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    Autoimmunerkrankung und Wechseljahre

    Angeregt durch viele gute Tipps aus einem anderen Thread, wünsche ich mir hier einen Austausch. Leider habe ich Hashi und ich merke, dass sich in den letzten 2 Jahren vieles in meinem Leben verschlechtert hat (gesundheitlich). Ich möchte das nicht einfach so hinnehmen, sondern die Dinge wieder verbessern. Ich freue mich auf ein gutes Minteinander hier und wenn ich weiß, es geht mir nicht allein so, fällt es mir auch leichter, einige Veränderungen zu akzeptieren.


    Zu meinen Grunderkrankungen: Ich habe Hashimoto Thyreoditis, aber der Japaner hat noch viel mehr im Gepäck. Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Missempfindungen, Schmerzempfindlichkeit, Müdigkeit, Neigung zu Infekten, Neurodermitis, Neigung zu Depressionen.
    Momentan quält mich eine massive Antriebslosigkeit. Das fing letztes Jahr mit einem massiven B12 Mangel an (ich esse kein Fleisch) und seitdem habe ich das Gefühl, nur noch Schlafen zu wollen. Ich habe nach und nach alles aufgegeben, zugenommen habe ich auch. Ich möchte nicht, dass es so weitergeht, deswegen kämpfe ich mich sozusagen zurück. Erste Massnahme: ich gehe wieder regelmäßig laufen und habe mich in einer Zen-Pilates-Gruppe angemeldet.

  2. Inaktiver User

    AW: Autoimmunerkrankung und Wechseljahre

    Bist du denn aktuell gut eingestellt mit deiner Schilddrüse? Deine Beschreibung klingt für mich überhaupt nicht so - auch wenn deine Beschwerden natürlich deshalb nicht zwangsläufig an deiner Schilddrüse liegen müssen. Aber deine Symptome kenne ich als typisch für eine Unterfunktion, selbst wenn ft3 und ft4 noch normgerecht sind (aber da kommt es auch stark darauf an, ob die im oberen Bereich der Norm sind oder mittig bis im unteren Bereich. Ärzten ist das meistens egal, Hauptsache der Wert ist normgerecht.)

    Hast du noch andere Mängel, z. B. Folsäuremangel, Magnesiummangel, Selenmangel...?

    (Nimmst du eigentlich Selen? Das wird bei Hashimoto ja zum Teil empfohlen, auch wenn die Meinungen da wohl auseinandergehen - ähnlich wie bei der Obergrenze für den TSH die je nach Labor/Arzt sehr unterschiedlich ausfällt. Persönlich würde ich bei Beschwerden einer Unterfunktion bzw. wie du sie hast ausprobieren, ob es dir mit einem TSH unter 1 und ft3 und ft4 im oberen Drittel der Norm besser geht. Nur dafür muss der Arzt mitspielen wegen der L-Thyroxindosiserhöhung.)

    Ansonsten soll es einen Zusammenhang zwischen Schilddrüsenproblemen und Progesteronmangel geben. Wie valide das ist, weiß ich aber nicht.

  3. User Info Menu

    AW: Autoimmunerkrankung und Wechseljahre

    Nein, ich nehme kein Selen. Bisher habe ich auch nicht den richtigen Endo gefunden. Die ich bisher hatte, stellten sich als inkompetent heraus. ich möchte demnächst in ein Stoffwechselzentrum gehen und all diese Dinge neu angehen. Es lag alles in der Norm und trotzdem lebe ich so ziemlich am Limit. Zuletzt habe ich meine Werte im November kontrollieren lassen. Der Doc hat mich etwas hochgeschraubt und das war anfangs ganz okay, nach 2 Wochen hatte ich Herzrasen. Er hatte allerdings das Präparat gewechselt von 75 L-Thyroxin Henning auf 88 Euthyrox und darauf habe ich schon mal sehr schlecht reagiert.
    Seit ungefähr zwei Jahren hat sich vieles verändert - was ich früher mit links gemacht habe, mache ich mit großem Aufwand. ich bin jetzt bald 51 - da gibt es schon Zusammenhänge mit den Wechseljahren. Ich würde gern wissen, wie es anderen Frauen damit geht, die auch betroffen sind. Das Schlimmste an den Veränderungen ist: ich weiß nie, wann und ob ich leistungsfähig bin. Ich habe schon noch berufliche Pläne, aber ich kann mich nich auf meinen Körper verlassen, nie weiß ich, ob ich mich wieder bewerben kann oder nicht. Ich habe 3 Jahre ehrenamtlich gearbeitet, da war ich frei und konnte mich notfalls auch zuhause bleiben. Manchmal hatte ich auch mit Panikattacken zu tun, deswegen verlasse ich heute das Hause weniger oft als früher. Einiges kann ich kontrollieren, einiges nicht.
    Letztendlich fehlt mir eines ganz sicher: Vertrauen in meinen Körper und dessen Fähigkeiten.

