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    HET bei einer bestehenden Osteoporose nehmen sonst kaum Wechseljahrsbeschwerden!?!?

    Hallo,

    ich, 53 Jahre habe wieder mal eine Frage an Euch ;-). War gestern bei einem neuen Frauenarzt um mich zu informieren bzgl. HET und meiner bestehenden Osteoporose und weil ich seit kurzem nun unter leichter Scheidentrockenheit neige. Der Arzt riet mir in meinem Fall (habe bereits Osteoporose) mit einer Hormonersatztherapie zu beginnen auch wenn ich noch keine Hitzewallungen habe. Aber er meinte, dass gerade bei schon bestehender Osteoporose die Gefahr durch das Absinken der Östrogene zu groß ist , dass sich meine Osteoporose verschlechtern wird. Deshalb rät er mir bereits mit HET anzufangen. Meine Tage habe ich seit Jahresanfang nur noch alle ca. 10-12 Wochen.

    Was meint Ihr , wäre es in meinem Fall sinnvoll ? Habe schon auch Ängste bzgl. der Nebenwirkungen . Pflanzliche Mittelchen speziell gegen Osteoporose wäre nicht empfehlenswert lt. dem Arzt.

    Sollte man vorher nicht einen Blut bzw. Speichentest machen lassen um die Hormone genau zu bestimmen? Denn ich denke, wenn ich zugestimmt hätte, dann hätte er mir gleich ein Rezept ausgestellt ?!?! So hat er mir schon eine kompetenten Eindruck gemacht ;-)

    Ich weiß, Ihr seid keine Ärzte aber hätte trotzdem gerne Eure Meinung bzw, Erfahrung.

    Wäre super wenn ich wieder Antworten bekäme

    LG Rose

  2. VIP

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    AW: HET bei einer bestehenden Osteoporose nehmen sonst kaum Wechseljahrsbeschwerden!?

    Soweit ich weiß, ist Knochenprotektion (Osteoporoseprophylaxe und erst recht die Osteoporosetherapie) nicht im label. Oder noch nicht. Die Zulassung war noch vor ein paar Monaten ausschließlich für klimakterische Beschwerden und ich fürchte, dass nach der Metaanalyse (im letzten Somme publiziert) die Behörde eher restriktiv mit einer Zulassungserweiterung umgehen könnte. Du würdest also off-label behandelt werden und müsstest die Medikamente selbst zahlen (Gynokadin/Utrogestan ist aber nicht so teuer).

    Dass niedrige Östrogenspiegel ein Skelettrisiko sind, stimmt. Ich fürche aber, dass bei bereits manifester Osteoporose HET alleine nicht ausreichen könnte. In der Prophylaxe eher. Kläre das lieber auch mit einem Osteoporose-Spezialisten, denn da gibt es Therapien, die den morschen Knochen auch wieder ein Stück weit auffüllen.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: HET bei einer bestehenden Osteoporose nehmen sonst kaum Wechseljahrsbeschwerden!?

    Hallo Rose,
    ich empfehle dir den Besuch beim Osteologen mit den Befunden der aktuellsten Knochendichtewerte (DXA) und einem großen Labor (incl. Hormonstatus).

    Ich bin selbst Osteoporosepatientin, medikamentös für mich gut eingestellt. Ich habe einen tollen Internisten und Hausarzt an meiner Seite, doch meine Osteologin und Orthopädin ist eben auf dem Gebiet Spezialistin.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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    AW: HET bei einer bestehenden Osteoporose nehmen sonst kaum Wechseljahrsbeschwerden!?

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    S

    Dass niedrige Östrogenspiegel ein Skelettrisiko sind, stimmt. Ich fürche aber, dass bei bereits manifester Osteoporose HET alleine nicht ausreichen könnte. In der Prophylaxe eher. Kläre das lieber auch mit einem Osteoporose-Spezialisten, denn da gibt es Therapien, die den morschen Knochen auch wieder ein Stück weit auffüllen.
    Sehe ich auch so.

    Eine HT kann verhindern dass es zu einer Osteoporose kommt.
    Das ist aber nicht - wie Kadelbach schreibt - das, weswegen die Hormone verordnet werden können/sollen (das ist dieses Label use Ding....)

