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  1. Registriert seit
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    Frage Und dann kamen sie…die Wechseljahre…

    Hallo zusammen,

    ich war relativ klein und dünn als Kind, dann kam die Pubertät und ich wurde leider zu einer Pummelfee mit so beeindruckender Oberweite, dass ich in der Schule damals „Miss Atombusen“ genannt wurde.
    Mit 17 habe ich angefangen die Pille zu nehmen und dann war es endgültig vorbei. Ich habe noch mehr zugenommen und meine Oberweite hat dafür gesorgt, dass ich mehrfach im Jahr bei Orthopäden saß wegen meines Rückens.
    Am Ende haben meine Gyn und der Orthopäde mich dazu gebracht, vor 25 Jahren eine Brustverkleinerung vornehmen zu lassen.
    Auch heute noch: eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe.
    Kein Sport, keine Diät haben aber je geholfen, wieder eine schöne Figur zu bekommen.
    Weil ich nie Kinder wollte habe ich vor 18 Jahren beschlossen, mich Sterilisieren zu lassen, denn ich hatte (egal mit welcher Pille) immer Probleme.
    Nachdem ich aufgehört hatte die Pille zu nehmen vergingen ca. 6 Monate und dann begann ich erdrutschartig Gewicht zu verlieren…11 Kg fielen einfach so von mir ab.
    Ich war so glücklich…ich hatte mich wieder zurück bekommen.
    Zwei bis drei Mal pro Woche gehe ich ins Fittnessstudio und habe ein bis zwei Mal pro Woche Schwimmtraining…man kann sagen ich bin sportlich.
    Meistens ernähre ich mich gut, fast immer in die Richtung LowCarb, was mir sehr gut tut.
    2012 musste ich ins Krankenhaus, weil ich Endometriose hatte, die Gebährmutter, die Eileiter wurden entfernt und einige Krankheitsherde, die sich im freien Bauchraum fanden.
    Alles verlief wunderbar. Die Eierstöcke waren nicht betroffen, so dass ich keine Hormone in Tablettenform nehmen muss.

    Rückwirkend weiß ich jetzt, dass die ersten Anzeichen für die Wechseljahre bereits letztes Jahr da waren, aber ich konnte das damals noch nicht zuordnen.
    Seit März ist in mir die Hölle los…!
    Ich gehe das Ganze als „sportliche Herausforderung“ an, denn ich habe nicht das Gefühl, dadurch weniger Frau zu sein als bisher. Meine Weiblichkeit definiert sich über mehr, als nur meinen Hormonstatus.
    Bei mir sind das keine störenden Hitzewallungen, sondern „oh ein plötzlicher Anfall von Extremsommer“.
    Leider habe ich seit März einen trägeren Darm und 6 Kg zugenommen, DAS stresst mich…also habe ich angefangen nach Tipps zu suchen.
    Das Resultat der Suche ist Kopfschütteln und Genervtheit…
    Wenn man sich sowieso schon gesund ernährt und Sport treibt, stetig eine negative Kalorienbilanz hat und dann liest, man müsse sich nur gesund ernähren und Sport treiben, dann nimmt man auch während der Wechseljahre ab…ja dann ist man irgendwann genervt….
    Wenn ich morgens aufstehe ist alles ok. Doch während ich noch im Bad stehe kann ich zuschauen, wie sich ein Wasserbauch vorschiebt.
    Ich hatte schon immer ein „Konfirmandenbläschen“ und laufe mittlerweile täglich ca 15 Mal los. Das ist störend im Job, aber egal.
    Von meiner Gyn habe ich 5%ige Progesteroncreme bekommen, die hat eine Zeit lang geholfen, aber jetzt nicht mehr so wirklich.

    Kennt Ihr irgendwelche Tipps, die mir weiterhelfen können, gegen meinen trägen Darm und um den Stoffwechsel wieder anzukurbeln?

