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  1. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ich seh's allerdings auch gar nicht gern, wenn Freunde und Bekannte in diagnostische Mühlen geraten, die ihnen komplett den Boden unter den Füssen wegziehen,
    Genau: Ein weit fortgeschrittener Befund mit Leber- und Bauchfellmetastasen,

    und das nur wegen eines Laborwerts, der so irgendwie noch mitgenommen wurde bei einer Untersuchung, wo es ursprünglich um was ganz Anderes ging. und auf einmal ist alles eine Katastrophe

    Wo dieselbe Person, ohne von diesem Wert zu wissen... womöglich Jahre, Jahrzehnte einfach weiter gelebt hätte.
    Ich nehme an, du beziehst dich aufs PSA, das ist aber ne ganz andere Schiene.



    .

    Weisst du, wir sterben alle früher oder später. Und hoffentlich, wenn die Zeit gekommen ist, sanft und freundlich.
    Danke, das wusste ich noch gar nicht.
    Nur: So friedlich und frendlich stirbst du nicht unbedingt an einer weit fortgeschrittenen Krebserkrankung.
    in meinem Verständnis ist Vorsorge ein Verhalten, das die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass solche Polypen (oder schlimmere Nachfolgegeschwüre) gar nicht erst entstehen. Worauf ich eine Menge Wert lege - also, gesundes Verhalten.
    Such dir dazu auch die richtugen Erzeuger aus. Familiäre Polyposis. Da sind einige Mutationen bekannt, die weitervererbt werden.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin


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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Genau: Ein weit fortgeschrittener Befund mit Leber- und Bauchfellmetastasen,



    Ich nehme an, du beziehst dich aufs PSA, das ist aber ne ganz andere Schiene

    ich bezieh mich grad auf meinen Bekannten, der so vor ein, zwei Monaten die Diagnose kriegte - aufgrund eines Laborwerts, nciht weil er Beschwerden hatte - und durch welche Hölle der arme Kerl jetzt geht.

    halt nicht Brust sondern Prostata, was ja wohl ähnlich hart in in Bezug auf sexuelle Identität etc für Männer, wie Brustkrebs bei Frauen.

    Nur: So friedlich und frendlich stirbst du nicht unbedingt an einer weit fortgeschrittenen Krebserkrankung.
    nein, aber die vielen friedlichen Jahre vorher sind mir auch eine Menge wert.

    Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

    Such dir dazu auch die richtugen Erzeuger aus. Familiäre Polyposis. Da sind einige Mutationen bekannt, die weitervererbt werden.
    Untersuchungen, zu denen man sich aufgrund eines konkreten Sachverhalts wie der Familiengeschichte entscheidet, sind eine andere Sache als flächendeckende Untersuchungen von allen, wie es aktuell die Idee in Bezug auf Mammografie ist.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  3. Registriert seit
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    AW: Mammographie pro und contra

    Mir ist bewusst, dass die Mammografie-Screenings umstritten sind, ich habe sie aber bisher (bin jetzt Ende 50) mitgemacht.

    Meine Mutter hatte mit 49 Jahren Brustkrebs, der zufällig beim Abhorchen von der Hausärztin entdeckt wurde (diese fragte "was haben Sie denn da?" und hat sie zum Facharzt geschickt). Daraufhin wurde sie operiert und bestrahlt und ist danach 85 Jahre alt geworden, Gott sei Dank ohne Rückfall.

    Ich selber hatte als Studentin einen Knoten, der innerhalb weniger Tage schnell größer wurde. Ich hatte Panik und dachte, jetzt hat mich der Brustkrebs auch erwischt...

    Dieser Knoten wurde dann in Vollnarkose durch einen minimalinvasiven Eingriff entfernt und zum Glück war er gutartig, ein Fibroadenom. Seit dieser Erfahrung gehe ich regelmäßig zur Kontrolle und werde dieses Jahr auch zusätzlich zur Mammografie eine Ultraschalluntersuchung machen lassen. Meine Gynäkologin hat mir dafür eine Überweisung ausgestellt.

    Die Mammografie selber finde ich auch ziemlich unangenehm, weil mir bei der verdrehten Haltung meine chronisch geschädigte Schulter wehtut. Glücklicherweise dauert ja das eigentliche Röntgen nicht allzu lange und ich fühle mich wohler dabei, an dieser Früherkennung teilzunehmen, falls mal etwas sein sollte.
    Wenn Du es eilig hast, gehe langsam!

    Die wahre Achterbahn findet im Herzen statt!

  4. Avatar von Hair
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ...

    ist zehn Jahre Ärztemarathon wirklich so viel besser als ein halbes Jahr?

    gruss, barbara
    Ja klar ist 10 Jahre besser als ein halbes Jahr. Selbst drei Jahre ist besser als ein halbes Jahr.


