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  1. Registriert seit
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    AW: "Morgentränen" - hormonbedingt?

    Hallo Lavendelstern,

    ich möchte nochmal bei den seelischen Themen bleiben.
    Wenn man dich fragt, was ist oder sind deine "emotionalsten Geschichten"- wirst du vermutlich sofort sagen können, um was oder wen es geht, stimmts?
    Wie wäre es, wenn du diese Trauer- statt in ständigem (kraftaufwändigem) Widerstand zu stehen- einlädst?
    Wie wäre es, wenn du am Vormittag eine Stunde Zeit zum Trauern nimmst, ganz gezielt und bewusst?
    Vielleicht das Bild der betreffenden Person oder Situation hinstellen, sich dazu setzen und dem Ganzen für eine definierte Zeit Raum geben?

    Wenn du arbeitest, geht sowas nur am Wochenende- aber es hat immer Wirkung.

    Es ist genau dieses Verdrängen, was irgendwann zu unkontrollierten Mechanismen führt- die Gefühle sind DA und irgendwann quillt das Fass eben über
    Dann sich doch lieber gezielt hingeben und Raum geben.
    Es braucht auch keine Lösung oder eine "Behandlung"- es geht einzig um "Dasein dürfen und zulassen"- wie ein Gast, der einfach kurz "Hallo" sagt und wenn wir ihn begrüßt haben- bald wieder geht.

    Vielleicht stellst du heute Abend schon für morgen früh einen kleinen Blumenstrauß auf den Tisch, eine Kerze dazu mit Anzündern und bereitest schon jetzt dein Unterbewusstsein auf diese Begrüßung vor

    Nur eine Idee.

  2. AW: "Morgentränen" - hormonbedingt?

    Liebe Kenzia,

    vermutlich ist es eine Mischung aus "Hormonen" und dem, was du sagst. Ein Krug (voll Tränen) geht so lange zu Brunnen, bis er bricht ... ja, ich weiß natürlich ganz genau, was mich bekümmert und ich habe schon viel "Arbeit geleistet" in der Hinsicht. Gott, irgendwann muss das doch mal vorbei sein! Du sagst, kräfteaufwändiger Widerstand ... in der Tat, wenn ich körperlich oder nervlich erschöpft bin, was man ja nicht immer vermeiden kann, dann bricht sich die alte Trauer, die alte Wut Bahn und all die Bilder kommen hoch ...
    Aber, wie ich schon sagte, es muss doch irgendwann mal endlich vorbei sein???
    aus Lavendelmond wurde Lavendelstern

  3. Inaktiver User

    AW: "Morgentränen" - hormonbedingt?

    B12-Mangel führt zu so was ähnlichem wie Depressionen. Lass B12 und Folsäure noch mal testen. Ist bei dir und deiner Vorgeschichte wahrscheinlich zielführender als Hormontests!


  4. Registriert seit
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    AW: "Morgentränen" - hormonbedingt?

    Zitat Zitat von Lavendelstern Beitrag anzeigen
    Aber, wie ich schon sagte, es muss doch irgendwann mal endlich vorbei sein???
    Naja- dein Inneres wird dir schon zeigen, wann es "genug" ist.

    Was meinst du denn mit "vorbei sein"?- manche Situationen werden ein Leben lang schmerzen oder je nach Stimmung aufflammen. Wie auch eine Narbe wehtun kann, wenn es zB Regen gibt oder das Wetter wechselt.
    Das ist ganz normal und gehört zu den Lebensspuren, die auftreten können.

    Und ich wiederhole nochmal- bei diesem Zulassen der Trauer, so gezielt wie beschrieben, geht es nicht um "Arbeit leisten" sondern lediglich, dass die Trauer einen Raum bekommt, in dem sie dasein darf.
    Das hat etwas mit ernst nehmen zu tun, mit annehmen, mit Selbstakzeptanz und Wertschätzung für sein Inneres.

    Du machst das, was du möchtest- und du bist darin ganz frei, dir selbst diesen Raum zu geben.

  5. AW: "Morgentränen" - hormonbedingt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    B12-Mangel führt zu so was ähnlichem wie Depressionen. Lass B12 und Folsäure noch mal testen. Ist bei dir und deiner Vorgeschichte wahrscheinlich zielführender als Hormontests!
    Ich bekomme jedes Jahr im Winter eine Spritzenkur mit B12 und Folsäure. Ich könnte die nächste Blutuntersuchung vorziehen lassen. Unsere Hausärzte sind leider gerade in Urlaub, ich stand letzte Woche vor verschlossener Tür. Muss ich eben noch 2 Wochen warten.
    aus Lavendelmond wurde Lavendelstern


