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  1. Registriert seit
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    Seit einem Monat schlaflos...

    Ich habe mich hier heute extra angemeldet ,um hier vielleicht noch Ratschläge zu bekommen.
    Es fing an mit extremen Muskelzucken im linken Oberschenkel, das hielt zwei Tage an und ging dann an dieser Stelle weg. Doch dann breitete sich das Ganze auf den ganzen Körper aus. Hier mal einzelnes Zucken, dann wieder woanders. Ständiges Wadenkribbeln hab ich bis heute. Anfangs konnte ich wohl nicht mehr schlafen, weil ich Panik bekam,dass es eine schlimme Erkrankung ist. Die Angst wurde mir aber genommen. Um schlafen zu können habe ich fast alles ausprobiert, wie Cbd Melatonin Magnesium hochdosiert, Schlaftabs!
    Es wurde die Schildrüse kontrolliert. TSH bei 0,84
    Das schlimmste ist, dass ich nicht nur wenig schlafe, ich schlafe gar nicht!!! Das Ende vom Lied ist, dass ich aktuell nur mit diesen Drecks Zopiclon Schlaf bekomme.
    Gestern war ich beim Neurologen und der hat Verdacht auf RLS, aber heute Nacht mit L-Dopa hat sich nichts verändert, ich zucke...und nicht nur an den Beinen. Ich werde auch nicht müde und fühle mich hellwach ! Termin bei der Fa hab ich erst im Dezember.
    Ich bin am Ende, weiß nicht weiter...lg Mary

  2. Avatar von Raratonga
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    AW: Seit einem Monat schlaflos...

    Ich habe zwar keinen Ratschlag - außer eine Schlafambulanz aufzusuchen, wenn alles nichts hilft.

    Die haben lange Wartezeiten, also deshalb jetzt schon mal einen Termin ausmachen, wenn sich das Problem bis dahin erfreulicherweise erledigt hat, dann kannst Du ja wieder absagen.

    Ich war dort auch, die haben mir gesagt, wenn man bis zu maximal 2x die Woche Zolpidem nimmt, wird man nicht abhängig. Für Notfälle haben sie es mir auch verschrieben, sogar aktiv. Ich wollte zuerst gar nicht.
    Auch haben sie gesagt, der Schlaf käme bei Zolpidem, im Gegensatz zu anderen, noch schwereren Schlafmitteln, dem natürlichen Schlaf noch am nächsten.
    Auch gibt es bei Zolpidem keinen Hangover, weil es sich innerhalb von 4 Stunden abbaut.

    Es ist nämlich kein Diazepam, sondern geht nur an den Rezeptor. Wegen der vielen Diazepam Suchtfälle haben jetzt nur alle Ärzte einen Heidenrespekt, sagten die Schlafmediziner.

    Wenn Du aktuell mehrere Wochen nicht schlafen kannst, bist Du ein akuter Notfall.
    Versuch doch mal über die Krankenkasse einen früheren Neurologentermin zu kriegen.

    Alles Gute!

  3. Avatar von overknee
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    AW: Seit einem Monat schlaflos...

    Was sollen wir dazu sagen?
    Das scheint ja ein medizinisches Problem als Ursache zu haben, da sollte man Vermutungen lieber unterlassen.
    Was ich aber empfehle: lass die Z-Schlaftabletten weg. Man hat zwar das Gefühl, das man damit schläft und es ist wunderbar, wenn man endlich wegsacken kann, aber es ist kein Schlaf im eigentlichen gesunden Sinn.
    Morgens und den ganzen Tag über ist man wie gerädert. Man schiebt es auf die Schlaflosigkeit, es liegt aber an den Tabletten.
    Ich habe diese Schlaflosigkeit angenommen. Bin aufgestanden, habe gelesen. Tee getrunken.
    Und habe dann 1,5 Stunden geschlafen. Und mich ehrlich besser gefühlt, als mit den Schlaftabletten.
    In der Firma habe ich Bescheid gesagt, dass ich ev. später komme (geht bei uns bis 9.00 Uhr).
    Keinen Wecker gestellt. So war der Druck raus, den man ja hat.
    Das hat mir ein wenig die Panik genommen vor dem Zubettgehen.
    Den Rest muss sich der Arzt jetzt angucken.

  4. Avatar von Raratonga
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    AW: Seit einem Monat schlaflos...

    P.S.: CBD macht mich total unruhig. Lass Dir Circadin verschreiben, das ist retardierendes Melatonin, 2 mg.
    Das Melatonin in den CBD Tropfen ist eventuell nicht retardierend und außerdem vermutlich in zu geringer Dosierung.

    Melatonin ist wirklich unschädlich, in anderen Ländern ist es ein Nahrungsergänzungsmittel.
    Es gibt auch die Schneller Einschlafen Kapseln beim dm, da ist 0,5 mg Melatonin und Passionsblume drin, aber das Melatonin ist in seiner Wirkung nach 1 Stunde verpufft.

    Bei uns ist es retardierend verschreibungsfähig.

    Aber bei Dir scheint es ein neurologisches Problem zu sein, deshalb gilt es, schnell die Ursache zu finden.
    Die anderen Maßnahmen sind ja erst einmal nur Soforthilfen.

