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  1. Registriert seit
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Mit vierzig an einem Brustkrebs zu sterben, der bei rechtzeitiger Erkennung komplett heilbar gewesen wäre (ohne Dauerbehandlung übrigens) halt ich persönlich für durchaus vermeidbar.
    man kann gewisse Dinge vermeiden, aber nicht alle. Ein Quentchen Glück braucht's dazu auch immer. Und womöglich die Intuition, das zu finden, was gut für einen selbst ist - was nicht unbedingt dasselbe ist für alle.

    Systematische Mammografie wird allerdings erst ab 50 Jahren empfohlen, nicht schon früher. Die würde also nicht helfen, einen Krebs bei Jüngeren zu finden.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  2. Moderation
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von Ruba Beitrag anzeigen
    Hä?? HL HI. AL....??
    AI: Artificial Intelligence, zu deutsch: Künstliche Intelligenz (KI). Ein etwas optimistischer Ausdruck für Computer, auf denen (menschgemachte) Algorithmen laufen anhand der der Computer aus Daten, die er erhalt, Modelle über einen Teilbereich der Realität aufstellt (z.B. "Ist die Figur hier auf dem Bild ein Tumor?) und Modelle anhand neuer Daten stetig zu verbessern, so daß qualifizierte und brauchbare Analysen und Vorhersagen möglich sind.

    Das Ziel ist, die Vorteile des Computers (Exaktheit, Geduld, Speicherkapazität, Schnelligkeit, Detailgenauigkeit) zu nutzen, ohne an den Nachteilen des Computers (essentielle Dummheit, Merkbefreitheit, Blindheit für Kontext) zu scheitern.

    Im Unterschied dazu MI, oder HI, scherzhaft für "menschliche" oder "human"-Intelligenz.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  3. Moderation
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    AW: Mammographie pro und contra

    Viele Leute gehen ja auch jedes Jahr zum Zahnarzt, und mal gucken zu lassen, ob was gemacht werden muß...
    Ist auch nicht angenehm.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  4. Registriert seit
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    AW: Mammographie pro und contra

    dass die Untersuchung unangenehm ist, ist nicht der Punkt. (nicht meiner, auf alle Fälle)

    der Punkt ist eher, was passieren wird, falls man was findet.

    und das ist beim Zahnarzt mit "Bohren, Füllen, fertig" oder "Zahn ziehen, fertig" relativ simpel - selten lebensbedrohlich - bei einer Krebsdiagnose ist es anders.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  5. Registriert seit
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Bei gen. familiärer Vorbelastung/Prävalenz ist die Mammographie engmaschiger.

    Es gibt auch die Möglichkeit des MRT - das tut nicht weh und ist ohne Risiken. Aber teuer.

    @Sahari geht es dir um die Schmerzen des Quetschens oder grundsätzlich?

    Grundsätzlich sind Nutzen und Nebenwirkungen des Brust-Screenings umstritten. Als NW gelten gar nicht die Strahlenbelastung, sondern eher die Überdiagnosen bzw. Fehlinterpretationen.

    Da kann man nix raten. Das muss jeder Mensch für sich selber entscheiden.

    Nutzen: 1 von 1000 profitiert vom Screening
    NW: bis zu 115 von 1000 werden falsch interpretiert.

    Was ist deine Hauptsorge wegen des Screenings? Hast Angst wegen der familiären Situation?
    Nein, Angst habe ich überhaupt nicht,zu erkranken, auch die Quetscherei könnte ich ertragen, wenn ich von der Sache überzeugt wäre. Ich fürchte vor allem, dass da etwas so Winziges entdeckt wird, das von alleine verschwunden wäre, und ich deswegen durch die Krankenhaus-Maschinerie gedreht werde. Es ist nämlich völlig normal, dass s Zellen entartetn, aber die meisten kann der Körper selbst unschädlich machen.
    Deine Statistik spricht ja auch Bände.
    1 von 1000 profitiert, aber ca. 115 von 1000 werden falsch behandelt.


  6. Registriert seit
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zum einen wirst du heilfroh sein, wenn du die eine von 1000 bist, die profitiert - zum anderen wird niemand gegen seinen Willen durch eine Maschine gedreht.

    Es kann ja jeder immer noch selbst entscheiden was er will.

    Mir hat jedenfalls niemand irgendwas aufgedrängt, ich wurde beraten, hab mich informiert und entschieden was für mich in Frage kommt und was nicht.

  7. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von Sahari Beitrag anzeigen
    1 von 1000 profitiert, aber ca. 115 von 1000 werden falsch behandelt.
    Das hast du falsch verstanden. Und: Sollst du zum Screening oder mit Überweisung zum Radiologen?

    Beim Screenig, wo kein Arzt mit dir spricht, sondern die Aufnahmen anonym (doppelt) ausgewertet werden, werden ca. 115 von 1000 (ich nehme Rokebys Zahlen, ich vermute, die sind aktuell) fälschlich als positiv interpretiert. Das bedeutet, dass diese Frauen erneut einbestellt werden. Als Hauptkritikpunkt wird hier die psychische Belastung durch die erneute Einbestellung genannt.
    Die erneute Einbestellung ist "mit Arztkontakt". Es erfolgen weitere Untersuchungen (Sonografie vor allem) oder werden angeraten. Auch eine Stanzbiopsie, wenn nach Zusammenlegung der erhobenen Befunde noch Verdacht besteht.