  4. User Info Menu

    AW: Autoimmunerkrankung und Wechseljahre

    Robin, same Here: Hashimoto und Laktoseintoleranz, seit 20 Jahren, dann Wechseljahresbrschwerden ohne Ende aus dem nichts,
    Stressigen Beruf, Dienstreisen etc. 90 Stundenwoche...früher nie ein Problem, plötzlich ging alles wie in Zeitlupe. Unsicherheiten bei den popeligsten Standarddingen.
    Ich war total am Limit. Jede Frage konnte mich aus der Bahn werfen....
    Das war vor 2Jahren.
    Bin jetzt auf 125 L-Thyroxin, vorher 75, dann 100.
    Das Produkt/Hersteller vom SD Hormon wechseln kann fatal sein.
    Hatte ich auch mal, hab tagelang darauf gebrochen. Bin Wieder zurück zum vorherigen. Hersteller. Hab ich immer sehr gut vertragen. Ärztliche Abklärung, Google mal nach „Endokrinologikum“ . Die haben Niederlassungen in verschiedenen GrossStädten).
    Selen hab ich auch genommen, aber keinen Unterschied bei Beschwerden, Müdigkeit gespürt. Das Thyroxin ist da wohl wichtiger.

    WJ:
    Ich habe nach Abklärung der Beschwerden (Schlaflos, Hitze, Gewichtszunahme von 10 kg) etc..) mit dem FA eine HET angefangen um die Beschwerden (auch die psychischen) in den Griff zu kriegen. Endlich wieder mal durchschlafen. Keine Weinerlichkeit, keine Panikattacken, keine Gelenkschmerzen, nicht mehr immer nur bleiern müde.
    Erstmals habe ich auch radikal umgedacht. Nicht die Arbeit kommt zuerst sondern ich.
    Habe angefangen regelmässig Sport, vor allem Kraftsport, zu machen.
    Mittlerweile Nach 2 Jahren Aufbau bin ich jetzt stärker und ausdauernder als in jüngeren Jahren. Ich esse 2-3 mal die Woche Fleisch, Fisch und Geflügel. Gemüse täglich.
    Obst, Milch, Getreide zwar auch täglich aber deutlich reduzierter als früher. Oft ersetze ich Milch durch Nuss oder Mandelmilch, oder Kokoswasser.
    Weniger Zucker und es geht mir besser!,
    Trinke mindestens 2-3 Wasser täglich. Habe Früher deutlich weniger getrunken.

    Ich mache dazu Tai Chi und Yoga um zu entspannen und flexibel zu bleiben. Überhaupt ist Stress für Hashis wirklich Gift. Der Körper rächt sich sofort mit ständigen Infekten.

    Schau mal, was du proaktiv in Sachen Stressreduktion und Ausgleich für dich tun kannst.
    Wenn du jetzt nicht ehrenamtlich was tun kannst, dann lass es eben. Jetzt bist du mal dran.
    Glaub mir du brauchst deine Kräfte jetzt für dich. Es ist jetzt so eine Phase.
    Setz dich nicht unter Druck.

    Meine Beschwerden sind nun fast gänzlich verschwunden und ich habe wieder Vertrauen in mich und meinen Körper. Bin derzeit am Asschleichen der HET. Gewicht ist auch wieder normal.
    Werde aktiv. Hol dir Hilfe.
    Geändert von Beachnoodle (15.01.2018 um 00:14 Uhr)
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer

  5. Inaktiver User

    AW: Autoimmunerkrankung und Wechseljahre

    liebe robin, ich möchte dir mut machen. du bist nicht allein.

    es gibt mehr von uns als du glaubst. aussage meines nuk-medizinmannes: von 10 frauen trifft es mind. 7. und die meisten durch die wechseljahre.

    die schilddrüse ist ein sensibelchen und jeder hormonwechsel gibt ihr die chance die diva rauszukehren und sich wieder etwas neues auszudenken. alles was du beschreibst, bis hin zur fibro und depri- die königin der hormonbildenden organe - sie mischt alles auf. wirklich alles.