    Das ist meines Wissens nach auch umstritten - oder sagen wir "nicht unumstritten".

    Therapie! von Osteoporose ist meines Wissens nach die HT auf keinen Fall. Bei Osteopenie bin ich mir nicht sicher...

    Ich würde folgendes empfehlen, lass dich von einem Facharzt beraten. Osteologen sind bei den Orthopäden angesiedelt.
    Da gibt es auch so Kompetenzzenteren.

    Ich denke es wäre wichtig, einen guten Status des Skeletts zu machen - das fände ich jetzt zielführender als eine reine Sexualhormonanalyse - da ist es gerade! im Wechsel halt so, dass das kaum aussagekräftig ist. Ein guter Östrogenspiegel kann Woche später weg sein, ein schlechter wieder total gut - hin und her und hin und her.

    Osteoporose Labor ist aber was anderes, das lass lieber machen.

    Eine Östrogensubsitution im Wechsel kann eine Osteoporose verhindern bzw. verzögern oder vermindern.
    Beim verhindern bin ich etwas zögerlich....

    Wenn aber das bereits pathologisch ist, dann ist das nicht mehr gem. der Leitlinien zur Osteoporosebehanldung.

    Es kommt also auf die Osteoporose an, weniger auf die Hormone.

    Grundsätzlich ist die beste Vorbeugung (so es die gibt):
    Essen und Bewegung.

    Essen : kein! Untergewicht. Es gibt eine Studie, die ich erinnere, dass ein mehrjähriger BMI unter 20 fatal ist.
    Jede Form von Essstörung ist Gift für die Knochen.
    Adipositas natürlich auch, aber plakativ formuliert, scheint ein BMI von 29 wesentlich weniger zu schaden als einer von 19.

    Bewegung ist das A&O:
    Es muss eine "Druck" unter Schwerkraft auf das Skelett wirken. Also Joggen, Hüpfen, Kraft mit schweren! Gewichten.
    Radeln und schwimmen ist super für das Herz und die Muskeln aber bringt nix für die Knochen.

    Rauchen : unbedingt aufhören!

    Und Phosphate im Essen meiden. Cola... (light )

    In wie weit Milchprodukte Teil der Lösung oder des Problems sind ist ein umstrittenes Forschungsthema.

    Ich hab/hatte selber mehrere Risikofaktoren für Osteoporose.
    Sagen wir so, wäre ich 100 Jahre jünger würde ich nicht zu rauchen anfangen, mehr und gesünder essen und mehr Sport machen.

    @Rosa67 - geh auch noch zu einem Knochenmann (m, w, d) und hör was der sagt und rät und entscheide dann

    Die allgemeinen Infos hab ich auch für die geschrieben, die noch schlauer handeln können wie ich damals

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    AW: HET bei einer bestehenden Osteoporose nehmen sonst kaum Wechseljahrsbeschwerden!?

    Vielen lieben Dank für Eure Antworten,

    beim Facharzt für Osteoporose war ich im Februar diese Jahres. Vorher beim Orthopäden bei dem ich rein Interesse halber eine Knochendichtmessung gemacht habe und da wurde Osteoporose an der Wirbelsäule und noch irgendwo anders eine Osteopenie festgestellt. Beim Facharzt wurde dann Blutbild gemacht und da war zu dem Zeitpunkt alles ok. Deshalb wurde mir geraten , dass die Basistherapie( Vitamin D, K, Calcium, gesunde Ernährung und Sport) noch reicht . Aber er meinte damals schon, wenn ich in der Menopause kommen sollte dann kann es durchaus sein, dass mein bisheriger Knochenzustand sich verschlechtern wird und empfehlenswert wäre , mit HET dann entgegen zu steuern.

    Und das meinte der Frauenarzt von gestern auch.

    Sicherlich wenn der Knochenstoffwechsel aus den Fugen gerät (sehr laienhaft ausgedrückt, das was man im Blutbild erkennt) dann werde bzw, muss ich spezielle Medikamente für Osteoporose einnehmen wie z.b. bisphosphonate einnehmen. Die Hormone sollen helfen, dass die Osteoporose nicht weiter zunimmt.

