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  1. Avatar von LizzyBorden
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    AW: Hysterektomie und Pille absetzen - wie läuft das?

    Zitat Zitat von tortoiseshell Beitrag anzeigen
    Das Risiko für Schlaganfälle bei Migränepatienten ist insgesamt gering und vor allem der Gruppe mit Auren vorbehalten. Die Wahrscheinlichkeit, allein aufgrund einer Migräneattacke einen Schlaganfall zu erleiden, ist mit Sicherheit geringer als beispielsweise eine Sinusvenenthrombose unter der Pille zu erleiden. Triptane sollen nur deswegen nicht exzessiv eingenommen werden, weil sie das Risiko für Schlaganfälle erhöhen können, aufgrund ihrer gefäßverengenden Wirkung. Das ist also nicht die Argumentationsbasis. Der einzige Grund, die Pille erstmal weiter zu nehmen, wäre vor allem die weitere Ruhigstellung der Eierstöcke und damit verbunden tendenziell geringerer Hormonentzug, der per definitionem die prämenstruelle Migräne einleitet, die ja nun demnächst wegfallen wird. Unabhängig davon, werden Kopfschmerzen weiter auftreten, da die Hormonsituation zunächst dieselbe bleibt. Das ändert sich erst mit der Menopause.
    Das hast Du natürlich völlig Recht, wobei meine Migränesituation insgesamt für mich eher ein Nebenkriegsschauplatz (geworden) ist.

    Ich kann gar nicht sagen, ob ich ohne Pille überhaupt Migräne hätte und wie die Anfallshäufigkeit wäre.
    Die Migräne kam erst so mit 27.
    Dafür könnte sprechen, dass meine Schwester eine sehr ähnliche Art Migräne hat wie ich. Sie nimmt die Pille nicht.
    Zumindest habe ich keine stressinduzierten Atacken mehr.

    Ich habe übrigens während einer Attacke gar keine Kopfschmerzen (mehr), sondern alle anderen Symptome inkl. olfaktorischer Störungen.




    Zum Schlaganfallrisiko bei Migräne allgemein ist man sich auch noch nicht so richtig handelseinig, leider. Aber natürlich ist es korrekt, dass Patienten "mit Aura" gefährdeter sind. Die habe ich zum Glück nicht (mehr).


    Ich hatte keine 6 Wochen, um von einem PAPIII zum Karzinom zu kommen, also rein mental.
    Der Umgang mit diesen Themen und wie ich dazu denke, wird gerade quasi überfallartig notwendig.
    Geändert von LizzyBorden (04.08.2018 um 16:19 Uhr)

  2. Avatar von LizzyBorden
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    AW: Hysterektomie und Pille absetzen - wie läuft das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auf jeden Fall alles Gute für dich!!
    Vielen lieben Dank, "KREBS" und Hysterektomie stehen erst seit Montag im Raum und finden schon Dienstag statt.
    Das war vorher aufgrund der Statistiken eher ein theoretischer Verlauf - aber irgendwer hat dann halt auch mal den "Hauptgewinn" gezogen.

  3. Avatar von LizzyBorden
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    AW: Hysterektomie und Pille absetzen - wie läuft das?

    Zitat Zitat von Mirabella82 Beitrag anzeigen
    Östrogen begünstigt ja eher Zellwachstum, das würde ich eher nicht nehmenmit Krebsdiagnose, da würde ich eher wenn überhaupt an eine Progesterongabe nach der Pille zur Verbesserung der Migräne denken.
    Ich bin familiär mit Brustkrebs vorbelastet - meine Mutti hat ihn gerade zum zweiten Mal, meine Tante ist daran gestorben.

    Das Risiko-Nutzen-Verhältnis muss dann genau durchdacht werden. Ich würde mittelfristig nur dann Hormone nehmen wollen, wenn ich schlimme Beschwerden hätte.


    Unter der Pille war ich bislang im engmaschigen Monitoring durch meinen GYN, regelmässiger Ultraschall der Brüste. Die Tumore wachsen unter Hormonen schneller, so dass man sie ggf. auch schnell(er) findet.

