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  1. Avatar von Pola
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    Pille, Progesteron oder doch lieber Scheidung, Kündigung, Einsiedlerhof?

    Liebe Bri,

    Ich hab Wechseljahre... oder zumindest die Vorboten davon, und die machen mir nicht gerade Appetit auf mehr.

    Bin Mitte 40 und habe seit etlichen Jahren hormongesteuerte gesundheitliche Probleme. Ich habe eine Hashimoto Thyreoiditis, hatte zweimal Schwangerschaftsdiabetes, in der letzten Schwangerschaft auch noch Gallensteine. Gallenblase ist weg, Diabetes 2 noch nicht da, Hashimoto wohl gut eingestellt.

    Aber: mein Zyklus liegt aktuell bei 17 Tagen, die Blutungen sind auch recht stark. Meine Laune ist manchmal echt lebensgefährlich, sowohl für mich als auch für Mann und Kinder und Kollegen. Ich habe regelrechte Nervenzusammenbrüche oder weine auch gerne mal zwei Tage durch. Überhaupt reicht an manchen Tagen ein toter Vogel auf der Straße, um mich in tränenreiche Grübeleien über den Sinn des Lebens versinken zu lassen.

    Die Endokrinologin sagt, meine Hormone (Progesteron etc., per Bluttest bestimmt) seien altersgemäß und lächelt dazu milde.

    Die Gynäkologin sagt, ich könne Mönchspfeffer probieren, wenn ich viel Geduld hätte (nnn.... nein). Oder die Pille nehmen. Eigentlich hatte man mir nach der Gallen-OP aber gesagt, ich solle nicht mehr hormonell verhüten und ich frage mich eh manchmal, ob nicht die Pille, die ich lange nahm, bei mir einiges durcheinander gebracht hat. Die Gyn sagt wiederum, das Risiko wäre gering, durch die Pille neue Steine zu entwickeln.

    Nun liest man viel (hier und in Büchern) über bioidentische Hormone. Meine Gynäkologin hält davon nichts. Ich weiss zwar, wo ich hingehen müsste, um welche zu bekommen, aber die betreffende Gynäkologin wollte mir die vor Jahren als Vertretungsärztin einfach so schon mal mitgeben, nur weil ich gerade 40 geworden war und mich nebenbei über Stress beklagte. Fand ich damals irgendwie auch nicht vertrauenerweckend.

    Ich tendiere dazu, der Einfachheit halber, die Pille wieder zu nehmen. Ich möchte diese ständigen Blutungen weghaben und zudem wäre noch das Verhütungsproblem gelöst, das seit Jahren mitunter (auch) auf Glück basiert.

    Was meint Ihr...?

  2. Avatar von Sariana
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    AW: Pille, Progesteron oder doch lieber Scheidung, Kündigung, Einsiedlerhof?

    Also, Gallensteine ohne Gallenblase zu entwickeln halte ich für naja fragwürdig.
    Vermutlich bezieht sich die Empfehlung auf nichthormonelle Verhütung nicht auf Steinbildung sondern in Bezug auf die Leber, die ohnehin einiges zu schaffen hat.

    Ich würde wegen der Blutungen und dem kurzen Zyklus eine Zweitmeinung bei einer anderen Gynäkologin einholen.
    Eventuell vorher beim Hausarzt ein großes Blutbild machen lassen, zahlt man/frau zwar selbst, doch dann hättest du mal mehr Werte beisammen und vielleicht käme da schon der eine oder andere Mangel/Überschuss zum Vorschein.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

  3. Avatar von ereS
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    AW: Pille, Progesteron oder doch lieber Scheidung, Kündigung, Einsiedlerhof?

    Zitat Zitat von Pola Beitrag anzeigen
    Die Gynäkologin sagt, ich könne Mönchspfeffer probieren, wenn ich viel Geduld hätte (nnn.... nein). Oder die Pille nehmen. Eigentlich hatte man mir nach der Gallen-OP aber gesagt, ich solle nicht mehr hormonell verhüten und ich frage mich eh manchmal, ob nicht die Pille, die ich lange nahm, bei mir einiges durcheinander gebracht hat. Die Gyn sagt wiederum, das Risiko wäre gering, durch die Pille neue Steine zu entwickeln.

