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  1. Registriert seit
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    Einleitung der Geburt

    Ich weiß jetzt nicht, ob mein Beitrag hierher passt, aber ich schreib mal einfach.
    Unsere Schwiegertochter hatte letzten Freitag Entbindungstermin. Sie hat leichte Schwangerschaftsdiabetis, muss kein Insulin spritzen, nur auf die Ernährung achten. Ihre Werte vor dem Essen liegen immer bei 90/91. Lt. Diabetologen nicht besorgniserregend, musste aber kontrolliert werden.
    Am Freitag (errechneter Termin) musste sie in der Klinik erscheinen und seither wird versucht die Geburt einzuleiten. Bis gestern morgen mit Tabletten, seit gestern Abend mit einer Art Gel. Wehen? Keine.
    Sie und unser Sohn sind im Moment total fertig.
    Ich verstehe die Vorgehensweise von den Ärzten nicht. Wenn die Kleine jetzt zur Welt kommen muss wegen der Diabetis, wenn Gefahr besteht, dann soll doch besser ein Kaiserschnitt gemacht werden. Oder? Aber dieses tagelange Einleiten ist doch der Horror.
    Oder bin ich nach 5 Geburten einfach zu sorglos und abgebrüht?

  2. Avatar von fledervieh
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    AW: Einleitung der Geburt

    Ich finde es sogar gut, wenn nicht sofort ein Kaiserschnitt gemacht wird, denn auch der bedeutet immer ein Risiko.

    Ja, eine Einleitung ist vermutlich nicht angenehm. Ich gehe eher davon aus, dass Kind und Körper der werdenden Mutter noch nicht "geburtsreif" sind. Oder aber sie hat eine Wehenschwäche.

    So ist der Lauf der Natur. Die Ärzte werden schon wissen, was sie tun.
    Alternativ kann deine Schwiegertochter explizit einen Kaiserschnitt verlangen.
    "Kacktusse."
    - "Das heißt 'Kakteen'."
    "Ne, ne. Ich mein schon dich."


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    AW: Einleitung der Geburt

    Ich würde mich gegen die Geburtseinleitung wehren. Ich hatte genau so einen Schwangerschaftsdiabetes, zum Glück war meine FÄ im Urlaub ab 1 Woche vor Termin, und in der Klinik hat niemand so genau in meinen Mutterpass geschaut. Sie hätten nämlich sonst auch einleiten wollen, obwohl es keinen sinnvollen medizinischen Grund gab (außer "Vorsicht").
    Wenn das Kind normal groß ist (und davon gehe ich aus bei einer Schwangerschaftsdiabetes, die gut unter Kontrolle ist), gibt es eigentlich keinen Grund zur Einleitung nur deshalb.
    Mein Kind kam übrigens 5 Tage nach Termin gesund und munter mit schlappen 3250 g zur Welt - ohne jegliche Hilfsmittel.
    Aber es ist schwer, sich dagegen zu wehren. Bei mir guckten dann alle sehr sparsam, als ich nach der Geburt fragte, ob es wegen der Schwangerschaftsdiabetes evtl. nötig wäre, mal nach dem Blutzucker des Babys zu schauen. Sie waren ziemlich sauer, dass ich bei den Kontrollen vorher nichts gesagt hatte, hielten aber den Mund, weil sie es als ihr Versäumnis sahen, nicht genau genug in den Mutterpass geschaut zu haben - worüber ich ja sehr froh war.
    Es gibt m. E. keinen vernünftigen Grund, bei Normalgewicht das Babys und Blutzuckerwerten, wie Du sie beschreibst, ohne andere Indikation die Geburt einzuleiten.

    Bei uns liegt es scheinbar in der Familie, dass die Kinder ein paar Tage später kommen. Kind 2 kam 6 Tage nach Termin (dann ohne Schwangerschaftsdiabetes, das war dann ein ganzes Pfund schwerer als Kind Nr. 1), ich selbst kam 4 oder 5 Tage nach Termin.

  4. Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Einleitung der Geburt

    Coora, ist denn das Kind schon überdurchschnittlich groß?
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  5. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Einleitung der Geburt

    Ich will Dir und Deiner Familie keine Angst machen, aber das kommt mir auch bekannt vor und nicht im Guten. Okay, soooo horrormaessig ist es jetzt auch nicht, also es ist mir und meinem Kind nichts Schlimmes passiert! Aber Schwangerschaftsdiabetes scheint schon ein bissl "ueberbehandelt" zu werden, hoere ich ganz oft, und bei mir war es auch so. Mein Sohn wurde auch eingeleitet, und genau wie Fledervieh vermutet, waren wir einfach noch nicht so weit (er war auch sehr klein). Das ganze war vollkommen unnoetig und endete dann auch in einem Kaiserschnitt, weil einfach nichts voran ging und das Baby natuerlich gestresst wurde.

