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  1. Avatar von Prilblume
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Mir ist es egal, was der/die Einzelne macht, außer es handelt sich um Menschen, die ich mag und die mir nahe stehen.

    Mir geht aber das Bashing ziemlich auf die Nerven.
    Ich finde, bei diesem Thema gibt es irgendwie keine pauschal richtige oder falsche Antwort. Es hat beides seine eigenen Vor- und Nachteile. Wichtig ist, dass man darüber gut Bescheid weiß und eine gut informierte, eigene Entscheidung treffen kann. Ich hoffe, das kommt bei dir nicht als Bashing an, so ist es nämlich nicht gemeint.
    Das Internet schweigt.

  2. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von Prilblume Beitrag anzeigen
    z. B., Eierstockkrebs sei ein sehr seltener Krebs, pro Jahr erkrankten daran in Deutschland nur 8000 Frauen (die Ärztin riet mir zu einer Entfernung der Eierstöcke, daher glaube ich nicht, dass sie das Risiko herunterspielen wollte). Wenig später las ich auf einer Informationsseite im Inet die Angabe, dass von Eierstockkrebs soundsoviele Frauen (einstelliger Prozentbereich) im Laufe ihres Lebens betroffen seien. Das kann ja nun nicht beides stimmen. Das nur als Beispiel dafür, wie unzuverlässig manche Angaben sind.
    Die Angaben sind nicht unzuverlässig, sondern die Epidemiologie hat ein paar Fallen, wenn man nicht gewöhnt ist, mit den Daten umzugehen.

    Die Inzidenz ist die Anzahl der Neuerkrankungen bezogen auf die Gesamtbevölkerung in einem bestimmten Zeitraum (meit pro Jahr). 2014 gab es etwa 7300 Eierstockkrebs-Neurkrankungen (bzw. Neu-Diagnosen) in D.
    Die Prävalenz besagt die Anzahl der bestehenden Fälle (alte und neue zu einem Zeitpunkt x), also die Zahl der Faruen, die im Jahr z. B. 2017 von einem Eierstockrebs betroffen war. Die Prävalenz iist logischerweise höher as die Inzidenz.
    Dann gibt es noch die Lebenszeitprävalenz, die besagt wie hoch der Anteil der Mitglieder einer Population, bei denen irgendwann im Leben ein bestimmtes gesundheitsbezogenes Ereignis - hier: Eierstockkrebs - aufgetreten ist. Die Anzahl der Frauen, bei denen ein Eierstockkrebs aufgetreten ist, wird mit der Gesamtzahl der betrachteten Frauen in Beziehung gesetzt.

    Diese Daten werden für so ziemlich alle Krebserkrankungen vom Robert Koch Institut (sorry, tatsächlich so ohne Bindestriche geschrieben) und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID) für das Vor- (oder Vor-Vor-)Jahr herausgegeben. Die Publikationen heißen "Krebs in Deutschland für *Jahr*".
    Da kann man die Zahlen nachlesen. Auch aufgedröselt.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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  3. Avatar von Prilblume
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Die Angaben sind nicht unzuverlässig, … Auch aufgedröselt.
    Danke!
    So ähnlich dachte ich es mir schon, aber die Zahlen überraschen mich dennoch.
    Das Internet schweigt.


  4. Registriert seit
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    In der Broschüre ging es um Fälle, wo ein Tumor gefunden und behandelt wird, der aber evtl. gar keine Probleme gemacht hätte.
    Ich hatte eine Krebsvorstufe, ein sog. DCIS, ein gutartiger Tumor der nicht streut, aber zu 50% irgendwann kippt.

    Ich habe mich daher für eine OP entschieden, ich hätte aber die Option gehabt, das auch einfach nur zu beobachten, ich wurde zu gar nichts gedrängt.

    Vielleicht hat man daher Erfahrungswerte, wenn jemand sich entscheidet das beobachten zu lassen und regelmäßig zur Kontrolle geht, da sieht man ja über lange Strecke dann, was passiert.

    Ich seh das ähnlich wie bei bestimmten Muttermalen, man kann es entfernen lassen, man kann auch warten ob es irgendwann bösartig wird. Oder man kann es natürlich auch gar nicht wissen wollen ob ein Risiko besteht und gar nichts machen.

  5. Avatar von Misirlu
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ... und die Nr. 1 hat reale Chancen, wenn nicht am Brust-, dann eben an einem andern Krebs zu sterben, nach allem, was ich weiss...
    Das ergab eine bekannte Metanalyse zum Brust-Screening: Bei einer von 1000 Frauen einer gewissen Alterskohorte ergab sich über Zeitraum X einen Nutzen, dass heißt, sie starb nicht innerhalb der nächsten 5 Jahre an Brustkrebs. Aber an einem anderen, statistisch.