    Viele Grüße
    Divegnome

  2. Avatar von brighid
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    AW: Und dann kamen sie…die Wechseljahre…

    bei jedem hormonwechsel glaubt die schilddrüse, als queen der hormonbildenden organe, sie muss sich etwas neues einfallen lassen.

    ich möchte dich ermutigen, deine schilddrüse komplett durchchecken zu lassen. endokrinologe- ist der facharzt dafür.

    eben weil bei dir durch die pubertät der erste schub kam.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  3. Avatar von animosa
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    AW: Und dann kamen sie…die Wechseljahre…

    Ich lese viel nach, welche Lebensmittel gerade in den Wechseljahren günstig sind.

    Das Wichtigste für mich: Leinsamen! Außerdem Trockenfrüchte, also täglich morgens Backpflaumen, getrocknete Aprikosen, Feigen etc. - kaufe ich nur Bio im Reformhaus. (Und keine Softfrüchte).

    Es gibt noch viel mehr Tipps dazu. Chili z.B. Damit habe ich Erfolg auf der ganzen Linie, stärkt auch mein Immunsystem. Gemüse mit Senfölen wie Radieschen, Ruccola, bittere Salate etc.

    Ich mache viel, beachte viel, bewege mich täglich viel. Habe einen Bürojob. Gehe täglich 5 Etagen zu Fuß die Treppen rauf, überwinde mich immer, auch mit Gepäck, dazu.

    Deine Beschwerden sind heftig. Da ist sicher noch mehr nötig. Ich nehme auch Sojakapseln aus dem Reformhaus ein. Da ist auch noch alles andere drin, wie Folsäure, was Frau so braucht. Ist auch ausgeschildert als Wechseljahresprodukt. Die Tabletten vom Frauenarzt helfen mir nicht.
    Geändert von animosa (17.08.2019 um 11:45 Uhr)


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    AW: Und dann kamen sie…die Wechseljahre…

    Wie alt bist du?

    Warum nur Progesteron?
    Was sagte da deine Gyn? Wieso keine Östrogensubstitution - du scheinst einer Substitution ja offen gegenüber zu sein?
    Wegen der Endometriose?

    vor meinen Tipps, meine Fragen

    1. Von welchen Gewichtsparametern reden wir?
    2. Was verstehst du unter "Sport"?
    3. Was isst du (grob, also mehr so klassisch deutsch oder mehr so neudeutsch vegan )
    4. Schilddrüse gründlich gecheckt?


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    AW: Und dann kamen sie…die Wechseljahre…

    Hi alle,

    stimmt, meine Schilddrüse habe ich vergessen. Ich habe keine funktionelle Störung, aber eine gehemmte Jodaufnahme, deshalb muss ich seit meinem 14. Lebensjahr 200er Jodtabletten nehmen.
    Allerdings war ich schon länger nicht mehr zur Kontrolle in der Nuklearmedizin...das sollte ich auf jeden Fall wieder in Angriff nehmen

    Zur Ernährung: ich gehöre zu den normalen "fleischfressenden Säugetierchen" , ernähre mich (wenn es sich einrichten lässt) meist in Richtung LowCarb.

    Im Fitnessstudio mache ich im Wechsel Kardio (also laufen und auf der Inliner-Maschine) und Krafttraining, teils an den Geräten, teils im Freihantelbereich.
    Da ich tauche und auch im Verein bin habe ich zusätzlich Apnoetauchtraining und wenn ich's zeitlich schaffe, dann gehe ich auch zum normalen Schwimmtraining, welches im Wechsel aus Kondition, Kraft und Technik Einheiten besteht.