    Hoert sich an, als waere das bei Deiner Schwiegertochter ganz aehnlich. So ein bisschen Diabetes, die Aerzte "springen im Rechteck", ueberzeichnet gesagt, dabei gibt's schlicht und ergreifend keinen Grund, einzuleiten. Und drei Tage finde ich auch happig! Bei mir wurde der Kaiserschnitt nach knapp 20 Stunden gemacht.

    Ich muss allerdings dazusagen, dass ich im UK lebe und entbunden habe, daher habe ich keine Erfahrung mit deutschen Klinikablaeufen.
    So rein theoretisch fiele mir folgendes ein:
    - Was Du tun kannst: Deinem Sohn, wenn Ihr in Kontakt seid, den Ruecken staerken, seiner Partnerin den Ruecken zu staerken. Ihm zusprechen: Das ist K@cke, was sie da gerade durchmachen und sie haben als werdenden Eltern das Recht, dass ihre Wuensche gehoert werden.
    - Was Dein Sohn tun kann: Seine Partnerin unterstuetzen. Hat sie denn Schmerzen, oder geht einfach nichts voran? Haben die beiden "Ruhe", sich wirklich gezielt ueberlegen, ob sie jetzt lieber einen Kaiserschnitt durchziehen wollen, und dass dann - vor allem Dein Sohn - selbstbewusst vertreten. Sich die Argumente derAerzte anhoeren, aber sich bewusst sein: Es ist und bleibt ihre Entscheidung! Ja, ein Kaiserschnitt ist auch kein Spaziergang, aber die Einleitung funktioniert ja nun offensichtlich nicht. (Und in 1-2 Monaten ist das auch alles egal, glaub mir. )

    Hat Deine Schwiegertochter eine Hebamme, der sie vertraut und mit der sie gut klarkommt? Dann diese mit ins Boot holen, fuer die Kommunikation mit den anderen Medizinern.
    Ist es das erste Baby fuer diese Eltern? Falls ja, sich nicht einreden lassen, dass man mangels Erfahrung keine eigenen Entscheidungen treffen kann! Deine Schwiegertochter - und Dein Sohn! - haben ein Recht auf ihre Instinkte und ihre Wuensche, auch ohne schon 12 Kinder zu haben!

    Also, sowas in die Richtung wuerde ich ihnen zusprechen. Damit sie selbst wieder ein bisschen Kontrolle uebernehmen koennen. Ich nehme an, sie fuehlen sich ausgeliefert, und das macht sie so fertig. Ermutige sie, ihre eigenen Wuensche durchzusetzen! Und auch wenn die "falsch" waeren - "falscher" als diese katastrophale Einleitung sind sie sicher nicht.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung


  6. Registriert seit
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    AW: Einleitung der Geburt

    Hallo, der Kleine wiegt lt Ultraschall am Samstag ca. 3.600 gr. Ist ja nicht ungewöhnlich. Größe wird ca. 50 cm, Kopfumfang 37. In meinen Augen normal. Heute Nacht hatte sie regelmäßig alle 10 min. leichte Wehen. Was war? Sie sollte Buscopan schlucken. Da läuft doch was nicht rund.
    Oder mach ich mir zu viel Sorgen?

  7. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Einleitung der Geburt

    Naja, es scheint keine Gefahr fuer Mutter und Kind zu bestehen, jedenfalls nicht fuer Leib und Leben. Das ist ja schon was. Und heisst auch, dass weiter Entscheidungsfreiheit besteht. Jetzt so aus der Ferne und aufgrund Deiner Infos geschrieben.

    Es kaeme fuer mich darauf an, wie es den werdenden Eltern psychisch geht. Schon meine missglueckte Einleitung hat mir eine leichte Wochenbettdepression beschert, und wenn jetzt ueber Tage (!) ein Gefuehl von Kontrollverlust und Stress bestehen sollte, ist das schon eine ernstzunehmende Komplikation, auch wenn koerperlich alle fit sind.

