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  1. Registriert seit
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    Projekt Schlaf!!!! in den Wechseljahren - Eure Erfahrungen

    Guten Morgen, liebe wechselwarmen Genossinnen ,

    ich möchte hier einen Strang starten, der unsere Erfahrungen im Umgang vor allem mit

    SCHLAFSTÖRUNGEN

    im Wechsel thematisiert. Hilfen, (Geheim)Waffen, kurz-, mittel, und langfristige Strategien für mehr und besseren Schlaf sind hier gefragt. Da Menschen Individuen sind, gibt es nicht DEN Königsweg - aber viele, vielleicht manchmal verschlungene Pfade zu mehr Nachtruhe.

    Vorschlag:

    Bitte markiert Eure jeweiligen Tipps fett, so dass sie leichter auszumachen sind. Wenn Ihr also auf Hopfen schwört, dann schreibt ihn fett in Euren Beitrag. So hätte eine Leidensgenossin, die ihn bereits als Versuch, in Morpheus´Arme zu sinken, abgehakt hat, die Möglichkeit, weiter zu stöbern.

    Ich werde mich heute im Lauf des Tages selbst mit meinen bisherigen Erfahrungen einbringen, wollte den Strang aber schon einmal starten, bevor ich Muße habe, meinen Beitrag auf den Weg zu schicken.

    Ich freue mich auf einen konstruktiven Austausch und Eure Strategien für mehr erholsame Zeit im Traumland.


  2. Inaktiver User

    AW: Projekt Schlaf!!!! in den Wechseljahren - Eure Erfahrungen

    Lasea. Bilde mir zumindest eine Verbesserung dadurch ein;-)

  3. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Projekt Schlaf!!!! in den Wechseljahren - Eure Erfahrungen

    Ich habe alles probiert, ein halbes Jahr lang. Außer Schlaftabletten, die würde ich nur im äußersten Notfall nehmen.
    Pflanzliche Schlafmittel haben bei mir keine Wirkung. Neurexan hat bei mir allerdings die innere Unruhe gestillt.
    Ich war nur noch ein nervliches Wrack, die Zündschnur bereits nach innen gekehrt...ich habe dann Östrogene bekommen, rund 3 Wochen hat es gedauert und seitdem schlafe ich wieder super.
    Das es sich bei mir um die WJ handeln könnte, kam mir überhaupt nicht in den Sinn.
    Mein liebstes Wintergemüse ist die Marzipankartoffel.

  4. Inaktiver User

    AW: Projekt Schlaf!!!! in den Wechseljahren - Eure Erfahrungen

    Habe auch festgestellt, dass ich wesentlich besser schlafe, wenn ich nach spätestens 18 Uhr nicht mehr esse bzw. das Abendessen ganz weglasse (was mir verfressenem Etwas leider nur selten gelingt;-)

  5. Avatar von Spadina
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    AW: Projekt Schlaf!!!! in den Wechseljahren - Eure Erfahrungen

    Schlafmohn. Kapseln Kaufe ich immer en masse in Spanien ein.

    Lasea: Schweineteuer. Man kann sich naturreines ätherisches Lavendelöl in Apothekenqualität kaufen, kriege ich hier für 10 € für 20 ml. 1 Tropfen auf 1 Teil. Zucker ist nichts anderes und reicht ewig.....

    Bettdecken austauschen. Mit Beginn der Wechseljahren war mir im Bett zunächst kalt, gegen 4 Uhr morgens zu warm. Problem gelöst durch 2 Sommerdecken übereinander. Eine. aus Baumwolle, eine aus Seide.

    Die 2. Decke habe ich dann gegen 4 Uhr aus dem Bett geworfen.

    TCM - Hier bei mir gibt es chinesische Ärzte in einer Praxis, die in Deutschland aber "nur" als Heilpraktiker arbeiten, weil sie ihr ganzes chinesisches Studium nicht noch einmal mit deutschem Examen wiederholen möchten.

    Das heißt, die haben die gesamte chinesische Medizin intus und nicht nur einen Wochenendkursus für chinesische Medizin. Nach 3 Akupunktur und ein paar Kräutern sah die Welt schon ganz anders aus. Meine Chinesen nehmen 40 € für 2 Stunden Behandlung.
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

  6. Avatar von Klecksfisch
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    AW: Projekt Schlaf!!!! in den Wechseljahren - Eure Erfahrungen

    Famenita abends 3 Stück,
    1 1/4 Trimiparmin,
    1 x 5 HPT 200 mg.

    Viel ausprobiert, viel hat nach einer Weile nicht mehr gewirkt, manches gar nicht.

    Schlaftabletten 8 Jahre genommen. Soll man nicht länger als 2 Wochen nehmen. Man kann von dem Zeug dement werden, kann ich bestätigen. Mit Akupunktur wieder da rausgekommen. Ein Neurologe war mal ehrlich. Es gibt keine anderen Möglichkeit als Schlafmittel, wenn die Antidepressiva nicht mehr wirken. Ich habe gesucht und 5 HTP gefunden. Das hilft mir.