    Habe eh auch vor demnächst mich mal wieder dbzgl. untersuchen zu lassen.

    Oder liege ich da falsch ?

    LG Rose

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    AW: HET bei einer bestehenden Osteoporose nehmen sonst kaum Wechseljahrsbeschwerden!?

    Zitat Zitat von Rose67 Beitrag anzeigen

    beim Facharzt für Osteoporose war ich im Februar diese Jahres.

    Aber er meinte damals schon, wenn ich in der Menopause kommen sollte dann kann es durchaus sein, dass mein bisheriger Knochenzustand sich verschlechtern wird und empfehlenswert wäre , mit HET dann entgegen zu steuern.

    Und das meinte der Frauenarzt von gestern auch.



    Also hat der Osteologe die HT empfohlen?

    Was lässt dich zögern? Dass sie evtl nicht mehr wirkt?

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    AW: HET bei einer bestehenden Osteoporose nehmen sonst kaum Wechseljahrsbeschwerden!?

    der Facharzt meinte damals, wenn ich in die Menopause komme bzw. vorher starke Wechseljahrsbeschwerden haben sollte dann wäre in meinem Fall Hormone ratsam. Aber ich habe bis jetzt kaum Wechseljahrbeschwerden und richtig bin ich in der Menopause ja auch noch nicht. Aber der Frauenarzt von gestern meinte aber, dass es trotzdem jetzt schon ratsam wäre.


    Ach ich weiß auch nicht ;-). Wahrscheinlich möchte ich nur von 1000 Leuten ein eindeutiges ja oder nein für Hormone, bekommen. Aber das wird es anscheinend nie für irgendetwas geben ;-)

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    AW: HET bei einer bestehenden Osteoporose nehmen sonst kaum Wechseljahrsbeschwerden!?

    Ist 1967 dein Geburtsjahr?

    Seit wann stellst du "Phänomene" des Klimakteriums fest?
    (unregelmäßige oder extrem starke bzw. extrem geringe Blutungen etc.)

    Ich bin auch unschlüssig - so ins Blaue (Internet) hineingeschwurbelt

    Einerseits kann es durchaus sein, dass sich durch eine frühzeitige (also bevor die Osteopenie zur -porose würde) HT eben dies verhindert werden könnte.

    Andererseits hast du ja bereits eine Osteoporose entwickelt UNTER deinem Östrogen....

    Was mich jetzt zur Frage brächte, kann dir also eine Substitution nutzen, wenn das körpereigene Hormon in relativ jungen Jahren den Verlauf nicht verhindern konnte.

    Denn bisher hattest du ja kein Klimakterium. Und trotzdem eine Osteoporose entwickelt.

    Ich lehne mich mal aus dem Fenster, hör da auf den Osteologen (ggfs. einen 2....)
    Ich glaub nicht, dass ein Gyn das allein im Blick hat - zumindest ohne Konsil.....

    Ideal wäre, wenn die Fachrichtungen sich da über dich austauschen. Wenn der Knochendoc meint, doch jetzt Östrogen kann Schlimmeres verhindern, würde ich es machen.

    Vielleicht hast du schon länger einen sinkenden Ö-Spiegel (ohne Beschwerden) der aber das Skelett schon verändert.

    Heißt: hätte (Fahrradkette) man früher Östrogen substituiert ...

    kann aber auch heißen: nutzt nix, weil du selbst unter genug Östrogen Osteoporose bekommst. Und dann nutzt die HT nix oder nicht viel.

    Anders rum: Der Nutzen der HT ist evtl eher höher als deren pot. Schaden - für dich.


    je länger ich darauf rumkaue, desto mehr neige ich zu : nimm es.
    Es kann halt sein, dass das allein nicht genügt.

    Und lt. Leitlinien hat der Spaß nach 5 Jahren ein Loch und soll ausgeschlichen werden. Und dann?

    - hast du noch 5 Jahre sauber Östrogen gehabt und evtl. Zeit für die Knochen gekauft
    - stehst du nach 5 Jahren vor denselben Problemen


    ich würde den Osteologen fragen, ob er glaubt, dass die HT im Knochen ankommen kann - wenn bereits unter eigenen Östrogen eine Osteoporose manifest ist.