    Nun liest man viel (hier und in Büchern) über bioidentische Hormone. Meine Gynäkologin hält davon nichts. Ich weiss zwar, wo ich hingehen müsste, um welche zu bekommen, aber die betreffende Gynäkologin wollte mir die vor Jahren als Vertretungsärztin einfach so schon mal mitgeben, nur weil ich gerade 40 geworden war und mich nebenbei über Stress beklagte. Fand ich damals irgendwie auch nicht vertrauenerweckend.

    Ich tendiere dazu, der Einfachheit halber, die Pille wieder zu nehmen. Ich möchte diese ständigen Blutungen weghaben und zudem wäre noch das Verhütungsproblem gelöst, das seit Jahren mitunter (auch) auf Glück basiert.

    Was meint Ihr...?
    ich empfehle dir es mal mit agnolyt zu probieren

    und statt der pille mal ueber die mirena hormonspirale nachzudenken
    mit der werden deine blutungen garantiert geringer bis hin zu der chance das du komplett blutungsfrei wirst, und du hast die naechsten 5 jahre deine ruhe, was das thema verhuetung anbetrifft
    das auge der moderatoren ist ueberall...

    ueber rechtschreibfehler in meinen beitraege bitte ich hinwegzusehen, ich sehe sie aktuell auch nicht richtig...

  4. Avatar von Pola
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    AW: Pille, Progesteron oder doch lieber Scheidung, Kündigung, Einsiedlerhof?

    Danke für Eure Nachrichten.

    @Sariana: Gallensteine nach der OP sind gar nicht so selten. Meine Tante wäre daran fast gestorben, lag lange im Krankenhaus weil es sich so ein Stein irgendwo an der Bauchspeicheldrüse gemütlich gemach hatte und einen Zugang verstopft hat. Vielleicht bin ich deshalb etwas sensibel bei dem Thema.

    Ich werde wohl auf jeden Fall noch eine Zweitmeinung einholen, aber mich nervt, dass schon die Auswahl des Arztes im Prinzip die Richtung vorgibt.

    @Eres: Ich bin mir nicht sicher, ob Agnolyt bei mir (noch) hilft. Ich lese im Netz nur „hilft bei leichten Beschwerden“ - ich habe seit drei Monaten praktisch jede zweite Woche meine Regel und flippe regelmäßig aus, das mit den Nervenzusammenbrüchen war keine Übertreibung. Ich weine fast jeden Tag einmal (bis mehrfach). Das ist ja alles nicht mehr „leicht“. Und Geduld hab ich da halt auch nicht mehr viel.

    An eine Spirale hatte ich auch schon gedacht, es ist halt nur etwas aufwändiger die zu entfernen, wenn es nicht hilft oder sogar alles schlimmer macht.

    Hab mir die Pille jetzt mal besorgt, vorsichtshalber, aber ich habe hoffentlich noch ein paar Tage um darüber nachzudenken.

    Liebe Grüße
    Pola


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    AW: Pille, Progesteron oder doch lieber Scheidung, Kündigung, Einsiedlerhof?

    Zitat Zitat von Pola Beitrag anzeigen

    Die Gynäkologin sagt, ich könne Mönchspfeffer probieren, wenn ich viel Geduld hätte (nnn.... nein).
    Bei mir wirkt Mönchspfeffer akut, am selben Tag noch. Ich würde es testen, bevor ich mit Hormonen beginne.

    Ich habe Mönchspfeffer aus der Apotheke, 4 mg Tabletten.

  6. Avatar von Pola
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    AW: Pille, Progesteron oder doch lieber Scheidung, Kündigung, Einsiedlerhof?

    Danke, Pantanal! Hilft Dir Mönchspfeffer auch, den Zyklus zu regulieren? Ich gebe zu, dass ich das bei der Pille auch sehr verlockend finde. Diese Blutungen nerven doch sehr. Aber am meisten natürlich das Gefühl, als hätte eine andere, nicht zurechnungsfähige Person Besitz von meinem Körper ergriffen...


  7. Registriert seit
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    AW: Pille, Progesteron oder doch lieber Scheidung, Kündigung, Einsiedlerhof?

    Ich bin auch Mitte 40, mein Zyklus war nicht ganz so kurz wie deiner, aber er fing an unregelmäßer zu werden. Auch meine PMS war nicht so schlimm wie bei dir, aber ich bekam zusätzlich zu den empfindsamen Zuständen in der zweiten Zyklushälfte Herzklopfen mit schnellem Puls dazu, so dass ich etwas unternehmen wollte.