  5. Avatar von Klecksfisch
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    AW: Seit einem Monat schlaflos...

    Das mit dem nicht müde werden kenne ich. Bevor ich ins Bett gegangen war ich müde, lag ich im Bett war ich hellwach und konnte nicht schlafen, mir gingen die dollsten Ideen durch den Kopf, von denen ich am anderen Tag keine mehr Ahnung hatte.

    Seit 2004 mit den Wechseljahren habe ich Schlafprobleme. Zopiclon kenne ich. Laß da bloß die Finger von, sie machen abhängig und wenn du Pech hast, droht dir eine Demenz. Bei mir war es so. Die anfangende Demenz hat eine Heilpraktikerin mit Akupunktur wieder wegbekommen. Man über die Nebenwirkung redet man natürlich nicht, ich habe das im Internet gefunden. Die Heilpraktikerin wußte davon.

    Bei Neurologen sind Schlafprobleme gleich Depressionen. Ich habe bei denen nichts andres kennengelernt, egal was ich erzählt habe.

    Nach etlichen Versuchen mit Medikamenten bin ich heute bei 1 Trimiparim, 3 Femenita und 1 HTP 5 und Cantienica angekommen. Schlafe sehr oft durch, ab und zu werde ich mitten in der Nacht wach, kann dann aber wieder einschlafen.
    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch
    (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd Schmetterling und du wirst Filet.

  6. Avatar von Raratonga
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    AW: Seit einem Monat schlaflos...

    Zitat Zitat von overknee Beitrag anzeigen
    Morgens und den ganzen Tag über ist man wie gerädert. Man schiebt es auf die Schlaflosigkeit, es liegt aber an den Tabletten.
    Das kann ich nicht bestätigen, mich hat gerettet, dass ich diese Notfallhilfe habe.
    Ich fühle mich morgens fit nach Zolpidem, nur habe ich das Gefühl. es tut meinem Gedächtnis nicht gut.

    Zolpidem als Dauerlösung geht nicht, maximal 2 x pro Woche hat man mir gesagt.


  7. Registriert seit
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    AW: Seit einem Monat schlaflos...

    Beim Neurologen war ich ja, Muskeln werden am 05.12. durchgemessen. Und der Hausarzt hat jetzt nicht Ferritin, Nierenwerte Muskel Ck und Crp abgenommen, Ergebnisse frühestens morgen,aber eher Montag.
    Was soll ich denn machen, ohne Zopiclon schlafe ich gar nicht, auch keine Stunde ! Entweder stört das Zucken beim endgültigen Einschlafen oder ich bin trotz allem nicht müde genug.

  8. Avatar von overknee
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    AW: Seit einem Monat schlaflos...

    Musst du denn arbeiten oder Auto fahren?


  9. Registriert seit
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    AW: Seit einem Monat schlaflos...

    Wie heisst es so schön: man kann auch Läuse und Flöhe haben. Gerade im mittleren Alter kommen meiner Erfahrung nach öfter mal mehrere Baustellen gleichzeitig vor. Die man dann leider erst mit Hilfe mehrerer Ärzte / Fachrichtungen / Therapien in den Griff kriegt. Am Neurologen bist du ja schon dran, das ist gut, Gyn ebenfalls. Lass' aber auch mal deinen Vitamin-D-Spiegel überprüfen. Kann der Hausarzt, allerdings muss man die Untersuchung als gesetzlich Versichterte wohl manchmal selbst zahlen (kostet rund 30€). Frauenärzte oder Neurologen können das aber evt. auch in ihrem (höheren) Labor-Budget unterbringen. Bei mir kamen massive Schlafprobleme in mittlerem Alter von einem Östrogen- und einem gleichzeitigen, heftigen Vitamin-D-Mangel. Das wurde erst besser, als beides in ausreichend hoher Dosis substituiert wurde. Speziell beim Vitamin D galt da: nicht kleckern, sondern (zumindest am Anfang) klotzen. Muskelzucken hatte ich allerdings nicht. Aber so ziemlich genau dieses fiese hellwach (und gleichzeitig total erschöpft) sein, das du beschreibst.


  10. Registriert seit
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    AW: Seit einem Monat schlaflos...

    Zitat Zitat von Mary78 Beitrag anzeigen

    Gestern war ich beim Neurologen und der hat Verdacht auf RLS, aber heute Nacht mit L-Dopa hat sich nichts verändert, ich zucke...und nicht nur an den Beinen. Ich werde auch nicht müde und fühle mich hellwach ! Termin bei der Fa hab ich erst im Dezember.
    Ich bin am Ende, weiß nicht weiter...lg Mary
    Hi Mary, du Arme!
    Du machst ja grad was mit

    RLS ist im Grunde eine "Ausschlussdiagnose", die nur klinisch gestellt werden kann - also aufgrund der Symptome.

    Die Test-Gabe von Dopamin um zu sehen, ob es wirkt ist Standard. Das funktioniert so:
    Wenn das Dopamin wirkt und man danach keine Symptome mehr hat ist die Wahrscheinlichkeit, dass es RLS ist hoch.
    Andersrum funktioniert das leider nicht so einfach. Also ein "Nicht-Anschlagen" ist nicht unbedingt der Ausschluss der Restless Legs...