    Und ich würde die HT machen.

    So, jetzt kennst meine wirren Gedanken - meine Oma hatte schlimme Osteoporose, aber im Alter.
    ich bin nach der Menopause, nehme bis auf Oekolp Ovula selber nix.
    Ich hab mich auf Sport und Essen gesetzt....

    Aber ich habe trotz der erwähnten Risiken unpathologische Werte. Nicht berühmt, aber bin mit blauem Auge davon gekommen. Bisher....

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    AW: HET bei einer bestehenden Osteoporose nehmen sonst kaum Wechseljahrsbeschwerden!?

    Ich habe Osteoponie, also die Vorstufe zur Osteoporose.

    Als das festgestellt wurde, hat Professor A gleich zur Osteoporosemedikamente geraten, alternativ zur HET. Weil mir die Medikamente gegen Osteoporose nach zu schwerem Geschütz aussahen, bin ich zur Frauenärztin wegen der HET. Diese wiederum war absolut gegen HET, weil ich quasi null Wechseljahresbeschwerden hatte und habe, da war ich 54 Jahre.

    Ich bin dann noch zu Professor B, der nach einem umfangreichen Bluttest zu gar nichts geraten hat, außer Sport, Vitamin D und Calcium weiter auf guten NIveau zu halten. Beide Professoren waren explizit im Bereich Osteoporose tätig.

    Ich habe dann meinen Vitamin D 3 Spiegel eigenmächtig auf 80 hochgeschraubt, was mich erinnert, dass ich mal wieder einen Termin zur Blutabnahme ausmachen sollte und die nächste DXA-Messung ist auch fällig. Irgendwie ist die Behandlung /Beratung nicht hunderprozentig zufriedenstellend.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: HET bei einer bestehenden Osteoporose nehmen sonst kaum Wechseljahrsbeschwerden!?

    vielen Dank nochmals an Allen für Eure Antworten und Erfahrungen.

    R_Rokeby @

    Ja ich bin 67 er Baujahr also nun 53 Jahre alt.

    Zitat: Seit wann stellst du "Phänomene" des Klimakteriums fest

    Wie schon erwähnt noch leichte aber seit Januar 20 kommen meine Tage (sehr leichte Blutung) nur noch ca. alles 10 -12 Wochen und seit ein paar Wochen nun auch Scheidentrockenheit, Stimmungsschwankungen hatte ich mal vor ein paar jahren heftig. Und ich habe nun Angst, dass mein Körper kaum noch Östrogene produziert und dass kann unter Umständen nach einiger Zeit den Knochenstoffwechsel beeinflussen (kann muss nicht) aber in meinem Fall wäre das nicht besonders gut da ich ja schon Osteoporose habe (jedoch noch keine manifeste Osteoporose mit Knochenbrüchen etc.) Möchte halt meinen jetzigen Knochendichte so lange wie möglich in dem Jetztzustand beibehalten.

    Zitat; Was mich jetzt zur Frage brächte, kann dir also eine Substitution nutzen, wenn das körpereigene Hormon in relativ jungen Jahren den Verlauf nicht verhindern konnte.

    Ich hatte lange Zeit eine Essstörung und da hatte ich keinen regelmässigen Zyklus und falsche Sachen bzw, zu wenig hatte ich auch gegessen. Und da wurde mit Sicherheit meine Knochen , der sich bis zum 30 Lebensjahr voll entwickelt, nie richtig gefestigt oder so ähnlich erklärt ;-).

    Ich habe nun folgendes beschlossen: Werde als erstes nochmals eine Knochendichtmessung vornehmen lassen, dann ein Blutbild machen (ob der Knochenstoffwechsel ok ist, wenn nicht dann benötige ich eh Osteoporosemedikamente) und wenn alles ok ist dann werde ich mir Hormone verschreiben lassen. Mitunter als Schutz zum weitern Knochenabbau (habe ja auch noch irgendwo Osteopenie (beinen?) ...

    Schönen Tag Euch noch und vielen Dank nochmals

    LG Rose

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