Ich (39Jahre) habe zwei mittelgroße Myome, die mir eigentlich keine Probleme machen (keine übermäßige Regelblutung, keine Schmerzen - der Arzt wunderte sich selbst darüber).
Wenn da nicht mein Kinderwunsch wäre...:-( Man erklärte mir, mit Myomen könne man zwar auch schwanger werden, aber das Risiko sei sehr hoch, es nicht lange zu bleiben - d.h. eine Fehlgeburt zu bekommen. Nun bin ich seit zwei Jahren aber noch nicht einmal schwanger geworden und daher nun wieder einmal zu einem - anderen - Arzt gegangen (Bethesda Krankenhaus - Wuppertal). Dieser war mir sehr sympathisch und riet mir zu einer Entfernung der Myome (entweder endoskopisch oder per Bauchschnitt, das ergäbe sich während der OP), ohne natürlich eine Garantie zu geben, dass ich so auf jeden Fall schwanger werden könnte.
Nun befinde ich mich in einem Dilemma: Soll ich meinen Bauch aufschneiden lassen, das Risiko einer OP eingehen, obwohl ich keinerlei Beschwerden habe, nur für die Minimalchance in meinem Alter noch schwanger zu werden ???
Habe Angst vor irgendwelchen diffusen Bauchbeschwerden, Narbenverwachsungen oder schlimmeres...immerhin ist der Bauch ein geschlossener Raum, den man nicht ohne großen Grund öffnen sollte...Und man liest hier im Forum so einiges.
Wie schnell ist man den wieder fit nach so einer OP ?
Bin leidenschaftliche Bauchtänzerin und möchte so bald wie möglich wieder tanzen...
Hat jemand eine Idee, oder eine andere Sicht der Dinge, die mir vllt bei meiner Entscheidung weiterhelfen könnte...??
Lieben Dank !!![]()
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 27
-
28.01.2008, 11:26
Myom-Entfernung wirklich nötig ??
Inter deum et diabolum semper musica est.
-
29.01.2008, 15:36
AW: Myom-Entfernung wirklich nötig ??
Liebe Morgaine,
die Entscheidung kann ich Dir leider nicht abnehmen.
Mir mußte seinerzeit wegen etlicher Myome an und in der GM diese ganz entfernt werden.
Hatte im Juli 07 eine Sendung im WDR über Dein Thema gesehen und im Net wieder gefunden.
Hoffe, es hilft Dir weiter.
Warum Myome entstehen, ist nicht geklärt. Eine Ursache könnte allerdings eine verstärkte Produktion von Sexualhormonen sein, denn Myome bilden sich während der Wechseljahre mit der Hormonumstellung meist zurück.
Myome wachsen in der Gebärmutterwand, in der Gebärmutter aber auch an den Eierstöcken im Bauchraum. Sie sind meist gutartig und wandeln sich nur ganz selten zu bösartigen Krebsgeschwüren um. In 80 Prozent aller Fälle bereiten Myome auch keine Beschwerden. Jede vierte Frau über 35 Jahre hat Myome.
Myome – Grund für Unfruchtbarkeit?
Pauschal lässt sich nicht beantworten, ob eine Frau vielleicht wegen eines Myoms Schwierigkeiten hat, schwanger zu werden. Die Lage und die Größe des Myoms spielen dabei eine Rolle. Myome, die weit in die Gebärmutter hineinwachsen, können ein Grund für Unfruchtbarkeit sein. Myome können außerdem den Eileiter blockieren oder einen Eierstock – auch das mindert die Chancen für eine Schwangerschaft.
Wenn eine Frau mit Myom schwanger werden sollte, kann es zu Komplikationen in der Schwangerschaft kommen. Durch den Anstieg der Hormone erfahren Myome einen Wachstumsreiz, vor allem zu Beginn einer Schwangerschaft. Eine Gefährdung des Embryos entsteht dabei nur selten. In Ausnahmefällen ist eine Spontangeburt nicht möglich, dann hilft ein Kaiserschnitt.
Entfernen oder nicht?
Meist werden Myome beim Routineultraschall entdeckt. Wenn sie keine Beschwerden verursachen, müssen sie nicht entfernt werden. Bei Frauen über 40 Jahre ohne Kinderwunsch werden in Deutschland allerdings immer noch 120.000 Gebärmutterentfernungen im Jahr durchgeführt – Myome sind die Hauptursache für eine komplette Gebärmutterentfernung. Chirurgisch gesehen ist dieser Eingriff kleiner als das Herausschälen des stark durchbluteten Myoms. Bei Frauen mit Kinderwunsch ist diese Radikalmethode natürlich nicht die erste Wahl.