    der vorteil, den ich wiederum darin sehe- es ist keine nischen-erkrankung, dafür trifft es zuviele von uns.
    selbsthilfe-gruppen, spezialisten, es ist nichts was so einfach unter den tisch kehrbar ist.

    ich kann von mir sagen: zwischen diagnose (bei jahrelanger "nur" jodmangelstruma)- und jetzt ist meine schilddrüse einem altem perser-teppich in auflösung vergleichbar und meiner akzeptanz und aktiv werden - hat jetzt fast 2 jahre gelegen. jetzt ist die einstellung wieder gut. (regelmässige kontrollen und die möglichkeit nachzujustieren) ich bin wieder aktiver, wacher, auch eine nahrungsmittel-umstellung (kh reduziert, mit blick auf entzündungs-hemmend (ich empfehle die ernährungs-docs vom ndr) yoga und natürlich meine therapeutin, akzeptanz und meine eigenen möglichkeiten kennen.


    selen - nehme ich in form von paranüssen zu mir. ich habe schon das gefühl, dass es mir guttut.
    und das ist die herausforderung: sich mit sich selbst zu beschäftigen und auszutesten, was tut mir gut, wo sind meine neuen grenzen und damit umzugehen lernen.

    ich behaupte immer: der mensch ist ein herdentier. wir suchen alle immer wieder unsere herde. das gefühl, wenn du etwas erzählst und die andern nicken, weil sie wissen von was zu sprichst- herrlich. nicht mehr das gefühl, allein und ein alien zu sein. die herde wiederfinden.

    klar, kann es auch zuviel werden, wenn man/frau das gefühl hat, dass es nur noch ein thema gibt. aber für so manches hilft es schonmal: wir sind nicht alleine da draussen.

    in diesem sinne: literatur (vanessa blumenhagen bis ...........................) informationen, möglichkeiten bis ------------- es ist da. greif zu.

  6. gesperrt

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    AW: Autoimmunerkrankung und Wechseljahre

    Zitat Zitat von Beachnoodle Beitrag anzeigen
    Robin, same Here: Hashimoto und Laktoseintoleranz, seit 20 Jahren, dann Wechseljahresbrschwerden ohne Ende aus dem nichts,
    Stressigen Beruf, Dienstreisen etc. 90 Stundenwoche...früher nie ein Problem, plötzlich ging alles wie in Zeitlupe. Unsicherheiten bei den popeligsten Standarddingen.
    Ich war total am Limit. Jede Frage konnte mich aus der Bahn werfen....
    Das war vor 2Jahren.
    und da wunderst du dich ueber deine beschwerden, und das du fix und fertig bist ?
    eine 90 stundenwoche haelt auf dauer niemand durch
    die arbeitswelt hat sich etwas dabei gedacht, das in der regel arbeitsvertraege im schnitt 40 stunden die woche beinhalten

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    AW: Autoimmunerkrankung und Wechseljahre

    Hallo Robin,

    schön das du diesen Strang eröffnet hast
    Habe auch seit 20 Jahren Hashi, damit schon einige Hormonachterbahnfahrten hinter mir. Und ja, die Wechseljahre bringen wieder mächtig Unruhe. Bin 49, 2fach Mama -Pubertät meets Wechseljahre- volles Programm.
    All die schon aufgezählten Beschwerden sind wohl "normal" und nun bleibt uns nichts anderes übrig Wege zu finden, das alles wieder in sowas wie eine Balance z bringen.
    Das mit den Paranüssen nehme ich schon mal mit, denn mein Versuch mit Selentabletten ging gründlich daneben. Kann ich gar nicht nehmen, fühlte mich wie nach vermutlich 10 Dosen Energydrink.
    Vor einem Jahr bin ich auch richtig abgerutscht, nur noch müde, schlapp, unregelmäßige Mens, kaum noch belastbar, v.a. psychisch. Beim Hausarzt kannst du an die Wand reden, solange die Werte in der "Norm" liegen, passiert nichts. Endo haben wir exakt einen im Landkreis, 50 km weg und endlose Wartezeiten. Ich kenne jemand mit Basedow der schon dort war, im Budget mit Autoimmunerkrankung will er einen nur einmal im Quartal sehen (Budget etc.). Also Fehlanzeige.
    Habe mir dann viele Tips im Hashiforum und hier bei den Wechslerinnen geholt und einiges übernommen und es ist wieder erträglicher.
    Im Sommer 2017 begonnen täglich Vitamin D3K2 Tropfen zu nehmen und meinen B12 Speicher eigenmächtig aufzufüllen. Das B12 spritze ich mir subkutan. Die erste 10er Packung alle 3 Tage eine, seither 1 Spritze pro Woche. Als weitere Ergänzung nehme ich alle 3 Monate kurmäßig einen halben Liter Eisenelixier, Flasche hält so 14 Tage. Für den Menskram zyklisch 21 Tage 100 mg Famenita (Progesteron) oral und begleitend 3Tropfen Gynokadingel (=1/4 Hub), da ich noch Blutungen habe. Diese kommen nun wieder pünktlich und in der Zeit ist Hormonpause. Fazit: das alles hat mich wieder einigermassen in die Spur gebracht. Dank dem Progesteron schlafe ich wieder gut und das ist ein riesen Gewinn für die Psyche. Aber auch ich kenne immer noch Tage, an denen der Körper nicht so funktioniert wie er soll oder wie ich es gerne hätte.
    Trotzdem Robin möchte ich dich ermutigen, gehe das mit dem Arbeiten an, aber mach dir da nicht gleich am Anfang zu viel Druck. Es muss ja nicht Vollzeit sein, vielleicht zum Einstieg erst mal Minijob mit der Option auf Teilzeit. Ich arbeite 40%, kann aber durch hin und wieder Vertretungen ein paar Stunden draufpacken. Das passt für den Moment und es bleibt noch Zeit für Dinge wie lange Spaziergänge, schwimmen gehen. Alles verändert sich im Moment, die Kinder gehen ihre eigenen Wege, mein Mann hadert manchmal auch mit der älter werden.
    Mir graut manchmal auch vor dem, was der Körper noch mit einem anstellen könnte.......

