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    Depression durch Wechseljahre?

    Ich bin gar nicht sicher, ob ich hier besser her passe oder in das Depressions Forum.
    Kurz zu meiner Person: Ich bin 57, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder (20 und 23).
    Im Frühjahr hatte ich, nach über einem halben Jahr Pause, nochmal meine Periode, seitdem nichts mehr. Kurz davor hat meine FA beim Ultraschall auch festgestellt, dass meine Eileiter anscheinend endlich nicht mehr so aktiv sind, wie davor.
    Ich habe die üblichen WJ-Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen etc., aber es ist noch aushaltbar. Ich nehme seit einem Jahr zirka auch Femikliman, wobei man natürlich nicht weiß, wie es mir ohne diese Einnahme gehen würde.
    Hormone möchte/sollte ich aufgrund meiner familiären Disposition zu BK und Gebärmutterkrebs nicht nehmen.
    Depressive Verstimmungen kenne ich schon von früher, aber meist waren die nur kurzzeitig.
    Jetzt ist es irgendwie anders, ich hänge seit knapp 4 Wochen völlig durch und möchte NICHTS mehr machen. Sprich am liebsten würde ich mich auflösen. Ich kämpfe dagegen an und treffe mich mit Freunden und versuche zu funktionieren, aber ich bin innerlich irgendwie wie tot. Alternativ total verzweifelt mit Heulkrämpfen.
    Das blöde C. setzt mir noch zusätzlich stark zu, mein Leben fühlt sich an wie fremdgesteuert, so als ob ich selbst keine selbstbestimmten Entscheidungen mehr treffen könnte.
    Höhepunkt war dann in der vergangenen Woche ein Heulkrampf vor meinem Chef, nachdem auch in unserem Büro die Maskenpflicht eingeführt wurde (hatte die Nacht davor deswegen gar nicht geschlafen). Wir haben uns jetzt auf zumindest teilweise Homeoffice für mich geeinigt, aber das führt an diesen Tagen dazu, dass ich gar nichts auf die Reihe bekomme und nur vor mich hin starre. Und dann fühle ich mich auch schlecht.
    Am WE habe ich nun endlich mit meinem Mann darüber gesprochen, der gerade selbst viel Stress hat. Er ist für mich da, dennoch fühle ich mich nur noch alleine. Und schlecht. und unfähig. Und zu dick. Und....die Liste wäre endlos fortsetzbar.
    Jetzt habe ich nächste Woche einen Termin bei meiner Hausärztin ausgemacht, weiß aber gar nicht ob die FA nicht besser wäre. Und schon beim ausmachen des Termins dachte ich wieder "dir geht es doch eigentlich gut, du stellst dich nur an, anderen geht es viel schlechter und die kommen doch auch gut zurecht".
    Kennt das vielleicht jemand? Keine Ahnung ob die Hormonumstellung dahinter steckt, oder eine Lebenskrise, oder beides...

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    AW: Depression durch Wechseljahre?

    Zitat Zitat von solid_ Beitrag anzeigen
    (....)
    Kennt das vielleicht jemand? Keine Ahnung ob die Hormonumstellung dahinter steckt, oder eine Lebenskrise, oder beides...


    ist das nicht egal? Also ob es Hormonkrise, Coronakrise, Lebenskrise oder ein Medley aus denen wäre?

    ist zur Zeit ja auch alles extrem anstrengend und ängstigend. Dass du wegen der Maske die Krise hast, verstehe ich sehr gut!

    Und dass diese Lebensphase Klimakterium nicht grad prickelnd und aufregend daher kommt - also aufregen tut's einem ja

    Vielleicht ist ein modernes AD eine Idee?
    Oder was Pflanzliches? Ich selber hab heute beschlossen, mir jetzt doch mal wieder Johanniskraut zu geben. Ich könnte auch grad immer losheulen

    Bist nicht allein

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    AW: Depression durch Wechseljahre?

    Na ja, prinzipiell wäre es egal was es auslöst, aber vielleicht ist es ja wichtig das zu wissen, um etwas dagegen zu unternehmen.
    Was mir Angst macht ist die absolute Unlust aufs Leben, so als ob jeder Tag eigentlich nur eine Last ist. Was objektiv nicht so ist, ich aber subjektiv so empfinde.

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    AW: Depression durch Wechseljahre?

    Ich bin zwar jünger, habe aber auch Depri und WS.
    Meine Frauenärztin hat mir dann zur HT geraten, ich habe es ein Jahr ausprobiert, aber an der Stimmung hat sich nichts geändert. Vielleicht einfach mal ausprobieren?

    Bin auch mit allen Antidepressiva Varianten durch, ich gehöre zu der Minderheit, die davon Null profitieren.

    Ehrlich gesagt hilft mir am besten Bewegung an der frischen Luft.
    “You are the sky. Everything else- it’s just the weather.”