Die Operation – minimalinvasiv
Bei einer minimalinvasiven Operation versucht der Arzt, durch eine sogenannte Laparoskopie das Myom zu entfernen: Durch den Bauchnabel wird eine Kamera in den Bauchraum geführt, der vorher mit Gas leicht aufgepumpt wurde. Dann werden zwei minimale Schnitte gemacht, durch die die Operationsinstrumente eingeführt werden. Die Bilder von der Kamera sieht der Chirurg auf einem Bildschirm und kann seine Werkzeuge dementsprechend bewegen. So lassen sich mittlerweile sogar große Myome entfernen. Die Patientinnen können nach drei Tagen das Krankenhaus wieder verlassen und – je nach Lage und Ausmaß des Myoms – nach drei Monaten versuchen, schwanger zu werden.Geändert von KHelga (29.01.2008 um 15:37 Uhr) Grund: Tippfehler
FG von Helga
„Nehmen sie die Menschen wie sie sind, denn andere gibt es nicht“
Konrad Adenauer
-
29.01.2008, 15:37
AW: Myom-Entfernung wirklich nötig ??
Hallo Morgaine,
im NDR gab es vor einigen Monaten einen Beitrag in "Visite" zur schonenden Entfernung von Myom - ohne Schnitte. In der Charité in Berlin haben sie sich u. a. spezialisiert auf die Entfernung über Ultraschall. Dieses Verfahren wird, soweit ich weiß, speziell bei Frauen mit Kinderwunsch angewandt.Ich kann nochmal die Namen der Ärzte heraussuchen, wenn es dich interessiert. Sie schicken dir viele Informationen und Unterlagen zu, die du ausfüllen und mit Ultraschallbildern von dir nach Berlin senden mußt. Ob dieses Verfahren überhaupt möglich bei dir möglich ist, können sie anhand deiner Bilder einschätzen.
Grüße,
sporty
-
29.01.2008, 16:55
AW: Myom-Entfernung wirklich nötig ??
hallo!
hm, die myome können ein grund deiner kinderlosigkeit sein. von daher würde ich es vielleicht doch machen. wo liegen denn die myome genau?
auch mit 39 kannst du noch schwanger werden, die garantie kann dir keiner geben, genausowenig wie mit 25 ;-).
ich persönlich würde sie entfernen lassen. ansonsten gibt es ja den fokussierten ultraschall. nicht nur in berlin, auch in bochum ist es möglich. schau mal hier:
[edit: Werbelink entfernt.]
du kannst dort unverbindlich anrufen und deinen fall schildern. so habe ich es gemacht. nur war es leider bei mir nicht möglich.
lgGeändert von Lilith (29.01.2008 um 18:42 Uhr) Grund: Direktlink wegen Werbung entfernt.
-
29.01.2008, 20:38
AW: Myom-Entfernung wirklich nötig ??
Lieben Dank Sporty, gerade wollte ich auch mal nach der Charité googeln, wäre nett, wenn Du mir noch INfos geben könntest...!
Zitat von sporty_porky
Inter deum et diabolum semper musica est.
-
30.01.2008, 14:44
AW: Myom-Entfernung wirklich nötig ??
Hallo Morgaine,
ich bin mir nicht sicher, ob hier Namen von Ärzten genannt werden dürfen, zumal Links von der Redaktion entfernt werden. Also, schau doch mal unter NDR, Sendung Visite, Sendung vom 16.10.07: Hilfe für die Gebärmutter - Myome schonend behandeln. Dort findest du alle Adressen und Namen mit Email.
Sie sind sehr nett dort, haben mir postwendend alle Fragen beantwortet und die nötigen Unterlagen gemailt. Bei mir waren es leider zu viele zerklüftete Myome, so dass ich mich entschlossen habe, die Gebärmutter zu entfernen, weil auch kein Kinderwunsch mehr da ist.
Liebe Grüße,
Sporty
-
30.01.2008, 17:42
AW: Myom-Entfernung wirklich nötig ??