    Meine Erfahrungen mit Neurologen: Wenn man Schlafstörungen hat, ist man depressiv. Steht so in der Gebrauchsanweisung für Schlafstörungen *Ironie*. Für sie gibt es keine anderen Grund. 100 mal gehört. Bisher war ihnen auch immer egal, wenn ich gesagt habe, ich bin nicht depressiv. Wenn sie hörten, daß meine Mutter an Depressionen gelitten hat, dann hatten sie einen Bezug und springen sofort daraus an. Es war ihnen auch egal, wodurch die Depressionen bei meiner Mutter entstanden sind. Es gab einen Grund bei meiner Mutter. Wenn ich ihnen den Grund sage, gucken sie merkwürdig aus der Wäsche, das möchten sie nicht hören.

    Ich muß da einmal im Jahr hin und ich gebe mir echt Mühe, sie zu schocken und mal aufzurütteln. Leider bisher nicht gelungen.
    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch
    (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)



  7. Registriert seit
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    AW: Projekt Schlaf!!!! in den Wechseljahren - Eure Erfahrungen

    Zitat Zitat von Klecksfisch Beitrag anzeigen
    gebe mir echt Mühe, sie zu schocken und mal aufzurütteln.
    Was machst da?

    Meine Tipps kommen später


  8. Registriert seit
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    AW: Projekt Schlaf!!!! in den Wechseljahren - Eure Erfahrungen

    aaaaalso:

    Ich bin beim Thema schlecht Schlafen Experte in eigener Sache (und da seit immer und ewig).
    Rechne immer damit, dass mal eine Schlafstörung nach mir benannt wird

    Bei mir kommen verschiedene Problematiken zusammen:
    1. so richtig tief geschlafen habe ich das letzte Mal wahrscheinlich als Kohl noch Kanzler von D war und ich sehr jung
    2. Schichtdienste
    3. Klimakterium - war nicht Auslöser, gab mir eher den Rest

    Ich kann empfehlen:

    Schlafhygiene.

    Also am Verhalten drehen. Ist nervig, ist umständlich und verdirbt einem den Kaffee und dauert, bis es zu wirken anfängt.

    Aber dann wirkt's!

    Und die halbe Magie ist echt, dass man wieder das Gefühl bekommt dem "Nicht schlafen können" nicht so ausgeliefert zu sein und selber was tun zu können, was hilft. Finde ich immer wichtig.

    Hightlights der Schlafhygiene in kürze:

    - immer zur gleichen Zeit ins Bett
    - immer zu gleichen Zeit aufstehen
    (für Schichtdienslter gibts extra Tipps. s. mein Buchtipp...)
    Immer heißt immer. Auch am Sonntag, auch im Urlaub, auch wenn man gar nicht geschlafen hat.

    Das ist der Haupttipp

    Dann
    #2 im Bett wird nur geschlafen und Sex gehabt - nicht: TV, Tablet (), essen, trinken
    lesen ist in der neueren Theorie okay, wenn es ein entspannendes Ritual ist und idealiter auf Papier oder zumindest mit Blaulichtfilter stattfindet

    #3 wenn man länger als 20min wach liegt und wälzt (was auch immer ): aufstehen, Tatort verlassen, Glas Wasser trinken, irgendwas lesen in einem anderen Raum oder zumindest einer anderen Ecke.
    Immens wichtig: Fachbegriff: Stimuluskontrolle....

    #4 jetzt wird's nervig:
    Kein Kaffee/Tee (hardcore auch Kakao) nach 14 Uhr. Ich persönlich mache sogar um 13.00 Schluss. Hintergrund: es ist der Menschheit nicht gegeben, vorherzusehen, wie lange der Körper braucht, das Koffein abzubauen. Das ist nicht nur bei jedem unterschiedlich, sondern auch noch bei jeden jeden Tag...
    Muss man testen. Gibt auch die paradoxe Koffein-Reaktion. Habe ich auch. Weiß nur leider nie wann

    #Essen: auch mit sehr reichlich Abstand zum Schlafen. Ich esse nach 18.00 h eh ungern.

    #Sport: kein schweißtreibender, Ausdauer oder Muskeln aufbauender Sport nach 18.00 h.
    Ja, ich weiß...
    Trotzdem. Der Melatonin-Stoffwechsel hängt von Tageslicht und von Körpertemperatur ab. Durch Anstrengung am Abend wird da das falsche Signal gesetzt bzw. der M-Zyklus gestört.

    Das sind die Basics.