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    AW: Depression durch Wechseljahre?

    HT kommt ja eben wegen des Krebsrisikos nicht in Frage...
    und wenn es dann ja nicht mal sicher etwas bringt.
    Mir fällt es gerade schon schwer aufzustehen... auch wenn ich weiß dass das draußen sein gut wäre.

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    AW: Depression durch Wechseljahre?

    Hab eben gemerkt dass ich im falschen Strang gepostet habe, wollte eigentlich die Frauengesundheit wählen
    Kann das ein admin verschieben?

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    AW: Depression durch Wechseljahre?

    Hallo solid,

    vielleicht erzählst du mal ein wenig aus deinem Leben.

    Wie zufrieden bist du damit?
    Wie sieht es in deiner Ehe aus? Wie läuft es in den Familien- mit deinen Eltern- Geschwister, wie bei deinem Mann?
    Wie viel arbeitest du? wie sieht deine work-live-balance aus?

    Lebst du so, wie du leben möchtest?
    Ist dein Mann auch noch berufstätig oder schon in Rente?
    Wie sieht es ansonsten mit deiner Gesundheit aus?

    Fragen über Fragen und es könnte soviel sein, was deinen Zustand gerade auslöst.

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    AW: Depression durch Wechseljahre?

    Kenzia,
    ja klar, da gibt es einiges was das auslösen könnte.
    Das macht mich ja so unsicher, reicht es, mich mit den Hormonen zu beschäftigen, oder ist ganz grundlegend etwas im Argen.
    Aktuell bin ich absolut nicht zufrieden mit meinem Leben, aber ist das eine objektive Sicht bei meiner Stimmung?
    Familie, das wäre eine lange Geschichte. Mit meinem Mann bin ich erst seit 6 Jahren zusammen, und wir hatten die letzten Jahre einige schwere Themen (Patchwürg vom Feinsten, Krankheiten), aber jetzt sind wir gerade endlich an einem Punkt angekommen, wo alles ruhiger und entspannter ist. Er ist meine große Liebe und ein toller Mensch, aber auch das sehe ich oft nicht mehr.Mit meinem Kindern habe ich ein sehr gutes, vertrauensvolles Verhältnis. Meine Mutter ist leider schon einige Jahre tot und fehlt mir oft sehr und mein Vater, nun ja. Ich denke man wird mich informieren, wenn er stirbt, aber das ist kein großes Thema mehr für mich.
    Job, da bin ich gerade sehr unzufrieden, weil mich der Job langweilt. Gleichzeitig habe ich aber sehr viel Freiheiten bei gutem Verdienst, was mich davon abhält zu wechseln. Ich müsste (und würde gerne) was ganz anderes anfangen, aber in meinem Alter....
    Statt Gehaltserhöhung habe ich im letzten Jahr auf 80% reduziert, was ich erst mal als große Entlastung angesehen habe.
    Mein Mann ist voll berufstätig und hat erst eine Leitungsstelle übernommen, die ihn sehr fordert. Was aber nicht bedeutet dass er sich aus allem rauszieht, gerade im Haushalt macht er sogar eher mehr als ich.
    Lebe ich wie ich möchte? Gerade: Nein. Mich füllt meine Arbeit nicht aus. Ich fühle mich fremdbestimmt. Gleichzeitig denke ich dass das Jammern auf hohem Niveau ist, wer hat schon das Glück dass ihn seine Arbeit ausfüllt... vielleicht fehlen auch gerade nur die vielen Ablenkungen (Urlaube, Ausflüge, Feste) die das Ganze ausgeglichen haben, wer weiß...

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    AW: Depression durch Wechseljahre?

    Das mit den Krankheiten hatte ich überlesen:
    ich habe aktuell sehr viel Migräneanfälle (mindestens einmal pro Woche), aber das schiebe ich den Hormonen zu. Insgesamt spinnt mein Darm total, ich habe eine Laktoseintoleranz entwickelt (per Test festgestellt) und vermute aktuell noch irgendwelche anderen Unverträglichkeiten, komme aber nicht dahinter, und mich frustet der weitere Verzicht auf alle möglichen Lebensmittel noch zusätzlich, so dass ich oft denke dass ich es gar nicht wissen möchte

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    AW: Depression durch Wechseljahre?

    wechseljahre, depressiv, corona-umstellungen, - letztendlich ist es doch wurscht woher es kommt.

    es geht darum dass du etwas für dich tust. der erste schritt ist getan- es nervt dich genug dass du dich damit befasst.


    jetzt ist die frage: wie kann es weitergehen?

    braucht dein körper und deine seele eine auszeit, eine ruhe phase? gerade wenn bei deinem privaten leben so manches jetzt in ruhigeren gewässern ist.

    kannst du dir selbst ein bisschen ruhe und rückzug zugestehen?
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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