt haben. Nach Ausloten der Alternativen habe ich mich vor gut 3 Jahren mit 48 zu einer GE entschlossen, was ich nie bereut habe. Ein Teil der Beschwerden war weg, das PMS und die Mastopathie blieben und ich habe nach einer längerfristigen Lösung ohne Chemie gesucht.
    Wegen der familiären Belastungen mit Brustkrebs und Osteoporose und der Zusammenhang mit hormoneller Substitution habe ich intensiv recherchiert und bin dann auf das erste Buch von Dr. John Lee gestoßen und habe mir dann alle 3 bei besorgt und gelesen und auch viel im Internet recherchiert vor allem auf amerikanischen Seiten. Ich bin auch auf Auswüchse der Anti-Aging-Medizin gestoßen, die wirklich alles an Hormonen in hohen Dosen ersetzen, weil manche Menschen den Alterungsprozess ausblenden wollen. Das ist dann schon abschreckend. Die klassischen Empfehlungen zur HRT mit synthetischen Hormonen kenne ich natürlich auch und ich verfolge die Diskussion und die Studien dazu. Mir hat eingeleuchtet, daß bestimmte Brustkrebsformen durch ein zuviel an Östrogen auch in der Umwelt bzw. ein fehlendes Gleichgewicht von Östrogen und Progesteron oder die Hormonsubstitution mit synthetischen Östrogenen und Progestogenen mit z.T. östrogenartiger Wirkung begünstigt werden können und daß Progesteron vor der Entstehung östrogenabhängiger Tumoren schützen kann. Der Rückgang der Neuerkrankungen an östrogenabhängigem Brustkrebs nach dem Absetzen der HRT durch viele Frauen spricht ja für sich. Dazu verhindert Progesteron nicht nur den Knochenabbau wie Östrogen, sondert regt ihn an und kann zur Osteoporosevorbeugung und Therapie genommen werden. Dazu wird momentan geforscht, denn Progesteronrezeptoren gibt es im ganzen Körper, selbst im Gehirn,nicht nur in der Gebärmutter. Die Standardmeinung und die wirtschaftlichen Hintergründe kenne ich natürlich auch, daran hat sich seit meinem Medizinstudium noch nicht so arg viel geändert. Frauen nach GE wird nach wie vor fast ausschließlich Östrogen zur Hormonsubstitution angeboten, was bei zu wenig Progesteron das Ungleichgewicht noch verstärken kann. Die synthetischen Progestagene erhöhen das Risiko auch. Das Geschäft mit der Hormonersatztherapie ist ein Milliardenmarkt. Bevor ich dauerhaft irgend ein Medikament nehme, informiere ich mich gründlich.
    LG
    kiska

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    AW: Progesteroncreme - erster Erfahrungsbericht

    Hallo Putzwunder,
    in Deinem anderen Thread habe ich gelesen, daß Du Dauerblutungen hast. Die Vermutung, daß das an zuviel Östrogen und zu wenig Progesteron liegt, teile ich. Das kann mit Progesteron funktionieren, braucht allerdings manchmal ein paar Zyklen. In dem Fall sollte das Progesteron zwischen Tag 14 und 28 benutzt werden bzw, in den letzten beiden Zykluswochen, Tagesdosis 20 bis 30 mg auf morgens und abends aufgeteilt.
    Bei schweren Blutungen, die zur Anämie führen, reicht das nicht immer, da braucht es manchmal vorübergehend zusätzlich Norethisteron. also synthetisches Progesteron. Die Kupferspirale ist natürlich ein Dauerreiz.
    LG
    kiska

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