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  1. Registriert seit
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    Schlechter PAP-Befund, HPV high risk und andere mögliche Krebserkrankungen

    Hallo,
    da nun meine beiden letzten PAP-Abstriche im Sommer und Herbst leider PAP IIID waren und nun auch herauskam, dass ich HPV 16 (also einen der gefährlichsten high risk-Typen) in mir trage, bin ich natürlich wie so viele höchst verunsichert. Im Januar ist der dritte Kontrollabstrich, wobei ich so oder so eine Konisation möchte. Ich habe mit Mitte 30 keinen Kinderwunsch und möchte einfach keine tickende Zeitbombe sein. Noch dazu geht es mir psychisch total schlecht, da ich ohnehin total dazu neige, Angst vor Krankheiten zu haben. Nun meine eigentliche Frage: Zwar hat der Frauenarzt gesagt, dass ich nach der Konisation durch die Entfernung des veränderten Gewebes geheilt wäre, doch frage ich mich, was mit den anderen Krebserkrankungen ist (Vulva-, Anus- und Rachenkrebs)? Ich meine, den Virus hat man ja dann sein Leben lang… Irgendwie habe ich jetzt viel mehr Angst davor, weil da kann man nicht mal eben schnell was wegschneiden. Habt ihr da Erfahrungswerte? Was hat man zu euch gesagt? Sollte man jetzt auch noch zum Gastroenterologen und HNO gehen, und sich da beraten/untersuchen lassen? Ich könnte sowieso nur dauernd heulen, dass ich sowas bekommen musste, wo ich in Sachen Sex ein absoluter Spätzünder war und gerade mal mit 3 Männern Sex hatte und ich den Eindruck habe, dass man damit gleich abgestempelt wird (meine Hausärztin sah mich ganz entsetzt an und meinte nur vorwurfsvoll „wo haben Sie sich DEN denn eingefangen?!?“)…

    Schon mal danke für eure Antworten und ein gesundes, frohes neues Jahr!

  2. Avatar von sundays
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    AW: Schlechter PAP-Befund, HPV high risk und andere mögliche Krebserkrankungen

    Deine Hausärztin hat keine Ahnung und die Reaktion ist unverschämt. Es soll Fälle gegeben haben, wo eine Tochter die HPV-Viren von der Mutter hatte, durch die Benutzung desselben Handtuchs... es sollte ihr auch egal sein.
    Es ist die rede von einer Durchseuchung von 80%, die meisten Körper wehren sich aber erfolgreich gegen die Viren.
    Von daher ist HPV nicht selten, nur der Krebs durch HPV ist eher selten.

    Naja. Meines Wissens sitzen die Viren in den Zellen, sodass sie nicht durchs Blut überall hinkommen.
    Der krebs am Anus entsteht wohl am häufigsten bei Schwulen, eben durch Übertragung bei Analsex.
    Beim Rachen analog. Mein Arzt sagt immer, es gibt einen Befund und es wird gehandelt. Es taugt nichts, sich vorher verrückt zu machen. Meine HNO hat gesagt, Krebs im Bereich Mundhöhle, Rachen, Zunge kennt sie nur von Leuten, die rauchen und hochprozentiges trinken....
    Mach dich nicht verrückt. Und nicht googlen.
    Wenn du wenig Zeit hast, nimm dir am Anfang viel davon (R. Cohn )


  3. Registriert seit
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    AW: Schlechter PAP-Befund, HPV high risk und andere mögliche Krebserkrankungen

    Liebe TE,

    keine Panik auf der Titanic.

    Ich habe auch so einen HPV-high-risk und der hat mir für ca 2,5 Jahre einen PAP 3d beschert. Der letzte Abstrich war wieder 2a. Meine Frauenärztin war null beunruhigt und meinte, man würde bis zu 8 mal einen Kontrollabstrich machen und dann erst Konisation. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zelldysplasie ausheilt und das Immunsystem mit dem Virus zurecht kommt, ist eben auch sehr hoch.
    Was ich gemacht habe, denn ich bin auch so eine Ängstliche, ist, Immunsystem unterstützen, Homöopathie, weniger Stress, Meditation, etc.

    Angst ist übrigens ziemlich schädlich fürs Immunsystem.

    Ich lebe in der Schweiz und da wird die Vorsorge so gesehen, dass alle 3 Jahre ein Gyn-Abstrich von der KK bezahlt wird (wie es mit schlechtem pap ist, weiss ich aber nicht). Und hier gibt es auch nicht überall Zervixkarzinome!
    Man kann die Vorsorge nämlich unterschiedlich anschauen. In Deutschland verdienen sich sie Gyns mit ihren ständigen Abstrichen eine goldene Nase, und dann müssen z.B. ja auch GANZ UNBEDINGT noch Dünnschichtzytologien durchgeführt werden...über die man u.A. im internet findet, dass sie keinerlei diagnostischen Mehrwert hätten. Sondern dass es eher drauf ankäme, wer wie den Abstrich macht.

    Beim letzten Abstrich hat meine Gyn ohne mich zu fragen eine Dünnschichtzytologie machen lassen und ich musste 500 Euronen selbst zahlen, da meine Schweizer KK den Kokolores nicht übernommen hat.

    Also ich bin für aufgeklärte PatientInnen und plädiere sehr wohl für recherche im internet.

    Alles Gute für Dich!

  4. Avatar von sundays
    Registriert seit
    06.08.2014
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    AW: Schlechter PAP-Befund, HPV high risk und andere mögliche Krebserkrankungen

    Zitat Zitat von step3 Beitrag anzeigen

    Also ich bin für aufgeklärte PatientInnen und plädiere sehr wohl für recherche im internet.
    Das ist eben bei jemandem, der selbst schreibt, er hätte Angst, nicht zu empfehlen. Die Gefahr, dass Seiten ausgesucht werden, durch die noch mehr Angst erzeugt wird, ist zu hoch, wie ich finde.
    Wenn du wenig Zeit hast, nimm dir am Anfang viel davon (R. Cohn )

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