    Die Mortalität war in beiden Gruppen exakt gleich, den Mammographierten und denen ohne M.

    Das muß wirklich jeder für sich selbst entscheiden. Bei einer familiären Vorgeschichte würde ich allerdings definitiv dazu raten.

    Es steht und fällt bei aggressiven Tumoren damit, wann sie entdeckt werden, und einen winzigen Tumor entdeckt man eben nicht durch Achtsamkeit.
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

  6. Avatar von Misirlu
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wenn ich so einen haben sollte, dann werde ich das zu gegebener Zeit von allein feststellen. Und dann wärs halt "noch ein paar Monate, dann hopp und weg."
    Findest Du einen so flapsigen Tonfall bei so einem Thema angemessen ? Wo einige Mitschreiberinnen konkret betroffen sind ?

    Ein millimeterkleines Ding, das ohne Mammografie gar nicht entdeckt worden wäre - macht mir in der Tat keine Probleme. Und verschwindet auch womöglich von selbst wieder.
    Ein bösartiger Tumor verschwindet nicht von selbst, da sei mal sicher.
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

  7. Avatar von Misirlu
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von Sahari Beitrag anzeigen
    Es ist nämlich völlig normal, dass s Zellen entartetn, aber die meisten kann der Körper selbst unschädlich machen.
    Einzelne Zellen - ja. Das macht der Körper permanent. Aber kein Tumor.
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    Kurt Tucholsky

  8. Avatar von Misirlu
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Da ja der Darm angesprochen wurde: Gemüsereiche Nahrung, kein Alk, keine Zusatzstoffe aller Art und Glücklichsein erhöhen die Wahrscheinlichkeit auf Darmgesundheit.
    Fleisch, vor allem aus Tierquälerei-Haltung und täglich verzehrt, Rauchen, Antibiotika und noch zig Zeugs erhöhen die Wahrscheinlichkeit auf Darmkrankheit.
    Krebs - und gerade auch Darmkrebs - hängt zu 90 % von genetischen Faktoren ab. Einige Spezialfälle, wie Lungenkrebs durch Rauchen, Leberkrebs bei Feuerwehrleuten etc pp mal ausgenommen.

    Der Gedanke, man könne so etwas durch Vollwertkost oder positives Denken vermeiden, ist leider ein Trugschluß. Aber ein bequemer und nicht auszurottender.
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    Kurt Tucholsky

  9. Avatar von Misirlu
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    So ist es . Ich kenne leider mehr aus der ersten Gruppe, die erst mit Beschwerden zum Arzt gingen und fernmetastasiert waren. Leber, Lunge, Bauchfell, Knochen ...
    Wobei es für die meisten Krebsarten ja eh keine Früherkennung gibt. Man sie ergo erst bei Beschwerden erkennt.

    Der Körper sagt´s einem schon. Fragt sich wann.
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    Kurt Tucholsky

  10. Avatar von Misirlu
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    AW: Mammographie pro und contra

    Zitat Zitat von Prilblume Beitrag anzeigen
    Ich glaube z. B. auch, dass nicht alle Ärzte oder Organisationen die Werte richtig wiedergeben oder interpretieren können. Bei einem Beratungsgespräch sagte mir die behandelnde Ärztin kürzlich z. B., Eierstockkrebs sei ein sehr seltener Krebs, pro Jahr erkrankten daran in Deutschland nur 8000 Frauen (die Ärztin riet mir zu einer Entfernung der Eierstöcke, daher glaube ich nicht, dass sie das Risiko herunterspielen wollte). Wenig später las ich auf einer Informationsseite im Inet die Angabe, dass von Eierstockkrebs soundsoviele Frauen (einstelliger Prozentbereich) im Laufe ihres Lebens betroffen seien. Das kann ja nun nicht beides stimmen. Das nur als Beispiel dafür, wie unzuverlässig manche Angaben sind.
    Zwar sind viele Mediziner statistisch schwach, aber wieso schließt sich das Deines Erachtens aus ?

    Es gibt grob geschätzt 40 Millionen Frauen in D., wenn 1 % Ovarialkrebs bekommt, irgendwann, sind das 400.000. Wenn man mal berücksichtigt, dass das fast nie vor dem 30. Lebensjahr auftritt, kommt man auf ungefähr 8000 im Jahr, die es halt irgendwann zwischen 30+ und 80 trifft, grob geschätzt.
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

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