    Schönen Abend in die Runde
    Gute Mädchen kommen in den Himmel
    Böse überall hin

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    AW: Autoimmunerkrankung und Wechseljahre

    Danke für Euren Zuspruch, ich freue mich, dass Ihr hierher gefunden habt und hier schreibt.
    Die Ernährung scheint jetzt doch eine sehr viel größere Rolle zu spielen als früher. Bisher konnte ich essen und trinken, was ich wollte, seit all den Jahren nach meinen Schwangerschaften hatte ich nie viel zugenommen. In den letzten Jahren hat sich das aber geändert. Die Idee, ab und an Nüsse zu essen, passt ganz gut zu dem, was ich neulich gelesen hatte: weniger essen, dafür energiereicher. Nüsse & Co sind gute Energielieferanten. Eiweißhaltige Nahrung esse ich wenig, da muss ich wohl ausgleichen, ebenso wie B12. Das war früher auch nie Thema, wohl aber mal Eisenmangel.

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    AW: Autoimmunerkrankung und Wechseljahre

    Hallo Robin,
    auch ich bin seit fast 20 Jahren mit Hashimoto geplagt. Lange Jahre war ich gut eingestellt. Das änderte sich im letzten Jahr, wahrscheinlich auch durch Einfluss der Wechseljahre. Ich bin nun wieder gut eingestellt und hoffe, dass das ziemlich lange so bleibt (kann sich ja auch wieder ändern).
    Ich habe eine Kur mit Vitamin B6, B12 und Folsäure per Infusion und intravenös gemacht. Hat mir sehr gut getan und werde es im Frühjahr wiederholen. Des weiteren nehme ich Magnesium, auch Paranüsse sind bei mir auf dem Plan.

    Ich möchte Dir gerne das Buch von Prof. Feldkamp ans Herz legen. Es heißt : Gut leben mit Hashimoto - Das ganzheitliche Selbsthilfeprogramm. Prof. Feldkamp ist wohl einer der wenigen Ärzte, die sich mit Hashimoto beschäftigen und nicht nur nach den Normwerten urteilen. Es ist das beste Buch, das ich über dieses Thema gelesen habe. Es ist sehr gut aufgegliedert und informativ.
    Ich wünsche Dir, dass Du ganz bald wieder Deine Balance herstellen kannst.

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    AW: Autoimmunerkrankung und Wechseljahre

    Ich versuche etwas zu ändern, dank Eurer Tipps. Nun denke ich, dass ich irgendwas falsch mache. Seit ca 11 Tagen nehme ich Selen 100. Das ist das einzige was ich neu zu mir nehme. Ich habe aber sehr heftige Bauchschmerzen seit einigen Tagen und ich fühle mich sehr schlecht. Kann es sein, dass ich bei der Einnahme etwas falsch gemacht habe? Hätte ich eventuell weniger nehmen sollen? (Ich teste mal, ob das Selen der Grund für die Bauchschmerzen sind und lasse es morgen weg. )

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