    Warum Progesteron? Meine Gyn hat einen Hormonspiegel erstellt und der zeigt eine Östrogendominanz auf.
    Im Gegensatz zu dem, was man früher dachte, führt häufig zu viel statt zu wenig Östrogen zu Problemen.
    Sie erklärte mir: Progesteron kann im Bedarfsfall (und im Alter) zu Östrogen umgewandelt werden und das tut mein Körper gerade. Beide Hormone müssen sich aber die Waage halten.
    Durch den (im Verhältnis zum Progesteron) zu hohen Östrogenspiegel habe ich zwar einen sehr guten HDL Cholesterin Wert, der Körper meint aber leider auch, er müsse jetzt mal ein paar Vorräte anlegen, denn vielleicht könnte ich ja schwanger werden

    ich bin dieses Jahr 50 geworden bin 1,59m und wiege jetzt leider mittlerweile 64 Kg ((tendenz steigend)
    Die 6 Kg, die ich bis jetzt zugenommen habe, zeigen sich komplett und ausschließlich am Bauch, ich sehe aus, als wäre ich im 7. Monat schwanger

    Viele Grüße
    Divegnome


  6. Registriert seit
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    AW: Und dann kamen sie…die Wechseljahre…

    Hi Divegnome

    Okay. Danke für die Infos.

    ja, unbedingt die Schilddrüse checken lassen. Geh das bald an.
    Wie lange schmierst du schon das Progesteron?
    Das sollte in Abständen auch checkt werden, ob es funktioniert. Vor allem, weil sich die Hormonlage im Laufe der Zeit ändern wird. Dauerhafte Ö-Dominanz gibt es nicht. Irgendwann ist Schluss.

    Also, dein Sportprogramm klingt echt gut. Respekt (nötigt mir vor allem die Schwimmerei ab!)
    Essen: Low Carb - du isst aber schon viel und genug Eiweiß und Fett? Nur LC macht nicht gut satt. Und dann nascht man so vor sich hin und so weiter

    Dass man im Klimakterium besonders am Bauch zunimmt, hat den Grund dass aus Bauchfett durch das Enzym Aromatase eine Östrogenart verstoffwechselt werden kann. (Kurz gesagt)
    Das hat der Körper eigentlich gut eingerichtet. Aber 6kg ist natürlich nicht nötig.

    Du hast im 1. Post geschrieben, dass das Progesteron nicht mehr so hilft. Vielleicht bist du jetzt nicht mehr in der Ö-Dominanz, sondern klassisch Menopausal. Dafür sprächen die starken Hitzen.
    Besprich das gründlich mit der Gyn. Ob nicht doch eine Östrogengabe möglich wäre.

    Ich weiß leider keinen Zaubertrick
    Oft ist es Ziel, nicht immer weiter zuzunehmen und daher: Schilddrüse! Denn wenn die nicht gut eingestellt ist, dann ist abnehmen echt krass schwer.

    Du bist nicht sehr groß, blöderweise ist dann der Grundumsatz auch gleich niedriger. Rechne mal so mit 25kcal / kg als Grundumsatz. Da gehst du NICHT drunter.
    Zum GUS dazu kommt immer und jeden Tag der Leistungsumsatz (immer! außer bei Koma )
    Je mehr Aktion und Bewegung du also hast/machst, desto mehr kannst du essen oder abnehmen.
    Aber nicht unter den Grundumsatz gehen. Das bringt nix. Zuerst natürlich schon, aber das hält man nicht durch.

    Lieber so denken "ich habe jetzt 400kcal im Plus durch Rasen mähen, schwimmen, Kisten schleppen, Treppen steigen....."
    die esse ich jetzt mal nicht.
    Das dauert und ist lange nicht so schön effektiv wie "Diät" - aber es ist schöner und gesünder.

  7. Avatar von taggecko
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    03.02.2007
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    AW: Und dann kamen sie…die Wechseljahre…

    Ich hatte ähnliche Parameter von Größe, Gewicht in dem Alter. Mit Intervall-Fasten- zwei Tage die Woche 500 kcal habe ich den Waschbären am Bauch erfolgreich vertrieben. Und er ist auch weggeblieben, als ich das Fasten wieder gelassen habe bzw. nur eher selten einschiebe.

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