    [Es ist sowieso schon lang nicht mehr so, dass es so läuft wie in den 80ern. Knoten getastet >> Mammografie >> OP.
    Heute ist dank der Stanzen bei fast allen BK-Patientinnen und -Patienten schon klar, wie die Histologie assieht, bevor sie ins Brustzentrum einrücken. Das gehört zur qualitätsgesicherten Behandlung. Und es ist zudem Voraussetzung für die präoperative Behandlung, die bei größeren Tumoren häufig eine brusterhaltende Therappie erlaubt. Da die medikamentöse Behandlung (Chemo, Antikörper, small molecules ...) sich nach dem Tumortyp und seinen biologischen Charakteristika richtet, muss man diese vor Behandlungsentscheidung kennen. Gerade BK ist über die Maßen uneinheitlich.

    Also keine der 115 Frauen von 1000 wird aufgrund des Screenings allein in den OP geschickt oder behandelt.

    Ich habe es schon geschrieben: Ich habe mich vom Screening abbgemeldet, weil ich einen beobachtungsbedürftigen Befund habe, der anfangs nach Biopsie halbjährlich, dann jährlich und ab jetzt zweijährlich kontrolliert werden sollte. Da meines Wissens beim Screenig Voraufnahmen nicht angeschaut werden, würde ich jedes Mal wieder einbestellt werden.

    Mein langjähriger Radiologe, der nichts anderes als Mammadiagnostik gemacht hat, und seine Nachfolger hatten/haben die Aufnahmen aus mehreren Jahren auf dem Monitor.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  8. Moderation
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    und das ist beim Zahnarzt mit "Bohren, Füllen, fertig" oder "Zahn ziehen, fertig" relativ simpel - selten lebensbedrohlich - bei einer Krebsdiagnose ist es anders.
    Kaputte Zähne können einen auch umbringen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  9. Registriert seit
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Es kann ja jeder immer noch selbst entscheiden was er will.

    Mir hat jedenfalls niemand irgendwas aufgedrängt, ich wurde beraten, hab mich informiert und entschieden was für mich in Frage kommt und was nicht.
    Du Glückliche.

    ich komm ja kaum je zum Arzt, ohne dass ich mindestens drei Mal gefragt werden "sind Sie sicher, wollen Sie wirklich nicht? Wissen Sie, es wäre besser, wenn....es entspricht den Leitlinien, wenn.... es ist üblich, dass... etc."

    Die Vernünftigeren darunter lassen es dann auch irgendwann mal bleiben, wenn sie feststellen, dass meine Entscheidung wohl erwogen ist. hab aber auch schon welche gehabt, die waren komplett not amused, da sie mir die Entscheidung eben nicht überlassen wollten, wo mir dann nichts anderes blieb, als die Praxis zu verlassen, weil eine partnerschaftliche Zusammenarbeit offenbar einfach nicht geht. wo ich (widerspenstig-störrisches Patientenmaterial) mir eine eigene Idee vorbehalte.

    Aber dass Arztbesuche ohne "Aufdrängen" stattfinden, ist nicht meine Erfahrung. Leider.

    und ja, ich kann entscheiden, was ich will, aber die ständigen Diskussionen, bis mein ärtzliches Gegenüber das dann auch akzeptiert und respektiert - bah. lästig. ärgerlich. energieraubend. braucht kein Mensch.

    Das ist schon übel genug, wenn es mir einigermassen gut geht - falls ich dazu noch geschwächt sein sollte, sei es durch eine Krankheit, sei es durch eine Therapie - bitte nicht.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  10. Registriert seit
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von Zartbitter Beitrag anzeigen
    Ich gehe zu nix und lebe noch.
    Ich finde, ihr habt alle Recht.

    Wenn man z. B. @Vorbeis und @Baes Ansichten als Antipoden nimmt, dann finde ich, sie haben beide Recht.

    Das ist nicht "so oder so" - sondern, "so UND so"

    Ein sehr früh erkanntes Mamma-Karzinom kann oft besser behandelt werden. Es kann manchmal geheilt werden und es kann sein, dass die Patientin nie wieder Probleme hat.

    Es kann aber auch anders sein. So wie @Bae es für sich schildert.
    Es kann aber auch sein, dass z. B. @Bae im Fall des Falles feststellte, dass sie bitter bereute, nicht....
    Kann auch sein.

    Ich habe @Zb oben zitiert, weil es (ich denke absichtlich ) einen klassischen Trugschluss illustriert:

    "gesund, WEIL irgendwas.... bzw. WEIL gerade NICHT"

    so ist es halt nicht.
    Leider.

    Gesund oder krank ist man oft einfach so. Ohne "weil"

    Es gibt ein paar Sachen, die man tun oder lassen kann um Wahrscheinlichkeiten zu erhöhen.

    Da ja der Darm angesprochen wurde: Gemüsereiche Nahrung, kein Alk, keine Zusatzstoffe aller Art und Glücklichsein erhöhen die Wahrscheinlichkeit auf Darmgesundheit.
    Fleisch, vor allem aus Tierquälerei-Haltung und täglich verzehrt, Rauchen, Antibiotika und noch zig Zeugs erhöhen die Wahrscheinlichkeit auf Darmkrankheit.

    Ich wäre aber sehr dagegen, da Folgerichtigkeiten zu lesen. Gesundheit ist einfach Glück. Zufall. Und "unverdient".

    Aber es ist tatsächlich so, dass man bei der Koloskopie als einziger bisheriger Methode wirklich von einer frühesten Behandlung sprechen kann. Da kann man viele Probleme verhindern, in einem Stadium, wo ein Polyp wirklich noch ein Polyp ist.

    Als "Vorsorge" würde ich es auch nicht bezeichnen.

    Vorsorge gibts nicht. Ich denke, das ist das schlimmste, was man als Mensch so zu packen hat. Dass man sich aufs Glück verlassen muss.

    @Zartbitter - es könnte sein, dass du auch noch gesund wärst, wenn du hingehen würdest

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