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  1. Avatar von Misirlu
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Ich hatte eine Krebsvorstufe, ein sog. DCIS, ein gutartiger Tumor der nicht streut, aber zu 50% irgendwann kippt.

    Ich habe mich daher für eine OP entschieden, ich hätte aber die Option gehabt, das auch einfach nur zu beobachten, ich wurde zu gar nichts gedrängt.
    Das ist dann vielleicht auch eine Altersfrage. Mit 50 sollte man so etwas sicher operieren lassen, will man nicht in Angst leben. Mit 78 ist die Wahrscheinlichkeit, das "kippen" noch zu erleben, nicht so groß, und deshalb ist es wahrscheinlich besser, das gar nicht erst zu wissen.
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky


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    AW: Mammographie pro und contra

    Ja, so wurde mir das auch erklärt. Ich war grad 50, das war die erste Mammo nach Einladung, und da die Zellteilungsgeschwindigkeit noch relativ hoch war wurde mir das geraten - aber es wurde immer die Option aufgezeigt, das auch erstmal zu beobachten.

    Die OP war meine freiwillige Entscheidung, ich hab mich dazu wirklich nicht gedrängt gefühlt.


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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von Misirlu Beitrag anzeigen
    Krebs - und gerade auch Darmkrebs - hängt zu 90 % von genetischen Faktoren ab. Einige Spezialfälle, wie Lungenkrebs durch Rauchen, Leberkrebs bei Feuerwehrleuten etc pp mal ausgenommen.

    Der Gedanke, man könne so etwas durch Vollwertkost oder positives Denken vermeiden, ist leider ein Trugschluß. Aber ein bequemer und nicht auszurottender.
    Ich habe bei "Darmgesundheit" nicht an Krebs gedacht. Der Darm und sein Mikrobiom kennen ja auch noch andere Zustände und Krankheiten bzw. die "Darmgesundheit" ist wichtig für den Rest des Organismus.

    War aber von mir missverständlich formuliert.
    Daher nochmal explizit: Nein, auch mit noch so gesunder Nahrung kann Krebs nicht verhindert werden.

    Ich persönlich bin der Ansicht, dass Gott alleine Krebs verhindern könnte. So es ihn gibt.


  4. Registriert seit
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    AW: Mammographie pro und contra

    @Bashing

    Ich habe das nicht als Mammo-Bashing gemeint,
    eher als "das Wort 'Vorsorge'" Bashing...

    Ich möchte noch eins anmerken, @Misirlu deutet es auch an...
    Brustkrebs ist eine schreckliche Erkrankung.
    Ich denke aber, es gibt Krebsarten, die aufgrund ihrer Behandlungsmöglichkeiten bzw. deren Fehlen und auch aufgrund dessen was befallen wird, wesentlich schrecklicher sind.

    Eine unpopuliäre Meinung. Ist mir klar. Aber Tumore im Gehirn z. B. können dermaßende Schäden anrichten, selbst wenn sie gutartig sein sollten. Und Gehirn kann man auch nicht amputieren. Die Brust ist bei aller Bedeutung ein Körperteil, der nicht lebensnotwendig ist. Und dann gibt es Krebsarten, die so apokalyptisch sind, dass man froh sein muss, wenn man von deren Existenz keine Ahnung hat.

    Die Therapiemöglichkeiten bei Brustkrebs sind in Industrienationen hervorragend. Flächendeckend Brustzentren.
    Immer erprobtere Medikamente und immer bessere Perspektiven.
    Davon kann man bei anderen Krebsarten nur träumen.

    In wie weit die Screenings dazu beitragen ist halt umstritten.

    Dir @Sahari würde ich auch zuraten, hinzugehen.

  5. Avatar von Prilblume
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von Misirlu Beitrag anzeigen
    Zwar sind viele Mediziner statistisch schwach, aber wieso schließt sich das Deines Erachtens aus ?

    Es gibt grob geschätzt 40 Millionen Frauen in D., wenn 1 % Ovarialkrebs bekommt, irgendwann, sind das 400.000. Wenn man mal berücksichtigt, dass das fast nie vor dem 30. Lebensjahr auftritt, kommt man auf ungefähr 8000 im Jahr, die es halt irgendwann zwischen 30+ und 80 trifft, grob geschätzt.
    Danke auch an Dich, Misirlu, dass du dir die Mühe gemacht hast, mir das noch einmal verständlich und kompetent zu erklären. Katelbach hatte auch schon verlinkt. Da habe ich nicht zuende gedacht, das war natürlich dumm von mir. Du hast den Zusammenhang sofort richtig verstanden und hast natürlich Recht. Ich hatte Unrecht. Bitte entschuldige, und noch einmal vielen Dank für deine Richtigstellung.
    Als ich gestern noch einmal nachgerechnet habe, wurde es mir dann auch klar. Vielleicht ein Zeichen dafür, dass man sich auch im hohen Alter noch intellektuell weiterentwickeln kann, mit ein bisschen Hilfe von außen.
    Das Internet schweigt.