    Nimmst du regelmäßig Medikamente? Z. B. Schmerzmittel wie Paracetamol oder Antihistaminika wie Fenistil?
    Hast du in letzter Antibiotika genommen?

    Ich frage weil es eine Vielzahl (!) von Medikamenten gibt, die RLS Phänomene auslösen. Wenn man z. B. mal die Listen googelt, dann erscheint es beinahe so, als ob beinahe alle Medikamente dies verursachen können.... RLS ist z. B. eine sehr häufige NW von Psychopharmaka. Aber auch Grippemittel wie Grippostad oder Wick MediNite sind tatverdächtig...

    Und - ich sage es ungern: Melatonin. Das kann! nach hinten losgehen - ich kenne amerikanische Studien, die besagen: nehmt es, das hilft gegen RLS und die andere sagt: lass es, das löst es aus - da muss man dann sein eigener Versuchskarnickel sein

    Viele Antibiotika können solche Phänomene, die du beschreibst nach sich ziehen.

    Es können aber auch schnöde Verspannungen der Lendenwirbelsäule sein oder Probleme der Füße...
    Oder doch die Schilddrüse - wurde nur der TSH gescreent oder doch auch die freien Hormone? Ultraschall?

    Wie alt bist du? 41? Das kann schon mal ein Vorbote vom Klimakterium sein - so Progesteron/Östrogen Schwankungen

    Oder (ich denke, das wird eh mal wer erwähnt haben ) eine Angststörung. Gerade so Faszikulationen (Zucken) oder Parästhesien (Kribbeln) können der Körperausdruck von Angst sein. Das kannst du dann nicht ändern - könntest du es anders spüren, "müsstest" du nicht kribbeln (sozusagen)

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass das ingesamt so bedrohlich und verstörend ist, dass du spätestens jetzt eh Angst hast - eine normale Reaktion!

    Wie schaut es mit Borrelien aus? Das ist auch so ein Ding, das man nicht zu fassen bekommt. Der Titer im Blut gibt - wenn überhaupt - nur an, ob du überhaupt mal Kontakt mit Borrelien hattest - auch nicht immer...
    Ob das was "blieb" kann (auch wieder kann...) der Liquor aussagen. Oft - aber nicht immer.

    Hat der Neuro nichts bezgl. Schlaflabor gesagt? Apnoe macht auch Kribbeln und Zucken. Ein Phänomen namens PLMD periodic limb movement disorder (da zucken die Beine spontan und unwillkürlich alle paar "Zeitintervalle") wäre auch noch überlegenswert.

    Alk ist kein Thema oder?
    Rauchen?

    Wie schaut es mit dem Speicher Ferritin aus? Ich hoffe mal der Neuro hat das gecheckt, wenn schon RLS im Raume steht
    Wenn nicht: unbedingt!!! Kann auch Hausarzt. Lass dich nicht mit "la la Werten" abspeisen. Bei der Problematik muss das Speichereisen auf mindestens 100 Einheiten gebracht werden.

    Vitamin B12 - kann auch kribbeln und zucken machen. Auch unbedingt checken und ordentlich auffüllen. Nicht "am unteren Rand rumkrebsen"

    VitD - my favorite, gebe ich zu. Ich bin inzwischen der Ansicht, alles unter einem 100 Wert ist schlecht. (ich habe selber unter Mühen mich von 23 auf 40 gebracht, aber ich mache weiter )

    Machst du Sport? Wenn nicht: machen. Versuche dich jeden Tag! zu bewegen. Geh raus und tanke Licht und bewege dich.

    Das war jetzt sehr viel - es ist ein blödes Symptom und erfordert erstmal fischen im Trüben
    Aber, super ist, dass der Neuro die großen Schrecken schon mal vom Tisch gebracht hat - das hat dir sicher viel Angst gemacht, schätze du wirst gegoogelt haben

    Ich würde

    1. zu einem Osteopathen gehen
    2. einen Termin bei einem Rheumatologen machen - bekommst wahrscheinlich eh erst im Frühjahr 20 und um Autoimmunität auch auszuschließen, soweit möglich
    3. RLS im Auge behalten
    4. Einen längeren Urlaub buchen. Es ist tatsächlich so, dass allein ein Ortswechsel das System manchmal resettet.
    5. Ferritinspeicher messen und auf 100 bringen

    Wie ist das denn eigentlich, wenn du echt mal 2 Nächte durchmachst? Also mit Ansage, bewusst?
    Nicht so "bitte lieber Gott, lass mich heute mal schlafen" sondern: "heute bleibe ich wach und morgen auch" Basta.
    (Krank schreiben lassen!)

    Kann! seelisch befreiend wirken, weil es den Bann bricht

    Zum Schluss meines Sermons gebe ich dir noch 2 Buchtipps:

    Müller/Paterok "Schlaf erfolgreich trainieren"
    Rubin, Franziska "Sanfte Medizin für einen guten Schlaf"

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