  4. Inaktiver User

    AW: Hysterektomie und Pille absetzen - wie läuft das?

    ich bin Migränikerin seit ich denken kann. Mit der Pille hatte ich allerdings sehr oft Migräne. Mit der Hormonspirale weniger und nach meiner Hysterektomie 2015 vielleicht noch 1 mal im Monat und moderat. Ich nehme zwar ein Triptan aber nur noch die Hälfte.

    Also ich drücke dir die Daumen und denke, dir wird es danach wesentlich besser gehen als du befürchtest!!

  5. Avatar von LizzyBorden
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    AW: Hysterektomie und Pille absetzen - wie läuft das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich bin Migränikerin seit ich denken kann. Mit der Pille hatte ich allerdings sehr oft Migräne. Mit der Hormonspirale weniger und nach meiner Hysterektomie 2015 vielleicht noch 1 mal im Monat und moderat. Ich nehme zwar ein Triptan aber nur noch die Hälfte.

    Also ich drücke dir die Daumen und denke, dir wird es danach wesentlich besser gehen als du befürchtest!!
    Ach, Dharma - vielen Dank, dass Du mir Mut machst.

    Auf "moderat mit halber Formigran" bin ich schon - vielleicht darf ich darauf hoffen dass es noch besser wird.

    Ich bin wahrscheinlich aktuell auch ziemlich überinformiert und habe viel zuviel Kopfkino. Im Kern denke ich ja, dass die Hysterektomie jetzt wirklich die beste Lösung ist und man dann auch erst mal schauen sollte.


    Ich sollte lieber konstruktive Gedanken entwickeln und mich freuen, dass ich so vergleichsweise glimpflich der Terrorvirus entkomme.
    Ohne Hormone leben könnte ja auch viel gesünder und besser sein.

  6. Avatar von LizzyBorden
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    AW: Hysterektomie und Pille absetzen - wie läuft das?

    Nach Rücksprache im Krankenhaus nehme ich den Blister trotz OP morgen bis zum Ende durch - der reicht noch bis 12 Tage nach dem Eingriff.
    Die Ärztin fand die Idee gut, nicht unmittelbar nach der OP eine Entzugsmigräne zu riskieren.

    Ganz generell ist es wohl kein Problem, die Pille relativ zeitnah zur Hyterektomie abzusetzen. Die Eierstöcke würden das verkraften, auch nach 28 Jahren.
    Nun gut, wir werden sehen - also konkret dann wohl ich.

  7. Avatar von besserso
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    AW: Hysterektomie und Pille absetzen - wie läuft das?

    Ich hatte meine Hysterektomie 2003, habe die Pille 3 Wochen vorher abgesetzt und danach keine größeren Probleme gehabt mit Kopfschmerz, Migräne oder ähnlichem. Dazu habe ich zum Glück aber auch nie geneigt, da bin ich sehr dankbar für...

    Meine Wechseljahre haben 2005 (mit 37 Jahren) eingesetzt, dauerten 1 Jahr und ich habe wegen Hitzewallungen Östrogen geschmiert. Man hat mir damals zumindest gesagt, dass ich nur "reines Östrogen" (Estreva-Gel) ohne Gestagen nehmen darf, da auch der Gebärmutterhals entfernt wurde und die Eierstöcke erhalten blieben. Nun ist das schon einige Jahre her. Eventuell haben Forschungen auch neue Ergebnisse gebracht.
    Manchmal denkt man, es ist stark festzuhalten. Doch es ist das Loslassen, das die wahre Stärke zeigt.
    (unbekannt...)

    Darum:

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt, wenn dieser nötig sein sollte. Eine Schlucht kannst du auch nicht mit zwei kleinen Schritten überwinden.
    (David L. George)

  8. Avatar von LizzyBorden
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    AW: Hysterektomie und Pille absetzen - wie läuft das?

    Liebe bessero, Danke für Deinen Beitrag - die drei Wochen zwischen Befund und Hyterektomie hätte ich nicht mal gehabt.
    Mit einem Jahr bist Du ja leidlich gut durch die Wechseljahre gekommen - auch wenn es vielleicht jetzt etwas zynisch klingen mag. Ich hoffe, Du siehst mir das nach.

    Ich werde mich 4-5 Wochen gedulden müssen, mein Gyn ist im Urlaub so daß ich erst dann die nächsten Schritte besprechen kann.

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