    2 Buchtipps habe ich:

    Franziska Rubin: Sanfte Medizin für guten Schlaf
    und
    Tillmann Müller: Schlaf erfolgreich trainieren

    Die Rubin ist eine praktische Ärztin mit auch naturheilkundllicher Ausrichtung - das Buch kennt quasi alle bekannten Naturmedizinischen Tipps. Und sehr liebevoll geschrieben

    Der Müller ist ein Verhaltentherapeut und erklärt sehr gut wie man den Teufelskreis aus Schlaflosigkeit und Angst davor unterbrechen kann. Mit Anleitung für ein 8 Wochen Boot Camp. Basierend auf der Schlafschule der Uni Regensburg. Bissl hard core im Original (Oberpfalz halt ) - hier adaptiert für den Eigengebrauch.

  9. Avatar von Horus
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    AW: Projekt Schlaf!!!! in den Wechseljahren - Eure Erfahrungen

    Mein Tipp: Sport

    Aber tatsächlich nicht Sport am späten Nachmittag / Abend (oder wenn, dann höchstens entspannendes Beweglichkeitstraining, keine Kreislaufbelastung und keinen Muskelaufbau). Wenn ich, weil ich es nicht anders richten kann, am späten Nachmittag hallenklettern gehe, schlafe ich in der folgenden Nacht standardmässig schlechter als sonst, obwohl ich körperlich müde genug wäre.

    Sondern Sport bzw. genügen Bewegung morgens oder über Mittag oder am frühen Nachmittag. Ist man körperlich müde, schläft man in der Regel (Ausnahmen gibt's) besser, und das oft nicht nur in der folgenden Nacht, sondern auch in den 2-3 folgenden. Regelmässiger Bewegung / Sport hat zudem eine ausgleichende Wirkung auf die Produktion vieler Hormone, dämpft also Ausschläge nach oben wie unten. Ebenso Blutdruckausschläge, die ebenfalls zu Schlafstörungen führen können.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.


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    AW: Projekt Schlaf!!!! in den Wechseljahren - Eure Erfahrungen

    Zitat Zitat von Klecksfisch Beitrag anzeigen
    1 1/4 Trimiparmin,


    Hast schon mal T.Tropfen probiert?

    Lässt sich passgenauer dosieren....


    @Schlafanstoßende Medikation

    Hände weg von allen sog. "Z-Substanzen". Hände weg. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

    Antidepressiva der alten Generation (trizyklische) wie Trimipramin oder Amitryptilin etc. sind das kleinere Übel.

    Opipramol wäre auch ein Alternative...

    Keine Abhängigkeitsproblematik a la Benzos (wenn überhaupt eher psychisch, was aber auch blöd ist...).
    In der Dosierung, die es nur zum Schlaf anstoßen braucht, auch kaum andere Nebenwirkungen wie (Mundtrockenheit oder verschwommen Sehen etc.)

    Zum Schlaf anstoßen brauchts einen Bruchteil der Antidepressiven Wirkung...

    CAVE: Restless legs.

    Sowas wie "Hoggar night" z. B. kann auch mal genommen werden. Mal!
    Ist ein altes Antihistaminikum der 1. Generation. Hier wurde aus der Not eine Tugend gemacht und die gefürchteste Nebenwirkung Müdigkeit und bissl "brain fog" für Schlafprobleme umerzogen

    Viele profitieren vom schnellen Einschlafen, bei Durchschlafprobleme (= Klassiker im Klimakterium) hilft es eh nicht so gut.
    Außerdem klagen erstaunlich viele über langen Hangover.

    Natur:

    Meine erste Wahl ist Johanniskraut: mind. 900mg / Tag und mind. 3 Wochen genommen.
    Johanniskraut wirkt systemisch und allumfassend. Also nicht nur: "Schlaf" sondern auch "Seele insgesamt", was den Schlaf oft sehr verbessert.

    Ferner:
    5-HTP wurde schon genannt. Ist ein Mittel, dass geeignet ist, den Serotonin-Stoffwechsel zu stabilisieren.
    Melatonin: ist der Gegenspieler zum Serotonin. Dosis: mit 1mg anfangen.

    Melatonin ist immens wichtig für den Schlaf. Melatonin braucht Dunkelheit um ausgeschüttet zu werden. Wird über die Augen gemeldet, also ob es dunkel ist
    Hat nix mit der "Vitamin D-Geschichte" zu tun....

    Und! Für eine ordentliche Melatonin-Ausschüttung am Abend ist es unabdingbar, dass tagsüber der Melatonin-Stoffwechsel in die Puschen kommt. Und dafür braucht es Tageslicht. DAS Schlafhormon braucht also zum funktionieren erst Tageslicht, damit es sich aufbauen kann und dann Dunkelheit, damit es ausgeschüttet werden kann.

    Das ist direkt magisch, irgendwie. Wie Yin und Yang oder so (für die achtsamen Yoginis unter uns )

    Also unbedingt Mittags raus ans Licht. Sonne braucht es gar nicht. Aber direktes Tageslicht. Mindestens 30 min. Stunde wäre besser. Im Sommer reicht Schatten. Im Winter eher wirklich volle Kanne, da die Lux-Ausbeute im Winterhalbjahr mau ist.

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