  6. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Mammographie pro und contra

    Prilblume,
    mit den epidemiologischen Grundbegriffen tun sich viele schwer, mach dir da keinen Kopf.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin


  7. Registriert seit
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von Misirlu Beitrag anzeigen
    Findest Du einen so flapsigen Tonfall bei so einem Thema angemessen ? Wo einige Mitschreiberinnen konkret betroffen sind ?
    Ich stelle hier meine (!) Überlegungen dar, meine (!) Entscheidungen für mein (!) Leben.

    nur das. ich rede für mich, nicht für andere.

    Aber wenn du es weniger flapsig willst: ich habe mich damit auseinandergesetzt, was ich für ein Leben will und welches nicht - und auch damit, unter welchen Umständen es für mich Zeit wäre, zu gehen. ich habe mich mit der Tatsache meiner Sterblichkeit beschäftigt, und das ausführlich und intensiv. Ich lebe ja nicht irgendwo in Isolationshaft, ich seh doch auch, was Leute in meinem Umfeld tun, wenn sie (krebs)krank sind! und was es mit ihnen macht.

    Ich lebe gerne, aber nicht um jeden Preis, nicht unter allen Umständen.


    Ein bösartiger Tumor verschwindet nicht von selbst, da sei mal sicher.
    ich gehe davon aus, dass meine Rahmenbedingungen wie meine Lebensweise die Wahrscheinlichkeit, einen Krebs zu bekommen, minimieren. (es dürfen alle der Auffassung sei, das sei nicht möglich - meinetwegen - ich bin der Auffassung, da sei eine Menge möglich, und tu das auch) Das ist meine Vorsorge und die nehme ich sehr ernst. Idealerweise so, dass ein Tumor schon gar nicht erst entsteht, und somit auch nicht behandelt werden muss.

    natürlich gibt es keine Garantien, sollte ich doch einen Krebs (oder eine andere lebensbedrohliche Krankheit! - gibt ja unglaublich vieles, das krank werden kann im Menschen, kaputt gehen kann) haben, dann wär das halt so.

    Aber ich kümmere mich um Probleme, wenn sie erkennbar und von alleine da sind, ich gehe sie nicht suchen.

    Für Früherkennung gehe ich zum Zahnarzt, das scheint mir sinnvoll - aber sonst nicht.

    und selbstverständlich ist es legitim, die Lage anders zu beurteilen und zu andern Schlüssen zu kommen, als ich es tue. Alle Menschen müssen selbst entscheiden, was sie mit ihrem Leben tun und warum.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  8. Registriert seit
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ich gehe davon aus, dass meine Rahmenbedingungen wie meine Lebensweise die Wahrscheinlichkeit, einen Krebs zu bekommen, minimieren. (es dürfen alle der Auffassung sei, das sei nicht möglich - meinetwegen - ich bin der Auffassung, da sei eine Menge möglich, und tu das auch) Das ist meine Vorsorge und die nehme ich sehr ernst. Idealerweise so, dass ein Tumor schon gar nicht erst entsteht, und somit auch nicht behandelt werden muss.
    ...
    und selbstverständlich ist es legitim, die Lage anders zu beurteilen und zu andern Schlüssen zu kommen, als ich es tue. Alle Menschen müssen selbst entscheiden, was sie mit ihrem Leben tun und warum.
    das ist alles nachvollziehbar - der alte menschliche traum, das schicksal selbst bestimmen zu können

    was mir ganz und gar nicht gefällt daran: in dieser logik sind diejenigen, die krebs bekommen, dann auch noch "selber schuld".

    auch wenn du das für dich so entscheidest, postulierst du doch mit deiner äußerung hier diese theorie, und ihr möchte ich ausdrücklich widersprechen.

  9. Avatar von Misirlu
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ich persönlich bin der Ansicht, dass Gott alleine Krebs verhindern könnte. So es ihn gibt.
    Ich würde sagen, sich Eltern auszusuchen, die einem eine gute Gen-Ausstattung mitgeben,

    Und niemals mit cancerogenen Noxen in Verbindung zu kommen, was man ja ggf. nicht mal weiß zu dem Zeitpunkt. Wie z.B. bei Arbeitern mit Asbestose.
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

  10. Avatar von Misirlu
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Eine unpopuliäre Meinung. Ist mir klar. Aber Tumore im Gehirn z. B. können dermaßende Schäden anrichten, selbst wenn sie gutartig sein sollten. Und Gehirn kann man auch nicht amputieren.
    Ein Hirntumor wäre für mich aus diesen Gründen auch das Schlimmste, was ich mir vorstellen könnte. Auch, weil er einen ggf. gelähmt oder geistig behindert zurück lässt und so handlungsunfähig macht (im Sinne von Suizid).

    Aber ich glaube, wenn man von Krebs betroffen ist, tröstet das nicht, sondern der individuelle ist der schlimmste, den man sich denken kann.
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

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