    Außerdem, wie willst Du Polypen usw verhindern? Nicht jeder verträgt die gesunde Kost, die Darmkrebs verhindern soll. Ich zb vertrage Vollkorn nicht, viele Ost und Gemüsesorten.

    Deshalb habe ich mich jetzt endlich mal zu einer Darmspiegelung angemeldet. Freuen tu ich mich nicht drauf.


  5. Registriert seit
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von Hair Beitrag anzeigen
    Ja klar ist 10 Jahre besser als ein halbes Jahr. Selbst drei Jahre ist besser als ein halbes Jahr.
    mal umformuliert:

    heute (2019) mache ich keine Untersuchung. fünf Jahre später (2024) wird aufgrund von Beschwerden/Schmerzen die ich habe, ein Krebs entdeckt. Pech, zu gross, zu fortgeschritten - ein halbes Jahr später bin ich tot.

    Alternative: heute (2019) wird aufgrund von Laborbefunden (ohne Beschwerden meinerseits) ein Krebs entdeckt, worauf der konstante Ärztemarathon anfängt. das geht so zehn Jahre lang (bis 2029), dann bin ich tot.

    ich ziehe die erste Variante vor. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. ich hatte ja letzthin das "Vergnügen", eine Antibiotikakur zu machen - was ja im Vergleich zu einer Chemo bei Krebs eine kleine Sache ist - nur schon da war ich sehr sehr froh, als die Woche um war, wo ich es nehmen musste, es hat mir massenhaft Energie und Moral geklaut. nein, sowas länger machen zu müssen, ist kein Leben für mich. (einziger positiver, wenn auch etwas schräger Effekt: meine Fäkalien sind seither geruchlos )




    Außerdem, wie willst Du Polypen usw verhindern?
    zum Thema "gesunde Lebensführung und was alles dazu gehört" kannst du von mir aus dem Stegreif einen mehrstündigen Vortrag kriegen, bei Bedarf. Details sind hier aber wohl sehr ot.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  6. Registriert seit
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    AW: Mammographie pro und contra

    Und wieso blendest du komplett aus, dass ein früh entdeckter Brustkrebs in den meisten Fällen heute heilbar ist?


  7. Registriert seit
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Und wieso blendest du komplett aus, dass ein früh entdeckter Brustkrebs in den meisten Fällen heute heilbar ist?
    das blende ich nicht aus. Ich blende aber auch nicht aus, dass es pro einem zusätzlich entdeckten Brustkrebs etwa zehn zusätzliche falsch-positiv-Befunde gibt.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  8. Registriert seit
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    AW: Mammographie pro und contra

    An denen du aber nicht stirbst, das ist halt der kleine Unterschied.
    Wie verrückt man sich deswegen macht hat man ja selbst in der Hand. Ob das bei weiterer Abklärung auch bei so viel falsch positiven Befunden bleibt bezweifle ich.


  9. Registriert seit
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    An denen du aber nicht stirbst, das ist halt der kleine Unterschied.
    Sterben werde ich sowieso früher oder später. unvermeidlicherweise.

    in der Zwischenzeit hab ich aber sehr gern so viel Lebensqualität, wie ich kriegen kann, und mit ständigem Hoffen und Bangen auf das immer nächste Labor- oder Testergebnis zu warten, oder Operationsmethoden zu evaluieren, entspricht nicht meiner Vorstellung von Lebensqualität.

    dann lieber lang unwissend sein, und danach schnell tot.

    Wie verrückt man sich deswegen macht hat man ja selbst in der Hand.
    ich weiss, dass Zahlen mich obsessiv machen und den Fokus auf für mich ungesunde Dinge lenken, darum meide ich diese, ausser ich sähe einen akuten und dringenden Bedarf dazu.

    aber wen's nicht stört, Dauerbesucher in der Klinik oder Arztpraxis zu sein, und wer etwas mehr Vertrauen hat in die Medizin und deren Möglichkeiten, als ich es habe, kann das natürlich anders halten, als ich es tue.


    Ob das bei weiterer Abklärung auch bei so viel falsch positiven Befunden bleibt bezweifle ich.
    Es war immerhin Grund genug für die Schweiz und deren Statistiker aus dem Bundesamt für Gesundheit, die Einführung einer Mammografie für alle Frauen über 50 NICHT zu empfehlen. mit dem durchaus klugen Rat: das Geld könnte man besser für Prävention einsetzen, also Gesunderhaltung !

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  10. Registriert seit
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Sterben werde ich sowieso früher oder später. unvermeidlicherweise.
    Mit vierzig an einem Brustkrebs zu sterben, der bei rechtzeitiger Erkennung komplett heilbar gewesen wäre (ohne Dauerbehandlung übrigens) halt ich persönlich für durchaus vermeidbar.

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