Hallo Morgaine,
mir wurde vor 2 Monaten ein Myom (ca. 5 cm) entfernt (per Bauchschnitt), auch ich hatte eigentlich keine starken Beschwerden. Ich kann die OP für den Fall, dass noch ein Kinderwunsch da ist, nur empfehlen. So ein Myom kann ja auch sehr schnell wachsen und im schlimmsten Fall muss dann irgendwann die Gebärmutter raus bzw. eine Schwangerschaft kann dann sehr problematisch werden.
Ich kenne allerdings auch eine Frau, die trotz eines großen Myoms ein gesundes Kind bekommen hat!
Ich bin froh, dass ich mir jetzt erstmal keine Gedanken mehr darum machen muss, das ist natürlich auch Typsache, wie man damit umgeht. Es ist einfach eine „Baustelle“ weniger, um die man sich Gedanken machen muss.
Nach der OP war ich sehr schnell wieder fit, das ist aber auch natürlich von Frau zu Frau verschieden. Schmerzen hatte ich kaum, die Narbe ist auch schon gut verheilt. Viele leiden nach der OP auch eine Weile unter starken Blähungen, das Problem hatte ich zum Glück nicht. Die ersten 2 Monate darfst du nichts Schweres heben, keinen Sport treiben etc., aber diese Zeit geht ja auch recht schnell vorbei. Ich war glaube ich insgesamt 3 Wochen krank geschrieben.
Beachten solltest du allerdings, dass man je nach Art der Entfernung/Art der OP eine Weile lang nicht schwanger werden sollte, weil sonst die Nähte reißen können (ca. ein halbes bis ein Jahr).
Die möglichen Verwachsungen sind natürlich auch eine gewisses Risiko für eine Schwangerschaft, darüber wird man vor der OP aufgeklärt. Man kann auch nicht ausschließen, dass man irgendwann wieder neue Myome bekommt.
Alles in allem war es aber überhaupt nicht schlimm und ich würde es auf jeden Fall wieder so machen.
Viele Grüße, Cranberry
-
03.02.2008, 16:37
-
06.02.2008, 15:46
AW: Myom-Entfernung wirklich nötig ??
Hallo,
ich bin 35 und habe keine Kinder. Vor ca. 2 Jahren hat mein FA ein zentrales Myom festgestellt. In der Zwischenzeit sind mehrere kleinere Myome dazugekommen. Laut meines Arztes sollte ich mit den Myomen auf keinen Fall schwanger werden sondern diese bei bestehendem Kinderwunsch vorher entfernen lassen. Ein zweiter Arzt hat die Meinung bestätigt, mit dem Hinweis mit der OP nicht allzu lange zu warten, da die Myome weiter wachsen. Nach der OP bräuchte der Körper ca. 1 Jahr um sich zu regenerieren.
Da bei mir und meinem Mann kein akuter Kinderwunsch besteht, habe ich die OP bisher nicht machen lassen.
Mein FA hat bei der letzten Routineuntersuchung festgestellt, dass das zentrale Myom innerhalb von 4 Monaten sehr stark gewachsen ist. Falls ich keine Kinder will, tendiert er eher zur GMentfernung. Nächste Woche habe ich einen Termin um eine zweite Meinung einzuholen.
Bin momentan verunsichert. Mein FA meint, dass sich bei mir immer wieder Myome bilden werden. Ich gehe davon aus, dass vielleicht irgendwann die GM raus muss. Ich habe allerdings momentan keine Beschwerden. Eigentlich wollte ich mit immer noch ein Hintertürchen offenlassen, falls sich mal ein Kinderwunsch bemerkbar macht, wobei ich eher zur geplanten Kinderlosigkeit tendiere.
Hat jemand Erfahrung mit immer wiederkehrenden Myomen die auch noch explosionsartig wachsen?
L.G.
Luna
-
06.02.2008, 22:07
liebe luna....
ich finde es sehr gut, daß du dir eine 2. meinung einholst. es gibt einige gute kliniken in deutschland, die sehr gut gebärmuttererhaltend operieren.
wenn ich mir die beiträge über gebärmutterentfernungen durchlese, die häufig wegen myomen gemacht werden, dann könnt ich manches mal über die schicksale der frauen vor wut schreien, v.a. wenn sie im grunde nicht bereit waren ihre gebärmutter herzugeben.
in keinem anderen land wie deutschland wird so häufig die gebärmutter entfernt.
ich werde dir noch einen link von einem forum schicken, wo es um myome geht. dort sind einige frauen in deiner situation.
lg
etoile


Zitieren