    Mit Mönchspfeffer habe ich wieder einen regelmäßigen Zyklus und bin ausgeglichen, auch kein Herzklopfen mehr. Mir ist es egal, ob das die Vorboten der Wechseljahren sind oder es eine andere Ursache gibt, jetzt ist alles wieder okay.

    Mönchspfeffer finde ich praktisch, da er kaum was kostet, ich keine Verschreibung vom Arzt brauche und er nicht so massiv in meinen Körper eingreift wie Hormone.

    An deiner Stelle würde ich mich langsam vorarbeiten: erst Mönchspfeffer ausprobieren, dann naturidentisches Progesteron und erst zum Schluss Pille oder ähnliches.

  8. Avatar von ereS
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    AW: Pille, Progesteron oder doch lieber Scheidung, Kündigung, Einsiedlerhof?

    Zitat Zitat von Pola Beitrag anzeigen

    Ich werde wohl auf jeden Fall noch eine Zweitmeinung einholen, aber mich nervt, dass schon die Auswahl des Arztes im Prinzip die Richtung vorgibt.

    @Eres: Ich bin mir nicht sicher, ob Agnolyt bei mir (noch) hilft. Ich lese im Netz nur „hilft bei leichten Beschwerden“ - ich habe seit drei Monaten praktisch jede zweite Woche meine Regel und flippe regelmäßig aus, das mit den Nervenzusammenbrüchen war keine Übertreibung. Ich weine fast jeden Tag einmal (bis mehrfach). Das ist ja alles nicht mehr „leicht“. Und Geduld hab ich da halt auch nicht mehr viel.

    An eine Spirale hatte ich auch schon gedacht, es ist halt nur etwas aufwändiger die zu entfernen, wenn es nicht hilft oder sogar alles schlimmer macht.
    ich wuerde nicht lang rummachen
    probier beiedes agnolyt und die spirale, fertig
    die ist auch schnell gelegt
    arzt anrufen, termin ausmachen, legen lassen fertig, das dauert nicht viel laenger als eine ausgiebige vorsorgeuntersuchung

    die spirale ist ( wenn es wirklich zu problemen kommen sollte ) in wenigen minuten gezogen, das ist auch alles kein problem, wenn man schon kinder geboren hat
    ich halte sie in deinem fall fuer "das mittel" der wahl
    denn egal was du machst, kein anderes mittel laesst deine blutungen geringer werden

    geduld brauchst du fuer alles ein wenig, egal was du jetzt probierst
    ICH wuerde die spirale in jedem fall der pille vorziehen
    berichte mal was du gemacht hast, und was dabei rausgekommen ist
    alles gute
    das auge der moderatoren ist ueberall...

    ueber rechtschreibfehler in meinen beitraege bitte ich hinwegzusehen, ich sehe sie aktuell auch nicht richtig...


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    AW: Pille, Progesteron oder doch lieber Scheidung, Kündigung, Einsiedlerhof?

    Vielleicht sind viele deiner Probleme stressbedingt.
    Die Ausschüttung von Adrenalin und Cortison hat Einfluss auf die Bildung vieler anderer Hormone.
    Z.B. werden weniger Geschlechtshormone gebildet.
    Außerdem hast du durch Hashi dauernd Entzündungswerte im Körper.
    Ist die Schilddrüse gut eingestellt?
    Schläfst du gut?
    Ob bei derartigen Zyklusstörungen Mönchspfeffer hilft, erscheint mir fraglich.
    Oft werden depressive Verstimmungen/ Depressionen auf „die Hormone“ geschoben, obwohl es eine ganz andere Ursache gibt.


  10. Registriert seit
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    AW: Pille, Progesteron oder doch lieber Scheidung, Kündigung, Einsiedlerhof?

    Ich würde die 'Mirena'-Spirale nehmen. Die Hormone kommen wieder ins Gleichgewicht, das Thema Verhütung ist für die kommenden 5 Jahre erledigt und entweder hast Du gar keine Regelblutung oder eine gaaanz schwache (und regelmäßige).

    Das Einsetzen der Spirale hab ich jetzt nicht so lustig in Erinnerung. Aber dafür dauert es wirklich nicht lange und Frau hat ja schon andere Schmerzen hinter sich, nicht wahr? Das Entfernen ist ruck-zuck erledigt und völlig harmlos.

    Ich wünsche Dir, dass Dir ganz schnell Hilfe zuteil wird. Was Du beschreibst, klingt fürchterlich. Gute Besserung!!!!

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