    Das ist jetzt natuerlich meine Erfahrung und meine "Brille", aber ich wuerde jetzt auf den Seelenfrieden von Sohn und Schwiegertochter achten und sie, wie ich schon schrieb, darin bestaerken, dass sie durchaus eine Meinung und einen Willen haben duerfen.
    Wenn Deine Schwiegertochter "nur" stresst, dass es eben lange dauert, aber keine schlimmen Schmerzen hat und das Baby keinen Stress, dann kann sie ja auf diese "sanfte" (?) Tour weitermachen, solange ihr das Recht ist. Ist ja kein Wettrennen.

    Wenn sie die Faxen dicke hat und einen Kaiserschnitt moechte, kann und darf sie - bzw. der Vater - das ruhig vertreten und durchsetzen.
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  8. gesperrt
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    AW: Einleitung der Geburt

    Sehr gerne ist Frau nicht das "Opfer" der Ärzte, die unbedingt einleiten wollen,
    sondern der Hebammen, die unbedingt "keinen Kaiserschnitt" wollen...

    Bei normalgroßem Kind und nicht durch die Initiale Einleitung problemlos "startender", schnell vorranschreitender Geburt würde ich auf Kaiserschnitt bestehen.
    Immer weiter Einleiten resultiert nämlich im Normalfall in wesentlich fieseren, notwendigen Eingriffsmethoden - Kristellergriff, Saugglocke, Geburtszange...
    Die Gefahr für das Kind ist dabei höher als beim Kaiserschnitt.
    Und für die Mutter MASSIV höher - das wird gerne verschwiegen. Die Mehrheit der Frauen mit diesen "manuellen" Eingriffen hat anschließend Beckenbodenprobleme und Inkontinenzärger!


  9. Registriert seit
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    AW: Einleitung der Geburt

    Nicht schon wieder diese alte Leier...

    Das Kind ist nicht übertrieben gross oder extrem schwer (es sei denn, die Schwiegertochter ist sehr zierlich).

    Die Variante "Erst Tablette, dann Gel, dann Tropf" ist mir schon vor 21 Jahren "angedroht" worden, als ich nachts nach Blasensprung ins KKH kam.
    Allerdings musste dazu auf das Eintreffen des Arztes gewartet werden, es war ein "Herbei Pieps" Krankenhaus, nur wegen eines Blasensprungs bei guten Herztönen brauchte meiner Meinung nach kein Arzt aus dem Bett geholt zu werden.
    Als er um 6 Uhr erschien war die Geburt bereits im vollen Gange, die Wehen hatten von allein eingesetzt.

    Buscopan ist ein krampflösendes Mittel, was bei Geburten am Anfang zur Schmerzlinderung eingesetzt wird, wenn es für die PDA zu früh ist. Ein häufiges Medikament, ich kenne es allerdings eher als Zäpfchen.

  10. gesperrt
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    AW: Einleitung der Geburt

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Als er um 6 Uhr erschien war die Geburt bereits im vollen Gange, die Wehen hatten von allein eingesetzt.
    Genau das ist hier aber nun mal NICHT das Thema - es gibt weder eigenständige, produktive Wehen (so liest es sich) noch einen Blasensprung.

    Sondern durch die Einleitung induzierte Wehen, die aber anscheinend nicht vorangehen.

    Buscopan ist ein krampflösendes Mittel, was bei Geburten am Anfang zur Schmerzlinderung eingesetzt wird, wenn es für die PDA zu früh ist.
    Diesen Zustand gibt es nicht - entweder Wehen sind noch "nicht so schlimm" oder die PDA macht sehr wohl Sinn.
    Ein häufiges Medikament, ich kenne es allerdings eher als Zäpfchen.
    Daß es häufig gegeben ist, bedeutet nicht, daß es wirklich sinnvoll ist. Ihm wird eine Muttermundlockernde Wirkung nachgesagt - die Schmerzlösekapazität hält sich in Grenzen...
    Das einzig wirklich wirksame Mittel zu Schmerzlinderung unter der Geburt ist nun mal die PDA!

    Und ob es Sinn macht, unangenehme Wehen zu produzieren, die die Schwangere erschöpfen, aber nix bringen, darf bezweifelt werden. Dann folgt gewöhnlich der Tropf - wie Du beschrieben hast - und dann geht es holterdiepolter... extrem schmerzhaft und sehr häufig mit geburtshilflichen Eingriffen.
    Da würde ich doch glatt sagen - was soll der Unfug - und einen Kaiserschnitt vorziehen.

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