  6. Registriert seit
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    AW: "Morgentränen" - hormonbedingt?


    Kennt hier jemand auch diese Morgentraurigkeit?
    Als das große Heulen anfing, im letzten Herbst, habe ich mehrmals am Tag solche Touren gehabt. Das wurde dann über die Zeit hinweg immer weniger, seltener.
    Aber es NERVT! Ich will endlich wieder den Tag mit frohem Sinn beginnen können.
    Liebe Lavendelstern,

    in letzter Zeit weine ich auch manchmal Morgens. Jetzt wo ich den Deinen Eingangspost nochmals gelesen habe, sehe ich eine Gemeinsamkeit: auch ich habe dieses Jahr viel tagsüber geweint, was sich erst seit Kurzem gebessert hat. Und ZACK fängt die Heulerei am Morgen an? So gesehen ist das ja für mich eine Verbesserung?!?!

    Gibt es denn Hormone, die nur morgens in Unordnung geraten???
    Nicht unordentlich, sondern regulär wird in den den frühen Morgenstunden Cortisol ausgeschüttet. Manche bringen das mit morgendlichem Weinen in Verbindung. Einigen hilft wohl was Zuckriges, weil Insulin wohl der Gegenspieler von Cortisol ist. Hab ich heute ausprobiert - hat nicht geholfen.

    Und übrigens, ich bin noch nicht im Wechsel.
    LASSEN SIE IHRE GEDANKEN NICHT UNBEAUFSICHTIGT.Sie beeinflussen Ihre Gefühle.
    Geändert von neustart_jetzt (31.08.2019 um 10:42 Uhr)


  7. Registriert seit
    14.09.2019
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    AW: "Morgentränen" - hormonbedingt?

    Hallo Lavendelstern,

    Ich (54) kenne auch diese Morgentränen. Bei mir geht es direkt nach dem Wachwerden los. Fühle mich dann schon beim ersten Augen öffnen schlecht. Der ganze Spuk dauert dann so ca 2 Stunden, danach gehts mir wieder recht gut. Es ist trotzdem sehr anstrengend. Bin seit 2 Jahren postmeno und das Ganze begann amAnfang des Jahres, mit vielen anderen schrecklichen Symptomen. Bei mir sind es definitiv die Hormone.
    Es ist wirklich furchtbar was man alles so Wechseljahrsbedingt mitmachen muss. Mein Gyn und der Endokrinologe konnten mir leider beide nicht helfen. Bin aber auch kein Freund von Arztbesuchen. Wurschtel mich jetzt selbst durch und hoffe das es besser wird.
    Wünsche Dir auch alles Gute, bist nicht allein mit diesen blöden Symptomen

    LG
    Sternchen

  8. AW: "Morgentränen" - hormonbedingt?

    Liebe Sternchen,
    danke für deine Worte! Habe ich leider erst heute gesehen.
    Ja, es ist manchmal wahnsinnig anstrengend, ich fühle mich für einige Stunden fast schon krank. Gegen Mittag oder am frühen Nachmittag hingegen dann wieder putzmunter. Glaubt einem keiner, es sei denn, man hätte es am eigenen Leibe erlebt.
    Übrigens gehe ich morgen zu meiner Hausärztin. Ich will nun doch versuchen, die Schilddrüse etc. untersuchen zu lassen. Parallel dazu habe ich versuchsweise begonnen, Johanniskraut zu nehmen, aufs Geratewohl.
    Schaun wir mal.

    Ich wünsche dir auch gute und anhaltende Besserung!
    aus Lavendelmond wurde Lavendelstern

  9. AW: "Morgentränen" - hormonbedingt?

    Heute war ich nun in der Praxis.
    An der Schilddrüse könne es nicht liegen, dafür seien meine Werte immer zu gut gewesen.
    Hormonstatus macht keinen Sinn, das Geld solle ich mir sparen. Sie hat mir eine Überweisung zum Psychiater/Psychotherapie angeboten - als "Begleitung" in dieser Lebensphase. Wir haben festgestellt, ich bin schon seit 7 Jahren definitiv im Wechsel (das kann ich in etwa festmachen am Datum der Gallenblasen-OP, danach sind erstmals Hitzewallungen aufgetreten - letzte Blutung weiß ich ja nicht, da ich seit Anfang 30 J, keine GM mehr habe).
    Sie findet es gut, dass ich jetzt Johanniskraut nehme. Wenn das nicht ausreichen sollte, kann ich von ihr Citalopram bekommen. Aber ich will ja kein Antidepressivum.
    Bleibt mir also nur "durchzuhalten" und mir Gutes zu tun.
    Hormontherapie haben wir beide ausgeschlossen als zu gefährlich, obwohl ich noch unter anderen Begleiterscheinungen der WJ leide.

    Nun denn. Es ist wie es ist.
    aus Lavendelmond wurde Lavendelstern

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